Mahn- und Vollstreckungsbescheid vorraussetzung für Ratenzahlung - Ist das rechtens? (1 Betrachter)

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KaioQuai

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Guten Morgen zusammen,

wir haben folgendes Problem.

Nachdem wir eine Rechnung nicht bezahlen konnten, und das ganze an ein Inkasso Büro weitergegeben wurde, dort auch die Ratenzahlungsvereinbarung scheiterte (eigene Dummheit), kam nun ein schreiben eines Rechtsanwalts.Hier konnte man sich mit der unfreundlichen Dame am Telefon letztendlich auf eine Ratenzahlung einigen.

In dem schreiben steht:
Wir machen darauf Aufmerksam, dass zur Absicherung der Forderung das Gerichtliche Mahnverfahren zu ENde geführt wird. Daher wird noch ein Vollstreckungsbescheid beantragt und zugestellt. Die Zustimmung zur Ratenzahlung wird davon abhängig gemacht, das gegen den Mahnbescheid kein Wiederspruch und gegen den Vollstreckungsbescheid kein Einspruch eingelegt wird.

Darf man das so machen? Das grenzt ja schon fast an Erpressung. Bei mir, ich bereite grade alles für die PI vor, wäre das nicht weiter tragig, aber das ganze betrifft meine Lebensgefährtin, Sie hat eine saubere Schufa.

Ist das rechtens oder kann ich dagegen irgendwie vorgehen?

Vielen Dank schonmal!
LG
KaioQuai
 

axellino

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AW: Mahn- und Vollstreckungsbescheid voraussetzung für Ratenzahlung - Ist das rechtens?

Guten Morgen,

Darf man das so machen? Das grenzt ja schon fast an Erpressung.
Eine Erpressung in dem Sinne, sehe ich hier nicht und das hier der Gläubiger das schon angefangene Mahnverfahren zu Ende führen will, um sich die Forderung titulieren zu lassen, ist aus meiner Sicht eigentlich verständlich.
Ich würde das ggfls als schlauen Schachzug bezeichnen, lasse das ganze mal komplett widerspruchslos durchlaufen und Du bekommst eine Ratenzahlung und ich habe somit widerstandlos und ohne Mühe und weiteren Aufwand, meine komplette Forderung titulieren lassen, ob nun in allen Punkten berechtigt und durchsetzungsfaehig oder ebend nicht.

Ein Gläubiger der eine aus seiner Sicht berechtigte Forderung gegen jemand hat, kann sich diese jederzeit titulieren lassen und dazu das Mahnverfahren einleiten, das hat mehere Gründe für ihn, nicht nur das er aus den Titel vollstrecken könnte, sondern das er auch die Verjährungsfrist nicht verpasst und sich somit der Schuldner darauf berufen könnte.

Ist das rechtens oder kann ich dagegen irgendwie vorgehen?
Man befindet sich jetzt und derzeit im gerichtlichen Mahnerfahren und das ist ausschlaggebend, da hat dieses aussergerichtliche Anwalts gekritzel nix mit am Hut.

So denn deine Lebensgefährtin die Forderung oder teile davon nicht als berechtigt ansieht, so muss sie fristgerecht dagegen Widerspruch/Einspruch einlegen, ansonsten ist sie 30 Jahre in Stein gemeisselt.

Hier hätte man mit der Gegenseite schon frühzeitig versuchen sollen, eine gemeinsame Lösung zu finden, aber das wurde ja leider verpasst.

VG
axellino
 
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