Maßnahme (AGL) ohne gültige Eingliederungsvereinbarung

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Fisk

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Hallo ihr lieben Helfenden,

ich habe folgendes Problem:

Ich wurde ohne gültige Eingliederungsvereinbarung oder weitere Informationen mit
einer recht dubiosen Einladung zu einer ALG-Maßnahme eingeladen.

Die Einladung enthält keine Widerspruchsklausel und keine klaren Informationen um was für eine Maßnahme es sich handelt.
Für Tag 4 der Maßnahme wird die Unterschrift einer Eingliederungsvereinbarung angekündigt über deren Inhalt man ebenfalls nicht im Vorfeld informiert wird.

Ein Freund, der mir euer Forum empfohlen hat, war der Meinung das dieses Vorgehen rechtswidrig ist. Er ist in der Vergangenheit bereits gegen ein vergleichbares Vorgehen erfolgreich mit Rechtsmitteln vorgegangen.

Meine konkrete Frage lautet nun ob ich besser gar nicht erst zu der Maßnahme gehen sollte um dann gegen die Sanktionen beim Sozialgericht mittels Eilverfahren vorzugehen oder ich die Maßnahme lieber wahrnehmen sollte um dann dagegen vorzugehen.

Schon mal im Vorfeld vielen Dank für eure Hinweise und Meinungen.

P.S. Der Eintrittstermin wurde wegen Krankheit telefonisch von 5. auf den 10. geändert, dies habe ich handschriftlich auf der Einladung notiert.

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Allimente

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Hallo erstmal...

Es bedarf keiner EGV um in eine Maßnahme geparkt zu werden, dazu muß es eine Maßnahmenzuweisung geben.

Was das da bei Dir ist kann ich nicht genau sagen. Eine Zuweisung sieht anders aus, da ist die Maßnahme genau beschrieben, die Anwesenheit ist geregelt etc. Sieht mir bei dir irgendwie so aus, als wenn die ersten 4 Tage der Maßnahme vom JC betreut wird und die vor Ort sind. Der MT hat keinesfalls deine gesundheitlichen Einschränkungen abzuchecken oder mit dir eine EGV zu verhandelt.

Bin gespannt, was die Experten hier davon halten. Ich persönlich habe so etwas noch nie gesehen oder von gehört.

Ach ja, herzlich Willkommen im Forum.
 

arbeitsloskr

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Für eine wirksame Zuweisung braucht es doch eine Erklärung, welche Defizite von TE mittels einer Maßnahme abgebaut werden sollen und warum ausgerechnet diese Maßnahme dafür geeignet sein soll.

Interessant ist die Formulierung, dass am 4. Tag eine EGV unterschrieben werden soll. Es wird also erwartet, dass direkt eine EGV unterschrieben wird, ohne, dass diese einvernehmlich verhandelt wird, ggfs. mit Einräumung einer angemessenen Bedenkzeit?

Um welche Arbeitsbereiche geht es, also welche Aufgabengebiete? Sind diese für TE überhaupt zumutbar (gesundheitlich, qualifikationsmäßig, Pendelzeit)?

Was soll dieses EDV-Bewerbungsmodul sein?
Auf welcher Basis erfolgt eine Zuordnung zu einem Gewerk?
Wie wird die Probearbeit geregelt, vorallem finanziell und über welchen Zeitraum oder sind das "kostenlose" Praktikas?

Wenn ich das Thema Zuweisung richtig verstanden habe, dann sollten diese ganzen Punkt, die in diesem Schreiben genannt werden, detailliert aufführen, wie diese TE helfen sollen, welche seiner Defizite abzubauen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
So wie es aussieht wollen sie dir eine AGH unterjubeln.
Diese Maßnahme ist nur 4 Tage lang und soll dich in die AGH bringen.
Erstmal abchecken ob dort JC -SBs sind oder Privatleute eines Maßnahmeträgers.
Nur den SBs musst du Auskünfte im Vieraugengespräch geben. Sind mehr Leute da oder keine SBs brauchste nix sagen.
Wenn du was ausfüllen sollst dann nur deinen Namen und Anschrift angeben, alles andere für dich behalten und auch nicht ausplaudern - fragen sie doch meinen SB oder das JC -.
Unterlagen die du unterschreiben sollst, einstecken um es zu Hause zu prüfen. Niemals unterschreiben. Keine eigenen Unterlagen von zu Hause mitnehmen oder dort abgeben.
Ohne deine Unterschriften werden sie dich nur mittels AGH -Zuweisung oder Eingliederungsverwaltungsakt in die AGH bekommen. Dagegen kannst du dann aber rechtliche Mittel einsetzen.
 

0zymandias

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Das ist keine Zuweisung, sondern das Angebot einer Maßnahme.

Auch so ein Angebot muss bestimmt sein, was hier nicht der Fall ist.

Die Rechtsgrundlage ist unvollständig ("§§ 16 ff SGB II"), die zeitliche Verteilung fehlt vollständig.
Bei Letzterem ist sogar unklar, ob die Tage aufeinander folgen oder damit etwa jeder Mittwoch gemeint ist.
Die Zusicherung der Übernahme der Maßnahmenkosten (Reisekosten, Kinderbetreuung, ...) fehlt.
Inhaltlich wäre mir auch unklar, wie die Eingliederung in Arbeit bewirkt werden soll. Eine "Einteilung in Gewerke" von irgendwem durch irgendwen hat auf meine Situation welchen Einfluss?

Ein "begleitetes Schnupperpraktikum" gäbe es mit mir nicht, ebenso würde ich nicht zur Unterschrift einer "Einverständniserklärung zur Probearbeit" antreten.

Der hinsichtlich einer Sanktion sicherste Weg ist der von swavolt.
Hingehen, zuhören, nichts unterschreiben (nicht ablehnen, Unterlagen mitnehmen) und keinerlei Daten herausgeben, außer an mit Deinem Fall befassten SBs.
 
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