Magenband.OP u. komplette Zahnsanierung (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Dodo87

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Hallo Ihr Lieben!

Ich habe mich extra hier angemeldet, weil ich meiner Nachbarin helfen möchte. Ich erzähle einfach mal drauflos...
Also, meine Nachbarin ist 25 Jahre alt, hatte bisher keine Chance auf Ausbildung oder anderweitige Arbeit, was definitiv an Ihren Äußerlichkeiten liegt.
Sie ist stark übergewichtig (ca. 180kg) und alle Zähne bis auf einen vorderen "Kuchenzahn" sind komplett faul oder nicht mehr vorhanden.

Nun stelle ich mir die Frage, ob es nicht irgendwie möglich ist, die Kosten für die notwendigen operativen Eingriffe von der ARGE oder irgendeinem anderen Kostenträger übernehmen zu lassen.
Ich habe hier schon im Forum gestöbert, aber bisher nicht wirklich was gefunden, was auf diesen speziellen Fall passt, oder ich bin zu blöd...
Na ja, wie auch immer, ich hoffe, dass mir jemand von Euch helfen kann.

LG
 
G

gast_

Gast
Bekommt sie ALG II?
Dann übernimmt die Krankenkasse doch die Zahnbehandlung zu 100 %.
 

Dodo87

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Danke für die schnelle Antwort!
Ja, sie bekommt ALG II. Wie läuft das ab, muss sie erst zum Zahnarzt und sich diesen Kostenplan erstellen lassen, oder erst zur ARGE, die Behandlung vorab bewilligen lassen?
 

Wutbuerger

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Arge oder irgendein Kostenträger ..also bestimmt nur derjenige der jetzt die Leistungen bezahlt ..ich schätze entweder ALG2 oder Sozialhilfe oder garnix ? Das müßte man mal klären .
Besteht denn generell eine Krankenversicherung ?
 

stuu

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Ich wuerde mal mit ihr zum Zahnarzt gehen und diesem die Lage erklaeren.Man kann dann nen Kostenvoranschlag/Heilplan oder sowas bei der Krankenkasse einreichen.Das ist dann ein Haertefall und wird in der Regel uebernommen.Allerdings nur die einfachste Versorgung sprich Amalgamfuellungen ( macht nicht mehr jeder Zahnarzt) und Gebiss ( keine Implantate) .Von der Arge bekommt man glaube ich nur Darlehen,die man dann zinsfrei abstottern kann.Mit dem Magenband wird es wohl aehnlich aussehen.Weiss nicht genau inwiefern Gutachten eingeholt werden muessen,aber du kannst ja mal bei der Krankenkasse anrufen und fragen.Viel Glueck
 

ZynHH

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Sinuhe

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Danke für die schnelle Antwort!
Ja, sie bekommt ALG II. Wie läuft das ab, muss sie erst zum Zahnarzt und sich diesen Kostenplan erstellen lassen, oder erst zur ARGE, die Behandlung vorab bewilligen lassen?

ARGE ist nicht mehr,heißt jetzt Job Center.

Und mit beidem hat das JC nichts zu tun.Es handelt sich um medizinische Angelegenheiten und die sind Sache der Krankenkasse.
Also zum Zahnarzt und einen Heil-und Kostenplan erstellen lassen mit dem Hinweis,daß die Härtefallregelung in Anspruch genommen wird.
Dann der Krankenkasse einreichen und die entscheidet dann darüber.

Eine Härtefallregelung gegenüber dem JC kann nicht vorhanden sein,da die Behandlung ja von der Krankenkasse voll übernommen wird.

Die Magenband OP muß ein Arzt befürworten und dann zahlt ebenfalls die Kasse.
Auch damit hat das JC nichts zu tun.
 
E

ExitUser

Gast
Magenband wird die KK nur unter folgen Bedingungen zahlen:

Folgende Kriterien nennt die Deutsche Adipositas-Gesellschaft als Indikation für eine chirurgische Therapie der Adipositas:

  • BMI > 40 kg/m2 oder BMI > 35 kg/m2 mit schwerwiegenden Begleiterscheinungen
  • Scheitern konservativer Behandlungsmaßnahmen (z.B. Therapieprogramme,
  • Rehabilitationsmaßnahmen, Selbsthilfegruppen, Bewegungstherapie etc.)
  • OP-Risiko darf die bei anderen Wahleingriffen bekannten Risiken nicht übersteigen
  • Ausreichende Motivation und vollständige Aufklärung des Patienten über Risiken und
  • Konsequenzen des Eingriffs
Quelle: Magenband + Krankenkasse, Kostenübernahme Magenbypass, Magenball
 
E

ExitUser

Gast
@ Dodo87 , ich weiß nun nicht wie der aktuelle Rechtsstand ist .
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Habe jahrelang den Zahnarzt gemieden . Dann mußte ich doch hin wegen Zahnschmerzen .

Einen Kostenplan hat der Zahnarzt direkt an die Krankenkasse geschickt . Ich habe zehn Kronen bekommen und habe vermutlich wegen H4 keinen € bezahlt .

Der Zahnarzt meinte vorher das ich wohl mit Zuzahlung von ca. 30,00 € rechnen müßte .

Wie weit es da Unterschiede bei den Krankenkassen gibt . entzieht sich meiner Kenntnis .

Der Beschreibung nach wird es hier wohl nur ein Gebiss geben , da es aus Sicht der Krankenkasse vermutlich die billigste Lösung wäre .
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Ich hoffe von Herzen , das sie die beste Lösung ihrer Gewichts - und Zahnprobleme finden kann !
 

Regelsatzkämpfer

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Ich wuerde mal mit ihr zum Zahnarzt gehen und diesem die Lage erklaeren.Man kann dann nen Kostenvoranschlag/Heilplan oder sowas bei der Krankenkasse einreichen.Das ist dann ein Haertefall und wird in der Regel uebernommen.Allerdings nur die einfachste Versorgung sprich Amalgamfuellungen ( macht nicht mehr jeder Zahnarzt) und Gebiss ( keine Implantate) .Von der Arge bekommt man glaube ich nur Darlehen,die man dann zinsfrei abstottern kann.Mit dem Magenband wird es wohl aehnlich aussehen.Weiss nicht genau inwiefern Gutachten eingeholt werden muessen,aber du kannst ja mal bei der Krankenkasse anrufen und fragen.Viel Glueck

Nichts da nur Amalgam...mein Zahnarzt hat mir keine einzige Amalgamfüllung eingesetzt.

Die Krankenkasse übernimmt die Kosten im Rahmen des medizinisch Notwendige vollständig. Es ist Aufgabe der behandelnden Ärzte dieses Notwendige darzustellen und zu argumentieren.

Jobcenter oder SozA haben damit gar nichts zu tun sofern sie krankenversichert ist.

Ein Magenband ist nicht harmlos. Wichtiger wäre vorher entsprechende Maßnahmen zur normalen Reduktion bzw. klärung der Ursachen Häufig sind Schilddrüsenprobleme oder andere Hormonstörungen mit dabei oder Medikamente von Blutdrucksenkern bis Psychopharmaka, die als Nebenwirkungen Gewichtszunahmen bedingen.

Ein Magenband wird dann gefährlich, wenn man die nötige Selbstkontrolle selbst damit nicht aufbringen kann. Für den Fall sind sogar Todesfälle aufgetreten. Noch gefährlicher wäre die Magenverkleinerung. Beides setzt sehr starken Willen zur Gewichtsreduktion voraus.

Sollte es medizinisch angebracht sein, dann wird der FACHarzt entsprechende Empfehlung ausstellen und die KK nach Prüfung durch den MdK die Kosten auch übernehmen.
 
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