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Mahnbescheid vom Amtsgericht - Was muss ich zahlen ?

seifenblasen

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#1
Hallo in die Runde

Es hat mich leider wieder erwischt, ein Mahnbescheid ist eingetroffen.
Die Sache ist mein Verschulden, erkenne ich an. Allerdings sehe ich einige Kosten (zB die Inkassokosten) nicht ein und wollte euren Rat was ich zahlen muss und ob ich nach der Zahlung voll oder teilweise widersprechen soll ?
Wie sieht es mit den Verfahrenskosten aus , muss ich die voll tragen (vor allem Punkt 2)?

Ich danke schon einmal für jeden Rat !!
 

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axellino

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#2
Ohne Gewähr !!

Teilwiderspruch auf die Inkassokosten und den Rest bezahlen.
Die 10 Euro Mahnkosten, sind sicher zu hoch, denn mehr wie 2,50 Euro gibt es nicht für Briefporto, aber sind wir mal nicht so geizig:wink:

Also Teilwiderspruch, bezahlen wie beschrieben, und per Fax vorab, sowie per Einschreiben dem Mahngericht erklären: "Teilwiderspruch auf Inkassokosten. Da zudem alles bezahlt wurde, vorab Widerspruch gegen einen Vollstreckungsbescheid." Dann kommt der Gläubiger nicht an einen Titel.


Wie sieht es mit den Verfahrenskosten aus , muss ich die voll tragen (vor allem Punkt 2)?
Ja, das Inkasso darf für das gerichtliche Mahnverfahren, bis 25 Euro berechnen.

Warte mal noch ab, was User @Inkasso noch dazu schreibt.
 

seifenblasen

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#3
Also ich zahle 180 €uro ans Inkasso und mache dann Teilwiderspruch nur gegen die Inkassokosten !?
Ist dann nicht die Gefahr, das sie trotzdem einen Vollstreckungsbescheid schicken können?
Wobei diesem könnte ich dann komplett widersprechen, oder ?
 

axellino

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#4
Hey:wink:

ich habe geschrieben wie "ich" vorgehen würde, aber Du wirst natürlich die Entscheidung und das evtl. Risiko selber tragen müssen.

Zahle alles und lege komplett Widerspruch ein und das ganze ist vom Tisch.

Willst Du um die unverschämt hohen Inkassokosten zocken, dann kannst Du so vorgehen, wie ich es beschrieben habe, Risikobereitschaft liegt bei Dir.
Bei einer Hauptforderung von 114,26 Euro, 70,20 Euro Inkassogebühren verlangen, sehe ich jenseits von gut und böse und somit nach derzeitiger Rechtsprechung nicht für durchsetzungsfähig.

Ich würde hier Teilwiderspruch gegen die Inkassogebühren einreichen. Direkt und zweckgebunden bezahlen und das Gericht, wie geschrieben, vorab informieren, dass man sofort gemäß Teilwiderspruch bezahlt hat und deswegen Widerspruch gegen einen Vollstreckungsbescheid einlegt.

Der Vorgang wird im Fall des Widerspruchs an das zuständige Gericht abgegeben. Dort wird er auf Eis gelegt, bis der Antragsteller, weitere Gerichtskosten einzahlt und seine Klagebegründung eingereicht hat, wenn er das denn tut, was explizit die in der Höhe unverschämten Inkassokosten hier betrifft.

Ist dann nicht die Gefahr, das sie trotzdem einen Vollstreckungsbescheid schicken können?
Wobei diesem könnte ich dann komplett widersprechen, oder ?
Dein Risiko und ja den könntest Du komplett widersprechen und dann geht der zugrunde liegende Sachverhalt, in ein streitiges Gerichtsverfahren über.
 

axellino

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#5
Nachdem ich mich gerade mit ein befreundeten Juristen hierüber unterhalten habe, empfehle ich eine andere vorgehensweise, um sicherheitshalber ein VB, Schufaeintrag etc. vorzubeugen, der ggfls. durch Teilwiderspruch passieren könnte und das dass ganze keine längere und ggfls. teurere Story für dich wird.

1. Alles bis auf die Inkassokosten, zweckgebunden überweisen.
( Verwendungszweck, MB Aktenz. xxx Hauptforderung + xxxx + xxxx )

2. MB komplett widersprechen.

3. Dem Inkasso mitteilen das den vorgerichtlichen Inkassokosten widersprochen wird.

Durch Gesamtwiderspruch gegen die Forderung, würde der Streitwert in einem - möglichweise - darauf folgenden streitigen Verfahren, sodann auf den zum Zeitpunkt der Antragstellung offenen Betrag begrenzt. Folglich hättest Du dich sodann noch über die Inkassokosten zu streiten und den Erlass eines Vollstreckungsbescheides abgewehrt.

Du bezahlst zweckgebunden die unstrittigen Forderungen, wie beschrieben, aus den MB und den Inkassokosten und dessen Höhe erkennst Du nicht an, damit hat der MB kein bestand mehr und ist somit komplett zu widersprechen.

Schönen Abend Dir:wink:
 

Inkasso

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#6
Wird oft diskutiert was da besser ist
Teilwiderspruch oder Komplettwiderspruch
Ich weiß es ehrlich gesagt auch nicht genau
 

Doppeloma

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#7
Hallo Inkasso,

Wird oft diskutiert was da besser ist
Teilwiderspruch oder Komplettwiderspruch
es kommt immer darauf an wie viel der Forderung tatsächlich (nachweislich) wem konkret geschuldet wird, oben wird geschrieben, dass die Forderung (zumindest im Bereich 114 Euro plus Mahnkosten) als berechtigt anzusehen ist, dann sollte (aus meiner Sicht) DIREKT an dem Gläubiger überwiesen werden mit klarem Bezug auf die erhaltene Leistung.

Das Inkasso hat keine Leistung erbracht sondern der ursprüngliche Gläubiger und das Gericht hat aktuell NICHT geprüft ob diese Gesamtforderungen überhaupt berechtigt sind.

Denen braucht man bei voller Bezahlung (an den Gläubiger) auch nichts nachzuweisen, man widerspricht dem Mahnbescheid einfach komplett ohne weitere Begründungen.

Da läuft dann überhaupt kein Verfahren "automatisch" an, das Inkasso müsste nun (entsprechend dem Streitwert) zunächst mal beim Gericht die Berechtigung der Forderungen nachweisen können, ehe da weiter was veranlasst wird und das scheuen die Inkasso-Firmen oft wie der Teufel das "Weihwasser", weil sie die hohen eigenen Kosten dabei nicht belegen und einklagen können.

Ich weiß es ehrlich gesagt auch nicht genau
Ich weiß zumindest genau, dass die "Kuh" in diesem Falle vom Eis wäre wenn der TE die tatsächlichen Schulden an den Gläubiger zahlt (nicht an das Inkasso-Unternehmen) und das auch später jederzeit nachweisen kann ... einen Teilwiderspruch habe ich selbst noch nie gemacht bei Mahnbescheid, ich habe immer komplett widersprochen wie beschrieben.

Allerdings gab es auch tatsächlich keine berechtigten Forderungen und so war das Interesse für weitere Maßnahmen dann bei den Inkasso-Firmen schnell abgekühlt ... denn mit dem Nachweis ihrer eigenen Forderungen bei Gericht tun die sich meist sehr schwer, das ist aber notwendig, wenn sie einen Vollstreckungsbescheid oder eine Konto-Pfändung bewirken wollen.

Einen Mahnbescheid kann man jederzeit an Jemanden zustellen lassen, sogar wenn der gar keine Schulden hat .... die Gebühr (orientiert sich an der Höhe der Forderung) zahlt man beim Amtsgericht und die schicken das raus ... bis dahin interessiert die noch nicht ob es diese Schulden überhaupt gibt. :icon_evil:

Je nachdem worum es da geht beim TE ist ja auch der Gläubiger verpflichtet die Kosten für die Eintreibung seiner Bezahlung möglichst gering zu halten, es ist also nicht immer als notwendig anzusehen wegen kleinster Beträge gleich Inkasso-Unternehmen zu beauftragen, wurde die Schuld direkt beim Gläubiger beglichen (nachweislich), dann sind weitere Maßnahmen als unzulässig anzusehen und der Schuldner muss auch die Kosten dafür nicht mehr tragen... :wink:

MfG Doppeloma
 

seifenblasen

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#8
Hallo in die Runde und danke für alle Antworten

Wenn ich alles richtig verstehe, empfiehlt mir axellino alles bis auf die Inkassokosten an das Inkassobüro zu zahlen (zweckgebunden) und dann einen kompletten Widerspruch ans Amtsgericht zu schicken!?

@Doppeloma empfiehlt mir Hauptforderung+Zinsen+10 €uro? Mahngebühr direkt an den Gläubiger (Otto) zweckgebunden zu überweisen und dann auch komplett zu widersprechen, oder ?
Doppeloma, wie sieht es dann mit den Verfahrenskosten aus ? Könnte es deshalb noch Probleme geben ?
Bzw. gibt es nicht Probleme, da meine Zahlung erst nach Erhalt des Mahnbescheides erfolgt ist ?
 

axellino

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#9
Hallo an Alle :wink:

erstmal sind uns hierzu keinerlei Details bekannt.
Wieviel Mahnschreiben gab es, zu welchen Zeitpunkt wurde ans Inkasso übergeben, hat das Inkasso eine Legitimation zur Forderungsbetreibung usw.
Fakt ist hier, das die Hauptforderung unstrittig ist, das der TE in Verzug geraten ist und Verzugsschaden verursacht hat. Es ist ein Irrglaube, das ein Gläubiger, die Forderungsbetreibung ab einen gewissen Zeitpunkt nicht an eine Inkassobude übergeben darf, hierüber gibt es ebend keine einheitliche Rechtssprechung drüber, über Zeitpunkt und Höhe der Vergütung dafür. Da aber in den allermeisten Fällen, völlig überzogene und unverschämte Inkassokosten geltend gemacht werden, die meistens in keinsterweise durchsetzungsfähig wären, kann man versuchen diese zu umgehen und darum zu zocken. Beispiele und Ratschläge, wie man das machen kann, haben wir hier, dank User @Inkasso im Forum genug.

Den Vorschlag, nur Hauptforderung und Mahnkosten zweckgebunden an den Ursprungsgläubiger zu bezahlen und MB komplett widersprechen, halte ich persönlich viel zu riskant und könnte hier ggfls. zu einer Kostenexplosion führen, aber wenn man es drauf anlegen will, dann ebend gerne.
Ab einen gewissen Zeitpunkt hätte der Gläubiger die Forderungsbetreibung, auch gleich an einen Anwalt übergeben können und dann wäre das ganze noch Kostenintensiver geworden.

Mir liegt auch ein Erfahrungsbericht vor, ohne das ich die genauen Details und die genaue Vorgeschichte dazu kenne, MB erhalten, nur Hauptforderung, Zinsen und angemessene Mahnkosten, wurden an den Ursprungsgläubiger zweckgebunden überwiesen und MB komplett widersprochen. Die Gegenseite hat danach nicht lange gefackelt und ging mittels Anwalt in das streitige Verfahren und reichte eine Klagebegründung ein, betreffend Verfahrenskosten, vorgerichtlichen Inkassokosten und dazu machte natürlich der Anwalt noch seine Auslagen dazu geltend. Daraufhin kontaktierte der Schuldner seinen Rechtsanwalt und dieser hat im geraten, umgehend alles, bis auf die überhöhten vorgerichtlichen Inkassogebühren zu bezahlen und dazu kamen ebend noch die Auslagen des Anwalts und Verfahrenskosten dazu, was im ganzen am Ende ein sehr teures unterfangen war.

Wie geschrieben ich kenne nicht die genauen Details dazu, aber ich halte es persönlich für ein sehr riskantes unterfangen, die Verfahrungskosten hier auszuklammern und einfach nicht zu bezahlen. Kommt der Gläubiger oder derjenige den er zur Forderungsbetreibung beauftragt hat, trotz Zahlungserinnerungen und Mahnungen nicht an sein Geld, kann natürlich ein MB beantragt werden und dafür entstehen Kosten auch tatsächlich entstandene Kosten und diese sind dann ebend, wie hier, neben der unstrittigen Hauptforderung, vom Schuldner zu tragen.

Nun gut, der TE muss natürlich selber entscheiden, wie er weiter vorgehen mag und welches Risiko er ggfls. damit eingeht. Mein Ratschlag habe ich gegeben und auch Teilwiderspruch wäre nicht verkehrt gewesen, aber ebend wie oben beschrieben, mit den genannten Risiken. Ein Teilwiderspruch macht eigentlich aber auch nur Sinn, wenn man eine unstrittige Hauptforderung aus MB, nicht begleichen könnte.

Nach zweckgebundener Zahlung und Gesamtwiderspruch hier, würde sich ein mögliches streitiges Verfahren, nur noch auf die überhöhten Inkassokosten von 70,20 Euro beschränken, was ich aber persönlich für ausgeschlossen halte.
 

axellino

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#10
Hierzu noch etwas aus recht.de

Zahlt der Schuldner zwischen Mahnantrag und Abgabe an das Streitgericht nur die Hauptforderung, nicht die Kosten, ist das eigentlich unsinnig, ausser die Kosten sind überhöht oder er war noch nicht im Verzug. Er hat ja die Hauptforderung mit der Zahlung anerkannnt.
Wenn der Schuldner der Kostenforderung widerspricht, wird der Gl. den Mahnantrag umstellen, teilweise, um den Betrag der bezahlten Hauptforderung zurücknehmen und nur noch wegen der Kosten aufrecht erhalten. Das Mahngericht wird dann an das Streitgericht abgeben, das den Gl. dann auffordert die Klage zu begründen. Der wird dann soweit das Hauptforderung ist entweder Zahlung der Kosten fordern und/oder die Feststellung beantragen, daß der Bekl. zur Zahlung der Kosten verpflichtet ist. Das wird dann durch Urteil entschieden " ... unter Berücksichtigung des bisherigen Sach- und Streitstandes nach billigem Ermessen", siehe auch § 91a.
Ein weiteres Verfahren ist also nicht nötig, nicht zuletzt wegen der Kostenfolgen muss aber der Gläubiger reagieren, wenn der Schuldner im Mahnverfahren zahlt. Die Kosten muss am Ende der Schuldner tragen, wenn die ursprüngliche Forderung berechtigt war, Verzug vorgelegen hat usf., da hilft ihm die verspätete Zahlung nicht mehr. Das Mahngericht entscheidet aber wie gesagt inhaltlich nichts, das kann und darf nur nach Abgabe das Streitgericht.
 

Inkasso

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#11
Ich bin mir wie gesagt nicht wirklich sicher was besser ist (Komplettwiderspruch oder Teilwiderspruch)
In dem recht.de Artikel geht es ja pauschal um Kosten und nicht expl um Inkassogebühren
Klar , wenn ich im Verzug bin und der MB ist bereits da ist dann bringt es nichts einfach nur die HF an den GL zu überweisen
Durch den MB sind ja erstattungsfähige Kosten entstanden (Gerichtskosten etc pp) die der GL ersetzt haben will

Wenn ich Teilwiderspruch expl gegenüber den Inkassokosten des ext Inkassodienstleisters einlege und den Rest zweckgebunden zahle müsste die Gegenseite wenn sie meint das die EOS InkassoKosten durchsetzungsfähig sind klagen
Ich halte das für recht unwahrscheinlich

Handelt es sich um Otto Versandhandel ?
 

axellino

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#12
In dem recht.de Artikel geht es ja pauschal um Kosten und nicht expl um Inkassogebühren
Das bezog sich auf den Vorschlag, nur Hauptforderung u. Mahnkosten u. Zinsen an Otto zu zahlen und komplett Widerspruch. Und zu den Kosten zählen nunmal, Verfahrenskosten, Inkassokosten etc.

Der Vorschlag von @Doppeloma wäre doch nicht so ganz abwägig, wenn man auf Krawall gebürstet ist. Ausgang ungewiss.
Wurde den TE im "Original" nachgewiesen,das die Forderung an sie abgetreten ist ??
Wer hat den MB beantragt ??
Ein Inkasso kann ein Unternehmen nicht vertreten, weil das nur ein Rechtsanwalt darf.
Das Inkassounternehmen müsste also als RA-Kanzlei zugelassen sein (wegen Prozessbevollmächtigung),
wer steht denn da, als Prozessbevollmächtigter des Antragstellers im MB ??
Das Inkassounternehmen könnte also maximal eine eigene Forderung per Mahnbescheid einfordern, was geschlussfolgert heißt, dass es die Forderung des Unternehmen gekauft hat oder sonst wie erhalten haben müsste. Ein Inkassounternehmen vertritt die Interessen des Gläubigers im aussergerichtlichen Mahnverfahren und führt dieses an Stelle des Gläubigers durch, ein Mahnbescheid zählt aber nicht mehr zum außergerichtlichen Verfahren.

Klar , wenn ich im Verzug bin und der MB ist bereits da ist dann bringt es nichts einfach nur die HF an den GL zu überweisen. Durch den MB sind ja erstattungsfähige Kosten entstanden (Gerichtskosten etc pp) die der GL ersetzt haben will
Das ist korrekt.


Wenn ich Teilwiderspruch expl gegenüber den Inkassokosten des ext Inkassodienstleisters einlege und den Rest zweckgebunden zahle müsste die Gegenseite wenn sie meint das die EOS InkassoKosten durchsetzungsfähig sind klagen
Ich halte das für recht unwahrscheinlich
Der Teilwiderspruch mit gleichzeitiger Benachrichtigung ans Gericht, war auch mein erster Gedanke und wäre auch nicht verkehrt, jedoch ggfls. zu riskant. Z.B. könnte es durch zeitliche Überschneidungen, zum Erlass eines VB, über den nicht widersprochenen Teil kommen. Ein Schufaeintrag wäre ggfls. auch mögöich.
Natürlich bekommt man das im nachhinein alles wieder revidiert, jedoch ist das alles mit Lauferei und Stress verbunden. Ich tendiere hier dazu, unstrittiges zweckgebunden zahlen und komplett Widerspruch und somit ist das gerichtliche Mahnverfahren beendet.
Und was dann noch die überzogenen Inkassokosten betrifft, stimme Dir natürlich zu.
 

seifenblasen

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#13
Es handelt sich um Otto, Prozessbevollmächtigter ist EOS DID Inkasso.

Ich werde alles bis auf die Inkassokosten zweckgebunden an EOS bezahlen und tendiere aktuell zum kompletten Widerspruch. Das etwas an EOS abgetreten wurde, wurde mir (soweit ich mich erinnere) nie nachgewiesen.

Gruß und Danke

DIE TE :wink:
 

axellino

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#14
Es handelt sich um Otto, Prozessbevollmächtigter ist EOS DID Inkasso.

Ich werde alles bis auf die Inkassokosten zweckgebunden an EOS bezahlen und tendiere aktuell zum kompletten Widerspruch. Das etwas an EOS abgetreten wurde, wurde mir (soweit ich mich erinnere) nie nachgewiesen.

Gruß und Danke

DIE TE :wink:
Eine Abtretung müsste auch auf dem MB angegeben sein.
(würde auf der 2. Seite über "Der Antragsteller hat erklärt ..." stehen).
wenn nein, könnte man komplettt widersprechen, aber eine Abtretung zaubert EOS sicher in rgendeiner form dann im nachhinein aus dem Hut, ist ja eine 100% Otto Tochter:wink:
Nun gut egal, die Hauptforderung ist ja unstrittig und es ist die möglichkeit da sie zu bezahlen, dann kann mans auch lassen mit den Krawall:biggrin:
Das nach dein genannten Vorgehen, versucht wird, noch die Inkassokosten einzuklagen, halte ich persönlich noch viel mehr, wie ausgeschlossen.
EOS ist eine 100% Tochter von Otto. Otto hat seine Mahnabteilung in ein eigenes Unternehmen ausgelagert und will nun Inkassokosten und Co. kassieren. Die Inkassokosten gehen komplett in den Konzerngewinn der Otto über, das ist also stets Reingewinn für Otto!
Aus diesen Grund könnte man auch die Auslagen des Antragsstellers ausklammern, denn so läuft das nicht.
Da gibt es ja dann auch mehrere Tochterunternehmen hier. :wink:
Tochter A hat/kauft die Forderungen angeblich auf, Tochter B ist das Inkassounternehmen und wird von Tochter A beauftragt. Töchter A und B weisen ihre Gewinn im Otto-Konzern aus. Diejenigen Großkonzerne, die eine eigene Mahnabteilung betreiben, können hier keine zusätzlichen Gebühren und damit Gewinne erwirtschaften:icon_evil:
Nun gut, zahl die 21 Euro mit, ggfls. stressfreier, sollen damit glücklich werden.


Alles Gute Dir:wink:
 

seifenblasen

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#15
Heute kam eine Email.
Die haben meine Forderung doch einfach dreist einer alten (verjährten) Forderung zugewiesen.
Danke für ihre Teilzahlung in Höhe von 181 €uro etc.
Ich habe allerdings im Verwendungszweck der Überweisung ganz klar die Forderungsnummer im Mahnbescheid angegeben. Ich werde denen jetzt eine böse Email schreiben, rechne aber schon mit dem eintreffen eines Vollstreckungsbescheids (Mahnbescheid wurde komplett widersprochen).
 

axellino

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#16
Hallo :wink:

Die haben meine Forderung doch einfach dreist einer alten (verjährten) Forderung zugewiesen.
Das dürfen sie mit deiner zweckgebundenen Zahlung nicht machen.
Wenn der Gläubiger mit der zugewiesenen Zahlung nicht einverstanden ist, dann muss er sie an dich zurückgeben, hier gibt es kein Spielraum für den Gläubiger. § 367 Abs. 2 BGB

rechne aber schon mit dem eintreffen eines Vollstreckungsbescheids (Mahnbescheid wurde komplett widersprochen).
Nachdem der MB komplett widersprochen wurde, ist das Mahnverfahren unterbrochen und es wird kein VB geben. Nun müsste die Gegenseite Klage erheben, um seine Forderung gegen dich geltend zu machen.

Ich werde denen jetzt eine böse Email schreiben
Ich weiss nicht, ob ich überhaupt auf die Mail antworten würde.
Du hast zweckgebunden alles, bis auf die Inkassokosten aus den MB bezahlt und ihn komplett wirdersprochen.
Somit bleibt der Gegenseite nur, seine geltend gemachten Inkassokosten aus den MB, gegen dich einzuklagen und fertig.
 

axellino

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#17
Hast Du nur das Aktenzeichen eingetragen, im Verwendungszweck deiner Überweisung ??

es sollte ja schon ein wenig genauer sein, wie ich Dir ja geraten hatte.

1. Alles bis auf die Inkassokosten, zweckgebunden überweisen.
( Verwendungszweck, MB Aktenz. xxx Hauptforderung + xxxx + xxxx )

2. MB komplett widersprechen.

3. Dem Inkasso mitteilen das den vorgerichtlichen Inkassokosten widersprochen wird.

Nun gut, deine zweckgebundene Zahlung ist den MB zuzuordnen, auch wenn die Ursprungsforderung aus den MB bei 250,22€ liegt.

Dann schreibst Du ebend der Bude,

Die zweckgebundene Zahlung von 181€ wurde auf den MB Aktz. xxx geleistet, abzüglich den vorgerichtlichen Inkassokosten in Höhe von 70,20€, denen widersprochen wird.
Die in Ihrer Mail angegebene eigene Verrechnung meiner zweckgebundenen Zahlung in Höhe von 181€, wird somit widersprochen und ich weise auf § 367 Abs. 2 BGB hin.
 

seifenblasen

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#18
Habe ich alles (fast) so erledigt. Im VZW stand: Warenlieferung ******* (hier eine Nummer) Hauptforderung+Zinsen+Verfahrenskosten+Mahnkosten

Das Aktenzeichen des MB wäre wohl schlauer gewesen, allerdings steht die Warenlieferungsnummer auch so wie von mir angegeben im MB. Eine Email ist bereits raus, ich werde denen aber wohl noch einen Brief schicken (doppelt hält besser und ich habe gerne einen Nachweis in der Hand).
 
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