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mal dumm gefragt

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Bertie

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Hallo ihr Lieben,

ich kenne mich überhaupt nicht aus, deswegen muss ich leider ganz dumm nachfragen.

Also: Ich bin seit Jahren wegen Depressionen und Angstzuständen krank geschrieben. Mein SB verlangte letztes Jahr, dass ich eine EU Rente beantragen solle. Habe ich auch gemacht. Die Rentenversicherung schickte mich zur Reha, die auch ganz gut angeschlagen hat. Nun habe ich vor, einen 400 Euro Job anzunehmen, um wenigstens mal zu versuchen, wieder zu arbeiten. Der Job käme mir auch sehr gelegen (Zeitungen austragen), weil ich zusätzlich noch einen ziemlich kaputten Rücken habe und nicht schwer heben, lange sitzen und mich nicht bücken darf, aber viel laufen soll. Der Rentenantrag wurde abgelehnt, aber eigentlich wollte ich ja auch keine Rente.

Meine Frage wäre nun: Wenn ich diesen Job bekomme, was muss ich dann tun? Einfach meinem SB per Schreiben mitteilen, dass ich diesen Job jetzt habe? Oder bekomme ich dann Probleme, weil ich ja als krank gelte? Ich will nicht als Simulant dastehen, weil ich den Job jetzt gerade bekomme, wo mein Rentenantrag abgelehnt wurde (beworben hatte ich mich schon letztes Jahr darum, weil ich es mal mit Arbeit wieder versuchen wollte, jetzt kann ich es dank der Reha wirklich schaffen, da bin ich mir sicher)

Und sind die dann auch zufrieden, oder kommen die dann mit anderen Jobs an, die ich machen soll (und wahrscheinlich wg. Rücken nicht kann), weil die mehr Geld bringen? Mein Bezirk, den ich vertretungsweise machen soll, bringt erstmal nur 370 Euro, aber ich habe eine Aussicht auf Festanstellung, was der neue Bezirk geldmässig bringt, weiß ich noch nicht.

Ich will ja selbst weg von Hartz 4 und meinem wirklich super-unfreundlichen SB, von daher wäre es gut, wenn die mich das auch machen lassen würden...

Ich steige da eh nicht so ganz durch, ich lese hier gerade, ich beziehe also weiter Hartz 4 und bekomme das Geld irgendwie angerechnet? Ich hatte gedacht, die zahlen dann die Wohnung weiter, bis ich mehr Geld verdiene und ganz aus Hartz 4 rausfalle :confused:. wie ihr seht, habe ich wirklich keinen Schimmer :icon_smile:.

Danke schonmal (falls ihr durch das durchsteigt, was ich da zusammengetippt habe :))
 

ela1953

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Der Job käme mir auch sehr gelegen (Zeitungen austragen), weil ich zusätzlich noch einen ziemlich kaputten Rücken habe und nicht schwer heben, lange sitzen und mich nicht bücken darf, aber viel laufen soll. Der Rentenantrag wurde abgelehnt, aber eigentlich wollte ich ja auch keine Rente.
Lass es lieber. Das einzige was passt, ist "viel laufen". Aber beim Zeitung austragen musst du schwer heben (die Pakete) und dich auch sehr oft bücken (die Briefschlitze sind meist unten an den Türen).

Wenn du viel laufen willst, dann musst du die Zeitungen auch in einer Umhängetasche mitschleppen (hatte mir mein Arzt und meine Krankengymnastin wegen meiner damaligen leichten Rückenprobleme verboten)

Dann gibt es diese Wagen, die du hinter dir her ziehen kannst. Aber die sind auch am Anfang der Tour richtig schwer. Und im Winter bei Schnee oder Eis kaum zu rangieren.

Bei Regen kommt hinzu, dass auch in diesen, angeblich, wasserdichten Taschen die Zeitungen in ein paar Minuten durchgeweicht sind.

Dann bliebe die Möglichkeit der Zustellung mit dem Auto (habe ich das letzte Jahr gemacht)

Dann brauchst du die schweren Pakete nur ins Auto zu hieven.

Aber der Effekt des vielen Laufens ist weg und du verbrauchst Unmengen an Sprit wegen des dauernden Starten, kurze Strecken fahren..

Das rät dir eine Zeitungszustellerin, die das 18 Jahre lang gemacht hat.

Dann noch was zum Thema "viel Laufen". Beim Austragen läufst du nicht richtig, du bewegst dich in einer Zwangshaltung. Meine Krankengymnastin empfahl mir schnelles gehen ohne was in den Händen zu halten. Einfach gehen und mit den Armen schlenkern.

Und dann noch was zum Geld, was da verdient.

Der Verdienst ist ja nicht schlecht. Er hat mir viel geholfen in der Zeit von Arbeitslosengeld und - hilfe. Und ich habe diesen Job gerne gemacht - auch noch mit meinen Rückenproblemen.

Aber seit Hartz IV hast du nur noch diesen geringen Freibetrag.
Und die Bezahlung ist nicht besser geworden - im Gegenteil schelchter bei höheren Anforderungen.

Ich bin ehrlich: für die dann ca 160 Euro, wenn du genau auf 400 Euro kommst, bleib ich lieber im Bett liegen.

Mir blieben 120 Euro, von denen kaum was übrig blieb. Fahrtkosten zur Ablagestelle, Schuhe, Regenkleidung. Am Anfang bekam man noch ein Fahrrad gestellt, alles gestrichen.

Die neuen Boten, die eingestellt wurden, bekommen eine noch schlechtere Bezahlung wie die alten. Für Bollerwagen, Umhängetaschen muss ein Pfand gezahlt werden.
 

Bertie

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Thematiker*in
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Danke für die Antworten. Ich würde es trotzdem gerne versuchen. Meine Fragen bleiben daher bestehen: Reicht ein formloses Schreiben an meinen SB? Oder wie muss ich da vorgehen? Der versucht mir garantiert, einen Strick daraus zu drehen und zu unterstellen, dass ich komplett wieder arbeitsfähig bin, befürchte ich, aber ich kann meinen Status Quo nicht auf komplett arbeitsfähig setzen, weil ich ja noch nicht weiß, ob und wie lange ich das durchhalte.

Auf diese 3 Stunden täglich käme ich mit der Tour aber.

Habe die Tour letzte Nacht versuchsweise mitgemacht, es ist körperlich schaffbar. Erstmal nur ein kleiner Bezirk hier in der Nähe, also im Grunde ganz gut, weil man sich langsam steigern könnte...
 
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