Martin Millers Buch über seine Mutter Alice Miller => Die Maske der Kinderrechtlerin (1 Betrachter)

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Kaleika

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Martin Millers Buch über seine Mutter Alice

Die Maske der Kinderrechtlerin

17.09.2013 11:38 Uhr
von Caroline Fetscher


Nach außen trat die Psychologin und Autorin Alice Miller für eine einfühlsame und gewaltfreie Erziehung ein, wurde damit zu einem Star der Pädagogik. Der eigene Sohn lernte eine ganz andere Frau kennen. Das Buch, das er, 63-jährig, nun darüber geschrieben hat, ist keine Anklage. Sondern ein Versuch, tief sitzende Traumata zu verstehen.

Zürich, April 1950. Ein Kind, eben auf die Welt gekommen, lässt sich nicht stillen. Das Neugeborene habe ihre Brust „verweigert“, klagt die Mutter später, sie habe sich abgelehnt gefühlt, vom eigenen Kind sei sie gekränkt worden. Kurz nach der Geburt geben die Eltern, angehende Akademiker, den Sohn fort. Zwei Wochen lebt er bei einer Bekannten, die sich auf Kinderpflege kaum versteht. Schließlich erbarmt sich eine Tante und nimmt ihn ein halbes Jahr zu sich.
(...)
Martin Millers Buch über seine Mutter Alice: Die Maske der Kinderrechtlerin - Kultur - Tagesspiegel
 

hartaber4

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AW: Martin Millers Buch über seine Mutter Alice Die Maske der Kinderrechtlerin

Gibt hier sicher viele, die schon mit Alice Miller nicht viel anfangen können (oder deren Buchregal von Werken derer bewohnt wird)... wäre das nicht eher was für die Ecke "Was lest ihr gerade?"
 

Babbelfisch

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AW: Martin Millers Buch über seine Mutter Alice Die Maske der Kinderrechtlerin

Danke Kaleika!! Mich hat Alice Miller sehr beeinflußt bei meiner Arbeit mit Kindern und Jugendlichen (und ich habe ihre Bücher im Regal ;-)
 

Kaleika

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AW: Martin Millers Buch über seine Mutter Alice Die Maske der Kinderrechtlerin

Mich hat Alice Miller auch seit Jahrzehnten sehr inspiriert und ich bin wirklich erschüttert darüber, was sie ihrem eigenen Sohn angetan hat.

Was aus der Tochter mit dem Down-Syndrom geworden ist, ist dem Artikel nicht zu entnehmen. Aber vermutlich fand sie auch nicht die elterliche Liebe, die sie gebraucht hätte.

Sicherlich, ohne dies wirklich zu wollen, weil sie es nicht anders vermochte, ihr zu viel von ihr selbst nicht klar wurde.

Erschütternde Mechanismen, die da offensichtlich geschehen können.
 

HajoDF

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AW: Martin Millers Buch über seine Mutter Alice Miller => Die Maske der Kinderrechtle

Ein Wegweiser geht selten selbst in die Stadt.:icon_cry:
 

roterhusar

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AW: Martin Millers Buch über seine Mutter Alice Miller => Die Maske der Kinderrechtle

nicht nur das begabte Kind ist ein Drama. Über die Kinder meiner Kumpels könnte man auch Bücher schreiben.
 

hartaber4

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AW: Martin Millers Buch über seine Mutter Alice Miller => Die Maske der Kinderrechtle




Ich halte es eher mit Freinet....

Man muss sich auch mal bewusst machen, wie "alt" Berufsfelder wie Pädagogik und Psychologie sind...

Jahrtausende kam die Menschheit ohne diesen "Support" aus...

(Es stehen tonneweise Ratgeber in den Regalen des Buchhandels.. entweder liest die keiner oder sie sind für die Tonne... denn z.B. in der Berufswelt ist eine gute Personalentwicklung/Führung immer noch etwas seltenes...)

Wer sich der Philosophie zuwendet, wird schnell entdecken, dass "aktuell" durchdiskutierte Erkenntnisse ein sehr alter Hut sind...


Wenn ich mir anhören muss, was meine Schwester (Leitung eines Betriebskindergartens eines deutschen Medienriesen) sich von ihren Erzieherinnen im Kindergarten anhören muss...dann kann man annehmen, dass der Kindergarten eher für´s Personal gemacht ist und die "Zwerge" wahre Entwicklungsriesen sind...

Für die paar lumpigen Euro mehr (im Vergleich zu einer Erzieherin) würde ich mir das nicht antun.... vor allem dann nicht, wenn ErzieherInnen meinen sie hätten eine quasi-akademische Ausbildung und aber auch alles besser "wissen", aber nichts "besser" können...

Deutlich wird das ambivalente Verhalten z.B. auch daran:

Gegenüber der Reinigungskraft oder der Küchenfee wird so Wert gelegt auf die Ausbildung als ErzieherIn... (Hackordnung).... gegenüber der Kita-Leitung legt man dann wieder die "Team-Schallplatte" auf.... ich würde ausrasten mit so einem Personalstamm...

Nicht ohne Grund ist die Ausbildung in den skandinavischen Ländern auf einem ganz anderen Level.... dort kann nicht jede(r) an der "Zukunft des Landes" rumexperimentieren....

Leider ist der Kündigungsschutz in Deutschland so ausgebaut, dass man sich nicht leicht/schnell von pädagogischem Ausschuß trennen kann...


Kinder muss man nicht "großdiskutieren" sondern in ihrer Entwicklung nach ihren Neigungen konstruktiv begleiten (siehe oben).
 
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