Maklerprovision Übernahme/Darlehen

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Maggie1978

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Hi Leute,

ich sitze hier mit einer Freundin, die folgendes Problem hat:

Ihr Mann hat sie Ende September verlassen und sie sitzt praktisch mit 2 Kindern (2+12) bald auf der Straße, weil ihr Mann den Mietvertrag proforma zum 31.12.2013 gekündigt hat. Der Mietvertrag läuft auch nicht auf ihren Namen. Sie könnte die Wohnung/großes Haus zwar übernehmen aber die Kosten sind trotz evt. Unterhalt und Leistungen zur Lebenssicherung immens deswegen würde sie lieber heute statt morgen ausziehen.

Jetzt hat sie eine Wohnung, die das Amt sogar bezahlen würde und die sie auch nehmen würde mit den 2 Kindern. Leider kommt zu der Kaution auch noch eine Maklerprovision.

Was für Möglichkeiten und auf welche Gesetze bezogen hätte sie, um die Provision übernommen zu kriegen bzw. als Darlehen zurück zu bezahlen?

Eine erste Frage bei Antragsstellung wurde schon mal abgeschmettert. Es gibt auch Wohnungen ohne Provision wurde gesagt.

Oder hat irgendjemand von euch Erfahrungen darüber ob man evt bei der Caritas oder sonst einer Organisation kostenlos Kredit bekommen könnte?

Vielen Dank für eure Hilfe schon mal im voraus.

Liebe Grüße

Maggie
 

Maggie1978

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Nachtrag:

Ich lese überall, dass die Kaution oder überhaupt Darlehen von 10% der Regelleistung zurückbezahlt werden. Wie wird das gerechnet? Gehe ich da nur von ihrem Regelsatz aus oder da auch die Regelsätze der Kinder berücksichtigt?
 

lpadoc

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... Jetzt hat sie eine Wohnung, die das Amt sogar bezahlen würde und die sie auch nehmen würde mit den 2 Kindern. Leider kommt zu der Kaution auch noch eine Maklerprovision.

Dann sollte die Wohnung über das JC schriftlich zugesichert und anschließend angemietet werden. Da die Umzugsnotwendigkeit anhand der Schilderung gegeben ist, so sehe ich persönlich kein Hindernis auch die Kaution als Darlehen gewährt zu bekommen.

Was die "Maklerprovision" betrifft so frage ich mich jedoch vorab, was diese mit dem Abschluss des oben genannten Mietvertrages zu tun hat. Um darauf näher eingehen zu können fehlen weitergehende Information.

Was für Möglichkeiten und auf welche Gesetze bezogen hätte sie, um die Provision übernommen zu kriegen bzw. als Darlehen zurück zu bezahlen?

Vorab: Zur Übernahme von Maklerkosten ist es grundsätzlich so, das diese nur übernommen werden, sofern die Kosten vorab und schriftlich zugesichert wurden. Eine Zusicherung zur Übernahme solcher Kosten wäre z. B. dann möglich, wenn ohne Makler kein Wohnraum angemietet werden kann und die Einzelfallumstände (dringender Notfall u.s.w.) dies rechtfertigen. Einen derartigen Nachweis jedoch vorab zu erbringen, halte ich für unmöglich und in diesem Fall für ausgeschlossen.

Sofern die rechtlichen Voraussetzungen zur Abnahme einer (Makler) Vermittlungsprovision gegeben ist (siehe oben), so wäre ein Darlehen über das JC möglich. Einfach einen Antrag stellen und abwarten. Ein rechtlicher Anspruch darauf besteht leider nicht.

Weitere Anworten kommen bestimmt noch.
 

Seepferdchen 2010

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Wie wird das gerechnet? Gehe ich da nur von ihrem Regelsatz aus oder da auch die Regelsätze der Kinder berücksichtigt?
https://www.elo-forum.org/kosten-unterkunft/59603-darlehen-mietkaution-rueckzahlung.html

Lies dir mal den Link durch, da findest du auch einen Muster für einen Widerspruch.

Zu beachten ist jedoch:
1. Zehn Prozent der Regelleistungen der gesamten Bedarfsgemeinschaft (BG) können einen erheblichen Rückforderungsbetrag ergeben.

Das Gesetz sieht jedoch weder einen starren 10-Prozent-Abzug vor noch eine Willkürentscheidung der Behörde über den Rückzahlbetrag, sondern setzt eine Obergrenze, bis zu der je nach Situation der BG eine Rückzahlung der Darlehensschuld verlangt werden kann.

Gründe für einen geringeren Rückzahlbetrag sindz.B. andere erhebliche Zahlungsverpflichtungen wie anderweitige Darlehen oder eine hohe selbst zu tragende Stromrechnung, die oft z.B. bei Warmwasserbereitung mit Strom entsteht.
:icon_pause:
 

Helga40

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Das ist völlig veraltet. Seit 1.1.2011 sieht das SGB II sehr wohl eine starre Grenze von 10 bzw. 30% vor.

Die Maklergebühren wird hier niemand ersetzen, da offensichtlich der Makler schon beauftragt wurde, denn sonst gäbs ja noch keine gefundene Wohnung.
 

Seepferdchen 2010

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Maggie1978

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Um das mit dem Makler zu erklären. Sie hat bei einer Wohnung angerufen, die anscheinend nur über ein Maklerbüro vermietet wird. Wir wohnen zwar in einer eher etwas ländlichen Gegend aber auch hier ist das mittlerweile häufig der Fall.

Der Makler wurde also nicht zur Wohnungssuche beauftragt. Der Makler wurde über den Vermieter beauftragt.
 

Paolo_Pinkel

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[...]
Jetzt hat sie eine Wohnung, die das Amt sogar bezahlen würde und die sie auch nehmen würde mit den 2 Kindern. Leider kommt zu der Kaution auch noch eine Maklerprovision.
Zum Thema Maklerprovision
Ist der Wohnungsmarkt sehr angespannt, können auch Kosten für die Beauftragung eines Maklers übernommen werden (LSG vom 2.4.2009 - L 7 B 33/09 AS ER; BayLSG vom 16.7.2009 - L 11 AS 144/08; BSG vom 18.2.2010 - B 4 AS 28/09 R). Die Zusicherung zur Übernahme der Maklergebühren kommt regelmäßig erst dann in Betracht, wenn dem Grundsicherungsträger ein konkretes Vermittlungsangebot für Wohnraum unterbreitet wird (LSG Baden- Württemberg vom 30.7.2008 - L 7 AS 2809/08 ER-B)
 
E

ExitUser

Gast
Dann muss der Vermieter den Makler bezahlen :biggrin:

Sollte das nicht geändert werden, dass wenn ein Eigentümer/Vermieter einen Makler beauftragt dass der Eigentümer/Vermieter die Kosten für die Courtage/Provision/Mieterprovision trägt, und nicht wie bisher der zukünftige Mieter? Immerhin hat der zukünftige Mieter keinen Makler beauftragt. Wenn ein Interessent einen Makler beauftragt, dann könnte man es verstehen, dass der Suchende die Kosten trägt.
 
E

ExitUser

Gast
Ja, es soll ja auch irgendwann mal einen Mindestlohn geben.
So sieht es aus, irgendwann :icon_rolleyes:

Man könnte alles so oder so sehen, wobei rein theoretisch der Makler seine Provision so oder so, bekäme, oder nicht?

Beispiele:
• Mietsuchende(r) sucht Wohnung, beauftragt einen Makler, Makler findet passendes Objekt, es kommt ein Vertrag zustande, Provision oder was auch immer, wird bezahlt.
• Vermieter (Eigentümer) möchte über einen Makler sein Objekt unter die Leute bringen, beim Makler meldet sich ein(e) Interessent(in), es kommt zu einem Vertragsabschluss, Provision oder was auch immer, wird vom Vermieter (Eigentümer) bezahlt, da der Makler erfolgreich vermitteln konnte.

Anderes Beispiel:
Bei dem "Vier-Buchstaben-Laden" oder ähnliche Plattformen muss vom Verkäufer ebenfalls eine Gebühr/Provision und sonstiges bezahlt werden, das wird auch nicht dem Käufer zur Last gelegt, bis auf eventuell anfallende Versandkosten, sofern es welche gibt.
 

ZynHH

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Anderes Beispiel:
Bei dem "Vier-Buchstaben-Laden" oder ähnliche Plattformen muss vom Verkäufer ebenfalls eine Gebühr/Provision und sonstiges bezahlt werden, das wird auch nicht dem Käufer zur Last gelegt, bis auf eventuell anfallende Versandkosten, sofern es welche gibt.


Dann sollte der Verkäufer ganz schnell aufhören, bevor er pleite ist. Natürlich sind diese Geldtransferkosten etc. im Preis enthalten.
Welcher gewerbliche Verkäufer verlässt sich denn noch auf Gebote...meist ist da ein Mindestpreis im Spiel.

Ausserdem kauft man nix online..... :icon_mrgreen:
 

gelibeh

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Sie könnte die Wohnung/großes Haus zwar übernehmen aber die Kosten sind trotz evt. Unterhalt und Leistungen zur Lebenssicherung immens
Dann würde ich dem JC ganz klar machen, dass ich sonst in der Wohnung bleibe und die mindestens 6 Monate die immensen Kosten zu zahlen haben.
 

Maggie1978

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Hey Leute,
danke für das erneute aufnehmen des Themas. Gut, dass sich da etwas tut bezüglich der Maklerprovision.
Die Situation meiner Freundin sieht mittlerweile so aus, dass sie umgezogen ist und die Maklerprovision in Raten abstottert. Ihr war die Wohnung zu wichtig und sie war total froh aus dem Haus ausgezogen zu sein. Länger hätte sie es da nicht mehr ausgehalten.

Liebe Grüße und ein besinnliches Weihnachtsfest

Maggie
 
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