Maßnahme 3 Tage vor Ende abbrechen, welche Folgen kämen auf mich zu?

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SiegfriedB

Gast
Schönen guten Abend zusammen,

ich befinde mich gerade in einer der üblichen Maßnahmen und möchte diese 3 Tage vor Beendigung abbrechen, da es mir Psychisch die letzten Monate doch sehr zugesetzt hat und ich momentan mit meinen Kräften am Ende bin. Mit welchen Folgen müsste ich Rechnen? Und wie schnell kann man eine neue Maßnahme zugewiesen bekommen?

Ich Frage mich wieso der Staat so viel Geld ausgibt um Menschen in Maßnahmen Schikanieren zu lassen, dass oft zur Folge hat, dass es den Menschen nachher noch schlechter geht als vorher schon.

Vielen Dank
 

Allimente

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Warum abbrechen? Geh zum Arzt, erkläre ihm Deine Situation und lass Dich für die 3 Tage AU schreiben. Warum willst Du ein unnötiges Risiko eingehen?
 

Hannes63

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Genau entweder zum Arzt, was wahrscheinlich nichts bringt, da die Tage garantiert hinten dran gehangen werden müssen oder eben den ***** nochmal zusammen kneifen für die 3 restlichen Tage.

Das schaffst du !!!
 

Pixelschieberin

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Gelbe Ohrstöpsel unterm Mützchen und ein gutes Buch halte ich für smarter als eine AU, die womöglich hinten dran gehängt wird.
Zu den genauen Modalitäten steht i. d. R. etwas in der Zuweisung selbst.
 

Allimente

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Gelbe Ohrstöpsel unterm Mützchen und ein gutes Buch halte ich für smarter als eine AU, die womöglich hinten dran gehängt wird.
Dazu steht i. d. R. was in der Zuweisung selbst.
Das ist sicher smarter. Aber wie der TE geschrieben hat, ist er mit seinen Nerven am Ende. Das, was Du vorschlägst, bedarf guter Nerven und eine gehörige Portion (man verzeihe mir den Ausdruck) Abgewichstheit, sonst stehst Du das nicht durch. Ich halte die Lösung über eine AU (vielleich sogar zielgerichtet auf die Maßnahme?) für wesentlich entspannter.
 
S

SiegfriedB

Gast
Mein Arzt ist einer von der Sorte der einem nicht so schnell Krankschreibt, außer vielleicht man kommt mit einer klaffenden Wunde daher. Ich habe in den letzten Wochen Haarausfall bekommen was ich auf den Stress zurückführe, falls jemand meint ich würde nur simulieren. Aufgrund des baldigen Endes der Maßnahme wird ganz besonders schikaniert und Gemobbt, daher mein Wunsch das ganze so kurzfristig abzubrechen. Ich werde gleich noch mal hingehen, befürchte aber die letzten 3 Tage werden die Hölle. Ansonsten werde ich morgen mal bei meinen Arzt vorbei schauen in der Hoffnung das er mich erlöst. Vielen Dank für die Antworten.
 

2wie Pech u Schwefel

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3 Tage sitzt man doch auf einer Backe ab. Das ende ist nah, du bist doch schon soweit gekommen.

Aufdurchzug schalten. Spiel doch mit jemanden Karten.
 

faalk

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3 Tage sitzt man doch auf einer Backe ab.
Schon mal selber Psychisch am "ende" gewesen?

Du solltest zum Facharzt für Neurologie und Psychiatrie gehen
Bis TE dort eine Termin bekommt, ist die Maßnahme wohl schon Wochen oder Monate beendet.

Vielleicht gibt es aber in der Stadt vom TE eine Psychiatrische Notfallambulanz. Dann hin.
 

Burke

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Aber zumindest sollte er sich jetzt schon einen Facharzt für Neurologie und Psychiatrie suchen und auch einen Termin ausmachen. Denn das ist der Arzt für seine Belange, mit der Möglichkeit einer langen AU.
 

Pixelschieberin

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[...] was ich auf den Stress zurückführe, falls jemand meint ich würde nur simulieren. [...]
Keineswegs!
Sobald ich in deren Fänge gelange, habe ich auch mit heftigem Psychosoma zu tun.
Seit ich mich jedoch gut informiert weiß und deshalb abgebrüht(er) geben kann, faßt mich substanzloses Gekläffe nicht mehr so sehr an wie zu den Zeiten, in denen ich mich in fast jedes SB- oder Amigo-Bockshorn jagen ließ.

Ich empfehle stets, sich mit populärwissenschaftlicher Literatur zum Thema "Manipulation und deren Abwehr" zu wappnen.
Humor hilft, vermeintliche Macht zu brechen.
Du solltest zum Facharzt für Neurologie und Psychiatrie gehen, nicht zum Hausarzt.
Um mit dem abgelieferten Facharzt-Stempel einen Eintrag in der Akte manifestieren lassen:
HE ist "Patient" bei soundso - was sein querulatorisches Verhalten erklären könnte.
Der Begutachtung durch entsprechende med. Dienste stünde auch kaum etwas entgegen.
Wie manche dieser Erfüllungsgehilfen "begutachten", wurde im Forum bereits berichtet.
Sorry aber DIESE Karte würde ich nie und nimmer ausspielen.
Die Furcht, ohne erkennbare Not ein ähnliches Schicksal wie Gustl Mollath zu erleiden, wäre mir zu groß.

Für Allgemeinmediziner oder Internisten gibt es im Web sicher Diagnose-Ratgeber à la "Mein Patient klagt", deren Symptome keiner auf die Schnelle einordnen wird.
Meine leider nicht mehr praktizierenden Ärzte haßten im Umlauf befindliche Bücher, die gelbe Urlaubsscheine sichern sollten.
Sie wollten stets Klartext hören, damit ihnen nicht die Zeit mit sinnloser Suche nach Krankheitsursachen verbrannt werden möge.
Zu recht fühlten sie sich sich von Täuschungen hintergangen, was deren Vertrauen nachhaltig erschüttert hätte.
Bei denen hätte es auch "so" einen gelben Zettel gegeben weil sie wußten, wie man unter Bedingungen leiden kann und einfach mal herausgenommen gehört.
Ich fand's immer gut zu wissen, daß es im Notfall eine Hintertür gibt.

Als Fernziel steht auf dem Zettel, sich einen Arzt zu finden, der ebenso einsichtig ist.
Desweiteren würde ich menschenverachtend-unhaltbare Zustände beim Träger protokollieren und meinem Bürgermeister zukommen lassen.
Er möge Stellung dazu nehmen, was unter seinen Fittichen abgeht.
Mein Credo:
Wenn nichts gesagt wird, kann sich nichts ändern.
Warum so hoch aufhängen?
Die Treppe runter kullern ist leichter als sie zu erklimmen.
 

Burke

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Um mit dem abgelieferten Facharzt-Stempel einen Eintrag in der Akte manifestieren lassen
Lieber ein Leben lang leiden und sich durch quälen?
Lieber irgendwann evtl Suizid begehen?
Und alles weil man keinen Facharzt-Stempel Eintrag in der Akte will.

Der Stempel in der Akte sollte einem so was von egal sein.
 

Pixelschieberin

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Lieber ein Leben lang leiden und sich durch quälen?[...]
Blödsinn.
Besser ist's, die Scheuklappen abzulegen, aus der Spur auszuscheren und nach anderen - ebenso gangbaren - Wegen Ausschau zu halten..
[...] Lieber irgendwann evtl Suizid begehen? [...]
Weil es in dieser Republik keine andere Methode des Weg-Duckens gibt, als sich von 'nem Psycho- oder Neurologen krank schreiben zu lassen?
[...] Und alles weil man keinen Facharzt-Stempel Eintrag in der Akte will. [...]
Bedenken sollte jeder Betroffene für sich selbst abwägen.
Schließlich hat jeder das Recht, auf seine Weise zur Hölle zu fahren.
[...] Der Stempel in der Akte sollte einem so was von egal sein.
Wer soll dieser ominöse "einem" sein?
Speak for yourself.
Ich neige dazu, mir den nächsten Schritt eines Gegners vorzustellen, der mir am Zeug zu flicken gedenkt.
Deshalb fragte ICH mich zuerst, welchen Giftpfeil ich einem mir nicht wohlgesonnenem Antagonisten aushändige, indem ich ihn mutmaßen lasse, entweder seelisch labil zu sein oder ein sonstwie geschwächtes Nervenkostüm zu haben.
Sind das nicht die am leichtesten zu schlagenden Opfer?

Möglicherweise werden mir auf Grund der Spekulationen Hemmnisse zugesprochen, von denen selbst ich noch keine Ahnung hatte.
Wer Freude daran hat, SOLCHE Stühle wieder gerade zu rücken: nur zu.
 

Burke

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Blödsinn.
Besser ist's, die Scheuklappen abzulegen, aus der Spur auszuscheren und nach anderen - ebenso gangbaren - Wegen Ausschau zu halten..
Diese und die andere Antwort mit den Ohrstöpseln unter der Mütze zeigt deutlich, dass du von Dingen sprichst von denen du keine Ahnung hast. Es gibt Lebenszustände da kann man nicht Ausscheren und andere gangbare Wege suchen. Deshalb ist und bleibt in einer psychischen Ausnahmesituation, in welcher sich der Threadersteller wohl befindet, die beste Lösung der Weg zum Facharzt. Nur dort bekommt er die nötige Hilfe und Stütze, auch wenn die erstmal nur in Form einer langen AU angenommen wird.

Wer soll dieser ominöse "einem" sein?
Speak for yourself.
Ich neige dazu, mir den nächsten Schritt eines Gegners vorzustellen, der mir am Zeug zu flicken gedenkt.
Deshalb fragte ICH mich zuerst, [...]

Genau das ist dein Problem. Du sprichst für dich und fühlst dich in keinster Weise in den Fragesteller ein.
 
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ExitUser

Gast
sorry wenn ich mich mal dazuschalte, aber ich glaube die Frage nach der fachärztlichen Ausrichtung ist irgendwie erstmal zweitrangig.

Erstrangig erscheint mir, dass der TE schnellstmöglich zum nächsten Arzt geht (ausser zu seinem offensichtlich vertrauensunwürdigem Hausarzt) und ihm die Sachlage schildert.

Egal erstmal was für ein Arzt. Denn jeder halbwegs versierte und empathische Arzt/Mensch wird ihm entweder direkt helfen oder/und zunächst erstmal krankschreiben oder ihn an einen anderen Arzt weiterleiten oder verweisen.

Für mich hört sich das so an, als ob TE "aus dem letzten Loch pfeifft", da geht dann erstmal garnichts mehr( ->sowas hatte ich auch schonmal).
 

Pixelschieberin

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[...] Genau das ist dein Problem. Du sprichst für dich und fühlst dich in keinster Weise in den Fragesteller ein.
Das ist kein Problem sondern Taktik.
Fürs Eingefühle stehen genug andere parat.
Das mag der machen, der sich dazu berufen fühlt.

Ich versuche derweil, offensichtliche Stolpersteine aufzudecken und erwartbaren Schaden im Vorfeld abzubiegen.

Erzähl mir nicht, ich wisse nicht, wovon die Rede sei:
Ein SB, der mich in solche Maßnahmen steckt, weiß sehr genau, was er demjenigen damit zumutet und spielt bewußt auf Zusammenbruch seiner "Kunden".
Sogenannte Dozenten, die ich kennen gelernt habe, ließen mich unvermittelt an Hohenschönhausen oder das gelbe Elend denken - und, daß die arbeitslos gewordenen einen prima Humus in der Maßnahmeindustrie gefunden haben könnten.

Soll der Gebeutelte sich doch ruhig parallel behandeln lassen - sofern er schnell genug einen Termin bekommt.
Eine hochoffizielle Krankschreibung ließe ICH mir trotzdem lieber wegen Atemwegsmalessen, Diarrhö oder Herzstolpern von einem Allgemeinmediziner geben lassen.

Auf noch mehr fremdbestimmte Betreuung hätte ich nämlich Null Bock.
 
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ExitUser

Gast
Pixelschieberin meinte:
Fürs Eingefühle stehen genug andere parat.
jetzt musste ich glatt mal ein wenig schmunzeln am heutigen Tag und seit den letzten Tagen. (Zumindest) dafür danke dir.

->duckundwech:bigsmile:
 
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Dinobot

Gast
Aufgrund des baldigen Endes der Maßnahme wird ganz besonders schikaniert und Gemobbt, daher mein Wunsch das ganze so kurzfristig abzubrechen. Ich werde gleich noch mal hingehen, befürchte aber die letzten 3 Tage werden die Hölle.
Ohne AU schwebst du weiterhin in Sanktionsgefahr. Übrigens: die besagte Maßnahme , der du unterworfen wurdest, ist eine NKA (Neukundenaktivierung ) Standard Maßnahme. Hierbei sind "nur"3 Tage in der Woche Standard- Unterricht vorgesehen. Insofern würdest du dann eine ganze Woche fehlen -ob mit oder ohne AU. Das kann Dir mithin so oder so eine Verlängerung danach einbrocken -sorry - wenn ich das mal anspreche, denn die Maßnahme NKA kann bis zu insgesamt 6 Monate verlängert werden, wenn das Ziel der Grund Stabilität für den Vermittlungsprozess nicht erreicht wurde. Aber auch eine Fortsetzung in anderen Maßnahmen gehört zum ergänzendem Ziel der NKA Maßnahmen .

Nur eine AU von mindestens 4 Wochen am Stück würde dich davon befreien.

Ich selbst hätte solch ein Mobbing- Affentheater überhaupt nicht mitgemacht, wenn der Anbieter nicht das liefert, was ihm sein Auftraggeber vorgegeben hat, sondern den Prüfdienst der BA informiert, sofern Deine Jobcenter eine gE ist.. Schon so kommt man dann ggf. schon vorher ohne Sanktion aus der Maßnahme raus . Habe ich ganz früher mal auch schon durchgezogen, weil da der Träger damals keine getrennten Toiletten zur Verfügung stellte, was die Arbeitsstättenverordnung
nicht toleriert. Sicherlich hätte sich dort auch was finden lassen.

In Maßnahmen können nur Elos verwurstet werden, die sich nicht wehren oder nicht zeigen, dass sie nicht alles gefallen lassen. Die defensive AU Methode oder das "Flüchten" dahin -das motiviert die Sb meistens nur, denjenigen vermehrt einzuladen und noch mehr unter Druck zu setzen.
 
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