MAG Maßnahme / Praktikum / ALG1

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Hallo liebe Forenmitglieder ! :wink:

Ich benötige mal eure Hilfe:

Ich bin seit 10 Tagen arbeitssuchend (ALG1)und habe mich bei verschiedenen Firmen beworben.

Ich habe mich alternativ auch in anderen Branchen umgesehen und mich bei
einer Firma beworben.

Bei dieser Firma habe ich mich vorgestellt und es wurde mir ein Arbeitsvertrag
in Aussicht gestellt wenn ich vorab ein Praktikum von 4 Wochen machen würde.

Ich habe bei der AfA angefragt und die Maßnahme zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung wurde bewilligt.

Nun stelle ich fest das ich für diese Aufgaben überfodert bin und auch die
Nachtarbeit sich mit unseren Familie (2 Kinder ,4 und 9 Jahre) nur schwer
vereinbaren läßt da meine Frau hin-und wieder auch Nachtschichten hat.
Die möglich Entlohnung wäre außerdem 400 Euro netto
weniger als bei meiner letzten Anstellung.Vorher brutto ca. 2400 Euro dann
nur 1650 Euro..... :icon_stop:

Ich beabsichtige diese Trainingsmaßnahme komplett zu absolvieren und keinen
Anlass für eine Sanktionierung zu geben.

Jetzt steht in dem Berichtsbogen der AfA folgendes:

Der Maßnahmenteilnehmer wurde im Anschluss an die Maßnahme nicht
in ein Beschäftigungsverhältnis übernommen.Erläutern Sie bitte unter Beachtung von §203 Strafgesetzbuch die Gründe für eine Nichteinstellung ....

Wenn mich der Arbeitgeber fragt ob ich mir eine Einstellung vorstellen könne
wie soll ich ihm erklären das ich nicht geeignet bin bwz. wie sollte er es
in dem Schreiben begründen ?

Gibt es auch Möglichkeiten aus der Maßnahme ohne Sanktionierung vorzeitig
auszusteigen ?

Würde mich freuen wenn Ihr mir eure Erfahrungen mitteilen würdet !!! :dank:


Danke !
 

gelibeh

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Gibt es auch Möglichkeiten aus der Maßnahme ohne Sanktionierung vorzeitig
auszusteigen ?
Da würde mir nur eine Bescheinigung vom Arzt einfallen, dass das nicht zumutbar ist.

Meines Wissens nach, musst Du doch so einen Job mit der Bezahlung im Moment noch gar nicht annehmen. Außerdem kann das Amt nur sperren, wenn es Dir für diesen Job einen konkreten Vermittlungsvorschlag mit Rechtsfolgenbelehrung unterbreitet hat. Das hat es ja nicht und wenn doch, dann kannst Du Dich auf den §140 SGBIII berufen.

Den Arbeitgeber kannst Du also wahrheitsgemäß sagen, dass das für Dich aus diversen Gründen nichts ist.
 
E

ExitUser

Gast
Zunächst geht es um die Stelle im Hintergrund:
  • Das Einkommen wäre vermutlich nicht zumutbar (du schreibst mal von Brutto und mal von Netto und die 1650€ stehen ohne Angaben im Raum).
  • Wurde die Stelle von der AfA angeboten (§ 159 (1) Nr. 2 SGB III)? Falls nein, führt die Ablehnung so oder so nicht zu einer Sperrzeit.
    Falls ja, könnte eine Sperrzeit nur eintreten, wenn eine Rechtsfolgenbelehrung erfolgt ist.
  • Einschränkung durch Familie:
    Die Lage der Arbeitszeit kann von dir eingeschränkt werden. Sie muss aber für die in Betracht kommenden Tätigkeiten üblich sein. Allerdings gelten Einschränkungen erst ab dem nächsten Stellenvorschlag und nicht für einen laufenden Vorschlag.

MAG
Bei Abbruch einer MAG kann gem. § 159 (1) Nr. 5 eine Sperrzeit eintreten. Wichtige Gründe für den Abbruch fallen mir im Moment nicht ein.
Aber: Welchen Sinn macht die Maßnahme, wenn du die anschließende Stelle nicht antreten wirst. Auch aus Sicht der AfA erhält der Arbeitgeber „ausnahmsweise“ eine Möglichkeit, dich nicht nur zu testen, sondern auch schon einzuarbeiten. Also könnte die AfA in Rücksprache mit dem Arbeitgeber die Maßnahme abbrechen.

Deshalb:
Ich würde an deiner Stelle mit deinem Vermittler Kontakt aufnahmen, weiß aber nicht wie der gestrickt ist. Wenn du deinen Wunsch, nicht Bedingung, vorbringst, führt das noch nicht zu einer Sperrzeit. Als negatives Ergebnis kann nur herauskommen, dass du die 4 Wochen durchziehen musst und so schnell evtl. keine neue Maßnahme bewilligt bekommst. Wobei es natürlich keine MAG-Begrenzung je Arbeitslosem gibt.
Die Nennung der Gründe für die Nichteinstellung beim Arbeitgeber sehe ich nur darin begründet, dass die Agentur aus dem bewilligten Praktikum auch Schlüsse für die Vermittlung ziehen will. Übrigens werden bei MAT (Trägermaßnahmen) auch Schlussberichte für die AfA verfasst.
Falls du abbrechen willst, solltest aber du und nicht die AfA dies dem Arbeitgeber sagen. Sieht besser aus.

Schon alleine, dass du dich bereits nach 10 Tagen in anderen Branchen umgetan hast, zeugt doch von vorhandener Arbeitsbereitschaft.Evtl. hast du von der ungünstigen Arbeitszeit erst in der Maßnahme erfahren.
 
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