mal eine Frage zu dem Thema Gutachter/Fachrichtung (1 Betrachter)

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Wolllaus

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Huhu, ich hab gestern einen Termin für eine sozialmedizinische Untersuchung bei der Rentenversicherung genannt bekommen. Musste erst Reha von der AfA aus beantragen, was bei Ablehnung ja umgedeutet wird in einen Rentenantrag. Gestellt hab ich das Ganze schon Ende Juni...

Nun mal meine Frage(n) Ich habe ja Rheuma und zwar eine sehr seltene Form und dadurch lauter Einschränkungen und organische Probleme(Lunge, Herz etc) und vor allem fieses Fatigue. Aber alles beruhend auf der Grunderkrankung, auch die depressiven Verstimmungen, wobei die ja nur kommen, weil mir einfach niemand glaubt, bzw nur wenige, wobei meine Ärztin endlich mal in die Puschen kam und mich mal weiterschickte und da auch was bei rauskam, aber wird alles irgendwie runtergeredet. Hat man den Kopf nicht unterm Arm, ist man pumperlgesund. Ich schaff ja nicht mal Hobbies, so schlapp bin ich.

Nun soll das ein Psychiater entscheiden :icon_rolleyes:

Seine Qualifikationen sind:
Schwerpunkt/e: Beratung, Coaching, Therapie, Supervision, Vorträge, Seminare, Psychosomatik, Schmerztherapie, Sozialmedizin, Stressbewältigung, soziales Sicherungssystem der BRD

Zusatzqualifikationen: Supervisor (DFT), Sozialmedizin, Rehabilitationswesen, Schmerztherapie
Wobei der ach so tolle Rheumatologe von der Rehaklinik, wo ich vor einem jahr war, der war ja richtig schlimm, vielleicht ist es ganz gut, wenn jemand aus einem ganz anderen Fachgebiet an die Sache rangeht.
Ich wurde damals, trotz auffälligem EKG als fett und faul abgestempelt. Von Leistungstests hielt der Doc nichts... Man kann es bei mir triggern. Machen kann ich, aber danach wirds halt ätzend. Aber ich hab Hochleistungssport gemacht und kann da Reserven aus dem Körper holen, das würde nicht mal ein Gesunder machen, aber die Ärzte juckt das nicht.

Wie ist das denn, wenn ich merke, der Gutachter taugt nichts, bzw ist mit meinem Fall überfordert, oder anders ausgedrückt, er hat keine Ahnung und fertigt mich dann auch ab, dass ich arbeitsfähig bin und ich mich nur nicht so anstellen soll?
Kann ich da irgendwas machen? Abbrechen? Anderen Gutachter verlangen? Mein schlimmstes Problem ist ja zur Zeit das Fatigue, aber das wird oft mit bisschen schlapp abgetan.

Ich nehme auf jeden Fall eine Begleitung mit, denn die hat mir bei der Reha schon viel gerettet.
Ich hab jetzt lange versucht, es nicht an mich ranzulassen, aber jetzt kommt der Stress hoch. Irgendwie weiß ich, es nutzt nichts, ich brauch die Kraft, aber naja.

Die Frage ist halt nur, schafft das jemand objektiv zu beurteilen, wenn er nicht aus dem internistischen Bereich kommt? Und was, wenn es voll daneben geht? Kann ich mich wehren und wenn ja, wie? Ich will nur vorbereitet sein, dann wäre das für mich deutlich weniger Stress.

Sorry, falls das schon irgendwo beantwortet sein sollte, ich hab schon gesucht, aber nichts passendes gefunden.

vielen Dank schon mal
 

Goldfield

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Habe selbst u.a Rheuma bei mir käme nur ein internistischer Rheumatologe dran, kein Psychiater, das ist ja so als wenn ein Bäcker ( Nix gegen den Beruf, ein Kumpel ist das nur als Bsp. da er mir grade einfällt ) aufeinmal Offiz.Gas Rohre schweißen soll.

Würde ein Protokoll anfertigen, falls die Untersuchung unter aller Sau läuft kannst du das danach bei der DRV einreichen und versuchen nochmals Begutachtet zu werden-abbrechen würde ich es nicht wer weiß wie der Psychiater es dir nachher auslegt, wenn Ablehnung legste Widerspruch ein-falls auch Widerspruch Abgelehnt wird dann Klagen dort wird man meistens vom Gericht aus nochmal Beguachtet.
Wichtig ist, das deine Ärtzte hinter dir stehen und dein vorhaben Befürworten, vor allem wenns vor Gericht gehen sollte.

Könntest auch nun zur DRV und mitteilen das der Gutachter gar kein Rheumatologe sei und du um einen Gutachter aus dem Fachgebiet bittest und mal fragen wieso überhaupt zu einem Psychiater.
Wenn sie dir keinen anderen Gutachter geben wollen, musste wohl oder übel dorthin wegen den Mitwirkungspflichten ansonsten haste direkt eine Ablehnung.

Was dir in der Reha gesagt wurde, hören 90 % der Leute, die DRV zahlt deren Ärtzte usw.die Brötchen wenn die nun zuviele als AU entlassen, kannste dir evtl.vorstellen das die dann bei der DRV unten durch sind und dann um ihre Brötchen Bangen müssen.
Da hättest direkt nach der Reha gegen den Rehabericht angehen sollen bzw.deine Sicht der DRV schildern müssen, als ich in Reha war rief ich von dort 2 mal die DRV an, als sich nichts besserte brach ich die Reha ab, wichtig ist aber das man aus der Reha bei der DRV anruft und ihnen die Chance gibt das zu Beheben, danach bekam ich dann trotz Abbruch die Rente.
 

alchemilla

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Hallo Wolllaus,

war in einer ähnlichen Lage wie du. Inzwischen bin ich in Zeitrente, meine Psyche spielte tatsächlich im Gutachten eine Rolle, obwohl ich körperlich krank bin.

Nebenbei gefragt, hast du eine Vaskulitsform? Ich nämlich, selten, Fatigue als Begleiterscheinung, systemisch etc. kommt mir bekannt vor.

Die Psyche wurde bei mir im Verlauf der vielen Jahre mit mehreren Erkrankungen irgendwann angeschlagen. Es ist extrem belastend zu wissen, dass man nicht mehr gesund wird, immer starke Medis nehmen muss, Schmerzen hat ohne Ende, auf Arztsuche ist - und kaum einen findet, der die Erkrankung schon einmal selbst behandelt hat. Das ganze Leben geht den Bach runter, weil man körperlich nix mehr schafft, nicht arbeiten kann - und das war für mich ein wichtiger Bestandteil - mein Arbeitsplatz und die Kollegen.

Die Freizeitgestaltung ist ebenso deutlich reduziert, man kann halt nichts mehr durchhalten. Urlaub brauch ich nicht erst zu buchen, wenn ich ihn eh nicht genießen kann - wer den halben Tag schläft kann auch daheim schlafen :icon_hihi:

Was ich sagen will, ich bin seit einigen Jahren in psychologisch/schmerztherapeutischer Behandlung und im Rentenverfahren ist das sicher eher ein Pluspunkt für deine Sache. Denn leider ist es so, dass körperliche Erkrankungen allein für sich bei einer Rente manchmal nicht schwer genug bewertet werden.

Du brauchst natürlich einen guten Rheumatologen, evtl. doch einen Psychologen oder Psychiater, Hausarzt deines Vertrauens und vor allem aussagekräftige Atteste. Beim Gutachter, der Psychiater ist, kannst du davon ausgehen, dass er mit einer seltenen Erkrankung bisher wenig eigene Erfahrung hat, besonders bei einer systemischen mit Organbeteiligung. Daher sind Atteste extrem wichtig, da er nur denen die Informationen zu deinem Befinden und deinen Einschränkungen entnehmen kann. Er selbst kann es ja eher nicht beurteilen, man sieht es dir ja nicht an.

Ich weiß, dass es ein langer Weg ist und man leicht als Simulant abgestempelt wird, vor allem vor der Diagnose, aber halt durch. Alles Liebe
 

Wolllaus

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:dank: euch beiden.

ich nehm ja jemanden mit, das mach ich nie wieder alleine. alleine wär ich auch bei der reha verloren gewesen. und wenn es mies laufen sollte, dann gibt es widerspruch. hab das auch heute mit meiner beraterin bei der AfA so abgemacht. die kennen das ja. die würde mir auch dabei helfen, aber ich werde dann wohl zu einem anwalt gehen. aber mal schauen.

befunde weiß ich mittlerweile - auch dank meines super hausarztes, dass man nicht jeden zeigen sollte. ich werde wohl den brief mit dem hinweis ich soll sport machen(haha schön wäre es) und dann wird das schon, nicht abgeben, sondern nur die testergebnisse vom HNO. ich hab befunde wo zb das emphysem, die geschrumpelte linke lungenseite(konnte ich mit atemgymnastik wieder ausbeulen) und so, attestiert sind. ich nehm nicht den anderen brief mit, wo drin steht, alles quatsch. hat mein hausarzt damals auch nicht weitergegeben. man sieht auf den röntgenbildern und der ct cd auch sehr gut, dass es nicht so ist.

ich hab lupus, aber keine vaskulitis und laut meiner freundin(ärztin in den usa) wohl einen schleichenden verlauf und der ist hier in D anscheinend kaum bekannt. meine freundin meinte, die form ist gefährlich, weil unterschätzt, da selten autoantikörper zu finden sind. ich hab etliche andere auffällige blutwerte, aber juckt keinen, außer meinen hausarzt(internist) und der ist auch bereit sich mit gutachtern auseinanderzusetzen. naja der MDK fand mich schwer krank, der arzt der AfA eigentlich auch, beides wurde nach aktenlage entschieden.
von daher mach ich mir bei den befunden keinen kopf mehr. ich hab ja nun auch das von der neuropsychologin, die mir auch kognitive defizite bescheinigte, sowie einen hohen leidensdruck. sie hat es etwas dramatischer ausgedrückt, als es ist, aber sie weiß, dass ich nicht arbeiten kann und es auf eine rente rausläuft und dass man mit fatigue nicht ernst genommen wird. die war ein echter goldschatz von ärztin.

ich hab nun überlegt, ich gehe da jetzt hin, ist eh zu kurzfristig, um einen anderen gutachter zu besorgen. bin ja froh, dass es in die gänge kommt.
vielleicht ist jemand, der nicht aus dem internistischen bereich kommt, doch besser. denn der superduper rheumatologe von der reha, der war ja nix.
genau wie die anderen fachärzte, die in den bereich fallen, das auch immer wieder verharmlosten. mein hausarzt hat keine gute meinung über rheumatologen. er hört und sieht auf kongressen und fortbildungen sehr viel und der respekt gegenüber den patienten scheint nicht so ausgeprägt zu sein bei vielen. ich wiederhol lieber nicht, wie er sich da ausgedrückt hat :biggrin:

ich werde aber den teil mit der psyche sicher betonen, denn stress ist ein großer trigger und man ist mit einer chronischen erkrankung nicht mehr wirklich stressresistent. es kann auch sein, dass die depressiven phasen vom lupus kommen, verdacht auf zns beteiligung hab ich schon länger, aber weil nichts messbar, wurde das immer wieder verworfen.

ich komme mittlerweile mit dem leistungsverlust, den schmerzen und dem ganzen mist der so dranhängt, einigermaßen klar. mich reißen nur ärzte runter.
ein emphysem wird runtergespielt, ach röntgenaufnahmen.... wozu macht man die bitteschön, wenn man doch eh nichts genaues sieht, bzw das interpretationssache ist und wieso hat ein radiologe mal ahnung, mal nicht, je nachdem wie es in den kram passt....?
ich hab versucht eine therapie zu bekommen, kann man vergessen. manche rufen gar nicht zurück, andere haben utopische wartelisten. ich bin auf einigen drauf, aber im grunde weiß ich, wie ich damit klar komme, außer dieser hilflosigkeit, wenn man von ärzten abhängig ist und nicht ernst genommen wird. und wenn ich keinen stress hab, sei es durch termine, körperliche anstrengung etc, dann komme ich ganz gut klar. ich bin sehr pragmatisch und man hat ja nur zwei optionen, entweder man gibt auf, oder macht das beste draus. nur, dass einem nicht geglaubt werden könnte, das versetzt mich immer in angst und panik. vor allem, wenn es konsequenzen hat, wie bei einem gutachten. da hab ich dann auch immer wenig kraft, mich zu wehren. ich geb dann auf. deswegen kommt mein freund bei allem mit, der ist mir da immer eine große hilfe.
 

alchemilla

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Morgen Wollaus,

Ne Kollagenose ist auch nicht besser, ist bei mir nur eine Zweiterkrankung und noch nicht genau definiert welche Form, alles ein Mischmasch - je mehr man hat, desto weniger kann man unterscheiden, welche Beschwerden woher kommen.

Stress ist ein anerkannter Faktor, der gern Krankheitsschübe auslöst. Ich kann Stress viel weniger verarbeiten als früher, und das ist noch untertrieben. Fatigue ist bei uns in D ( bei den Ärzten) noch nicht so ein bekanntes Thema, außer bei Krebserkrankungen und da spricht man vom Chronischen Fatigue, was ja wieder etwas anderes ist. Fatigue, das durch die Erkrankung selbst mit ausgelöst wird, wird oft als "Müdigkeit" abgetan, oder auf die Psyche geschoben. Dabei hängt es direkt mit der körperlichen Erkrankung zusammen.

Und zum Thema Rheumatologen sag ich nix, und stimme dir einfach zu. Bin auf der Suche nach der Ausnahme :wink:

Der systemische Lupus ist schon eine heimtückische Erkrankung, wenn bei dir schon Organe betroffen sind, wirst du doch bestimmt behandelt. Kenn mich damit nicht aus, aber wird bei dir das Immunsystem medikamentös in Schach gehalten? Das ist echt ein Mist, sorry, aber ich kann dir nachfühlen, wie das ist.

Eigentlich kämst du ja irgendwie damit zurecht, aber von außen legt dir immer wieder jemand Steine in den Weg. Es ist gut, dass du einen fitten Hausarzt hast, der hinter dir steht.

Beim meinem Gutachtertermin hatte ich auch jemand als Begleitung dabei, das wurde auch so akzeptiert. Ist der Gutachter nur Psychiater, oder zusätzlich auch Neurologe?

Wünsch dir jedenfalls alles Gute und drück dir die Daumen, Grüße
 

Wolllaus

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der gutachter ist glaube auch noch arzt für psychosomatische medizin und psychotherapie.

ich glaub ich hab nur so viel panik, dass was schief läuft, weil eben viele ärzte die ganzen befunde runterspielen und mir immer im befundbericht einen guten allgemeinzustand bescheinigen. das problem ist, ich hab seit krankheitsbeginn 50kg zugenommen, ohne mehr zu essen, im gegenteil. das glaubt einem aber keiner, oder nur wenige. laut physiotherapeuten ist es viel wasser, was zusätzlich auf die muskeln drückt, aber ärzte glauben ja nur ärzten, wenn überhaupt.
naja auf jeden fall schöne rote wangen(schmetterlingserythem) und dick=gesund.
ich hör immer nur, weniger essen, mehr bewegen.

wegen dem fatigue, das ist bei chronischen erkrankungen genau wie bei krebs. es gibt auch noch ein fatigue, was ohne grunderkrankung vorkommt.
ich hab von der neuropsychologin chronisches fatigue syndrom durch systemischen lupus eryth. mit kognitiven defiziten, bescheinigt bekommen. sie meinte, das wäre nicht in remission, wie meine rheumatologin das immer sagt, sondern aktiv, sonst hätte ich keine beschwerden. und sie meinte, nur weil man was grad mal nicht messen kann, heißt das noch lange nicht, dass was nicht da ist. sie meinte auch, man könne nur einen bruchteil von dem messen, was vorhanden ist und man müsse eben auch auf die leute hören. aber zuhören ist eben ein riesen problem und das liegt nicht an der ach so wenigen zeit, die sie haben. mein hausarzt meint, das liegt am respekt vorm patienten, hat man den, hört man auch in einer minute mehr, als ohne respekt und mit einem patienten, der einem 10 min was erzählt.

behandelt werd ich nur mit einem malariamittel, mich nimmt ja sonst keiner ernst. hier in deutschland wird lupus auf gelenke und nieren beschränkt, zumindest kommt mir das so vor. ansonsten tun die mittlerweile alle so, als hätte man einen schnupfen... gelenke fangen jetzt auch an, aber sind nie rot und heiß, sondern tun einfach nur weh, was aber nur im aktiven schub so ist. nieren hab ich einigermaßen im griff. hatte da als kind viel probleme, seit ich trinke, wie eine durstige bergziege, geht es.
manchmal denk ich aber auch, sie trauen sich nicht, mein immunsystem weiter runterzufahren, da ich arge probleme mit lungenentzündungen und schweren bronchitis habe. wobei da glücklicherweise schon 1 jahr ruhe ist.
und sie ist ja der meinung, ich habe keine organschäden. die radiologen hätten sich da verguckt, da wär nichts.... haut reagiert ja auch mit urticaria und angioödemen und zwar autoimmun. herz fängt an, aber so ein ekg, naja das auch alles nicht so wild. angina pectoris, ach quark, das ist nur der magen, da drückt das schon mal, wenn man viel isst!!! ich hab der mehrfach erzähllt, dass ich schlecht esse, aber fett=den ganzen tag futtern, also magendruck...


bei mir sind es auch eher muskeln und gelenke und eben auch die nerven. zahnnerven gehen kaputt, keiner weiß warum, der eine ast vom gleichgewichtsnerv hat auch totalausfall, nerven in armen und fingern tun ab und an extrem weh und mir fällt dann auch viel einfach so aus der hand. aber beweis so was mal. die ergotherapeuten sehen das sofort, aber da wars auf der reha ähnlich, die meinung der therapeuten interessiert nicht. die nerven im rücken sind auch ab und an sehr beleidigt, da hatte ich schon mehrfach verdacht auf bandscheibenvorfall, aber war nichts. zum glück. nur war nichts, heißt im bericht dann auch, war nichts...

auf jeden fall hab ich durch diesen reha arzt doch einen gewaltigen psychischen knacks bekommen, was ärzte angeht, vor allem gutachter. und auch durch diese ganzen ärzte, die meinen, ach ist alles super...
von daher schieb ich da eine gepflegte grundpanik, was in eineinhalb wochen auf mich zukommt.
aber ich bin schon beruhigt, wenn man das angehen kann, wenn es sein sollte. und ich hab mittlerweile auch überlegt, dass es vielleicht besser ist, keinen eingebildeten facharzt auf dem gebiet zu bekommen, sondern einen aus einem anderen gebiet. ich hatte mit der neuropsychologin viel glück, die psychologin bei der reha war auch ein goldstück.

ich drück dir die daumen bei deiner suche nach der ausnahme. ich hab aufgegeben, ich hab so viele durch, ich werd allerdings noch einen versuchen, das ist ein studienfreund von meinem zahndoc. der ist zwar nun nur noch privat, aber mein zahndoc meinte, er ist menschlich geblieben und sieht den menschen nicht als laborergebnis. mal schauen. ansonsten bleib ich halt da, da wird viel labor gemacht, konsile waren auch immer sehr gut. und beim letzten mal nahm sie mich ja etwas ernster, wobei der bericht wieder für die füß war... mal schauen, was zu dem ausfall des unteren nervenastes im gleichgewichtsorgan kommt...
 

alchemilla

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hallo Wolllaus,

oh je, du hast ja ganz schön was durch. Kann das nicht gefährlich werden, wenn du dauerhaft ohne richtige Behandlung bist? Der Lupus ist doch eigentlich unheilbar, und kann bestenfalls zur "Ruhe" gebracht werden. Lungenentzündung, Nieren, Gelenke, Entzündungen z.B auch der Nerven, das gehört doch alles zum Krankheitsbild.

Einen Arzt zu finden, der die Fachkenntnisse hat und sich die Mühe macht, alle Befunde zusammenzuführen, ist nicht einfach. Verstehe deinen Frust, manche Ärzte wollen nicht, andere können nicht. Dass du in der Reha so schlechte Erfahrungen gemacht hast, ist nicht ungewöhnlich. Das Interesse der Rehakliniken besteht leider manchmal darin, ihre Erfolgsquoten zu halten, auf Kosten des Patienten, der plötzlich wundersam gesundet ist.

Beim Gutachter würde ich deine Einschränkungen genau so darlegen, wie sie für dich im Alltag bestehen.

Wenn du keine Hobbys mehr ausüben kannst, nicht ausgehen, Freunde treffen, all das, was du früher gemacht hast, sag das. Oder wofür bei alltäglichen Dingen, also Haushalt, Einkäufe, etc. die Kraft nicht mehr reicht. Wenn du dich fragst, wie es weitergehen soll, wenn du permanent weit über das normale Maß hinaus erschöpft bist und Schmerzen hast.

Der Ablauf und das Ergebnis eines Gutachtertermins sind von vielen Faktoren abhängig. Ich wünsche dir ganz fest, dass du einen Gutachter hast, der im Interesse des Patienten arbeitet und sich neutral mit deinen Befunden und den gesundheitlichen Einschränkungen auseinandersetzt.

Ich drück dir die Daumen, Liebe Grüße
 

Wolllaus

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hallo Wolllaus,

oh je, du hast ja ganz schön was durch. Kann das nicht gefährlich werden, wenn du dauerhaft ohne richtige Behandlung bist? Der Lupus ist doch eigentlich unheilbar, und kann bestenfalls zur "Ruhe" gebracht werden. Lungenentzündung, Nieren, Gelenke, Entzündungen z.B auch der Nerven, das gehört doch alles zum Krankheitsbild.
ja schon, aber ich hab halt keine oder nur wenige messbare autoantikörper. zumindest immer dann nicht, wenn ich zum labor muss. aber ich kann ja nicht dauernd zum arzt rennen und mir blut abnehmen lassen, zumal die antikörper bei mir sehr seltsam sind, oft hab ich welche, wenn es mir schon wieder gut geht und wnen es mir absolut mies geht, hab ich noch ein relativ gutes blutbild...ich hab ja wie gesagt einen eher schleichenden verlauf, keine schübe und da ist laut meiner freundin, sehr oft nichts messbar, was es gefährlich macht. aber das wird hier in D irgendwie nicht beachtet und die ganzen probleme werden ja bei mir auf fett und faul reduziert und befunde abgewertet. in der ambulanz hängt ein chamäleon an der wand, weil der lupus ja ein chamäleon unter den krankheiten ist.... seltsamerweise wird das bei mir gar nicht so gesehen.... nieren labor ok, keine gelenkschmerzen, alles super. im bericht dann: für die von der patientin angegebenen beschwerden gibt es keine anhaltspunkte.
leider sind fast alle fachärzte so drauf. letztens stand im bericht ein textbaustein, der war schon mal vor einem jahr im befund und da hatten wir das auch besprochen und nicht dieses jahr. steht auch eigentlich immer was anderes drin, als besprochen. aber wie gesagt, find mal einen guten rheumatologen.


Einen Arzt zu finden, der die Fachkenntnisse hat und sich die Mühe macht, alle Befunde zusammenzuführen, ist nicht einfach. Verstehe deinen Frust, manche Ärzte wollen nicht, andere können nicht. Dass du in der Reha so schlechte Erfahrungen gemacht hast, ist nicht ungewöhnlich. Das Interesse der Rehakliniken besteht leider manchmal darin, ihre Erfolgsquoten zu halten, auf Kosten des Patienten, der plötzlich wundersam gesundet ist.
der rehadoc war einfach so drauf, der hat mich gesehen und abgestempelt. er hat mich ja zähneknirschend arbeitsunfähig entlassen, aber auch nur, weil er die verantwortung nicht übernehmen wollte, wenn etwas passiert. ich kippe ja ab und an um und auch der betriebsarzt hat es abgelehnt, mich arbeiten zu lassen.

Beim Gutachter würde ich deine Einschränkungen genau so darlegen, wie sie für dich im Alltag bestehen.
ja kommt ja eh immer auf die einschränkungen an. wobei sich einiges ja schon von selber erklärt. wie will man denn noch was planen, wenn man ohne vorwarnung umkippt und so. da hat die neuropsychologin schon gemeint, ich kann mich da austoben, nur nichts weglassen, weil es einem selber nicht gefällt und man es verdrängt. ich hatte ja für den rehaarzt stichpunkte gemacht, auf einem schmierzettel, den aber nie sauber geschrieben und abgegeben. hatte den noch in den unterlagen und bei dem arzt der AfA dabei, bzw kam ja n ur bis zum vorzimmer und die vorzimmerdame wollte den dann auch und hat sich eine kopie gemacht und der war wohl ausschlaggebend für das gutachten nach aktenlage, zusammen mit den befunden und der einschätzung meines hausarztes, der zum glück internist ist. den versuch ichc mal sauber abzutippen.

Wenn du keine Hobbys mehr ausüben kannst, nicht ausgehen, Freunde treffen, all das, was du früher gemacht hast, sag das. Oder wofür bei alltäglichen Dingen, also Haushalt, Einkäufe, etc. die Kraft nicht mehr reicht. Wenn du dich fragst, wie es weitergehen soll, wenn du permanent weit über das normale Maß hinaus erschöpft bist und Schmerzen hast.
ja das steht auch im rehabericht beim psychologischen teil und auch bei der neuropsychologin, als hoher leidensdruck dabei. ich dachte ja erst, das wäre wieder so eine umschreibung für eine negative einschätzung, aber ein befreundeter psychiater meinte, das steht dafür, dass man eben auch im privatleben sehr große einschnitte durch die krankheit hat.

Der Ablauf und das Ergebnis eines Gutachtertermins sind von vielen Faktoren abhängig. Ich wünsche dir ganz fest, dass du einen Gutachter hast, der im Interesse des Patienten arbeitet und sich neutral mit deinen Befunden und den gesundheitlichen Einschränkungen auseinandersetzt.

Ich drück dir die Daumen, Liebe Grüße
im endeffekt kann man ja wirklich viel spekulieren und sich verrückt machen, wie es läuft, weiß man ja vorher nie so genau.
ich bin schon deutlich beruhigter, weil ich es angehen kann, wenn es nicht stimmen sollte, was der gutachter da zusammenbegutachtet. die gute von der AfA meinte, dann halt widerspruch und dass ganze von vorne. die kennen das wohl mehr als genug. sie meinte, wenn der mdk und ihr arzt der meinung sind, ich bin schwer krank, dann kann der gutachter wohl kaum der meinung sein, ich habe nichts und wenn, dann wäre ein widerspruch auch ganz gut begründbar.
aber sind ja noch ungelegte eier.

danke fürs daumen drücken.
 

Wolllaus

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es gibt neuigkeiten. der gutachter hat heute angerufen und will nach aktenlage entscheiden. er meinte, er deutet den reha antrag in einen rentenantrag um und ich schick ihm noch die neueren befunde. es macht ja alles keinen sinn, ich komme irgendwie nicht auf die füße gesundheitlich.hausarzt, betriebsarzt alle haben mir ja die rente nahe gelegt, für den mdk war ich krank, das gutachten der afa war ja auch nicht so rosig. und er meinte, in der zeit der befristeten rente könnte ich mich ja darum kümmern, dass ich neue ärzte suche, die mich ernster nehmen. ich hab gestern ergebnisse vom kopf mrt bekommen und da sind mittlerweile auch auffälligkeiten. keiner sagt einem bescheid. hätte ich das nicht für den termin am montag gebaucht, würd ich das heute noch nicht wissen.

das ganze hat sich so rausgezögert, weil mein hausarzt seit september die anfrage nach befunden hat und die erst vor kurzem weitergereicht hat. ich bin etwas stinkig.

da macht man sich wieder tage und nächte gedanken und dann wars unnötig... aber der arzt von der drv war wirklich sehr bemüht und nett.


ich hoffe, es läuft so einfach weiter.
 
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