Mal was Erfreuliches

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Gast
Huhu

Also.. mich hats ja auch in einen 1€ Job verschlagen, muss aber sagen, wenn ich mir die Horrorstories hier durchlese, ich hab verdammtes Glück gehabt.
1. flexible Arbeitszeiten, Überstunden kann ich nach Absprache abfeiern
2. Internet darf ich in den Pausen privat nutzen
und 3. eventuelle Übernahme in ein festes Arbeitsverhältnis wenn ich mich gut mache.
Bisher sind schon zwei ehemalige 1€ Jobber fest eingestellt worden, und wenn irgendwelche Probleme auftauchen habe ich Ansprechpartner die sich drum kümmern. Und!!! und das finde ich ziemlich wichtig... Ich werde wie ein normaler Mensch behandelt, werde in einem Bereich eingesetzt der meiner Ausbildung entspricht und hab ziemlich freie Hand bei meiner Arbeitseinteilung.
Mein Chef hat sogar angeboten, wenn ich Bewerbungen schreibe würde er mir helfen dass die so gestaltet sind, dass ich auch ne Chance habe und nicht sofort die Absage kassiere.

Es gibt sie also doch, die 1€ Jobs die keine unzumutbare Zwangsarbeit sind.

Wollte das einfach mal los werden.

Gruß
Vera
 
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Gast
Hi Vera,

schreib uns doch bitte, wenn du in der Pause nach deiner Übernahme noch Zeit dazu hast, wie der EEJ war und in welchen Beruf du übernommen wurdest.

Ach, ja und wie der Träger der Maßnahme heißt. Wenn du kein Betriebsgeheimnis verrätst, kannst du ja noch schreiben, wass du dort machst, welche Tätigkeiten du ausübst.
 

gelibeh

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Es gibt sie also doch, die 1€ Jobs die keine unzumutbare Zwangsarbeit sind.
Da gibt es bestimmt eine ganze Menge. Aaaaaaaber, ob die zusätzlich sind und niemanden den Job wegnehmen, das steht auf einem ganz anderen Blatt.
werde in einem Bereich eingesetzt der meiner Ausbildung entspricht
Normalerweise sollen EEJ ja qualifizieren, Dir also Dinge beibringen, die Dir fehlen. Das sehe ich hier aber nicht.
 
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Gast
"Ein-Euro-Jobs" sind in den meisten aller Fälle nur Schrott. Ich habe letztes Jahr 1 1/2 hinter mich gebracht. Was hatte ich davon? Absolut nichts! Ich bin weiterhin arbeitslos und aussortiert. Die "Ein-Euro-Jobs" haben ihren Teil dazu beigetragen.
 
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Gast
Also... update...
Mein Chef kam heute zu mir und fragte mich, ob ich eventuell mal ein paar Minütchen Zeit hätte... Sie suchen im Verwaltungsbereich eine feste Mitarbeiterin, und ob ich da nicht Interesse dran hätte. Mittwoch ist jetzt der offizielle Termin für das Gespräch mit den Kolleginnen mit denen ich da arbeiten würde, und dann wird entschieden ob und wie das Ganze dann ablaufen soll.
Bisher wars so, dass ich Nebentätigkeiten gemacht habe, sprich die Vorarbeit für diverse Projekte...
Träger ist eine Fachhochschule für den Bereich Wirtschaftsmanagement und Marketing, und die sind ja eh immer knapp an Fördermitteln, s dass die die 1€ Jobber gern für den Kleinkram einstellen.
Obs nun unbedingt zusätzlich ist kann ich nicht beurteilen, zumindest hab ich die Vermutung, dass die die 1€ Jobber gern nehmen um zu schauen wen sie davon übernehmen wollen. Die FH ist relativ neu, und noch im Aufbau, also könnte das Mittwoch vielleicht ein Erfolg werden.
Drückt mir die Daumen :daumen:
 
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Gast
ach so, gelibeh,
um auf deinen Kommentar zurückzukommen, wegen Qualifizierung und so..... Qualifizieren bedeutet doch auch, Berufserfahrung sammeln, und ich bin direkt aus meiner Ausbildung auf den Arbeitslosenmarkt gekommen. Sollte das Mittwoch also nicht den gewünschten Erfolg haben, so kann ich meinen Lebenslauf zumindest um ein halbes Jahr Berufserfahrung erweitern und habe damit vielleicht mehr Chancen einen Job zu bekommen, als jetzt.
Von daher denke ich, ich kann dabei nur gewinnen..
Gruß
Vera
 
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Gast
Ja, es mag ja sein, dass dieser AG (auch eine FH ist AG) sich aus dem Pool der zugewiesenen MAE Arbeitsgelegenheitsarbeiter diejenigen zur Festeinstellung aussucht. Aber meinst du nicht auch, das Probezeit, richtig bezahlt, oder die jeweiligen befristeten Arbeitsverträge Gelegenheit genug sind, um jemanden kennen zu lernen?

Auch hier wieder, Mißbrauch!

Ich drücke dir die Daumen, dass du ganz schnell übernommen wirst, um nicht noch länger ohne Arbeitslosenversicherung, Krankenversicherung und einen richtigen Lohn arbeiten zu müssen.
 

Quirie

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Sicher gibt es auch bei den Anbietern von 1-Euro-Jobs viele, die glauben, den Betroffenen eine Chance zu geben und sie vernünftig behandeln. Und auch bei den vermittelnden Institutionen habe ich Mitarbeiter getroffen, die in der Vorstellung leben, eine soziale Aufgabe zu erfüllen und den Arbeitssuchenden zu helfen.
Und natürlich greifen beispielsweise kleine Vereine nach dieser Möglichkeit, um mehr auf die Beine stellen zu können.

Darum geht es meines Erachtens aber nicht.

Das Prinzip als solches ist schon falsch.

Es kann nicht angehen, dass Menschen, die nichts anderes wollen als arbeiten und und soviel Geld verdienen, dass sie halbwegs menschenwürdig leben können, für teilweise hochqualifizierte Tätigkeiten eine "Aufwandsentschädigung" erhalten, die unter dem liegt, was beispielsweise Strafgefangene erhalten.

Laut einem Bericht im ZDF, den ich in der letzten Woche im "Morgenmagazin" sah, erhalten Strafgefangene in der Strafvollzugsanstalt Dresden, wenn sie einer Arbeit nachgehen, 1,32 Euro die Stunde. Und die werden ansonsten "rundumversorgt", sodass das beliebte Argument, man bekäme ja auch noch die Leistungen der Arge nicht greift. Ein Euro-Jobs werden im Kreis Steinburg nach wie vor mit 1,02 Euro die Stunde "honoriert".

Beschäftigt man sich mit der Geschichte der Sklaverei in den Südstaaten der USA, wird man feststellen, dass es durchaus Familien gab, die ihre Sklaven ordentlich behandelten. Nichts desdo trotz blieben sie Sklaven.
 
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Gast
also ehrlich gesagt, ich nehme lieber das halbe Jahr Probe auf 1€ Jobbasis in Kauf und dränge dafür auf einen unbefristeten Vertrag, als dass mir der Job durch die Lappen geht. Das Problem ist ja, der Arbeitsmarkt ist hart umkämpft, jeder der versucht nen Job zu bekommen muss für sich selber rausfinden, welche Abstriche er machen will und zu welchen Zugeständnissen er bereit ist. Im Endeffekt ist es für mich egal, ob ich den 1€ Job jetzt nen halbes Jahr mache und dann raus bin, oder obs als Probezeit läuft und ich dann raus bin. Der einzige Unterschied ist, bei der Probezeitgeschichte springt vielleicht ein Job bei raus.
Und da mach ich eben das Zugeständnis mit der Probezeit und hoffe das Beste. Als Berufseinsteigerin kann ich halt nicht wählerisch sein, und ohne Berufserfahrung hab ich deutlich weniger Chancen als jemand der schon welche hat.
Schönen Sonntag
Gruß
Vera
 
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Gast
Es ist schlimm, aber leider Realität, dass mit der Hoffnung der Betroffenen, nämlich nach Beendigung der ArbG mit MAE (Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung) einen richtigen Arbeitsplatz zu erhalten, Schindluder getrieben wird. Es gibt nämlich genug Menschen, die das hoffen und so kann man solche Stellen immer wieder neu besetzen.

Ich habe lange genug im Bereich der ABM- und SAP-Projekte gearbeitet. Es sollte die Brücke in den 1. Arbeitsmarkt sein. Nur das andere Ufer fehlte.

Zunächst erhielten die ABMler Tariflohn und erwarben am Ende des Projektes einen erneuten Anspruch auf Arbeitslosengeld.

Dann erhielten sie nur noch 90 %, später 80 % des Tariflohnes oder einen Phantasiehaustarif und das Projekt der ABM dauerte genau einen Tag zuwenig für den erneuten Erwerb von Arbeitslosengeld.

Später bekamen die Betroffenen nur noch 3 oder 6monatige Zuweisungen. Von Tarif oder auch nur Haustarif war keine Rede mehr.

Zuguter Letzt waren es nur noch Einarbeitungsprojekte, die 6 Wochen dauerten, in denen die Zeiten der Arbeitslosengeldzahlung weiterlief.

Inzwischen ist man bei den ArbG mit MAE angelangt. Es wird weiter die Zahlung der Grundsicherung und der KdU geleistet und ein Minimum der Mehraufwendungen getragen. Alles mit der schönen Floskel "Job".

Es ist kein Job. Ein Job ist eine Arbeitsgelegenheit, bei der man gutes Geld verdient. Die Bezeichnung kommt typischerweise aus den USA, dort ist jeder für seine Alters- und seine soziale Sicherung selber zuständig.

Akzeptanz vollzieht sich auch über Sprache.
 
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ExitUser

Gast
Hallo...
nochmal ein update...
Ich habe den mündlichen Vertrag, wurde meinem vermittler auch schon ansatzweise mitgeteilt, und die Bedingungen sind auch akzeptabel, zumindest aus meiner Sicht.
Ich mache das halbe jahr 1€ Job so wie geplant, dafür wird die Probezeit aus dem Vertrag genommen. Alles was ich an Überstunden in den nächsten Monaten bis zum 12. September mache werden mit dem ersten Gehalt ausgezahlt. Und... ich bin nicht mehr Mädchen für alles, ich habe jetzt schon meinen eigenen Zuständigkeitsbereich. Für den Job den ich eigentlich machen sollte wird jetzt ein neuer 1€ Job geschaffen.
Gruß
Vera
 
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