Macht in meinem Fall eine Umschulung Sinn? Erfolgchancen für Bewilligung

Climbtiger

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Hallo zusammen

Möchte mich erst mal vorstellen.

Ich bin gelernte Malerin und Lackierin (Quabi), 32 Jahre und habe 2 Kinder im Alter von 8 und 10 Jahren. (gerade Arbeitslos).

Folgendes ist die letzten Jahre bei mir passiert: (zum nachvollziehen)

-2004 fertig mit der Lehre und bestanden
-leider kurz darauf ungewollt schwanger geworden und fürs Kind entschieden
- das 2. kam 1 1/2 Jahre später

-2010 hatte ich endlich wieder die erste Arbeit bei Schlecker mit 400€, schaffte es in den 2 Jahren mich zur stellv. Filialleitung hochzuarbeiten..... was geschah? Schlecker ging insolvent. Folge: arbeitslos

-2012 Nach 3 monatiger Suche und wirklich gähnend langweiligen "Coachings" wieder eine Anstellung bei einem Baumarkt als Kassierin gefunden. Dort habe ich mich auch wieder hochgearbeitet zur Verkäuferin und absolvierte verschiedene Fachspezifische Prüfungen mit Erfolg.... was geschah? Mobbing übelster Art durch Kollegen und neuer Filialleitung (polizeilich Bekannt) Folge: Jobwechsel mit Verlust des Festvertrages 2015

-2015-2016 Jahresvertrag wird nicht verlängert, weil die Ex Frau von meinem Chef die mit Teilhaberin war jetzt alleinige Inhaberin ist, meinen Chef (der übrigends darum gekämpft hat, dass ich bleibe) und mich aus der Firma kickte. Folge: Wieder arbeitslos und vom Einzelhandel die Schnauze voll.

Jetzt keimte in mir die Idee eine Umschulung anzustreben, da ich in meinem erlenten Beruf keinen Fuß mehr fassen kann, bedingt durch die Arbeitszeiten im Malerhandwerk (morgens um 7 auf der Baustelle sein, Reisebereitschaft z.B.). Dadurch ist die Betreuung meiner Kinder nicht mehr gewährleistet. Auch werden die Arbeitsstellen immer Knapper bedingt der 1-Mann Firmen.

Da ich schon früher eine Lehre als KFZ-Mechaniker anstrebte, aber in der Zeit noch die Vorurteile gegenüber Frauen herrschte, bin ich jetzt am überlegen in welche Richtung die Umschulung gehen soll. Da kam mir KFZ-Mechtronikerin in den Sinn. Ich komm einfach mit den typischen Frauenberufen und den hinterhältigen Weibern nicht zurecht. Daher auch die Malerlehre (war die schönste Zeit).

Was meint ihr was dazu das Jobcenter sagen würde?

LG
 

Zeitkind

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AW: Macht in meinem Fall eine Umschulung sinn? Erfolgchancen für Bewilligung

Was meint ihr was dazu das Jobcenter sagen würde?
Da eine Umschulung reine Ermessensleistung ist und das BMAS einen Großteil der Förderungsmittel gekürzt hat, wirst Du wenig Chancen haben.
Pauschal, kann man Dir aber keine zutreffende Antwort geben. Kommt auf verschiedene Umstände an und liegt auch ein wenig an Dir selbst,
einer Bewilligung nachzuhelfen. Man sollte zumindest nichts unversucht lassen.
Vor kurzem gab es eine ähnliche Anfrage. Lies dazu mal meinen diesbezüglichen Beitrag.
Ich wünsche Dir Glück. :wink:
 

BonoboBert

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Es müssen schwerwiegende "Vermittlungshemmnisse" (widerliche Rhetorik) vorhanden sein, um eine Umschulung bewilligt zu bekommen.

Ich glaube kaum, dass du eine bewilligt bekommst. Der Umstand mit der Kinderbetreuung ist auch als KFZ-Mechatroniker präsent. Als Argument wird das nicht herhalten können. Aber versuchen kann man/frau es immer. Kostet ja nix!

PS: Es gibt reichlich Mechatroniker, aber wenn du da unbedingt reinwillst, geh in Richtung Karosserieinstandsetzung oder mach gleich Karosseriebauerin. xxxxxxxxxxx und deine Lackierkenntnisse sind da sicher auch brauchbar!
 
I

ichputzhiernur

Gast
AW: Macht in meinem Fall eine Umschulung sinn? Erfolgchancen für Bewilligung

[...] und das BMAS einen Großteil der Förderungsmittel gekürzt hat, wirst Du wenig Chancen haben.:
Würde ich so nicht unterschreiben. Wenn man sich die Bildungszielplanungen und Eingliederungstitel der diversen Ämter anschaut, dann sieht man konstante Zahlen bei Fördermitteln im Vergleich zu den Vorjahren. Was sich in den kommenden 2-3 Jahren tut wenn anerkannte Flüchtlinge auch Anspruch auf Weiterbildung und Integration erhalten sei dahingestellt, im Moment stehen die Chance aber nicht schlecht.

Da ich schon früher eine Lehre als KFZ-Mechaniker anstrebte, aber in der Zeit noch die Vorurteile gegenüber Frauen herrschte, bin ich jetzt am überlegen in welche Richtung die Umschulung gehen soll. Da kam mir KFZ-Mechtronikerin in den Sinn. Ich komm einfach mit den typischen Frauenberufen und den hinterhältigen Weibern nicht zurecht. Daher auch die Malerlehre (war die schönste Zeit).
Ich würde hier eine intensive Eigenrecherche empfehlen, oder einen vom Kostenträger bezahlten Berufsfindungskurs (einen vernünftigen! z.B. bei einem BfW). Um die Chancen auf Bewilligung zu steigern sollte es zudem ein Beruf sein, der überdurchschnittliche Integrationschancen hat. Umschulungen z.B. im Bereich Informatik oder Qualitätssicherung werden höhere Integrationschancen und/oder bessere Perspektiven haben als Lageristen, Kaufleute oder Mechatroniker.
 

Climbtiger

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Hi zusammen. Danke für die Antworten. Auch eine Weiter- Fortbildung zum KFZ-lackierer ziehe ich in Betracht zu meinem Ausgangsberuf. Wie soll ich denn mit den Anforderungen die im Malerhandwerk mittlerweile herrschen jemals wieder in meinem erlernten Beruf arbeiten? Und deswegen soll ich immer Helferjobs machen? Hab wirklich in den Letzten Jahren versucht in einer anderen Branche Fuß zu fassen, aber ohne dementsprechende Ausbildung is man immer nur der ****.

LG Climbtiger
 
E

ExitUser

Gast
Hast zwar Recht, aber berufliche Ausbildungen gönnt das Amt ob der horrenden Kosten bei knapper Kassenlage (die Weiterbildungsmittel dürfen ja nicht gänzlich aufgebraucht werden, da sie zur Deckung des Verwaltungsbudgets herangezogen werden https://altonabloggt.com/2013/10/01/pleite-pleiter-am-pleitesten-jobcenter-team-arbeit-hamburg/ ) eben vorwiegend Leuten, die noch gar keine Ausbildung haben. Schließlich werden da meist fünfstellige Eurobeträge fällig, weit, weit jenseits von dem, was ein einzelner SB in der Arbeitsagentur durchwinken darf. Und im JC sind die Budgets noch viel dürftiger.

Infolge dessen verschloß man sich schon vor Jahren allen guten Argumenten, daß die eigene Ausbildung zu verfallen droht oder nicht mehr hilfreich sei. Wobei das auf der anderen Seite auch eine Argumentation ist, die man sich gut überlegen soll - weil sie gerade Tür und Tor dafür öffnet, die weitere Zukunft als Maßnahmefutter und Helferanwärter zu fristen.

Mein Vorschlag: Such Dir wieder einen Baumarkt, in dem Du mit Deinen Qualitäten glücklich werden kannst, auch wenn Dir der Einzelhandel zu Recht mittlerweile stinkt. In die Kfz.-Branche würdest Du nur mit viel Begeisterung eines Autohausinhabers kommen, der Dir aber nur eine Ausbildungsstelle anbieten könnte - und die scheitert dann an der für Dich nicht auskömmlichen Ausbildungsvergütung und der Sabotage durch das JC.
 
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