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Manager als Teilzeit-Lehrer

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#1
Top-Manager als Teilzeit-Lehrer?

Bundesbildungsministerin Schavan möchte mehr Fachkräfte aus der Wirtschaft an den Schulen sehen. Sie forderte die Unternehmen auf, ihre besten Mitarbeiter als Teilzeit-Lehrer freizustellen. Als Beispiel nannte Schavan einen Ingenieur, der zwei Stunden wöchentlich Physik- oder Mathematikunterricht geben könnte...


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MDR INFO - Nachrichten | MDR.DE



 

Gabi

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#2
Meine Tochter hatte mal einen Ing als Aushilfs-Mathelehrer. Der Mann konnte sicherlich gut rechnen und war eine Seele von Mensch, aber sein Wissen weiter zu vermitteln, das gelang ihm nicht. Da Ergebnis war eine Katastrophe. Ich erinnere mich an die Klausur der Klasse (des Gauß (!)-Gymnasiums) .... wenige Vierer, viele Fünfer und einige Sechser. Aber mit Schülern kann man es ja machen.
 

ofra

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#3
Wie war das noch: Fachkräfte für die Wirtschaft händeringend gesucht?!

Ich glaube kaum, dass ein Hochqualifizierter, der das Glück hat, einen gut dotierten Job zu haben, diesen einfach an den Nagel hängt um zu unterrichten.
Ein Grund für den Lehrermangel ist ja auch die nicht allzu üppige Bezahlung.
 
E

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Gast
  Th.Starter/in  
#4
Meine Tochter hatte mal einen Ing als Aushilfs-Mathelehrer. Der Mann konnte sicherlich gut rechnen und war eine Seele von Mensch, aber sein Wissen weiter zu vermitteln, das gelang ihm nicht. Da Ergebnis war eine Katastrophe. Ich erinnere mich an die Klausur der Klasse (des Gauß (!)-Gymnasiums) .... wenige Vierer, viele Fünfer und einige Sechser. Aber mit Schülern kann man es ja machen.
Liegt auf der Hand, sind sie doch keine ausgebildeten Lehrer.

Für mich sieht es so aus, als ob man versucht, ein Problem mit einem anderen zu beseitigen, sprich Lehrermangel beseitigt man mit Hilfe der nun 'überflüssigen' Fachkräfte der Unternehmen, müsste man doch sonst die Fachkräfte in die Arbeitslosigkeit schicken.
Braucht man aber im Falle eines Aufschwungs in ein paar Jahren wieder Fachkräfte, wäre man dann nämlich auf H4ler angewiesen. :icon_twisted:
 

Tinka

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#5
Hier in HH werden die Kinder in der Schule inzwischen auch zu Konsumenten gemacht, die den Lernstoff selbstständig abrufen sollen, selbst in den ersten Klassen.

Pädagogik, Förderung, Vermittlung und Anregung zum Lernen findet nicht mehr statt.

:eek:

Aber das liegt nicht am Lehrermangel, den gibts nicht, viele Lehrer müssen Taxi fahren, sondern es ist mal wieder "politisch gewollt" um die Kleinen zu verdummen.
 

Gabi

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#6
Hier in HH werden die Kinder in der Schule inzwischen auch zu Konsumenten gemacht, die den Lernstoff selbstständig abrufen sollen, selbst in den ersten Klassen.
Diese Praxis kenne ich wiederum von meiner Tochter, die nun in Bochum studiert. Die Studenten können eng mit dem Internet arbeiten; Inhalte werden online gestellt. Damit zurecht zu kommen setzt aber voraus, dass das selbstständige Heranziehen, Suchen und Finden von Lerninhalten auch erstmal gelernt wurde.
Mit Dankbarkeit erinnere ich mich oft an die - schon etwas ältere - Lehrerin in der Grundschule, die mit viel persönlichem Engagement eine Klassenbücherei auf die Beine gestellt hatte und "ihren" Kindern beibrachte, wie man dort selbstständig nach Wissen sucht. Diese Frau hat Grundsteine gelegt!
 

Rounddancer

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#7
Richtiges Lernen in der Schule kann und darf nicht sein, die Schüler mit Wissen abzufüllen. Nein, sie tun besser daran, das Lernen zu lernen. Und die Weitergabe von Wissen.

Ja, es gibt Fachleute, die haben fachlich was drauf,- UND können das auch praktisch weitergeben.
Aber leider sind die selten.
Da sind Pädagogen, die nicht alles wissen, aber vermitteln können, wo man welche Infos finden kann,- mehr wert.

Bloß die hat man auszubilden versäumt. Die ganze Ausbildung von Gymnasiallehrern legte den Schwerpunkt in der Regel auf zwei, drei Fächer,- aber Pädagogik? Oh weh.

Sinnvoll wäre, jede Schulklasse mit zwei Lehrern auszustatten, davon könnte der eine den fachlichen, der andere den pädagogischen Teil, die sich dann beide ergänzen könnten.
 

Mario Nette

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#8
Und dazu halbieren wir dann das Lehrergehalt, weil: Ist ja nicht mehr drin für Bildung. Einige Bundesländer haben wohl ein Problem, neue Lehrer zu bekommen. Und ein Problem, sie auszubilden. Aber sie haben Geld. Damit werben sie aus anderen Bundesländern - zumeist aus dem Osten - die dort gut ausgebildeten, aber vor allem schlecht bezahlten Lehrer ab. Es entflammt daran der Streit, warum ein eh schon klammes Bundesland Lehrer ausbilden soll, wenn es "nichts davon hat", während ein anders Bundesland sich um die Ausbildung der Lehrer nicht schert.

Statt sich jetzt also bundesweit ein vernünftiges Projekt zur sinnvollen Lehrerverteilung und Lehrerstudentenverteilung auszudenken, wirbt man Wirtschaftsfuzzis an.

An Fachhochschulen wird sowas ja schon sehr lange praktiziert. Persönlich muss ich feststellen, dass diese (Teilzeit-)Dozenten durchaus wissen, wie sie ihr Geld verdienen (und eigentlich auf die lausigen Euros der FHs nicht angewiesen wären). Sie wissen auch, wie die Wirtschaft tickt - zwangsweise. Mit einem tiefgehenden Studium hat das allerdings oftmals nicht mehr so viel zu tun, sondern es geht dabei darum, die Studenten auf Marktkompatibilität zu trimmen. Die didaktischen "Methoden" will ich dabei schon erst gar nicht untersuchen müssen - ich empfand sie in der Mehrzahl als ungenügend.

Wenn ich mir das gedanklich jetzt auf die Schulen übertrage, sehe ich schwarz. Vor allem befürchte ich, dass diese tollen "Top[f]-Manager" das als "interessante Wendung in ihrem Leistungs- und Tätigkeitsprofil" und damit recht spielerisch verstehen, statt die hohe Verantwortung zu erkennen.

Mario Nette
 

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#9
Top-Manager als Teilzeit-Lehrer?

Bundesbildungsministerin Schavan möchte mehr Fachkräfte aus der Wirtschaft an den Schulen sehen. Sie forderte die Unternehmen auf, ihre besten Mitarbeiter als Teilzeit-Lehrer freizustellen. Als Beispiel nannte Schavan einen Ingenieur, der zwei Stunden wöchentlich Physik- oder Mathematikunterricht geben könnte...
BUNDESBILDUNGSMINISERIN SCHAVAN ist so unnütz wie ein Kropf.
Diese Frau bekommt doch nichts auf die Reihe, könnte ein Ebenbild des ehemaligen BUNDESWIRTSCHAFTSMINISTERS GLOS sein.

Immer nur dümmliches Bla bla ==> entlassen....sofort.
 

Rounddancer

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#10
Stimmt. sie hat keine Kinder, ist nicht verheiratet, war trotzdem Kultusminister,-
das Einzige, was sie ist:
1. Sie ist in der CDU
2. Sie ist katholisch.
 
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  Th.Starter/in  
#11
Stimmt. sie hat keine Kinder, ist nicht verheiratet, war trotzdem Kultusminister,-
das Einzige, was sie ist:
1. Sie ist in der CDU
2. Sie ist katholisch.

Auf wieviele Damen von des Märjkls Hofstaates trifft wohl diese Aussage noch zu?:icon_twisted:
 

klaus1233

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#12
Und die Manager, die hier gerade die Wirtschaft in den Sand gesetzt haben mit ihrer Zockerei, die soll man auf die Kinder loslassen? Sollen die Kinder für Spielautomatenindustrie rekrutiert werden? Oder auf ihre Lotto-Existenz vorbereitet werden? Wohlstand gibt es nur für 6-Richtige?

Es gibt auch jede Menge gut bis hochqualifizierte Arbeitslose, die man sogar noch pädagogisch und didaktisch vorbereiten könnte für den Einsatz in Schulen.

Das würde auch die Leistungsmotivation der Kids anspornen, wenn sie sähen, dass sie, von einem der 70.000 langzeitarbeitslosen Ingenieur-Looser unterrichtet, nur dann nicht arbeitslos werden, wenn sie ihr Äußerstes geben. Ihr soziale Kompeten würde auch gefördert, sie sähen, Studium schützt nicht vor Arbeitslosigkeit.
 
E

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  Th.Starter/in  
#13
Bei jemanden, der auf die Schnapsidee kommt, pädagogische Laien zur Verbesserung des Schulunterichts einzusetzen, stellt sich zwangsläufig die Frage, ob er (bzw. Sie) für die Aufgaben eines Bildungsministers überhaupt geeignet ist.
 

Rote Socke

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#14
Stell sich einmal einer vor, ein Micosoft-Manager/Ingeneur soll EDV an den Schulen lehren.
:icon_neutral::icon_kotz:
 

FrankyBoy

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#15
Neben allen Aspekten die hier zu lesen sind kommen noch mindestens 2 hinzu:

1. Wird so wieder reguläre, entlohnte Arbeit durch freiwillige zu ersetzen (von der Entlohnung habe ich noch nichts gehört).

2. Mal ehrlich, welcher Manager oder Ingenieur hat denn heute noch Zeit für so etwas? Gut qualifizierte Menschen im Job schieben heute schon mehr Überstunden, wie es für ein gutes Familienleben sinnvoll ist; schließlich redet diese Frau von "besten Mitarbeitern".

Unterm Strich ist der Vorschlag genau so lächerlich wie diese Frau selber - schade, ich muss jetzt schaffen gehen, bis später.
 

HajoDF

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#16
Die bisher bedeutendste Tat als Kultusministerin in BW war, den Roman von Rolf Hochhuth (mit dem Filbinger entlarvt wurde als Scharfrichter des Naziregimes) in der Oberstufe der BW-Gymnasien aus dem Lehrplan zu entfernen.
Das sagt doch wohl alles.
 
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