Mahnung über 1,95€ (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

crinos

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Hallo zusammen. Ich hoffe ich habe hier den Richtigen Forenzweig erwischt :)

Ich habe heute ein Schreiben der Agentur für Arbeit Deggendorf erhalten, Regionaler Inkasso Service. Mit einer Mahnung über 1,95€. Weder das zustandekommen der Mahnung, noch entsprechende Bearbeiter sind vermerkt. Geprüft habe ich die Kontoverbindungsdaten und es scheint tatsächlich kein "Fake" Schreiben zu sein, sondern durchaus zu der AfA zu passen.

Folgende Punkte sind für mich aber unverständlich:

1. Die Forderung ist laut Schreiben vom 14.07.2011 in einem persönlichen Gespräch vereinbart wurden.
2. Es wird von "erstmalige Fälligkeit" geredet, was für mich wie nach einer Ratenzahlung klingt.
3. Bin ich seit 2007 Sozialversicherungspflichtig beschäftigt und habe in dem genannten Zeitraum auch keine Sozialleistungen bezogen, sondern einen vernünftigen 4 stelligen Netto Betrag. Mir ist also völlig unklar, wie man eine derartige Forderung konstruiert.
4. Es fehlt neben den Ansprechpartnern auch eine Aufstellung / Rechnung oder ähnliches, sowie eine BG Nummer (die müsste es dann ja "eigentlich" auch geben?
5. Eine Belehrung zu den Rechtsmitteln ist ebenfalls nicht vorhanden, ich habe laut Schreiben 2 Möglichkeiten: Die Zahlung gegenüber der Zentralkasse per Kontoauszug nachweisen, oder innerhalb von EINER WOCHE die Zahlung anzuweisen.
6. Eine Woche halte ich in Anbetracht der mittlerweile verstrichenen > 2 Jahre seit Fälligkeit ein wenig "knapp", ab Datum des Schreibens wäre dafür noch genau 1 Werktag übrig...

Was ich bis jetzt gemacht habe:
Ein Fax und eine Mail an die Zentralkasse geschrieben und dargelegt, dass ich zu der Zeit keine Leistungen empfangen habe, auf das BDSG hingewiesen (da mir unklar ist, woher die Leute meine Daten haben und ich das schon als SPam ansehe) und um schnellstmögliche Klärung gebeten.

Im Internet habe ich wohl einige Informationen darüber gefunden, dass insbesondere 2012 eine größere Zahl an "Irrläufern" dieser Art unterwegs waren und auf ein Systemfehler begründet gewesen sind. Ist dies aktuell wieder im großen Stil Mode? (Da ja möglicherweise wegen der SEPA Umstellung auch wieder die potentielle Möglichkeit besteht, dass Unmengen von Daten durcheinander gebracht werden?)

Vielleicht hat ja der ein oder andere hier auch schon ein ähnliches Schreiben bekommen und noch Input für mich, ob meine bisherige Reaktion des Widerspruchs per Fax ausreichend ist, oder ob noch zusätzliche Maßnahmen notwendig sind. Ich möchte eigentlich ungern während meiner Arbeitszeit mit der AfA telefonieren müssen, da weiß am Ende doch die eine Hand auch nicht was die andere verbrochen hat. (Ich 2005 Arbeitslos und hatte 3 Ordner, da die Mitarbeiter dort regelmässig Unterlagen verloren/verlegt haben und jeweils neue Ordner angelegt wurden, bei eingehenden Schreiben/anrufen hat man die Sachverhalte aber immer schön zwischen den 3 Ordnern verteilt was zu enormen Chaos geführt hat).
 

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crinos

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Herzlichen Dank,

dann werde ich wohl am Montag zunächst versuchen telefonisch das Problem zu erörtern (möglicherweise gab es in der Person eine Verwechslung, mein Name ist nun wirklich keine Seltenheit) und nötigenfalls direkt bei meiner Rechtschutzversicherung vorsprechen...

Das man mich zu meiner Zeit als Arbeitsloser 2005 drangsaliert hat war noch gerado so hinnehmbar, aber jetzt wo ich als Behinderter (3 Herzfehler und nicht sonderlich gut beim Umgang mit Stress und Aufregung) trotzdem gut in Lohn und Brot stehe, mit sowas zu belästigen, ist richtig hässlich. Mir gehts schon wieder so schlecht, da kann meine Frau heute abend direkt den Notarzt rufen wenns nich besser wird -.-
 

Imaginaer

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Mach dir keine Panik deswegen, scheinbar ist die Computerpanne von 2010 back. :icon_lol:


Die etwas über 100.000 staatlich bezahlten Kaffeemaschinenbetreuer werden ganz schön ins schleudern geraten :biggrin:
 

crinos

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Ich bin halt so sauer, dass ich denen in dem Widerspruch auch wegen Datenschutzmißbrauch eine Schadensersatzforderung angekündigt habe und gegen jede weitere rechtswidrige Weitergabe meiner Daten für jeden einzelfall ebenfalls Schadensersatz geltend machen werde.

Es kann ja nicht sein, dass die aus nicht geklärten Gründen irgendwoher meine Daten anfordern und dann von JC zu Inkasso Stelle durchreichen. Wie gesagt, ich habe weder damals noch jetzt Leistungen irgend einer Art erhalten. Möglicherweise gab es aber in dem Ort wo ich damals gewohnt habe jemand mit dem gleichen Namen, der unbekannt verzogen ist und ich bin derjenige dessen Anschrift man ermitteln konnte (da ich ja auch von dort weggezogen bin).

Dann hat aber das JC unberechtigterweise meine Daten beim Meldeamt angefordert (das dürfen die mWn nicht) und dann die unberechtigt bezogenen Daten auch noch von einer Stelle zur nächsten durchgereicht. Hier ist also mindestens mein Einwohnermeldeamt, das Jobcenter des Ortes wo ich gewohnt habe, das JC in Nürnberg und die AfA Deggendorf / Inkasso involviert...

Ich bin selber in der IT tätig und nicht grundlos in sämtlichen Registern sehr sparsam mit meinen Daten, keinen Eintrag im Telefonbuch, jedes Forum ein anders Pseudonym und kurzzeitige Mailadresse, da ich zu meiner "Jugendzeit" irgendwann die Faxen dicke hatte mit Werbeanrufen, Werbebriefe und all dem Zeit und Ressourcen raubendem Plunder. Da frag ich mich sowieso, wieso die einen solchen Verwaltungsaufwand für 1,95€ betreiben oO
 
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