Marion Schaper schlägt Alarm/Beihilfen für Winterkleidung nicht möglich

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ExitUser

Gast
https://www.hams-online.de/Artikel/Lokales/26770/Marion_Schaper_schlaegt_Alarm/

Zu Marion Schaper kommen immer mehr Menschen, die immer weniger Geld zur Verfügung haben. Menschen, die von Hartz IV leben müssen, Menschen, die zu Dumping-löhnen beschäftigt werden und Asylbewerber, die alles daran setzen, dass ihre Kinder das Gymnasium besuchen können. Und sie warnt davor, diese Menschen zu verurteilen. „Arbeitslos werden kann heutzutage so gut wie jeder. Und das nicht, weil er zu faul ist, sondern weil er krank wird oder weil die Firma sparen muss“, so Marion Schaper. Aus ihrer täglichen Arbeit weiß sie: „Nicht selten wissen Menschen, die arbeitslos geworden sind, schon nach eineinhalb Jahren nicht mehr ein noch aus.“
 
G

gast_

Gast
„Das Diakonische Werk hat beispielsweise ermittelt, dass einem Haushaltsvorstand 80 Euro mehr zugebilligt werden müssen, die Hans-Böckler-Stiftung ist sogar auf einen Betrag von 525 Euro gekommen“, so die Geschäftsführerin.
Nur 80 €?

Wie das?

Strom, Zuzahlungen bei Krankheit... und schon ist nichts mehr da für das, wofür sie sammelt
Frag mich, wie da gerechnet wurde.:icon_kinn:
Da will sich wohl jemand nicht überflüssig machen? :biggrin:
 

Hamburgeryn1

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Marion Schaper ist überzeugt davon, dass sich diese Abwärtsspirale nur aufhalten lässt, wenn beispielsweise die Hartz IV-Bestimmungen geändert werden.
Falsche Schlussfolgerung! Hartz IV kann und darf man nicht verbessern.
Es gehört abgeschafft und durch ein repressionsfreies, transparent ermitteltes ausreichendes Sozialeinkommen ersetzt.
„Das Diakonische Werk hat beispielsweise ermittelt, dass einem Haushaltsvorstand 80 Euro mehr zugebilligt werden müssen,
Mit 80 Euro mehr würde für die Diakonie sich nicht selbst das Wasser abgraben.
Es blieben damit genügend Bedürftige übrig, deren Bedürftigkeit den Erhalt der Diakonien und ähnlicher Einrichtungen zu rechtfertigten, und damit keine Arbeitsplätze gefährdeten.
die Hans-Böckler-Stiftung ist sogar auf einen Betrag von 525 Euro gekommen“, so die Geschäftsführerin.
Es kämen üble Zeiten auf die caritativen Einrichtungen im Lande zu, würden die untersten Einkommensschichten über ein dem Lebensstandard der Bundesrepublik angemessenes Einkommen verfügen, dass sie unabhängig von den Benefizien der Barmherzigen macht.

Es würde sich dort die Hölle auftun, würden auch noch die Sanktionen abgeschafft, welche die mittellosen Menschen an Tafeln, in Kleiderkammern oder Suppenküchen zwingt. Sei es um dort den als Lebensmittel deklarierten Abfall der Großkonzerne gegen einen Obulus entgegenzunehmen, oder um dort zwangsweise Frondienste leisten zu müssen, die sich die Diakonien gut vom Steuerzahler bezahlen lassen.
 
P

Prek

Gast
Falsche Schlussfolgerung! Hartz IV kann und darf man nicht verbessern.
Es gehört abgeschafft und durch ein repressionsfreies, transparent ermitteltes ausreichendes Sozialeinkommen ersetzt.
Dein Ansatz ist schon mal gut - ich möchte aber noch einen deutlichen Schritt weiter gehen:

Unser Gesellschafts- und Wirtschaftssystem muss abgeschafft werden und durch eines ersetzt werden, das ein gleichberechtigtes und menschenwürdiges LEben für alle sicherstellt - und das nicht nur bei uns, sondern auch unter globalen Gesichtspunkten.

Alles andere läuft eigentlich nur auf eines hinaus - auf ein Statement mit dem sinngemäßen Inhalt: "Ich fordere, dass auch ich auf der Gewinnerseite stehe - lasst gefälligst andere die Looser sein!"
 

Paolo_Pinkel

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Dein Ansatz ist schon mal gut - ich möchte aber noch einen deutlichen Schritt weiter gehen:

Unser Gesellschafts- und Wirtschaftssystem muss abgeschafft werden und durch eines ersetzt werden, das ein gleichberechtigtes und menschenwürdiges LEben für alle sicherstellt - und das nicht nur bei uns, sondern auch unter globalen Gesichtspunkten.

Alles andere läuft eigentlich nur auf eines hinaus - auf ein Statement mit dem sinngemäßen Inhalt: "Ich fordere, dass auch ich auf der Gewinnerseite stehe - lasst gefälligst andere die Looser sein!"
Das ist in der heutigen zeit ohne einen radikalen und globalen Umbruch Utopie! Eben lief auf VOX die BBC-Doku "Der Aufstieg des Geldes" wo z.B. 1(!!!) talentierter Hedge-Fond-Manager sich selbst (also für 1 Person) letzter Jahr einen Bonus von 1 Mrd. (!!!) US-Dollar ausgezahlt hat. Er hat selber gesagt, dass es verrückt ist. Aber in der heutigen Zeit wäre es normal, dass sich 10 Leute 20 Mrd. US-Doller in der Branche "teilen". So. Wenn ich dann sehe, dass der US-Wahlkampf gerade mal schlappe 2,XX Mrd. US-Doller gekostet hat, dann wird sich diese reiche Clique das System einfach weiter kaufen. Für die ist das gut angelegtes Taschengeld. Und genau darum wird sich nichts ändern.
 
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Prek

Gast
Hast du das Beispiel nicht verstanden?
Doch sicher! Und deshalb sollten wir einfach still halten - man kann ja eh nischt machen?

Sicher kann mensch einen globalen Wandel nicht von jetzt auf gleich erreichen - niemand behauptet, dass der Versuch morgen, übermorgen oder bis 2050 Erfolg haben würde - aber das heisst doch nicht, dass man dafür nicht kämpfen sollte - nicht darauf hin arbeiten kann....
 

Paolo_Pinkel

Super-Moderation
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Doch sicher! Und deshalb sollten wir einfach still halten - man kann ja eh nischt machen?
Nein. Natürlich nicht still halten. Jeder soll natürlich gegen diese Hartz-Dreck auf dem Rechtsweg wehren, bis die Schwarte kracht. Dadurch werden ja weiter Kosten verursacht. Die Masse der Betroffenen ist aber längst noch nicht so groß, als sich Regierungen - insb. hier - Gedanken machen müssten. Das ist das Problem. Die Masse machts.

Sicher kann mensch einen globalen Wandel nicht von jetzt auf gleich erreichen - niemand behauptet, dass der Versuch morgen, übermorgen oder bis 2050 Erfolg haben würde - aber das heisst doch nicht, dass man dafür nicht kämpfen sollte - nicht darauf hin arbeiten kann....
:icon_daumen: Genau so. Kleinvieh macht auch Mist. Und mit der Zeit wächst auch die Anzahl der Betroffenen und derer, die irgendwann die Schnauze voll haben und sich wehren.
 
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