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Mangelfall Rückzahlung Übergang von Unterhaltsansprüchen Grundsicherung Alg 2

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miniwelt

Elo-User/in

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#1
Hallo,
es wäre wahnsinnig toll, wenn uns (Mama und Papa, geschieden, 2 gemeinsame Kinder (12, 16)) jemand mit Tipps bei unserem schwierigen Fall weiterhelfen könnte.
Einiges haben wir schon hier gelesen, viele Informationen fehlen uns noch.

Die Arbeitsagentur (Arge/Job Center) hat geschrieben, dass sie dem Papa angeblich(!) vor x Jahren schon mal geschrieben hat, dass er seine Einkommensunterlagen usw. vorlegen soll. :icon_eek: Das stimmt nicht! Er hat noch nie ein Schreiben bekommen!!!

Der Grund des aktuellen und anscheinend alten Schreibens scheint zu sein:
Die Mama (neu verheiratet, mit neuem Mann und daraus einem Baby) bezieht ALG II (5 Pers. BG) und bezieht somit für die beiden Kinder die Grundsicherung zum Lebensunterhalt.
Nun wollen die prüfen, ob Papa somit rückwirkend(!) für die beiden Kinder der BG aufkommen muss/kann/hätte können/sollte, wollen Sie nun alle Unterlagen der letzten x Jahre vom ihm. :-ooo

1. Der Papa hat kein Schreiben vorher bekommen und die ganzen Unterlagen doch nicht aus x Jahren noch rumfliegen! Können die von ihm die Unterlagen verlangen, wenn er nie darüber informiert wurde?
Reicht die Behauptung von der Behörde aus ???, dass sie ihm angeblich vorher geschrieben hätten?
(Wir glauben, die haben das vergessen und behaupten jetzt einfach sie hätten ihm geschrieben.:icon_evil:)
=> da er kein Schreiben vorher erhalten hat: Welche Rechte hat er sich gegen den Vergangenheitsnachweis zu wehren? ???
Was muss er tatsächlich für die letzten Jahre belegen können?
Wer muss das beweisen, dass sie ihm geschrieben haben und er jetzt belegen soll? ???


2. Was wird beim Mangelfall, der er ist, alles angerechnet/berücksichtigt?

Aktuell: Vom Nettogehalt werden x Euro direkt vom Arbeitgeber gepfändet.
Vom Rest x Euro sind x Euro Ratenrückzahlung noch Schulden aus der Ehe (Papa: Schulden; Mama: Kinder), x Euro kostet seine BVG-Karte zur Arbeit, und x Euro Bruttowarmmiete, d.h. mit x Euro liegt er über den 360 € Mietpreispauschale :cool:.
=> Damit liegt er nach unserem Verständnis bereits unter dem Selbstbehalt von 900 €. Ist das jetzt so von uns richtig verstanden worden? ???

Probleme der letzten Jahre:
Seine x € Schuldenrate war nicht immer so niedrig, und die Gläubiger wechselten. Er versucht immer welche zu stunden... Wir wussten nicht, dass es nicht o.k. ist, wenn er die Insolvenz verhindert, sondern er strebte danach, auch den Kinder "wenigstens" hier ein Vorbild zu sein, d.h. es waren auch Gläubiger nach der Ehe dabei, damit er seine Existenz rettet! War das nicht Rechtens? -> wir haben hier gelesen, dass das nicht o.k. war im Sinne der Behörde. Andererseits seine Existenz retten wohl schon -was nun o.k und was nicht? ???
(was droht ihm jetzt als Strafe, er/wir wussten das er die PI hätte nehmen müssen?!)
z.b. Er hatte über 1 Jahr kein Gas zum Heizen, kochen usw, flog aus der Wohnung, weil er vieles nicht bezahlen konnte... (Arbeitgeberdarlehen) Hätte er tatsächlich die Whg. früher verlieren sollen? Kein neues Darlehen aufnehmen?
Wenn er in die Privatinsolvenz geht, bzw. die 900 Eur Selbstbehalt, dann kann er die neue Whg nicht mehr bezahlen, in Folge verliert er seinen Job, weil dann ohne festen Wohnsitz und keine Perspektive mehr hat.
* Zusatzverdienst war bisher nicht möglich.
* Überstunden macht er, aber die muss er dem den Arbeitgeber zusätzlich zurückzahlen!
Er war so froh, als er einen Job fand und dachte raus aus der Perspektivlosigkeit. Da holt sich die Mutter doch nicht den letzten Cent, den er nicht einmal hatte, von ihm!! :-(

Befürchtung: Die nehmen ihn mit diesem Schreiben jetzt auseinander!?! Wenn sie ausschließlich sein offizielles Brutto/Netto der letzten Jahren betrachten und beurteilen wollen, was er wann besser hätte nicht bezahlt... Offiziell lag auch da sein Netto über 900 Euro, aber sie müssen doch sehen wollen, wo er überall wichtige Löcher stopfte, damit er nicht auf der Str. landet! Ein paar Quittungen hat er noch, aber die höchsten Beträge, das wären Belege für Schulden nach der Ehe, aber für seine Existenz-Erhaltung und damit auch Job! Wir haben das so verstanden, dass er das nun besser nicht nachweisen soll, weil ihm das schaden würde?!? Andererseits darf er wohl zur Existenzsicherung aber nur bis 900 Eur -das verstehen wir noch nicht ganz!
Außerdem er wusste doch von der Forderung, die ihm nun vermutlich entgegen geworfen wird für die Vergangenheit überhaupt nichts!! Wenn ihm mehr als um die 900 € geblieben wären, hätte er bezahlt.

Wer kann uns Tipps geben, wie man vor der Behörde argumentiert, was man nachweisen muss, und was von denen akzeptiert wird und werden muss ???

3. Müsste/Könnte er überhaupt in die Privatinsolvenz, wenn sich durch solche laufenden Kosten "Grundsicherung" von der o.g. Behörde seine Schulden stets erhöht würden? ???

Um "schlechte" Kommentare vorwegzunehmen. Nur weil er kein Großverdiener ist, kümmert er sicht nicht nicht verantwortungsbewusst um unsere Kinder! Mama hat ein neues Leben angefangen, warum darf er nicht aufräumen, und damit beginnen, zumindest irgendwann?
Wie kann man das Problem auch für die Zukunft regeln?
Wenn die Kinder später selbst entscheiden Unterhalt von ihm zu fordern, für diese Zeit, ist das deren Sache, Mama tut es nicht. Wir kümmern uns beide um beide Kinder, eben in den Verhältnissen, in denen wir leben und mit Liebe. Auch wenn wir getrennt keinen Cent zu viel haben. :-D

4. Wollen die auch neben den Kosten für Lebensunterhalt aus ALG II zusätzlich die Kosten der Unterkunft und Heizung wiederhaben? ???

Bitte, welche erfahrenen ALG II-Empfänger, Väter... Wer mag uns Tipps geben, was unsere bzw. seine Rechte sind? :confused:
 

jeremias

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#2
Es ist zwar alles etwas verworren formuliert in Deinem Beitrag, aber ein, zwei Anmerkungen fallen mir dann doch ein.
Zum einen die Privatinsolvenz: Wahrscheinlich ist das der einzig gangbare Weg um überhaupt jemals wieder Land zu sehen - das bedeutet aber auch zum aktuellen Schuldenstand absolut ehrlich die Hosen ´runterzulassen - schwindelt man dabei, oder übersieht wieder wichtige Anschreiben oder kümmert sich nicht um Fristen, geht der Schuß garantiert nach hinten los. Im übrigen ist es bestimmt ein besseres Vorbild für die Kids, wenn man einen sauberen Schlußstrich zieht, als sich permanent durchzuhangeln / -mogeln.
Zum zweiten kann die Behörde natürlich Einkommensnachweise der letzten Jahre verlangen (das mit dem nie angekommenen Schreiben kennen die auch zur Genüge - glaubhaft ist es in den seltensten Fällen) - immerhin hat man als Vater bis zur Volljährigkeit Unterhaltspflichten für die Kinder - und sollte man in finanziell schwieriger Situation sein, sollte man schon aus Eigeninteresse jegliche Belege gut aufheben - auch über Jahre.
Zusammenfassend würde ich wirklich zur Privatinsolvenz und einer schnellstmöglichen Terminanfrage bei der zuständigen Schuldnerberatung anfragen - dann hat man eventuell eine Chance, dass 6 Jahre nach Privatinsolvenzantrag die Altschulden erledigt sind. Das natürlich auch nur, wenn man die Auflagen und Meldepflichten erfüllt - verstößt man dagegen ist natürlich auch wieder Essig.
 

miniwelt

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#3
Wir freuen uns, dass wenigstens eine Antwort kam, wenngleich in der Tat für uns noch keine erkennbare Hilfe enthalten ist, bedanken wir uns für dein Bemühen.
Offensichtlich falsch verstanden, es geht nicht darum Schulden zu verschweigen! Und enttäuschend für uns, dass i.d. Antwort am meisten "schlechtes unterstellt" wird, insb. weil es nicht der Wahrheit entspricht! (finden wir nicht gut!)
Im Übrigen: Ist es nicht viel unglaubwürdiger, dass eine Behörde ohne Nachweis zahlt?! ;-)

Wir haben weder Interesse bei den Schulden zu mogeln, noch behaupten wir falsches. Wenn Du mal über 50 km/h in der Stadt fährst, keinen gefährdet hast, fährst du danach zur Polizei und zeigst dich an? Also sollten Nachweise sinnvoll sein! (s. unten: Bsp.) Wir sind keine "Sozialschmarotzer", sondern kümmern uns um unsere eigens verursachten Probleme - bestmöglich! d.h. auch möglicherweise nicht fehlerfrei, sonst wären wir problemfrei. ;-)

Sondern es geht darum, dass wir offensichtlich sofort, d.h. mit dem erhaltenen Schreiben, uns darum bemühen und deshalb vermuten(!) bislang möglicherweise, aus dem bisher Angelesenen resultierend, im Sinne der Arge, aus unserer Unwissenheit, ggf.(!) nicht alles richtig gemacht haben könnten, deshalb unsere Fragen! Wir wollen nämlich keine Fehler machen, auch künftig nicht, aber dazu fehlt uns Wissen!
Bsp: Bevor Papa auf der Str. landet und Job verliert, die Miete bezahlt; bevor auch die Kinder frieren, den Strom bezahlt... bevor Kontopfändung... Aus Elternsicht hatten und haben wir diesbezüglich richtig gehandelt, aus Arge-Sicht wissen wir eben das noch nicht! Deshalb fragen wir Euch!
Wir haben keine Schreiben verbummelt, oder Fristen vergessen!
Und wenn alles so eindeutig wäre, wie angeführt, bräuchte man im Übrigen keine Gerichte. ;-)

Man kann im Übrigen maximal belegen, was man bezahlt und erhalten hat. Und genau darum gehts....

Privatinsolvenz wäre eine Möglichkeit die eigenen Fehler loszuwerden, ohne dass unsere Kindern davon profitieren würden - auch hilft uns das beim Beantworten unserer Fragen nicht weiter.
Davon abgesehen, gibt kein Arbeitgeber seine Schulden ab, die der Mitarbeiter monatlich einarbeitet und damit gehts schon mal äußerst schwer in die Insolvenz, vorauss. gar nicht. Und Privatschulden, wenn man nur den Hauch von Anstand und Charakter hat, lässt man nicht streichen. Der Termin beim Schuldnerberater ist ohnehin in Arbeit, aber hilft bei den aktuellen Fragen leider nicht weiter.

Hat jemand Tipps zu unseren Fragen? :)
 
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