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Mahnbescheid Telefonica Inkasso

GlobalPlayer

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#1
Bin aus Mietwohnung geräumt worden und mein Eigentum wurde rechtswidrig entsorgt.
Unter anderem ein DSL Router im Wert von knapp 70€.
Stehe unter Betreuung und Schadensersatzklage gegen Vermieter läuft.
Nun kam ein Mahnbescheid mit Forderungen:
Hauptforderung Warenlieferung knapp 80,00
Verfahrenskosten 57,00
Nebenforderungen mahnkosten 11,00
Auskünfte 1,40
Bankrucklast 4,00
Inkassokosten 70,20
Sperrkostrn 5,00
Zinsen 0,34

Gesamt 229,67

Kann man was machen
 
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axellino

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#2
Guten Abend GlobalPlayer,

bevor ich persönlich auf dein Thema eingehen kann/möchte, hätte ich ein paar Fragen an dich.

1. Die Betreuung umfasst auch die Regelung deiner Vermögen/Finanziellen Angelegenheiten ??

2. Wann hast den Mahnbescheid erhalten ??

3. Die Hauptforderung an dich gerichtet, ist ja unstrittig ??

4. Hättest Du Kohle an der Seite, um ggfls. fristgerecht unstrittige Bestandteile des MB zweckgebunden bezahlen zukönnen, damit diese somit auch nicht tituliert werden können ??
Hier sehe ich erstmal und aufjedenfall die Inkassokosten in Höhe v. 70,20 € bei einer Hauptforderung von knapp 80 € als unverschämt und weit überzogen an und im ganzen derzeit auch nicht durchsetzungsfähig und betreffend dieser und dessen Höhe, würde ich ggfls. mit der Gegenseite auch in den Streit gehen.
 
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GlobalPlayer

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#3
Zusätzlich sind zu den Nebenkosten noch 25 Euro als Vergütung für inkassodienstleistungen angegebenen

Ja Betreuung umfasst das aber der Betreuer ist nicht kompetent

Ich bin der Meinung das insbesondere die inkassokosten gem. § 4 Abs.2 s.2 Rdgeg unberechtigt ist plus mahnkosten,und Sperrkostrn da nichts gesperrt wurde,ja und die inkassokosten

Nein ich habe kein Geld und es gibt mir hier niemand Geld Schulden zu bezahlen.

Zudem ist der Vermieter schuld.
Möglicherweise kann ich nur Widerspruch gehen die nebenforderungen einlegen
 

axellino

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#4
Zusätzlich sind zu den Nebenkosten noch 25 Euro als Vergütung für inkassodienstleistungen angegebenen
Diese sind sicher neben der Gebühr für den MB (32 €) in den Verfahrenskosten aufgeführt und sind erstattungsfähig.

§ 4 Abs.4 S.2 RDGEG

2Ihre Vergütung für die Vertretung im gerichtlichen Mahnverfahren ist bis zu einem Betrag von 25 Euro nach § 91 Abs. 1 der Zivilprozessordnung erstattungsfähig.
-----------------------------------

Ja Betreuung umfasst das aber der Betreuer ist nicht kompetent
Mit Betreuung und alles was damit zusammenhängt, Gesetze, deine Rechte, Pflichten des Betreuers etc. kenne mich leider absolut nicht aus und könnte somit auch als aussenstehender gar nicht beurteilen, ob dein Betreuer kompetent ist oder nicht.

Wie wäre es denn, wenn Du deinen Betreuer den MB unter die Nase hälst und ihn aufforderst, aus evtl. vorhandenen Resten von Vermögen/Rücklagen von Dir, die unstrittigen Bestandteile des MB fristgerecht und zweckgebunden zu bezahlen und daraufhin kommt komplett Widerspruch auf das Ding und Du entgehst somit ggfls. auch einen weiteren knacks deiner Bonität, was ja auch nicht unbedingt zielführend wäre, betreffend deiner Wohnungssuche.

Die Frage ist natürlich, wäre der Betreuer ggfls. dazu dann auch verpflichtet, denn von deinen paar Kröten Taschengeld monatlich, geht ja gar nix. Aber wie geschrieben, habe dazu keine Ahnung :sorry:

Ich bin der Meinung das insbesondere die inkassokosten gem. § 4 Abs.2 s.2 Rdgeg unberechtigt ist plus mahnkosten,und Sperrkostrn da nichts gesperrt wurde,ja und die inkassokosten
Ich kenne zu der gesamten Forderung keine konkreten Einzelheiten, jedoch ist grundsätzlich zu sagen, das Inkassogebühren als Verzugsschaden geltend gemacht werden können. Die andere Frage aber ist, ob diese und diese auch in der geltend gemachten Höhe, hier eine 1,3 Gebühr nach RVG + Auslagen, aufgrund der noch derzeitigen Inkasso unfreundlichen Rechtsprechung auch durchsetzungsfähig wären und das könnte man hier durchaus bezweifeln.

Hierzu könntest Du in den Threads von User @Inkasso auch ein paar Urteile finden, habe auch noch ein paar aktuellere, unterlasse es jetzt aber mal diese hier extra anzuführen.

Kleiner Auszug daraus,

AG Osnabrück
Az.: 44 C 307/00
Verkündet am: 11.01.2001
Ein Anspruch auf Ersatz der Inkassokosten besteht nicht. Nach ständiger Rechtsprechung des
Gerichts werden Inkassokosten nicht als Verzugsschaden anerkannt, wenn ein Schuldner auf Mahnungen nicht zahlt.
Die Tätigkeit des Inkassobüros erschöpft sich nur darin, den Schuldner zur Zahlung aufzufordern.
Durch Einschaltung eines Inkassobüros entstehen demnach nur zusätzliche Kosten.
Nach § 254 BGB hat der Gläubiger vielmehr sofort einen Rechtsanwalt einzuschalten
(wie hier OLG Düsseldorf OLGZ 87, 494 ; OLG Karlsruhe Rechtspfleger 87, 422; OLG Dresden NJW-RR 94, 1939).
******
(AG Berlin Mitte vom 01.09.2009
Geschäftsnr. 8 C 118/09)
“Auch wenn sich der Beklagte zum Zeitpunkt der Beauftragung des Inkassoinstitus am 09.02.2009 in Zahlungsverzug befunden hat,
kann die Klägerin Schadenersatz nicht beanspruchen, den der Anspruch ist unter dem Gesichtspunkt des Verstoßes gegen die
Schadensminderungspflicht gemäß §254 BGB ausgeschlossen….
Ein Gläubiger darf sich zur Betreibung einer Forderung nur der Mittel bedienen, die der Rechtsverfolgung zweckdienlich sind,
wenn er die damit verbundenen Kosten mit Erfolg vom Schuldner ersetzt verlangen will.Ein Inkassobüro verfügt aber nicht über Möglichkeiten,
die denen des Gläubigers überlegen wären.
https://www.elo-forum.org/schulden/inkassogebuehren-neueste-rechtsprechung-44608/index4.html

https://www.elo-forum.org/schulden/114457-vorgerichtliche-inkassogebuehren-umgehen.html

Desweiteren ist mir bis heute nicht bekannt, das jemals versucht wurde, explizit nur Inkassogebühren einzuklagen.
Aus diesen Grund könnte man ebend explizit um diese Gebühren zocken, wobei man aber immer dazu sagen muss, das dieses auch immer ein gewisses Restrisiko beinhaltet, das es ggfls. ebend doch irgendwann mal dazu kommen könnte, wobei dann natürlich auch nicht gesagt wäre, das ein Richter diese und auch diese in der geltend gemachten Höhe, als rechtens ansieht. Und da die Gegenseite bei einer Klageerhebung explizit der Inkassogebühren, auch erstmal in Vorkasse gehen müsste, mit der Hoffnung diese auch komplett vom Schuldner dann auch wieder einstreichen zukönnen, macht sich die Gegenseite sicher ausführliche Gedanken darüber vorab, über das eigene Risiko einer solchen Klage und dementsprechend dessen Kosten/Nutzen Faktor. :wink:

Zu den Sperrkosten kann ich natürlich nix sagen, betreffend der Mahnkosten wäre zu sagen, das max. 2,50 € pro Mahnschreiben den Gläubiger zu erstatten wären.
Ob man nun hier betreffend dieser beiden Positionen im MB ein Fass aufmachen will, müsstest Du natürlich selbst entscheiden.

Zudem ist der Vermieter schuld.
Dazu hast Du ja geschrieben, das eine Schadenersatzklage gegen ihn läuft und solltest Du dabei Obsiegen, bekommt er ggfls. sicher, diese Forderung auch mit an seine Backe geklebt.

Möglicherweise kann ich nur Widerspruch gehen die nebenforderungen einlegen
Nun, ein paar Hinweise habe ja gegeben, über ein weiteres Vorgehen hier, musst Du natürlich selbst entscheiden oder vielleicht besser, Du in Absprache mit deinen Betreuer.

Gruss
axellino
 
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#5
Diese sind sicher neben der Gebühr für (...............................)

Wie ist das denn mit diesen ganzen inkassokosten muss der Vermieter das zahlen oder ich?
 
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axellino

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#6
So denn Du deine Schadenersatzklage gewinnen solltest oder ggfls. auch nur in teilen, dann sind diese Kosten ggfls. auch vom Vermieter zu tragen oder gglfs. von ihm, Dir zu erstatten, so denn Du sie bezahlen würdest.

Aufjedenfall kannst Du diese Kosten derzeit nicht an ihn weitergeben, denn Du warst der Vertragspartner von Telefonica, er würde Dir dazu sicher auch die kalte Schulter zeigen.
 
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