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mädchen in schwerin verhungert

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ofra

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#1
"Fünfjährige in Deutschland offenbar verhungert

In Schwerin ist ein fünf Jahre altes Mädchen offenbar an Unterernährung gestorben. Die Staatsanwaltschaft ermittle gegen den 26-jährigen Vater und die 23-jährige Mutter wegen des Verdachts, ihre Tochter durch Unterlassen getötet zu haben, sagte heute ein Sprecher der Schweriner Behörde.

Der Vater hatte gestern Abend einen Notarzt alarmiert, der das offenbar völlig ausgehungerte Mädchen ins Krankenhaus einwies.

Dort starb es kurz nach der Einlieferung. "Ich war sehr erschrocken, dass es so etwas geben kann", sagte ein Kliniksprecher über den Zustand des Kindes. Zu weiteren Details äußerte er sich nicht. Das Mädchen lebte bei seinen Eltern und seiner acht Wochen alten Schwester."
quelle: orf.at

siehe auch hier:
http://www.welt.de/vermischtes/article1385334/Fuenfjaehrige_verwahrlost_und_verhungert_.html

http://www.rp-online.de/public/article/aktuelles/panorama/deutschland/502890

http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/19/0,3672,7126387,00.html

"Nach Angaben des Vermieters hatte sich das Jugendamt vor etwa zwei Wochen an ihn gewandt, um einem entsprechenden anonymen Hinweis aus dem Haus nachzugehen. Ein Mitarbeiter der Behörde habe die Familie besucht, aber keine Auffälligkeiten festgestellt.


Nach Angaben von Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) wurde das Mädchen mit "erheblicher Unterernährung, starkem Flüssigkeitsverlust und Rötungen im vorderen Halsbereich" ins Krankenhaus gebracht. Caffier reagierte bestürzt auf den Tod des Kindes. Das Schweriner Jugendamt gab zunächst keine Stellungnahme ab."
 

ofra

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#2
neue details:

"Immer wieder Streit mit Nachbarn

Die Familie wohnt in einem sanierten Plattenbau im Stadtteil Lankow. In dem Haus gab es nach Angaben des Vermieters, der Schweriner Wohnungsbaugesellschaft, immer wieder Streit zwischen der Familie und Nachbarn. Grund dafür seien die Hundehaltung der Familie und eine mangelnde Hausreinigung gewesen. In zwei Gesprächen mit der Familie über diese Probleme sei das Mädchen dabei gewesen, sagte der Vorstandsvorsitzende Wilfried Wollmann. "Das Mädchen war brav und wohlerzogen." Es habe keinerlei Hinweise darauf gegeben, dass etwas nicht in Ordnung gewesen sein könnte. Zwei Mitarbeiter der Wohnungsbaugesellschaft beschrieben die Wohnung als sauber und ordentlich. Weder die Eltern noch das Mädchen hätten einen verwahrlosten Eindruck gemacht. "Das Mädchen war ein schmächtiges Kind, aber die Familie machte einen ganz normalen Eindruck", so eine Mitarbeiterin

Wohlfahrtsverbände: Wachsende Zahl überforderter Eltern

Die Wohlfahrtsverbände in Mecklenburg-Vorpommern registrieren eine wachsende Zahl überforderter Eltern. "Viele haben sich aufgrund ihrer sozial schwierigen Situation aufgegeben und kümmern sich oft auch nur noch unzureichend um ihre Kinder", sagte Silvia Sandmann vom Fachausschuss der Wohlfahrtsverbände für Kinder- und Jugendhilfe am Mittwoch. Um Fälle wie den Tod der unterernährten Fünfjährigen in Schwerin zu verhindern, seien die gesetzlichen Bestimmungen zur Zusammenarbeit von Sozialbehörden, Schulen, Kitas und Mediziner verschärft worden. Vom Landesjugendhilfeausschuss werde die Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben in Städten und Kreisen des Landes untersucht. Nach Einschätzung Sandmanns sorgt der mit 98 Prozent hohe Anteil von Kindern, die Kitas besuchen, dafür, dass in Mecklenburg-Vorpommern vergleichsweise wenige Fälle von akuter Vernachlässigung unentdeckt bleiben."

weiterlesen:
http://www1.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/toteskind2.html
 

Atlantis

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#3
ja die scheiß nachbarn der hund hat sie zur gegenwehr
animiert , aber von dem kind wollen sie nichts mitbekommen haben.
die heuchler lügen nichts gesehen nichts gehört mein nahme ist hase.
aber wenn bello ein falschen furz vor ihrm fenster auf dem rasen lässt das hören die sofort.
 

Helga Ulla

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#4
Schon wieder liest von einer Verwahrlosung und verhungergtem Kind. Wieder war das Jugendamt schon informiert, wieder geschah nix.
Alle Anzeichen wurden übersehen, hallo man sollte das Personal des Jugendamtes bessser ausbilden.
Die Familie ist auffällig geworden, weil Treppenhaus nicht gesäubert sie wurden gesehen, wenn sie allein mit den Hunden spazieren gingen, das man das Kind nicht gesehen hat, was ja existent war, wurde übersehn.
Man kann es nicht mehr begreifen. Ich bin erschüttert.
Bloss keine Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen, es ist zum kotzen.
 

Wasser

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#5
:icon_dampf: Horror pur.

Für jeden "Furz und Feuerstein" braucht man ne Erlaubnis, ob es ein Hund ist oder ne Kutsche fahren, aber Kinder müßen alles dulden. Sie haben keine Lobby.
Ich muß :icon_kotz2: bei diesem Staat, der Bürger ausquetscht, ihm keine Luft zum Atmen lässt, der mit Begründung "Sicherheit" alles finanziert und § danach ausrichtet und jeden zur Kasse bittet wenn er unangeschnallt fährt, oder ein Kaugummi auf die Strasse spuckt.



"Nach Angaben des Vermieters hatte sich das Jugendamt vor etwa zwei Wochen an ihn gewandt, um einem entsprechenden anonymen Hinweis aus dem Haus nachzugehen. Ein Mitarbeiter der Behörde habe die Familie besucht, aber keine Auffälligkeiten festgestellt.
Beide sollten wegen Beihilfe zum Mord angeklagt werden, weil UNTÄTIG.
 
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#6
Ein Mitarbeiter der Behörde habe die Familie besucht, aber keine Auffälligkeiten festgestellt.
Da fragt man sich schon, ob er das Kind überhaupt gesehen hat. Verhungern ist keine Sache von zwei Wochen. Man hätte deutliche Zeichen auf jeden Fall erkennen müssen.

Einerseits werden Kinder oft aus unfaßbarsten Gründen Eltern weggenommen, selbst wenn eindeutige Beweise vorliegen, daß das Amt Unrecht hat und andererseits werden die Ämter dort nicht tätig, wo deren Eingreifen wirklich erforderlich wäre. Da stellt man sich die Frage über den Sinn und Zweck dieser Behörden.
 
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#7
Hätte das Kind einen Anspruch auf einen Kindertagesstättenplatz, somit einen Anspruch auf Bildung und Kultur ( und somit Schutz durch Öffentlichkeit) möchte ich die These wagen, das dieses Kind noch am Leben wäre.

Das ein Kind in Deutschland verhungert (und ich bin selbst ALGII Bezieher mit einem Kind) ist (noch) schlicht unmöglich, auch wenn ich mein Kind nur mit Kohlehydrate vollstopfen kann. Verpflichtet mich doch meine Vaterliebe, mein Kind zu sättigen und zufrieden in den Schlaf zu wiegen. Ob ich danach meine Billig-Hülse von Aldi trinke entscheide ich dann. Hier liegt eindeutig ein Fall von Dummheit, Lieblosigkeit und und Unwissen vor. Solche Leute gehören bis an Ihr Ende des Lebens bestraft.

Dreckspack. Und lasst mich raten: Die Hunde waren keine Dackel.:icon_kotz2:
 

ofra

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#8
Hätte das Kind einen Anspruch auf einen Kindertagesstättenplatz, somit einen Anspruch auf Bildung und Kultur ( und somit Schutz durch Öffentlichkeit) möchte ich die These wagen, das dieses Kind noch am Leben wäre.

Das ein Kind in Deutschland verhungert (und ich bin selbst ALGII Bezieher mit einem Kind) ist (noch) schlicht unmöglich, auch wenn ich mein Kind nur mit Kohlehydrate vollstopfen kann. Verpflichtet mich doch meine Vaterliebe, mein Kind zu sättigen und zufrieden in den Schlaf zu wiegen. Ob ich danach meine Billig-Hülse von Aldi trinke entscheide ich dann. Hier liegt eindeutig ein Fall von Dummheit, Lieblosigkeit und und Unwissen vor. Solche Leute gehören bis an Ihr Ende des Lebens bestraft.

Dreckspack. Und lasst mich raten: Die Hunde waren keine Dackel.:icon_kotz2:
tja, oft bekommt der hund mehr zuwendung und versorgung als der mensch.
die hunde waren bestimmt nicht abgemagert. davon geh ich jetzt mal aus.
 

ofra

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#9
neue infos:

"Schwerins Sozialdezernent Hermann Junghans räumte ein, dass dem Jugendamt Hinweise auf eine mögliche Vernachlässigung des Kindes vorlagen. Er wies aber Vorwürfe zurück, die Mitarbeiter hätten nach dem Besuch der Familie unzureichend reagiert."

weiterlesen:
http://www.tagesschau.de/inland/toteskind2.html

offenbar doch kein einzelfall!

"Die Leiterin des Schweriner Jugendamtes, Heike Seifert, räumte ein, es habe auch in der Vergangenheit Fälle in Schwerin gegeben, bei denen Kinder wegen Unterernährung ins Krankenhaus mussten. Es gebe bei den Fallzahlen von «Kindeswohlgefährdung» einen Trend nach oben, bestätigte Junghans. Im ersten Halbjahr 2007 seien bereits 86 Fälle angezeigt worden. Im ganzen Jahr 2006 seien es 133 gewesen, 2005 sogar nur 42."

weiterlesen:
http://news.de.msn.com/panorama/Article.aspx?cp-documentid=6761263
 
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#10
Hätte das Kind einen Anspruch auf einen Kindertagesstättenplatz, somit einen Anspruch auf Bildung und Kultur ( und somit Schutz durch Öffentlichkeit) möchte ich die These wagen, das dieses Kind noch am Leben wäre.
Das Komische daran ist, dass gestern im Videotext von einem Kindergartenkind gesprochen wurde.
Ich kann mich an einen Fall in meiner Heimat erinnern, wo das Kind die Krippe besuchte und anderen das Essen weg nahm und da sind die Mitarbeiter hellhörig geworden. Irgendwie fällt es mir schwer, zu glauben, dass niemand etwas mitbekam oder die Kleine hat sich das überhaupt nicht anmerken lassen.
 

ofra

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#11
Das Komische daran ist, dass gestern im Videotext von einem Kindergartenkind gesprochen wurde.
Ich kann mich an einen Fall in meiner Heimat erinnern, wo das Kind die Krippe besuchte und anderen das Essen weg nahm und da sind die Mitarbeiter hellhörig geworden. Irgendwie fällt es mir schwer, zu glauben, dass niemand etwas mitbekam oder die Kleine hat sich das überhaupt nicht anmerken lassen.
vielleicht ist mit der bezeichnung "kindergartenkind" nur das alter des kindes gemeint. ansonsten kann ich mir das auch nicht erklären, dass das keiner gemerkt hat.
oder kollektives wegschauen ...
 

Woodruff

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#12
Die Wohlfahrtsverbände in Mecklenburg-Vorpommern registrieren eine wachsende Zahl überforderter Eltern.
Offenbar sind nicht nur viele Eltern überfordet, sondern auch viele Mitarbeiter der Jugendämter:

"Nach Angaben des Vermieters hatte sich das Jugendamt vor etwa zwei Wochen an ihn gewandt, um einem entsprechenden anonymen Hinweis aus dem Haus nachzugehen. Ein Mitarbeiter der Behörde habe die Familie besucht, aber keine Auffälligkeiten festgestellt.
Vielleicht hatte er auch einfach keinen Bock, und die Sache ging ihm am Allerwertesten vorbei. Solche Leute sollten sich mal bewusst machen, welche Verantwortung sie tragen. Hoffentlich hat das auch für ihn noch irgendwelche Folgen.
 
E

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#13
vielleicht ist mit der bezeichnung "kindergartenkind" nur das alter des kindes gemeint.
Hast recht, könnte auch damit gemeint sein.
Seit ich ein Baby habe, berühren mich solche Meldungen so sehr, dass es mich total unruhig macht und ich möchte das am liebsten nicht lesen, weil ich mir das so sehr zu Herzen nehme, dass es mir schlecht wird, wenn ich das lese.
Gleichzeitig habe ich dann noch Angst, auch mal in eine Lage zu kommen und ohne Geld da zu stehen. Deshalb lege ich jetzt auch mein Elterngeld beiseite, um immer einen Notcent zu haben. Als Single habe ich ganz anders gelebt, aber das geht jetzt nicht mehr, wenn man Verantwortung für ein anderes Leben hat.
 

ofra

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#14
mich berührt das auch immer mehr, obwohl ich keine kinder habe. ich hätte zwar gern eins, aber bei meiner persönlichen wirtschaftlichen situation will ich daran nicht denken ...
ich hab mir das mit der familienplanung auch anders vorgestellt.
man muss auf immer mehr verzichten und sich immer mehr einschränken. da bleiben auch lebensentwürfe und zukunftspläne auf der strecke.
mittlerweile ist das thema "kind" für mich ein sensibler bereich. es belastet mich seelisch. wenn ich andere mütter sehe mit babys oder kleinen kindern, bedrückt mich das sehr.
 

ofra

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#15
Unfassbare details kommen jetzt ans licht:
das lange und qualvolle sterben der kleinen lea-sophie!
die haustiere waren dem elternpaar wohl wichtiger als das kind!

http://www.ostseezeitung.de/ar/mantel_m-v_33323330313432.phtml?SID=14887bc1c7ec222b7c6e93ee55b69194

"Immer wieder hatten Nachbarn die Behörden darauf hingewiesen, dass mit dem hundenärrischen, jungen Pärchen etwas nicht stimmen könne. Eine Nachbarin will Lea-Sophie noch vor etwa einem Monat gesehen haben. „Das Kind sah völlig entkräftet aus. Es war zu schwach, die Treppe hochzukommen.“ Unfassbar: Zwei Mitarbeiter des Jugendamts sollen daraufhin vor Ort gewesen sein, um der Sache auf den Grund zu gehen. Doch sie schritten nicht ein. Warum ließen sie die kleine Lea-Sophie sterben?"
 
E

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Gast
#16
6 Haustiere, 1 Auto, aber nicht genug Essen für ein Kind.
Da sind eindeutig falsche Prioritäten gesetzt wurden.
Unfassbar ist das alles. :icon_kinn:
 

ofra

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#18
Hätte das Kind einen Anspruch auf einen Kindertagesstättenplatz, somit einen Anspruch auf Bildung und Kultur ( und somit Schutz durch Öffentlichkeit) möchte ich die These wagen, das dieses Kind noch am Leben wäre.

Das ein Kind in Deutschland verhungert (und ich bin selbst ALGII Bezieher mit einem Kind) ist (noch) schlicht unmöglich, auch wenn ich mein Kind nur mit Kohlehydrate vollstopfen kann. Verpflichtet mich doch meine Vaterliebe, mein Kind zu sättigen und zufrieden in den Schlaf zu wiegen. Ob ich danach meine Billig-Hülse von Aldi trinke entscheide ich dann. Hier liegt eindeutig ein Fall von Dummheit, Lieblosigkeit und und Unwissen vor. Solche Leute gehören bis an Ihr Ende des Lebens bestraft.

Dreckspack. Und lasst mich raten: Die Hunde waren keine Dackel.:icon_kotz2:
ja mein lieber, dein verdacht erhärtet sich!
 

ofra

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#19
was ich nicht verstehe:
wenn ich mein kind nicht will oder damit nicht klar komme, dann leite ich doch selber hilfe in die wege! dann geh ich selber zum jugendamt und bitte, dass das kind in eine pflegefamilie kommt, weil ich mich überfordert fühle.
oder ich geh zur caritas etc. etc...
oder zu einer familienberatungs-stelle.

es hätte tausend möglichkeiten gegeben, wie man den tod des kindes hätte verhindern können. offensichtlich lag es ihnen wohl doch daran, dass das kind stirbt. was in den köpfen solcher eltern vorgeht, ist mir ein rätsel!
 

ofra

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#20
unterernährung vermutlich nicht die haupt-todesursache. verdacht auf strangulation wegen verdächtiger rötungen am hals!

http://www.svz.de/mecklenburg-vorpommern/artikeldetail/article/111/nur-noch-ha.html

"Selbst hart gesottenen Rettungskräften bietet sich ein Bild des Grauens, als die kleine Lea-Sophie in die Kinderklinik eingeliefert wird. Ihr Körper - ausgemergelt bis auf die Knochen. Gerade einmal sieben Kilogramm bringt die Fünfjährige auf die Waage. So viel wie einjährige Kinder. Die langen blonden Haare, die einst zu niedlichen Zöpfen gebunden waren, sind büschelweise ausgefallen. Offene Wunden haben auf dem Gesäß fausttellergroße Spuren hinterlassen. Ihr Körper ist verdreckt. Tagelang muss sie in ihren Fäkalien gelegen haben.
So sehr sich die Ärzte auch bemühen, in der Nacht verlieren sie den Kampf um die Kleine."
 

Eka

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#22
Verstehen tue ich es nicht wie man ein Kind verhungern lassen kann. Das Kind hat sich vielleicht am Anfang noch 'gewehrt'. Gesagt es hätte Hunger, aber vielleicht welche auf dem Hintern bekommen oder richtig Ärger bekommen und irgendwann aufgegeben etwas zu sagen.
Man weiß es nicht, was da genau ablief.
Vielleicht hätte man das dem Kind angesehen, wenn jemand genauer auf den Körper und die Haut geguckt hätte.

Ich verstehe das nicht, bevor mein Kind hungert, würde ich selber nur noch von Wasser und Brot leben, anstätte dem Kind nichts zu geben.

Ich werde traurig, wütend, wenn ich nur daran denke, wie Menschen die verhungern, leiden, obwohl ich diese nicht kenne. Das sind doch am Anfang regelrechte Schmerzen bis diese nichts mehr empfinden.


Eka
 

left

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#23
ein Bild des Grauens

unterernährung vermutlich nicht die haupt-todesursache. verdacht auf strangulation wegen verdächtiger rötungen am hals!

http://www.svz.de/mecklenburg-vorpommern/artikeldetail/article/111/nur-noch-ha.html

"..... ein Bild des Grauens, als die kleine Lea-Sophie in die Kinderklinik eingeliefert wird. Ihr Körper - ausgemergelt bis auf die Knochen. Gerade einmal sieben Kilogramm bringt die Fünfjährige auf die Waage. So viel wie einjährige Kinder. Die langen blonden Haare, die einst zu niedlichen Zöpfen gebunden waren, sind büschelweise ausgefallen. Offene Wunden haben auf dem Gesäß fausttellergroße Spuren hinterlassen. Ihr Körper ist verdreckt. Tagelang muss sie in ihren Fäkalien gelegen haben........"
Es ist sehr traurig!!!!!

Gelesen habe ich das:
1. Hausbewohner mehrfach die Auffälligkeiten des Pärchens gemeldet!
Also für mich haben sich die Nachbarn gesorgt und dass auch weitergeleitet.

2. Das Jugendamt erst ca. 2 Wochen später die Familie besucht und keinen
Grund zur Besorgnis festgestellt!
Hier hat eindeutig die zuständige Behörde(Jugendamt) versagt.
Die Mitarbeiter müssen wegen unterlassene Hilfeleistung angeklagt werden.

3. Und die (Eltern)DIESE, die das Kind verhungern ließen?
DIESE, man kann sie nicht Eltern oder Menschen nennen, müssen wegen MORDES angeklagt werden und gehören lebenslänglich hinter Gittern.
Für DIESE habe ich nur Verachtung über.
 

Woodruff

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#24
Jugendamt-Mitarbeiter sollen Lea-Sophie nicht gesehen haben

Schwerin (dpa) - Nach dem Tod der unterernährten fünfjährigen Lea- Sophie aus Schwerin gerät die Arbeit des Jugendamtes in Schwerin immer mehr in die Kritik. So verdichten sich die Anzeichen, dass die Behördenmitarbeiter, die nach einem anonymen Hinweis die Familie kontrollieren sollten, das Kind gar nicht zu Gesicht bekamen.
Hier geht's weiter: http://www.neue-oz.de/homepageFullS...-202-dpa_16219526.txt&bereich=Thema des Tages
 

Eka

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#25
Und genau das, kann ich mir gut vorstellen. Wenn man schon zu einer Familie geht, dann sollte man auch verlangen das Kind zu sehen und wenn an dem Tag nicht, am nächsten Tag wiederkommen, ggf. mit Polizei. Die hätten es sonst sehen müssen, gehe ich von aus. Verzweifelte Kinderaugen....

Kinder die am austrocken sind, bekommen irgendwann Flecken am Körper, rasend schnell geht es dann urplötzlich. Erst ein Fleck, Sekunden später der nächste, die rasch größer werden und sogar blau anlaufen, sodaß am ganzen Körper ein riesengroßer Fleck ist, weil die Flecken alle ineinander verlaufen.

Woher ich dieses mit den Flecken weiß? Durch meinen Sohn, er war am austrocknen durch eine Milch-Eiweißallergie & Laktoseintoleranz, die nicht sofort erkannt wurde. Der Kinderarzt hatte wochenlang gedacht, es wäre ein Magen-Darm Infekt, bis zu dem Zeitpunkt wo alles nur wie Wasser rauskam und er gar nichts in ihm behielt, die Flecken sekundenschnell erschienen sind und er am gleichen Tag ins Krankenhaus kam, ein Dermatologe hinzugezogen wurde, der mir das dann erklärte und mitbehandelte.

Ich kenne zwar auch sehr dünne Kinder, kann auch genbedingt sein, bei denen weiß ich aber, das diese genügend zu Essen bekommen.


Eka
 
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#26
unterernährung vermutlich nicht die haupt-todesursache. verdacht auf strangulation wegen verdächtiger rötungen am hals!

http://www.svz.de/mecklenburg-vorpommern/artikeldetail/article/111/nur-noch-ha.html

"Selbst hart gesottenen Rettungskräften bietet sich ein Bild des Grauens, als die kleine Lea-Sophie in die Kinderklinik eingeliefert wird. Ihr Körper - ausgemergelt bis auf die Knochen. Gerade einmal sieben Kilogramm bringt die Fünfjährige auf die Waage. So viel wie einjährige Kinder. Die langen blonden Haare, die einst zu niedlichen Zöpfen gebunden waren, sind büschelweise ausgefallen. Offene Wunden haben auf dem Gesäß fausttellergroße Spuren hinterlassen. Ihr Körper ist verdreckt. Tagelang muss sie in ihren Fäkalien gelegen haben.
So sehr sich die Ärzte auch bemühen, in der Nacht verlieren sie den Kampf um die Kleine."
Über sieben Kilo hat meine jetzt, mit 8 Monaten.
Kaum zu glauben, dass dieses Mädchen nicht mehr wog.
 

ofra

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#27
erschütternder bericht der ärzte:
lea sah aus wie ein verhungertes kind in afrika. solche anzeichen kann man nicht übersehen!

http://www.ad-hoc-news.de/Aktuelle-...Interview)-Mediziner-Lea-Sophie-&aumluehnelte

" Mediziner: Lea-Sophie ähnelte verhungerndem Kind in Afrika
Die dramatische Unterernährung der in der Nacht zum Mittwoch gestorbenen fünfjährigen Lea-Sophie kann nach Ansicht eines Experten für Mitarbeiter des Jugendamts nicht zu übersehen gewesen sein. Das Kind hatte laut der Schweriner Staatsanwaltschaft kurz vor seinem Tod nur noch 7,7 Kilogramm gewogen. Dies sei das Gewicht eines einjährigen Kindes, normal wären 16 bis 20 Kilo, sagte der Leiter der Klinik für Allgemeine Pädiatrie an der Berliner Charité, Gerhard Gaedicke, am Donnerstag im ddp-Gespräch. Ein Kind mit einer derartigen Mangelernährung ähnele äußerlich seinen Altersgenossen nach Dürrekatastrophen in der Sahara. Durch das fehlende Fettgewebe gleiche der Kopf einem Totenschädel. «Das kann man nicht übersehen», sagte Gaedicke. Mitarbeiter des Jugendamts hatten die Familie vor zwei Wochen nach Hinweisen auf eine mögliche Vernachlässigung besucht."

bild: beispielfoto eines verhungerten kindes (kripo-foto)
 
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#29
Heute in den K1 Nachrichten wurde berichtet, dass die Obduktion des Mädchens ergeben habe, dass sie bereits seit Monaten nicht mehr richtig oder gar nicht ernährt wurde. Verhungern war die Todesursache. Der eingespielte Ausschnitt aus der Pressekonferenz mit den Vertretern des Jugendamtes zeigte, dass diese "alles korrekt erledigt hätten, ein Mitarbeiter ein hoch kompetenter für solche Fälle war und man nichts bemerkt habe". Nur haben nun, lt. K1 News, Anwohner Anzeige gegen die Mitarbeiters des Jugendamtes erstattet wegen unterlassener Hilfeleistung, da sie wohl am Tag deren Besuches bemerkten, dass diese wieder weg gingen ohne dass jemand ihnen geöffnet habe.

Wie gesagt, aus den Nachrichten bei K 1. Bringen die heute sicher nochmal.
Kommentieren möchte ich nichts, da der Kommentar sicher zensiert werden müsste. :icon_motz: :icon_cry:

Habe doch noch was gefunden:

http://www.freenet.de/freenet/nachr.../200711_be8f609b37b7dbbdcefe465f65104bd9.html



in tiefer Bestürzung und Trauer, welchem Leid und welchen Qualen man Dich ausgesetzt hat!
 

Helga Ulla

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#30
Wenn man heute all diese Nachrichten, die einzelen Kommentare liesst, geht einem der Hut vor Wut hoch.
Aber ich kann auch beide Seiten der Grosseltern nicht verstehen, wenn ich doch Oma oder Opa bin, habe ich doch das Verlangen meine Enkelin oder Enkel zu sehen. Selbst wenn ich mit den Eltern zerstritten wäre, kann man im Haus mal nachfragen, oder im unmittelbaren Umfeld, was die Kinder machen. Ich kapier dies nicht, wenn ich denken müsste eins meiner Kinder ginge so mit meinem Enkel (in) um, dann wäre denen die Bude zu klein, weil ich dort wie eine Dampfwalze rein ginge.
Zum Jugendamt, ja es hat wieder auf der ganzen Linie versagt, wie in Bremen, wie vor Jahren in Köln, wo Zwillinge verhungerten, obwohl das Jugendamt 4 Tage zuvor angeblich in der Familie war. Unvorstellbar.
Wir hier haben schon mehrmals diese Diskusionen geführt, über Missbrauch, Gewalt oder verhungern und verdursten lassen.
Es wird immer wieder auftreten, es wird zunehmen, weil alle weg schauen, weil auch die Not von Menschen gerade im Sozial- und Allg 2 Bereich ärmer werden.
Unsere Familienministerin selbst Mutter von 7 Kindern, will viel Gutes für Kinder tuen, nur in der Schicht wo sie ihren Lebenmittelpunkt hat, kommt sie nicht an die Bedürfnisse von einem Kind , deren Eltern von Sozialhilfe oder Allg" leben heran. Sie spielt einfach in einer anderen Liga. Sie weiss nur von Akten, das es hier solche schlimmen Zustände gibt.
Auch die Argen tragen hier ihr Scherflein bei, indem sie junge Mütter mit Baby und Kleinkind in EGV schieben, obwohl die Kinder keine Betreuung haben.
Es wird sich nie etwas verändern, weil auch Gesetze hier gegen einander ausgelegt werden.
Man sollte hingehen, überall, in den Kreisstädten, Gemeinden und Städten eine schnelle Eingreiftruppe erstellen, mit älteren Müttern, einem Arzt, oder sonstig medizinisch gut ausgebildeten Personal, einem Erzieher(in)die heute zu Tausenden in Bezug von Sozialleistung sind, weil sie in ihrem erlernten Beruf keine Arbeit finden.und einem Polizeibeamten besetzt sind. Die dann bei einem Anruf sich
s o f o r t auf den Weg machen könnten. Hauptsächlich auch nach Feierabend des Jugendamtes und am Wochenende.
Gerade am Wochenende kommen diese Fälle oft zu Tage, weil Kinder unbeaufsichtigt allein gelassen werden.
Jugendamt hat dann geschlossen und viele Anrufer, Nachbarn, Bekannte rufen bei der Polizei nicht an, weil die ja erst einmal oft Kontakt mit dem Anrufer aufnehnem, um mehr zu erfahren.
Hier habe viele nicht den Mut oder Rückgrad auch dazu zu stehen, dass sie sich Gedanken machen, Sorge habe, weil dann von den betroffenen Familien auch gegen sie selbst etwa Gewalt ausgeübt wird.
Vielleicht wäre dies eine Möglichkeit.
 
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#31
Also was ich nicht verstehe, wenn ich ein Kind habe und ich das einfach nur noch loswerden will, dann gibt es doch Möglichkeiten. Zum Jugendamt gehen, sagen ich komm nicht mehr klar, ich will nicht mehr, gebt es zu einer Adoptivfamilie. Und das Problem ist gelöst.
 
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#32
Also was ich nicht verstehe, wenn ich ein Kind habe und ich das einfach nur noch loswerden will, dann gibt es doch Möglichkeiten. Zum Jugendamt gehen, sagen ich komm nicht mehr klar, ich will nicht mehr, gebt es zu einer Adoptivfamilie. Und das Problem ist gelöst.
Dann hat die arme Familie doch finanzielle Einbußen.

Bei solchen Dingen, entschuldigt mich bitte, wünschte ich mir amerikanische Verhälnisse. Ich kann gar nicht soviel essen wie ich kotzen muß.
 

Jenie

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#33
Es wird nicht das letzte sein und war auch nicht das erste kind das verhungerte seit Hartz. Ich will hier niemanden enschuldigen! Aber die Jugendämter sind durch die vielen stellenabbauten und zunahme drastischer Fälle seit Hartz überfordert. Und Genug zu essen haben nun mal nicht mehr alle.
Desweiteren brauche ich nicht erwähnen was für verheerende wirkungen Hartz auf lange sicht hat, wenn Eltern völlig überfordert aufgeben und alles vernachlässigen weil sie zu tun haben jeden Tag zu überleben! Und diese Mutter auf dem Bild wirkt selber hager und alles andere als glücklich zumal auch noch erst 23 Jahre alt...

Sozialverträgliches Sterben?
Danke danke danke Herr SChröder..
 

Jenie

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#34
[

Bei solchen Dingen, entschuldigt mich bitte, wünschte ich mir amerikanische Verhälnisse. Ich kann gar nicht soviel essen wie ich kotzen muß.[/quote]

??? Die haben wir gerade da drüben siehts nicht besser aus das täuscht...
 

aloisius

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#35
Ich habe es jetzt schon 24h verfolgt - so um die Zeit sind gestern die ersten Berichte in Google news aufgetaucht:

---Unvorstellbar------:icon_dampf::icon_dampf::icon_dampf::icon_dampf:

Was kann man dagegen machen ?

Meine Überlegung: natürlich sind 154€ Kindergeld - 30 Schachteln Markenzigaretten ?ca? (ich habe mit meinen Kindern aufgehört) oder viel mehr billig/schwarz ?
Also ist doch das Geld der Grund, die Kinder nicht weg zu geben.

Ich finde den Ansatz der CSU mit dem ausbezahltem Betreuungsgeld daher völlig verfehlt und würde behaupten, damit steigt sogar noch die Anzahl solcher Fälle wie hier.

Für jeden Schmarrn gibts eine Kontrolle - aber Kinder sieht bis zur (verzögerten) Einschulung keiner - das kann doch nicht so bleiben !
Hier muss sich doch was ändern ! Was gibts denn noch für Möglichkeiten ?

(bitte jetzt nicht gleich wieder die Volksrevolution vorschlagen....)

mfg Aloisius
 

ofra

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#36
Es wird nicht das letzte sein und war auch nicht das erste kind das verhungerte seit Hartz. Ich will hier niemanden enschuldigen! Aber die Jugendämter sind durch die vielen stellenabbauten und zunahme drastischer Fälle seit Hartz überfordert. Und Genug zu essen haben nun mal nicht mehr alle.
Desweiteren brauche ich nicht erwähnen was für verheerende wirkungen Hartz auf lange sicht hat, wenn Eltern völlig überfordert aufgeben und alles vernachlässigen weil sie zu tun haben jeden Tag zu überleben! Und diese Mutter auf dem Bild wirkt selber hager und alles andere als glücklich zumal auch noch erst 23 Jahre alt...

Sozialverträgliches Sterben?
Danke danke danke Herr SChröder..
ja das ist mir auch schon aufgefallen: dass die mutter auf dem bild irgendwie ausgezehrt wirkt und nicht gerade übergewichtig!
 

ofra

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#37
Ich habe es jetzt schon 24h verfolgt - so um die Zeit sind gestern die ersten Berichte in Google news aufgetaucht:

---Unvorstellbar------:icon_dampf::icon_dampf::icon_dampf::icon_dampf:

Was kann man dagegen machen ?

Meine Überlegung: natürlich sind 154€ Kindergeld - 30 Schachteln Markenzigaretten ?ca? (ich habe mit meinen Kindern aufgehört) oder viel mehr billig/schwarz ?
Also ist doch das Geld der Grund, die Kinder nicht weg zu geben.

Ich finde den Ansatz der CSU mit dem ausbezahltem Betreuungsgeld daher völlig verfehlt und würde behaupten, damit steigt sogar noch die Anzahl solcher Fälle wie hier.

Für jeden Schmarrn gibts eine Kontrolle - aber Kinder sieht bis zur (verzögerten) Einschulung keiner - das kann doch nicht so bleiben !
Hier muss sich doch was ändern ! Was gibts denn noch für Möglichkeiten ?

(bitte jetzt nicht gleich wieder die Volksrevolution vorschlagen....)

mfg Aloisius
offenbar ist der vorwurf, dass bei manchen familien das geld nicht bei den kindern ankommt, und daher statt dessen gutscheine ausgegeben werden sollten, doch nicht ganz unberechtigt!
 

ofra

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#39
in diesem zusammenhang möchte ich nochmals an die von gewissen kreisen geplante "stärkere betonung der eigneverantwortung von kindern" erinnern!

wie soll denn bitteschön ein kind eigenverantwortung übernehmen???
ist das verstorbene kind nun selber schuld?
 
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Gast
#40
Mich wundert nur, dass bisher nur die Bild-Zeitung schrieb, dass es Hartz4-Eltern waren.
 
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#41
Die ersten Jahre brauche ich ein Betreuungsangebot, wie damals unsere Mütterberatung war. Die junge Mutter muss das Gefühl vermittelt werden, hier ist Jemand der sich die kleinen großen und kleinen Sorgen anhört. Ist doch wohl ganz traurig das gerade die Kleinsten verhungern. Wie kann so etwas passieren, auch ein Fall der Schlagzeilen machte, das ein anderes Kind für ein Totes Kind ausgegeben wird, denn wenn ich da hin muss zur Mütterberatung wird das Kind schon automatisch kontrolliert. Wenn ich das will bekomme ich auch mit Hartz 4 ein Kind satt, denn gerade da muss es Jemand geben der sich die kleinen und großen Sorgen anhört, rund ums Kind. Wenn ich natürlich alles mit Hartz 4 bewältigen muss, fällt es mir verdammt schwer im Kindergarten Essengeld noch zu bezahln, aber man kann das Kind so in der Einrichtung bringen das man selber zu Hause kocht. Muss man halt eher aufstehen.
Übrigens fällt auch einiges vom erwachsenen Teller ab, was man nach belieben noch durch ein Sieb drehen kann und frische Sachen schmecken, da braucht man keine Gläser.
Wenn ich mein Kind auf den Topf setze brauch ich auch nicht so viele Pampers.
Noch ein Wort zu den flächendeckenden Betreuungen, die schaffen die heutigen Proleme nicht weg, würde ich höchstens noch als Gängelei empfinden , wenn ich ausgerechnet die junge Mama in einen Job drücke für einen €, damit macht nämlich die junge Mutter miese und muss an anderer Stelle den Kind wieder was entziehen. Ich sehe anbei viele gesellschaftliche Probleme denn die Einstellung zu Kindern muss sich ändern, denn die sind unsere Zukunft.
 

Woodruff

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#42
Schwerin verteidigt Sozialarbeiter

Die Schweriner Stadtverwaltung hat den Mitarbeiter, der für Lea-Sophie verantwortlich war, verteidigt. Er habe "eine subjektiv richtige Entscheidung getroffen".

[...]

Unterdessen sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft am Freitag weitere Anzeigen gegen das Jugendamt eingegangen. Dessen Mitarbeiter werden seit Tagen beschimpft. Der verantwortliche Sozialarbeiter mache sich schwere Vorwürfe, sagte Junghans. "Ich mache mir große Sorgen um den Mitarbeiter."
http://www.stern.de/politik/panorama/:Fall-Lea-Sophie-Schwerin-Sozialarbeiter/603438.html

So bekommen die Mitarbeiter des Jugendamtes wenigstens einen Anreiz, in Zukunft sorgfältiger zu arbeiten. Sehen die auch mal wie das ist.

Sorry, mich macht das Gesülze der Stadtverwaltung und des Schweriner Bürgermeisters (heute nachmittag im TV) richtig wütend. Der Sozialarbeiter hat seinen Beruf verfehlt und sollte für seine Mitverantwortung in dem Fall zur Rechenschaft gezogen werden. Dass er umgehend entlassen werden müsste versteht sich eigentlich von selbst.
 
E

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#43
Die Schweriner Stadtverwaltung hat den Mitarbeiter, der für Lea-Sophie verantwortlich war, verteidigt. Er habe "eine subjektiv richtige Entscheidung getroffen".

[...]

Unterdessen sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft am Freitag weitere Anzeigen gegen das Jugendamt eingegangen. Dessen Mitarbeiter werden seit Tagen beschimpft. Der verantwortliche Sozialarbeiter mache sich schwere Vorwürfe, sagte Junghans. "Ich mache mir große Sorgen um den Mitarbeiter."
Solche Äußerungen der Verantwortlichen sind einfach nur noch widerwärtig und ekelhaft.
 

Woodruff

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#44
Ein Bürger aus Schleswig-Holstein habe gegen Mitarbeiter des Schweriner Jugendamtes Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung erstattet, sagte Pick. Die Staatsanwaltschaft habe aber keine Hinweise auf ein Verschulden der Behörde
http://www.stern.de/politik/panorama/:Verhungerte-Lea-Sophie-Jugendamtsmitarbeiter/603367.html

Hat der Staatsanwalt ebenfalls seinen Beruf verfehlt? Ist ja nicht zu fassen...


Haaallooo, Herr Staatsanwalt! Wie wäre es denn hiermit? => *klick* und hiermit => *klick*?
 

Heiko1961

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#45
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Bei solchen Dingen, entschuldigt mich bitte, wünschte ich mir amerikanische Verhälnisse. Ich kann gar nicht soviel essen wie ich kotzen muß.
??? Die haben wir gerade da drüben siehts nicht besser aus das täuscht...[/quote]

So geht es mir auch.
Solche Menschen gehören sterilisiert und weggesperrt.


Solche Beiträge sollten mal unsere Großeltern lesen. Meine würden sich im Grabe umdrehen. Es hat doch jeder selbst in der Hand, ob und wann er Kinder bekommt. Ich habe auch drei Kinder, habe aber vorher überlegt, kann ich /wir für die Kinder sorgen, haben sie es gut u.s.w.? Aber wie ist es z.T. heute........???
Aber dann kommt, die armen Eltern- überlastet, deprimiert, noch so jung. Die ganze Mitleidstur. Die Einzigen, die mir Leid tun, sind die Kinder. Solche Eltern sind zum Teil Verantwortungslos oder zum Bumsen zu dämlich. Mein Mitleid den Eltern gegenüber, hält sich in Grenzen.
Habe ich in diesem Thread geschrieben. Ich wiederhole mich nur ungern.
 

Debra

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#46
Kindergesundheitspass einführen. Neugeborene jedes halbe Jahr zum Arzt. Das würde es verhindern, nicht Kitas, wie Öko-Fascho Metzger behauptet.

Arme Kleine, ich hätt sie gern in Pflege genommen. :frown:
 
E

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#47
Halbes Jahr ist viel zu lang. Kinderbetreuung als Frühforderung (ab 3 für alle) und wer will, auch nur wenige Stunden, ist besser, denn da sind sie jeden Tag und für Mütter, die arbeiten wollen und auch müssen die bessere Lösung und für die Kinder ist es auch gut, weil sie da unter Gleichaltrigen sind und Abwechslung und auch Platz haben, sich zu entfalten. Unter drei sollten die U1-U9 Pflicht werden oder an den Bezug von Kindergeld geknüpft sein, so wie das Landeserziehungsgeld, welches die U6 voraus setzt. Als Mutter, die das ohnehin schon macht, empfinde ich das auch nicht als Gängelung. Warum auch? Es geht um die Gesundheit der Kinder und nicht um die Befindlichkeit der Eltern.
Nützt bloß nichts, wenn die Arge die Betreuung nicht bezahlt. Hätte also in dem Fall auch nichts gebracht.
 

Debra

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#48
KiTa sollte als Angebot da sein. Aber nicht als Zwang. Mütter sollten wählen dürfen, ob sie sich um das Kind kümmern oder ob sie das Kind in die Kita geben. Was ich bisher hier gelesen habe, ist so, dass Kinder halt nicht von heute auf morgen einfach so sterben/verhungern. Daher scheint mir ein Kindergesundheitspass mit Pflichtuntersuchungen als Sofortmaßnahme geeignet.
 
E

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#49
Ich bin eigentlich auch gegen Zwang, aber wir sehen ja, wohin das bei diesem Kind geführt hat.
Regelmäßige Untersuchungen sind aber auch eine gute Lösung. Wahrscheinlich sogar die bessere, weil es weniger für den Staat kostet.
 

Linchen0307

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#50
Jede verantwortungsvolle Mutter wird gern zu einer Kontrolluntersuchung gehen und sei es nur deshalb, zu zeigen, schau wie gut mein Kind gedeiht...
Ich erinner mich wie stolz ich war, um jedes Gramm, das meine Kinder zulegten...
Kita, Kindergarten... all dies sollten Alternativen bleiben, als Mutter oder auch Vater, sollte die Entscheidung bei mir liegen, wie ich mein Kind aufwachsen lasse...
So wie die Debatten momentan geführt werden, hege ich bestimmte Befürchtungen....

Ich hätte zumindest kein Problem mit Kontrolluntersuchungen...
 
E

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Gast
#51
Ich kenne übrigens bis jetzt keine Mutter, die nicht freiwillig hingeht.
Ich bin auch immer stolz auf ihr Fortschritte. Leider ist die nächste U6 erst im März.
 

Irisanna

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#52
Ich bin auch Mutter zweier Kinder und ebenso bestürzt wie alle hier- es ist einfach nur entsetzlich. Die durch den Hunger ausgelösten Schmerzen und die emotionale Vernachlässigung des Kindes mag ich mir gar nicht vorstellen.... Vernachlässigung liegt m.E. übrigens auch vor, wenn ich mein Kind so ernähre, dass es adipös, sprich: fettleibig wird.

Als angehende Sozialarbeiterin/-pädagogin bin ich mit der Arbeitsweise der Jugendämter und der rechtlichen Lage vertraut. So weit bekannt ist, wurde das Jugendamt auf das Kind aufmerksam gemacht. Die Eltern haben das Jugendamt aufgesucht, mit ihrem 2. Kind, einem Säugling. Die kleine Lea-Sophie stellten sie dem Jugendamt nicht vor.
Das Jugendamt hat KEINE rechtliche Grundlage, um die Eltern dazu zu zwingen, die JugendamtmitarbeiterInnen in ihre Wohnung zu lassen. Es gibt auch keine gesetzliche Grundlage, die das Jugendamt berechtigt, ein Kind in Augenschein zu nehmen. Ein Hinweis von Nachbarn/Bekannten o.ä. ist NICHT ausreichend! Es wäre ein Hausdurchsuchungsbefehl notwendig gewesen, diesen hätte jedoch kein Richter in D ausgestellt, wenn lediglich ein Nachbar/Bekannter die Familie beim Jugendamt gemeldet hat. Denn das würde im Umkehrschluss bedeuten, dass Hinz und Kunz, die jemanden nicht mögen, durch bloße Unterstellung eine richterlich angeordnete Hausdurchsuchung, einen Eingriff in die Privatsphäre der Familie einleiten können. Dass es sich in diesem Fall tatsächlich um eine für das Kind lebensbedrohliche Situation gehandelt hat, konnte niemand wissen. Vermutungen sind nicht ausreichend, um intervenieren zu können.

Verantwortlich für den Tod des kleinen Mädchens sind die Eltern und ganz vielleicht moralisch noch die Person(en), die die Familie beim Jugendamt gemeldet haben- jedoch nicht die MitarbeiterInnen der Behörde. Sie haben das getan, was ihnen möglich war. Die Eltern sind nicht einmal dazu verpflichtet gewesen, auf die Anfrage des JugA zu reagieren!
Verantwortlich ist vielleicht auch noch der Staat, der die Ausgaben für Soziales soweit herunter schraubt, dass u.a. JuA- MitarbeiterInnen durch absolute Überarbeitung, zu viele "Fälle" usw. gar nicht mehr die Chance haben, sich adäquat mit jedem "Fall" zu befassen.

Ich finde es schade, dass hier mancher doch wieder auf dem kleinen Mann, nämlich den MitarbeiterInnen im JuA herum hackt, statt zu sehen, dass auch diese Menschen über das Geschehene vollkommen verzweifelt sind. Sie sind jedoch nicht die Ursache dieses entsetzlichen Todes. Die alleinige Schuld tragen die widerwärtigen Eltern- nicht der/die Stadtangestellte, dem aufgrund mangelnder rechtlicher Möglichkeiten die Hände zum Handeln gebunden sind.
 
E

ExitUser

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#53
Verantwortlich für den Tod des kleinen Mädchens sind die Eltern und ganz vielleicht moralisch noch die Person(en), die die Familie beim Jugendamt gemeldet haben- jedoch nicht die MitarbeiterInnen der Behörde.
Das verstehe ich nicht. Wieso sind jetzt die Personen verantwortlich, die die Familie beim Jugendamt gemeldet haben? Ist ein bischen einfach, jetzt die Schuld auf aufmerksame Nachbarn zu leiten oder habe ich dich nur falsch verstanden?
Was hätte man denn überhaupt machen können?
Ich vermag mir gar nicht vorstellen, ob das zweite Kind vielleicht auch bald tot gewesen wäre, wenn es diese Personen nicht gegeben hätte.
 

Irisanna

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#54
Das verstehe ich nicht. Wieso sind jetzt die Personen verantwortlich, die die Familie beim Jugendamt gemeldet haben? Ist ein bischen einfach, jetzt die Schuld auf aufmerksame Nachbarn zu leiten oder habe ich dich nur falsch verstanden?
Was hätte man denn überhaupt machen können?
Ich vermag mir gar nicht vorstellen, ob das zweite Kind vielleicht auch bald tot gewesen wäre, wenn es diese Personen nicht gegeben hätte.
Du hast meinen Beitrag falsch interpretiert.
"Verantwortlich für den Tod des kleinen Mädchens sind die Eltern und ganz vielleicht moralisch noch die Person(en), die die Familie beim Jugendamt gemeldet haben."
Ich meinte es so, dass die Verantwortung für den Tod des kleinen Mädchens ausschließlich bei den Eltern liegt- und ganz vielleicht (!) auch bei der Person, die diese Missstände wahrgenommen hat. Es muss jemanden geben (vielleicht die Nachbarn, vielleicht Freunde, Bekannte), die mitbekommen haben, was dort passiert. Diese Person hat eine Meldung bei dem JuA gemacht und Ende- sie hat die Verantwortung, die sich aus dem Wissen ergab, einfach weitergegeben- wenn es denn so war. Hier hätte es Sinn gemacht, nachzuhaken, die Eltern zu konfrontieren oder aber auch die Polizei einzuschalten. Immerhin lag ein Straftatbestand vor, das ist durchaus ein Fall für die Polizei. DAS hätte man machen können.
Wenn ich als Erwachsener mitbekomme, dass ein Kind so entsetzlich vernachlässigt wird, reicht es einfach nicht aus, dies einer Behörde zu melden, da macht es sich der Melder m.E zu einfach. Zumindest sollte der Melder dann auch schauen, ob seine Intervention fruchtet. Sich zu sagen "Ich habe das ja dem JuA gemeldet und fertig" ist sicherlich der einfachste Weg.

Was würdest du tun, wenn du ein Kind, welches offensichtlich so vernachlässigt wird, kennst? Ich persönlich würde das JuA einschalten, die Polizei umgehend hinzuziehen und mich so richtig mit den Eltern anlegen. Ich würde mich nicht abwimmeln lassen, dran bleiben- umgehend und unnachgiebig. Das ist nicht passiert, obwohl es Menschen gab, die es wussten. Als Privatperson habe ich- so lächerlich es erscheinen mag- viel mehr Möglichkeiten, aktiv zu werden, als eine Angestellte des JuA.
Ich finde, jeder Erwachsene hat allen Kindern gegenüber eine moralische Verpflichtung.
 

Debra

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#55
Also das Jugendamt so einfach von jeglicher Verantwortung freizusprechen finde ich problematisch. Wozu haben wir es denn?!!!
Deine Aussage, dass der Nachbar oder wer auch immer es war, außer dem Jugendamt auch noch die Polizei hätte einschalten sollen, kann dann genauso gut für das Jugendamt gelten. Polizei hinzuziehen, Gefahr im Verzug melden und darauf bestehen, dass Kind zu sehen.

Ich denke mal, dass viele Menschen wirklich nicht gern andere in Schwierigkeiten bringen möchten, (soll ja auch das Gegenteil geben. :icon_rolleyes: ) indem sie den Verdächtigen die Polizei oder das Jugendamt auf den Hals hetzen, möglicherweise grundlos. Daher ist das Jugendamt die zuständige Stelle und diese, als neutrale Institution, sollten dann alles weitere veranlassen! Wofür werden die denn sonst bezahlt, meine Güte?
 
E

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#56
@Irisanna
Ich hätte auch "nur" das Jugendamt informiert, weil ich davon ausging (jedenfalls bisher), das die sich dann wirklich ausreichend kümmern.
Ist dann wohl eine Falschannahme und ich wäre auch schuldig, weil ich das Jugendamt für kompetent genug gehalten hätte.
Wer soll denn das wissen, das die doch so unfähig sind, wie du jetzt zugegeben hast?

Aber danke für diese Information, da wissen ja nun alle Bescheid, dass in dringenden Fällen das Jugendamt nicht der richtige Ansprechpartner ist. Mir wirds gleich übel. :-(
 
E

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#59
infos und fakten zu den bekannten fällen der letzten jahre:

http://www.zeit.de/2005/17/Karolina?page=1
Eine solche Störung tritt oft auf, wenn die Mutter ihrerseits ein misshandeltes oder vernachlässigtes Kind war. 70 Prozent der Kindesmisshandler waren einst selbst Opfer von Gewalt oder sozialer Kälte.
Statistisch gesehen bin ich auch gefährdet.
Aber ich will es für mein Kind besser machen. Ob der Wille allein reicht, bis mein Kind groß ist?
Ich denke doch, lasse mich doch nicht von einer blöden Statistik verunsichern. Jeder ist später selbst für sein Leben verantwortlich, egal was er mal erlebt hat, es ist vorbei.
 

ofra

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#60
ich persönlich wäre auch gefährdet. daher überlege ich mir auch aus diesem grund, ein kind zu bekommen. ich habe die sorge, dass ich die fehler meiner eltern auf meine kinder übertragen würde, ohne es zu merken.
vieles ist einem ja oft nicht bewusst. das merkt man erst hinterher.
so einfach abhaken kann man die eigenen kindheits-erlebnisse nicht. ich hab meine noch lange nicht verarbeitet. ich hab sie immer verdrängt. erst jetzt, wo ich so einen lieben mann habe, der mir sogar die elternliebe ersetzt, die ich nie bekommen hab, jetzt bricht das langsam aus mir heraus.
wir reden viel darüber. mein mann ist ein guter und verständnisvoller zuhörer. er hat selber eine recht glückliche kindheit gehabt und kann über manches, was ich erlebt habe, nur den kopf schütteln.
er bestätigt mir auch, dass nicht ich die schuldige bin (wie mir jahrelang eingeredet wurde), sondern dass meine eltern massiv gestört waren und sind.
ich war als kind auch mal kurz davor, selbst zum jugendamt zu gehen, aber aus angst vor der rache meiner eltern hab ich mich nicht getraut.
heute denke ich, wievielen kindern es wohl ähnlich gehen mag? die aus angst nicht den mut haben, sich zu melden.
 

Linchen0307

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#61
ich persönlich wäre auch gefährdet. daher überlege ich mir auch aus diesem grund, ein kind zu bekommen. ich habe die sorge, dass ich die fehler meiner eltern auf meine kinder übertragen würde, ohne es zu merken.
vieles ist einem ja oft nicht bewusst. das merkt man erst hinterher.
so einfach abhaken kann man die eigenen kindheits-erlebnisse nicht. ich hab meine noch lange nicht verarbeitet. ich hab sie immer verdrängt. erst jetzt, wo ich so einen lieben mann habe, der mir sogar die elternliebe ersetzt, die ich nie bekommen hab, jetzt bricht das langsam aus mir heraus.
wir reden viel darüber. mein mann ist ein guter und verständnisvoller zuhörer. er hat selber eine recht glückliche kindheit gehabt und kann über manches, was ich erlebt habe, nur den kopf schütteln.
er bestätigt mir auch, dass nicht ich die schuldige bin (wie mir jahrelang eingeredet wurde), sondern dass meine eltern massiv gestört waren und sind.
ich war als kind auch mal kurz davor, selbst zum jugendamt zu gehen, aber aus angst vor der rache meiner eltern hab ich mich nicht getraut.
heute denke ich, wievielen kindern es wohl ähnlich gehen mag? die aus angst nicht den mut haben, sich zu melden.

Wenn ich deine Zeilen lese, gibt es für dich kaum einen Grund, kein Kind zu bekommen, zumindest nicht aus den von dir erwähnten Gründen...
 

ofra

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#62
der nächste grund ist der, dass ich medikamente nehmen muss, die sich mit einer schwangerschaft nicht gut vertragen würden.
 

ofra

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#63
ich hab eine kusine, die ist psychisch schwer gestört, hat bulimie, ist aggressiv, chaotisch, suizidgefährdet, etc...
die hat sich nun schwängern lassen. das kind ist mittlerweile fast 2 jahre alt. sie ist mit dem kind völlig überfordert. mit ihren 28 jahren lebt sie immer noch zuhause bei mama und diese ist auch schon mit den nerven am ende ...

das muss man doch vorher wissen, ob man so eine verantwortung übernehmen kann oder nicht. außerdem muss man heute nicht schwanger werden, wenn man nicht will.
mir tut das kind leid.
 

Linchen0307

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#64
ich hab eine kusine, die ist psychisch schwer gestört, hat bulimie, ist aggressiv, chaotisch, suizidgefährdet, etc...
die hat sich nun schwängern lassen. das kind ist mittlerweile fast 2 jahre alt. sie ist mit dem kind völlig überfordert. mit ihren 28 jahren lebt sie immer noch zuhause bei mama und diese ist auch schon mit den nerven am ende ...

das muss man doch vorher wissen, ob man so eine verantwortung übernehmen kann oder nicht. außerdem muss man heute nicht schwanger werden, wenn man nicht will.
mir tut das kind leid.
Hier muss ich dir ausnahmslos recht geben, allerdings gebe ich auch hier zu bedenken, wer will es übernehmen, einer Frau die Schwangerschaft, Geburt und das grossziehen eines Kindes verwehren?

Hier heißt es eigentlich nur, Augen auf und aufgepasst, das weder dem Kind, noch der Mutter, resp. der Grossmutter etwas passiert....
 

ofra

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#65
Hier muss ich dir ausnahmslos recht geben, allerdings gebe ich auch hier zu bedenken, wer will es übernehmen, einer Frau die Schwangerschaft, Geburt und das grossziehen eines Kindes verwehren?

Hier heißt es eigentlich nur, Augen auf und aufgepasst, das weder dem Kind, noch der Mutter, resp. der Grossmutter etwas passiert....
tja, das ist ein ganz dramatischer fall. sie will jetzt ausziehen in eine eigene wohnung mit dem kind. das wird die lage aber nicht verbessern. sie ist nämlich auch akut verwahrlosungs-gefährdet.
sie kommt jetzt schon mit dem haushalt nicht zurecht. derzeit übernimmt das alles die oma.
sie wäscht und bügelt nichts, kann nicht kochen. räumt nie auf.
hilfe nimmt sie nicht an. da reagiert sie aggressiv. sie hat sogar schon mal auf ihre eigene mutter eingeschlagen.
es besteht auch die gefahr, dass sie mal auf das kind losgeht ...
 

Linchen0307

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tja, das ist ein ganz dramatischer fall. sie will jetzt ausziehen in eine eigene wohnung mit dem kind. das wird die lage aber nicht verbessern. sie ist nämlich auch akut verwahrlosungs-gefährdet.
sie kommt jetzt schon mit dem haushalt nicht zurecht. derzeit übernimmt das alles die oma.
sie wäscht und bügelt nichts, kann nicht kochen. räumt nie auf.
hilfe nimmt sie nicht an. da reagiert sie aggressiv. sie hat sogar schon mal auf ihre eigene mutter eingeschlagen.
es besteht auch die gefahr, dass sie mal auf das kind losgeht ...
Dann hilft nur eines, das Jugendamt in die Pflicht nehmen oder aber das Gericht zu Hilfe holen.
Zunächst aber würde ich beobachtenderweise schauen, ob sich die Cousine nicht doch ganz anders verhält, als erwartet.
Als Besp. gebe ich hier mal meinen Bruder, der solange er noch zu Hause wohnte, im Müll und Dreck hätte ersticken können, wäre meine Mutter nicht regelmässig mit wischeimer und Kampfstiefeln durch sein Reich getrabt.
Als er dann seine eigene Wohnung hatte, konntest du unangemeldet kommen und dort vom Fussboden essen, so reinlich war es bei ihm.....
Also, abwarten und sehr genau schauen....
 

Irisanna

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@Irisanna
Ich hätte auch "nur" das Jugendamt informiert, weil ich davon ausging (jedenfalls bisher), das die sich dann wirklich ausreichend kümmern.
Ist dann wohl eine Falschannahme und ich wäre auch schuldig, weil ich das Jugendamt für kompetent genug gehalten hätte.
Wer soll denn das wissen, das die doch so unfähig sind, wie du jetzt zugegeben hast?

Aber danke für diese Information, da wissen ja nun alle Bescheid, dass in dringenden Fällen das Jugendamt nicht der richtige Ansprechpartner ist. Mir wirds gleich übel. :-(
Warum verdrehst du nun alles? Wieso betitelst du das JuA als unfähig? Es geht nicht um die Fähigkeiten, sondern darum, dass das JuA KEINE rechtliche Grundlage hat, in eine Wohnung einzudringen und auch seitens aller Eltern KEINE gesetzliche Verpflichtung vorliegt, ein Kind einem Amt vorzuführen!! Das JuA ist also nicht unfähig, sondern aufgrund der gesetzlichen Lage handlungsunfähig. Das ist ein riesiger Unterschied.

Die Schnüffler der Arge haben auch kein Recht, in deine Wohnung einzudringen- sie brauchen einen richterlichen Beschluss. Dass das richtig ist, wird sicherlich deine Zustimmung finden, oder? Es reicht nicht aus, dass dein Nachbar, dem du aufgrund deiner Frisur und deinem farbenfrohen Make-up ein Dorn im Auge bist, dich meldet und sagt:ich glaube, die arbeitet heimlich, die bekommt ganz viele Pakete von Quelle. Wäre doch ein Ding, wenn du aufgrund solcher Meldungen auf dein Grundrecht zu verzichten hättest, oder? So ergeht es auch dem JuA: sie brauchen einen richterlichen Beschluss. Dieser lässt sich jedoch keineswegs erwirken, weil Herr Schmidt behauptet, dass Frau Schulze sich nicht ausreichend um ihre Kinder bemüht. Du überschätzt vollkommen die Macht eines JuA. Was wäre es denn für ein Zustand, wenn das JuA mich, als verantwortungsvolle und behütende Mutter, dazu zwingen kann, mein Kind begutachten zu lassen und in meine Wohnung eindringt, weil meine Nachbarin Frau Meier, die sich über mein Piercing ärgert und mich aufgrund dessen für unfähig hält, dort meldet? Es gilt auch, unschuldig angezeigte zu schützen.

Ich finde es unverschämt, wie du meinen sachlichen Beitrag umdeutest und nicht die Tatsachen siehst: dem JuA fehlt es an rechtlichen Möglichkeiten! Nicht an fachlichen Fähigkeiten!!! Siehst du, dass ein Kind hochgradig gefährdet ist, so empfehle ich dir, dich an die Polizei zu wenden- die Polizei verfügt über ganz andere Rechte als eine Behörde!

Glaubst du ernsthaft, dass JuA-MitarbeiterInnen böse Kinderhasser sind und untätig zusehen, wenn es Kinder nicht gut geht? Was meinst du, wie viele Tränen in der Behörde manches mal fließen, weil den JuA-MitarbeiterInnen aufgrund gesetzlicher Bestimmungen die Hände gebunden sind? HIER ist Handlungsbedarf! Nur dann hat diese Behörde auch die Möglichkeit zu intervenieren. Die Frage muss also an die Politik weiter gegeben werden. Das JuA hat in dem ihr möglichen Rahmen gehandelt: sie haben die Eltern kontaktiert und diese sind auch tatsächlich- freiwillig, da kein Zwang besteht- der Aufforderung gefolgt- leider jedoch nur mit dem Baby, nicht mit der kleinen Lea-Sophie. Es gab also ein Erstgespräch. Zu einem Arbeitsbündnis bzw. zu einer Intervention kann es jedoch nur kommen, wenn die Eltern ein Angebot annehmen- außer es liegt Fremd-/Selbstgefährdung vor, es müssen Rechte geschützt werden oder Schonräume/Entlastung geschaffen werden. Natürlich lagen hier 2 der Faktoren vor!! Aber das konnte das JuA mit der eingeschränkten Befugnis nicht wissen, nicht beweisen!! Was hätte das JuA tun sollen? Verrate doch bitte mal, wie die Angestellte agieren hätte können? Die Eltern kommen, zeigen einen gesunden Säugling vor- Ende. Es gab einfach keine Handhabe gegen die Eltern, außer der Meldung durch eine dritte Person. Das ist aber nicht ausreichend, um die Grundrechte der Eltern zu missachten. Es fehlte dem JuA an einem Nachweis, um Zwang auszuüben zu können, es fehlte einfach die Rechtfertigung, mit welcher professionelles Handeln möglich ist.

Ich bin selbst Mutter. Würde das JuA vor meiner Tür stehen und sagen "Sie wurden gemeldet, wir wollen ihre Kinder sehen!" so würde ich diese Personen, genau wie die Sozialschnüffler, auf den §13 GG verweisen und auf die Unverletzlichkeit der Wohnung hinweisen. DAS ist mein Recht, welches der Gesetzgeber mir eingeräumt hat! Dass es dieses Recht gibt, kannst du doch nicht dem JuA vorwerfen und sie deshalb als "unfähig" betiteln. Statt gegen das JuA zu hetzen, kannst du dir ja mal konstruktiv Gedanken machen, wie Kinder vor abartigen Eltern geschützt werden können.... Wende dich mal an die Politik und die Soziologie, dort bist du an der richtigen Adresse. Aber nicht bei einem schwer überarbeiteten Mitarbeiter des JuA- der ist nur die ausführende Kraft und hat nur die Rechte, die der Gesetzgeber ihm einräumt. Und die sind- entgegen weitläufiger Meinungen, wie auch deiner- viiiiel geringer, als sie notwendig sind.

Nimm´s mir nicht übel, auch bei mir weckt der Tod des kleinen Mädchens große Emotionen und es macht mich unglaublich wütend, dass das innerhalb eines großen Miethauses passieren konnte. Es ist unfassbar und zeigt, wo unsere Gesellschaft angekommen ist.
 

Eka

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#68
ich hab eine kusine, die ist psychisch schwer gestört, hat bulimie, ist aggressiv, chaotisch, suizidgefährdet, etc...
die hat sich nun schwängern lassen. das kind ist mittlerweile fast 2 jahre alt. sie ist mit dem kind völlig überfordert. mit ihren 28 jahren lebt sie immer noch zuhause bei mama und diese ist auch schon mit den nerven am ende ...

das muss man doch vorher wissen, ob man so eine verantwortung übernehmen kann oder nicht. außerdem muss man heute nicht schwanger werden, wenn man nicht will.
mir tut das kind leid.
Deine Kusine braucht auch Hilfe um ihr aus der Bulimie, Suizidgefährdung etc. zu helfen.

Schonmal versucht mit deiner Kusine zu sprechen, das sie sich helfen lassen sollte und das sie auch Hilfe für ihr Kind in Anspruch nehmen kann? Auch wenn sie stationär behandelt werden müsste, könnte sie sich an das Jugendamt wenden um Pflege für das Kind zu bekommen.
Das Jugendamt will niemanden seine Kinder wegnehmen, außer wenn es nicht anders geht.

Gruß
Eka
 

ofra

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#69
Deine Kusine braucht auch Hilfe um ihr aus der Bulimie, Suizidgefährdung etc. zu helfen.

Schonmal versucht mit deiner Kusine zu sprechen, das sie sich helfen lassen sollte und das sie auch Hilfe für ihr Kind in Anspruch nehmen kann? Auch wenn sie stationär behandelt werden müsste, könnte sie sich an das Jugendamt wenden um Pflege für das Kind zu bekommen.
Das Jugendamt will niemanden seine Kinder wegnehmen, außer wenn es nicht anders geht.

Gruß
Eka
sie hat schon mehrere therapien hinter sich. leider erfolglos abgebrochen. sie kam mit den therapeuten nicht klar. und jetzt will sie nimmer.
sie ist auch fest überzeugt, dass nur sie allein weiß, was für das kind gut ist und dass sich niemand einzumischen hat!
in ihrem zimmer liegen stapelweise die dreckigen babysachen rum und die windeln, weil sie nie sauber macht. und wenn es ihr zuviel wird, schließt sie einfach die tür ab und fährt mit dem auto ihrer mutter stundenlang durch die gegend.
 

Irisanna

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#70
Wenn deine Cousine keine Hilfe annehmen möchte, kannst du für sie nichts tun. Dass sie, als Mutter, der Meinung ist, das sie allein am besten weiß, was für ihr Kind gut ist und dass sie nicht will, dass sich jemand einmischt, finde ich nicht ungewöhnlich, sondern normal.
Ihr bekommt es doch alle mit, sie wohnt bei der Mutter, die sie zudem unterstützen kann und auch sollte. Da es aber offensichtlich einen schweren Konflikt zwischen Mutter und Tochter gibt, ist es vielleicht sogar die bessere Lösung, wenn die beiden nicht mehr zusammen wohnen. Es ist durchaus auch denkbar, dass deine Cousine erst durch eine eigene Wohnung die Chance hat, sich zu entwickeln.

Kann es ein, dass alle ganz schön heftig auf deine Cousine einhacken? Deine Beschreibungen "psychisch schwer getört, Bulimie, aggressiv, chaotisch, suizidgefährdet, verwahlosungsgefährdet, hat sich schwängern lassen ..." klingen nicht wirklich so, als ob du tatsächlich Interesse hast, sie zu untertstützen.... Offenbar erfährt deine Cousine jede Menge Ablehnung und auch ihre Mutter scheint nicht in der Lage gewesen sein, ein vertauensvolles Mutter-Kind-Verhältnis zu ihr aufzubauen. Wie soll sie da ein gesundes Verhältnis zu ihrem Kind aufbauen können? Vielleicht wäre eine vorwurfsfreies Gespräch der richtige Weg...
 

ofra

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#71
ich hab mal ein paar wochen bei meiner tante verbracht und das ganze hautnah mitbekommen. das liegt zwar schon einige jahre zurück, aber die mechanismen sind ja immer noch die gleichen.
meine tante hat da viel falsch gemacht. auch ihr ehemann.
die hat einfach den falschen mann geheiratet. einen quartalsäufer.
mittlerweile sind sie geschieden seit 3 jahren.
das hat natürlich auch auf die kinder abgefärbt.
meine tante hat selbst eine sehr unreife persönlichkeit und hat keine hand für die kindererziehung. sie wollte zwar immer kinder haben und mag auch kinder, aber sie kann mit ihnen nicht richtig umgehen.
daher hat sich meine kusine so extrem entwickelt.
ihre aggression ist eigentlich nur ein sich-wehren gegen dinge, die sie nicht verkraftet.
eigentlich bräuchte die ganze familie eine therapie ...
 

Irisanna

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#72
Oh je, dann hat deine Cousine ja einiges hinter sich.
Es ist wirklich schade, dass sie nicht an den richtigen Therapeuten geraten ist. Woher weißt du, das sie Bulimie etc. hat, spricht sie mit dir darüber? Falls ja, könntest du das Vertrauen vielleicht nutzen und sie ermuntern, Hilfe anzunehmen. Ist ja auch nicht schön für dich, über die Zustände zu wissen und dennoch nicht wirklich etwas tun zu können....
 
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#73
Warum verdrehst du nun alles? Wieso betitelst du das JuA als unfähig?
Moment mal. Du hast gesagt, die Nachbarn hätten schuld, weil sie statt die Polizei zu informieren, das Jugendamt informierten. Ich hätte auch gedacht, dass das Jugendamt die richtige Anlaufstelle ist. Stattdessen ist es die Polizei.
Wieviele Menschen wissen das? Ich wusste es nicht, hätte auch das Jugendamt informiert und nicht die Polizei, aber nicht aus Angst, sondern aus Unwissenheit. Also wird es Zeit, die Bürger zu informieren.
Ich habe das mit der Unfähigkeit deshalb auch sarkastisch gemeint, aber ich entschuldige mich dafür.

Die Schnüffler der Arge haben auch kein Recht, in deine Wohnung einzudringen- sie brauchen einen richterlichen Beschluss. Dass das richtig ist, wird sicherlich deine Zustimmung finden, oder?
Bei Verdacht können sie Hausbesuche machen und um diesen zu entkräften, hätte ich kein Problem damit. Niemand ist vor Denuziantentum geschützt, dafür kann keine Arge etwas.
Für das Jugendamt gilt das Gleiche. Ich würde sie in meine Wohnung lassen, da könnten sie gleich sehen, dass alles in Ordnung ist. Aber auch da wissen viele nicht, dass sie es nicht müssten.

Glaubst du ernsthaft, dass JuA-MitarbeiterInnen böse Kinderhasser sind und untätig zusehen, wenn es Kinder nicht gut geht?
Wo steht, dass ich das glaube? Das Gegenteil ist der Fall, also lege mir bitte keine Worte in den Mund, die ich nie sagte.
Ich habe gute Erfahrungen mit dem Jugendamt gemacht und habe hier das Jugendamt auch nicht beschuldigt.

Statt gegen das JuA zu hetzen, kannst du dir ja mal konstruktiv Gedanken machen, wie Kinder vor abartigen Eltern geschützt werden können....
Ich sage es nochmal. Viele wissen nicht, dass man die Polizei besser holen sollte und viele glauben, dass das Jugendamt mehr Befugnisse hat, als du mir geschildert hast. Das es nicht so ist, wissen viele ganz einfach nicht, also kannst du diesen auch keine Mitschuld anlasten. Du als Mitarbeiterin hast das Wissen natürlich.
Gedanken habe ich mir längst gemacht, wie das zu ändern ist. Pflichtuntersuchungen für alle, die in keine Betreuungseinrichtung gehen, aber da wird es gleich Geschrei geben. Wäre die Kleine im Kindergarten gewesen, wäre ihr Zustand nicht verborgen geblieben, aber da das nicht bezahlt wird, wenn die Eltern arbeitslos sind (sie werden es ohne Betreuung auch bleiben), wird es noch mehr solche Fälle geben.
Weil die Kinder niemand zu Gesicht bekommt, die gefährdet sind. Wie denn auch? Bin gespannt, wann der nächste Fall da ist.
 

ofra

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#74
Oh je, dann hat deine Cousine ja einiges hinter sich.
Es ist wirklich schade, dass sie nicht an den richtigen Therapeuten geraten ist. Woher weißt du, das sie Bulimie etc. hat, spricht sie mit dir darüber? Falls ja, könntest du das Vertrauen vielleicht nutzen und sie ermuntern, Hilfe anzunehmen. Ist ja auch nicht schön für dich, über die Zustände zu wissen und dennoch nicht wirklich etwas tun zu können....
woher ich das alles weiß? weil sie sich so offensiv verhält, dass die ganze verwandtschaft dadurch in atem gehalten wird.
sie lebt vom geld der mutter, isst ihr den kühlschrank leer (diese kommt dann weinend nach hause, weil der gesamte lebensmitteleinkauf weg ist, der für die kommende woche hätte reichen sollen), und anschließend geht sie auf die toilette, um sich zu übergeben.
fast täglich gibt es neue horrormeldungen von ihr.
sprechen kann ich mit ihr nicht darüber.
ich hab das früher mehrmals versucht, aber sie blockt alles ab.
dann wird man noch von ihr aufs ordinärste beschimpft.
 

Gaestin

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#75
eine Frage

die wenigsten Eltern sind schlechte Eltern.
Warum ist es nicht möglich, hier in Deutschland
die Auszahlung des Kindergeldes an die
medizinischen Vorsorgeuntersuchungen
zu koppeln? Dann wären diese wenigen
Eltern unter Kontrolle, sofern sie das Kindergeld
haben wollen. Normale Eltern nehmen die
Untersuchungen sowieso in Anspruch.
Aber ein Arzt hätte Lea-Sophie gesehen.
 

Irisanna

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#76
@andine

Zuerst: ich bin KEINE Mitarbeiterin beim JuA (wäre es aber gerne;-))- ich schreibe gerade meine Diplomarbeit.

Nein, ich habe nicht geschrieben, die Nachbarn seien Schuld, weil sie nicht die Polizei informiert haben. Ich habe geschrieben, dass diejenigen, die mitbekommen haben, dass dort Schlimmes passiert und daraufhin das JuA informiert haben, ganz vielleicht (!) eine kleine Mitschuld tragen, weil sie die Verantwortung, welche sich aus dem Wissen über die Missstände ergibt, einfach abgegeben haben und offensichtlich nicht dran geblieben sind.

Wie dem auch sei, ich bin wie du der Meinung, dass es ein engeres Netz geben muss, um Kinder vor solchen Eltern zu schützen. Ich persönlich finde es schon verdächtig, wenn ein Kind keine Einrichtung wie KiGa oder ähnliches besucht und auch ich bin der Meinung, dass Kindergeld, Elterngeld und Kinderzuschuss an die Verpflichtung gekoppelt sein müssen, dem Kind auch gerecht zu werden.

Ist es tatsächlich so, dass arbeitslosen Eltern der KiGa-Aufenthalt ihrer Kinder nicht finanziert wird?
 
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#77
Ich bin auch Mutter zweier Kinder und ebenso bestürzt wie alle hier- es ist einfach nur entsetzlich. Die durch den Hunger ausgelösten Schmerzen und die emotionale Vernachlässigung des Kindes mag ich mir gar nicht vorstellen.... Vernachlässigung liegt m.E. übrigens auch vor, wenn ich mein Kind so ernähre, dass es adipös, sprich: fettleibig wird.

Im ersten Teil gebe ich dir Recht, aber adipös hat auch ganz andere Ursachen. Meine Tochter ist auch adipös und ist zum 2* jetzt zur Kur. Bin wo sie Klein war auch zu Ärzten gegangen. Nebenbei gesagt ich weiß auch das mehrere in der Familie so verlangt sind und wir die Ursachen schon seit mehreren Generationen suchen. Essen tun wir normal, so normal das ich auch ein gertenschlanken Sohn habe der sogar starkes Untergewicht hat, denn 27 kg ist schon was bei 176 cm und 49 kg Gewicht. Und mein anderer Sohn bringt heute das mehr auf der Waage was den anderen fehlt, der ist 180 cm mit 100kg. Übrigens kochen tu ich ganz normal und unter Garantie hat jeder das gleiche auf den Teller bekommen. Aber man kann halt gute Töne spucken wenn man selber ganz normal gebaut ist. Übrigens meine Mutter hat auch nichts falsch gemacht, aber ich habe auch mit den Problem zu kämpfen.

Als angehende Sozialarbeiterin/-pädagogin bin ich mit der Arbeitsweise der Jugendämter und der rechtlichen Lage vertraut. So weit bekannt ist, wurde das Jugendamt auf das Kind aufmerksam gemacht. Die Eltern haben das Jugendamt aufgesucht, mit ihrem 2. Kind, einem Säugling. Die kleine Lea-Sophie stellten sie dem Jugendamt nicht vor.
Das Jugendamt hat KEINE rechtliche Grundlage, um die Eltern dazu zu zwingen, die JugendamtmitarbeiterInnen in ihre Wohnung zu lassen. Es gibt auch keine gesetzliche Grundlage, die das Jugendamt berechtigt, ein Kind in Augenschein zu nehmen. Ein Hinweis von Nachbarn/Bekannten o.ä. ist NICHT ausreichend! Es wäre ein Hausdurchsuchungsbefehl notwendig gewesen, diesen hätte jedoch kein Richter in D ausgestellt, wenn lediglich ein Nachbar/Bekannter die Familie beim Jugendamt gemeldet hat.

Ja und das war ja nun auch der totale Fehler, da sich mehrere über 1 Jahr schon bemühten. Es fällt schon auf , wenn man eine Mutter nur immer mit einen Kind sieht.

Denn das würde im Umkehrschluss bedeuten, dass Hinz und Kunz, die jemanden nicht mögen, durch bloße Unterstellung eine richterlich angeordnete Hausdurchsuchung, einen Eingriff in die Privatsphäre der Familie einleiten können. Dass es sich in diesem Fall tatsächlich um eine für das Kind lebensbedrohliche Situation gehandelt hat, konnte niemand wissen. Vermutungen sind nicht ausreichend, um intervenieren zu können.

Was ist oder was war das letzte von Berlin? Recht oder Unrecht mal ausgeklammert aber hier waren Anscheißer auch am Werk. Ich sage mit Sicherheit nicht es ist falsch die Kinder aus der Wohnung zu nehmen, denn ich hätte hier genauso gehandelt. Aber hier hätte auch Hilfe rein gehört wenn ich weiß das sind schon 2 Kinder weg. Aber was man macht kann auch verkehrt sein. Von Oben herrab kann ich keinen Fall behandeln. Sehen fühlen kannman auch viel, muss eben alles im richtigen Rhytmus laufen. man kann nicht erwarten das der nächste die Gabe hat.

Verantwortlich für den Tod des kleinen Mädchens sind die Eltern und ganz vielleicht moralisch noch die Person(en), die die Familie beim Jugendamt gemeldet haben- jedoch nicht die MitarbeiterInnen der Behörde. Sie haben das getan, was ihnen möglich war. Die Eltern sind nicht einmal dazu verpflichtet gewesen, auf die Anfrage des JugA zu reagieren!
Verantwortlich ist vielleicht auch noch der Staat, der die Ausgaben für Soziales soweit herunter schraubt, dass u.a. JuA- MitarbeiterInnen durch absolute Überarbeitung, zu viele "Fälle" usw. gar nicht mehr die Chance haben, sich adäquat mit jedem "Fall" zu befassen.

Bessere Aufteilung des Geldes wäre auch von Nöten. Ein Heimplatz kostet 3.800,- €. Pfegepersonen haben auch 750,- € für ein Kind zur Verfügung. Was haben Eltern zur Verfügung? Der Vater und Opa war da gewesen und hat sich Sorgen gemacht schon vor einen Jahr. also genug Zeit zu handeln. Bei einen Jahr kann man nicht sagen der Weg ist zu lang.
Wenn ich mich entschließe mich zu kümmern als Jugendamt muss ich kein Jahr verstreichen lassen.

Ich finde es schade, dass hier mancher doch wieder auf dem kleinen Mann, nämlich den MitarbeiterInnen im JuA herum hackt, statt zu sehen, dass auch diese Menschen über das Geschehene vollkommen verzweifelt sind. Sie sind jedoch nicht die Ursache dieses entsetzlichen Todes. Die alleinige Schuld tragen die widerwärtigen Eltern- nicht der/die Stadtangestellte, dem aufgrund mangelnder rechtlicher Möglichkeiten die Hände zum Handeln gebunden sind.
Ich sehe auch das das Jugendamt es heute nicht leicht hat, aber von Widerwärtigkeit zu sprechen ist auch keine Lösung. Das ist heute das Problem Jeder versucht es weit weg zu schieben. Mit Ursachenforschung kommen wir nicht weiter, derweile stirbt das nächste Kind.
 
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#78
ich persönlich wäre auch gefährdet. daher überlege ich mir auch aus diesem grund, ein kind zu bekommen. ich habe die sorge, dass ich die fehler meiner eltern auf meine kinder übertragen würde, ohne es zu merken.
vieles ist einem ja oft nicht bewusst. das merkt man erst hinterher.
so einfach abhaken kann man die eigenen kindheits-erlebnisse nicht. ich hab meine noch lange nicht verarbeitet. ich hab sie immer verdrängt. erst jetzt, wo ich so einen lieben mann habe, der mir sogar die elternliebe ersetzt, die ich nie bekommen hab, jetzt bricht das langsam aus mir heraus.
wir reden viel darüber. mein mann ist ein guter und verständnisvoller zuhörer. er hat selber eine recht glückliche kindheit gehabt und kann über manches, was ich erlebt habe, nur den kopf schütteln.
er bestätigt mir auch, dass nicht ich die schuldige bin (wie mir jahrelang eingeredet wurde), sondern dass meine eltern massiv gestört waren und sind.
ich war als kind auch mal kurz davor, selbst zum jugendamt zu gehen, aber aus angst vor der rache meiner eltern hab ich mich nicht getraut.
heute denke ich, wievielen kindern es wohl ähnlich gehen mag? die aus angst nicht den mut haben, sich zu melden.
Zu erkennen was schief gelaufen ist in der eigenen Kindheit ist auch für die Zukunft sehr wichtig. Zu einer stabilen Beziehung gehört auch ein Kind. Du wärst auf den besten Wege, wenn du in diese Zukunft schauen willst.
 
E

ExitUser

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#79
Ist es tatsächlich so, dass arbeitslosen Eltern der KiGa-Aufenthalt ihrer Kinder nicht finanziert wird?
Ja, das ist so. Es sei denn, die Arge hat eine Maßnahme, dann müssen sie es finanzieren. Aber bevor keine Arbeit da ist, gibts dafür kein Geld. Ist toll, nicht wahr. Wie soll ich dem Arbeitgeber beibringen, dass ich ohne Arbeit keine Betreuung bekomme, der klatscht sich an die Stirn.
Ich kenne hier einige Frauen, deren Kinder haben noch nie einen Kindergarten von innen gesehen, wird meine vielleicht auch nie sehen.

Zuerst: ich bin KEINE Mitarbeiterin beim JuA (wäre es aber gerne;-))- ich schreibe gerade meine Diplomarbeit.
War eine Verwechslung, sorry.

Nein, ich habe nicht geschrieben, die Nachbarn seien Schuld, weil sie nicht die Polizei informiert haben. Ich habe geschrieben, dass diejenigen, die mitbekommen haben, dass dort Schlimmes passiert und daraufhin das JuA informiert haben, ganz vielleicht (!) eine kleine Mitschuld tragen, weil sie die Verantwortung, welche sich aus dem Wissen über die Missstände ergibt, einfach abgegeben haben und offensichtlich nicht dran geblieben sind.
Was hätten sie denn noch tun können? Sie haben darauf vertraut, dass das Jugendamt sich um das Weitere kümmert.
Dieses Vertrauen ist aber enttäuscht worden.
Wir können froh sein, wenn jetzt überhaupt noch jemand etwas meldet, denn das ist keine Garantie, dass sich jemand kümmert.
Leider haben diese Eltern das Jugendamt an der Nase herum geführt, das konnte niemand von den Nachbarn wissen und Nachbarn können bestimmt auch nicht einfach zum Jugendamt spazieren oder anrufen, um sich über den Verlauf der Dinge zu informieren. Oder?
 

Jenie

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#80
Warum die Schuldfrage???

Wieso sucht ihr nach gründen??? Das kann man sich echt sparen....

Das sind die folgen von der Politik und Weltwirtschaftskrise...

Das schreibt die Linke dazu und so ist es ...

Es wird nicht besser werden sondern schlimmer und noch mehr opfer wird es geben so einfach ist das. Leider traurig aber harte Wahrheit.



Pressemitteilung der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag

26.11.2007, Diana Golze

Wer eben noch die Mittel für Kinder- und Jugendhilfen gekürzt hat, sollte zum Kinderschutz lieber schweigen

Zur aktuellen Debatte über Kinderschutz erklärt die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Diana Golze:

Dass die gleichen Politiker, die die Lebensbedingungen von Kindern und Familien durch ihre Politik des Sozialabbaus dramatisch verschlechtert haben, die eben noch die Mittel für Jugendämter und Kinderhilfen gekürzt haben, sich jetzt als "Retter" des Familien- und Kinderwohls inszenieren, ist eine Frechheit. In Wirklichkeit sind sie mitverantwortlich für Kindesmisshandlungen und -vernachlässigungen.

Und dass ihnen jetzt nichts anderes einfällt, als Strafmaßnahmen gegen Familien, ist bezeichnend. Es ist schon Besorgnis erregend, wie die Bundesregierung die Augen vor den Folgen ihrer eigenen Politik verschließt. Die eigentlich naheliegende Frage, warum gerade seit Hartz IV und Agenda 2010 Familien vielfach überfordert sind vom alltäglichen Überlebenskampf, stellt sie sich aus gutem Grund nicht.

DIE LINKE will zuerst das Kindeswohl schützen. Deshalb fordern wir die Rücknahme der Kürzungen in der Kinder- und Jugendhilfe. Zu einem besseren Kinder- und Jugendschutz gehören mehr Mittel für niedrigschwellige Jugend- und Familienhilfen, eine Kindergrundsicherung, die sozial benachteiligte Kinder aus der Armut befreit, ein Rechtsanspruch auf gebührenfreie Ganztagsbetreuung und Ganztagsschulen mit Bildungschancen für alle.

DIE LINKE setzt sich auch weiterhin ein für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern und Familien. Die Parteien, denen das "zu teuer" ist, sollten endlich begreifen, dass Kinder- und Familienhilfen wesentlich "preiswerter" sind als Gewalt, Kriminalität, Polizei und Gefängnisse.
 

Woodruff

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#81
Lea-Sophie: Amt war informiert

Die Großeltern der verhungerten Lea-Sophie haben sich zweimal um Hilfe für das Kind bemüht. Weil sie die Polizei nicht einschalten wollten, geschah nichts.

SCHWERIN Wegen des Tods der fünfjährigen Lea-Sophie gerät das Schweriner Jugendamt unter Druck. Die Großeltern des verhungerten Mädchens, Gertrud und Norbert G., teilten mit, sie hätten sich bereits im November 2006 an das Amt gewandt, als sie gemerkt hätten, dass ihre Tochter mit der Erziehung überfordert gewesen sei. Sie hätten sich um eine Familienhilfe und einen Kita-Platz für Lea-Sophie bemüht, sagten sie der "Bild am Sonntag".

In diesem Sommer - der Kontakt zur Tochter war abgebrochen - hätten sie das Amt noch einmal kontaktiert. Sie seien dort gefragt worden, ob das Wohl des Mädchens gefährdet sei, berichtet der Großvater. In solch einem Fall würde die Polizei eingeschaltet, habe ihm der Sachbearbeiter gesagt. "Ich wollte aber keine Gewalt, sondern nur deutlich machen, dass Nicole und Stefan Hilfe bei der Erziehung bräuchten."
Hier geht's weiter: http://www.suedwest-aktiv.de/landun...el.php?SWAID=a188ccdd6e0b067e2d76d635604cccad
 

Woodruff

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#82
Als angehende Sozialarbeiterin/-pädagogin bin ich mit der Arbeitsweise der Jugendämter und der rechtlichen Lage vertraut. So weit bekannt ist, wurde das Jugendamt auf das Kind aufmerksam gemacht. Die Eltern haben das Jugendamt aufgesucht, mit ihrem 2. Kind, einem Säugling. Die kleine Lea-Sophie stellten sie dem Jugendamt nicht vor.
Das Jugendamt hat KEINE rechtliche Grundlage, um die Eltern dazu zu zwingen, die JugendamtmitarbeiterInnen in ihre Wohnung zu lassen. Es gibt auch keine gesetzliche Grundlage, die das Jugendamt berechtigt, ein Kind in Augenschein zu nehmen. Ein Hinweis von Nachbarn/Bekannten o.ä. ist NICHT ausreichend! Es wäre ein Hausdurchsuchungsbefehl notwendig gewesen, diesen hätte jedoch kein Richter in D ausgestellt, wenn lediglich ein Nachbar/Bekannter die Familie beim Jugendamt gemeldet hat. Denn das würde im Umkehrschluss bedeuten, dass Hinz und Kunz, die jemanden nicht mögen, durch bloße Unterstellung eine richterlich angeordnete Hausdurchsuchung, einen Eingriff in die Privatsphäre der Familie einleiten können. Dass es sich in diesem Fall tatsächlich um eine für das Kind lebensbedrohliche Situation gehandelt hat, konnte niemand wissen. Vermutungen sind nicht ausreichend, um intervenieren zu können.
Das war auch mir nicht bekannt.

Allerdings bin ich der Meinung, dass bei dem Sozialarbeiter die Alarmglocken hätten klingeln sollen, als ihm Lea-Sophie nicht vorgestellt wurde. Wenn ich den gesamten Vorgang richtig verstanden habe, hat der Sozialarbeiter die Familie zwei Wochen vor Lea-Sophies Tod besucht. Aus den Informationen, die wir aus den Medien haben, geht nicht hervor, dass er in diesen zwei Wochen in der Sache noch etwas unternommen hätte, z.B. die Familie erneut zu besuchen oder ggfs. sogar die Polizei einzuschalten.

Die Familie einmal zu besuchen, wobei er das Mädchen das Mädchen nicht einmal zu Gesicht bekam und dann guten Gewissens wieder ins Amt zurückzufahren und die Sache damit abzuhaken - das kann es ja wohl nicht sein. Zumal wir jetzt ja wissen, dass das Jugendamt bereits zuvor zweimal von den Großeltern um Hilfe gebeten wurde.
 

Eka

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#83
Ich persönlich finde es schon verdächtig, wenn ein Kind keine Einrichtung wie KiGa oder ähnliches besucht
Find ich nicht, denn ich würde wenn ich jemals wieder ein Kind bekäme mein Kind nicht mehr so jung im KiGa schicken. Und in meinem Umfeld denken viele so, das sie die Kinder nicht bis sie 4-5 Jahre alt sind hinschicken möchten, wenn überhaupt...


Gruß
Eka
 
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#84
Find ich nicht, denn ich würde wenn ich jemals wieder ein Kind bekäme mein Kind nicht mehr so jung im KiGa schicken. Und in meinem Umfeld denken viele so, das sie die Kinder nicht bis sie 4-5 Jahre alt sind hinschicken möchten, wenn überhaupt...


Gruß
Eka
Das sollte aber auch Jeden selber überlassen bleiben, ich finde den Bezug zur Mutter bzw dem Vater sollte ein Kind immer haben und das muss auch gefördert werden.
 
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#85
Leider gibt es keine wirkliche Wahlmöglichkeit, ob Eltern ihr Kind in eine Einrichtung schicken.
Die kann es erst geben, wenn diese nur das Essen und Trinken kostet oder ganz wenig und zwar für alle.
 
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Nicht offen für weitere Antworten.
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