Mahnbescheid von Inkassobüro nach bezahlter Hauptforderung (1 Betrachter)

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Lorch

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Guten Tag,
Ich habe heute einen Mahnbescheid erhalten und bitte um Rat, wie ich mich verhalten soll.

Zu mir: Ich befinde mich derzeit im dritten Elternzeitjahr und habe keinerlei Einkommen außerhalb des meinem Kind zustehenden Kindergeldes und bin wieder schwanger, werde also ab Ende diesen Jahres den Mindestelterngeldbetrag von €150 sowie nochmal Kindergeld erhalten, aufgeteilt auf zwei Elternzeitjahre. Mein Partner (nicht verheiratet) kommt hauptsächlich für Miete und Lebensunterhalt auf, das Geld ist knapp, am Ende des Monats darben wir. Das nur vorab, um meine absolute Zahlungsunfäigkeit darzulegen.

Die Forderung in Höhe von 158,20€ setzt sich wie folgt zusammen:
1. Zinsrückstände/Verzugszinsen i.H.v. 1,20€
2. Inkasso-Gebühren i.H.v. 70,20€
3. Schadenersatz aus Kaufvertrag (?) i.H.v. 0,80€
4. Gerichtskosten i.H.v. 32,00€
5. Rechtsanwaltskosten i.H.v. 45,00€ + 9,00€

Bisheriger Ablauf:

- Rechnung von Gläubiger erhalten am 15.05. (bisherige Rechnungen erfolgten per Mail und wurden deshalb von mir übersehen)
- Anwaltsschreiben von Gläubiger erhalten am 16.06. ohne Geltendmachen weiterer Kosten
- Rechnung von Inkasso-Büro (Real Solution) erhalten am 31.05.
- Hauptforderung direkt an Gläubiger gezahlt am 17.06.

Nun bin ich unsicher, ob ich dem Mahnbescheid widersprechen soll. Offiziell habe ich keinen Brief des Inkasso-Unternehmens erhalten, da nicht per Einschreiben zugestellt wurde. Wie realistisch ist die Einleitung eines gerichtlichen Verfahrens seitens des Gläubigers bei einem Widerspruch? Wie hoch könnten entstehende Kosten sein? Ich kann mir im Falle eines Rechtsstreits keinen Anwalt leisten (auch keine RSV). Ich kann mir zum aktuellen Zeitpunkt aber auch keine Raten in Höhe von 20€ mehr leisten und möchte selbstverständlich die Abgabe einer EV vermeiden, um dies zu beweisen, da ich keine Eintragung in die Schufa möchte.

Falls die Inkassofirma kein gerichtliches Verfahren anstrebt, ist es dann korrekt, dass der heute zugestellte Mahnbescheid und damit die Gesamtforderung nach 6 Monaten verjährt?

Ist es sinnvoll, eventuell nur den Gerichts- und Inkassokosten zu widersprechen und die Verzugszinsen i.H.v. 1,20€ zu begleichen?

Ich bin ratlos, überfordert und nicht erfahren und hoffe sehr auf Hilfe. Vielen Dank.
 
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