Macht es Sinn die Agentur für Arbeit darüber zu informieren, dass ich für bestimmte Jobs nicht geeignet bin ?

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Optimist63

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Moin an dieser Stelle nochmals !

Nach einem längeren Telefonat mit der SB im Frühjahr diesem Jahres bekomme ich hin und wieder einen Jobangebot für den ich nicht wirklich geeignet bin !

Nachdem ich mit einer solchen Firma telefoniert habe, hat sich dies dann bei mir herausgestellt. Laut Arbeitsbedingungen muss ich körperlich fit sein, was aber bei mir nicht der Fall ist ! Ich solle mir das auch bloß nicht so einfach vorstellen !
Habe übrigens auch ein entsprechendes Attest darüber.

Kurz darauf habe ich auch mit der AfA-Hotline telefoniert und denen das so geschildert, wo man mir sagte, dass man das zur Kenntnis genommen hat und auch an die entsprechende Stelle weiterleiten würde ! Trotzdem kommt hin und wieder solch ein VV !

Jetzt bin ich am überlegen, ob ich die AfA nicht besser doch noch schriftlich darüber in Kenntnis setze. Hintergrund ist, mein Freund sagte mir, man sollte niemals VON SICH aus den Kontakt zur AfA suchen !!
 

grün_fink

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Oder mal nen IQ-Test machen lassen. Das könnte auch ne Erklärung für Probleme mit monotonen Sachen geben.
Vielleicht ist es auch eine Folge längerer Schwerhörigkeit, also dass man alleine besser klar kommt. Wobei, manche Menschen sind einfach auch so, weil sie so sind oder weil sie es immer gewöhnt sind.
 

Buerosklave

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Mit der Schwerhörigkeit hat das nicht zu tun, auch nicht mit der Eintönigkeit einer Arbeit. Eher würde ich danach unterscheiden, ob mich ein Thema interessiert oder nicht und ob es das Wissen mit dem vereinbar ist, was ich schon weiß. Früher war kein Lexikon vor mir sicher, keine wissenschaftliche TV-Doku blieb ungesehen, kein technisches Magazin ungelesen. Ich habe alles aufgesaugt wie ein Schwamm, egal welches Thema. Inzwischen differenziere ich mehr danach, ob mich das jeweilige Thema interessiert...da klappt das mit dem "Wissen aufsaugen" noch immer. Alles was mich nicht interessiert, vergesse ich inzwischen gleich wieder.
Das Gleiche passiert mit Sachen, die sich ständig verändern. Es fällt mir zunehmend schwerer, bereits erlerntes Wissen upzudaten, wenn ich keinen sinnvollen Grund erkennen kann, warum jetzt plötzlich alles anders sein sollte. Und solche Sachen gabs damals in dem Callcenter jede Menge. Fast jede Nacht gab es Softwareupdates, die dafür sorgten, dass die Art und Weise, wie man einen Fehler beheben musste, komplett über den Haufen geworfen wurde. Davon erfuhr aber nur der Supervisor, nicht einfachen Callcenteragenten, die das gebraucht hätten. Ergebnis: man löste Probleme falsch, schickte unnötig Techniker raus usw und durfte sich dann das Gemecker des Supervisors und der Abteilungsleitung anhören. Das sorgte für immensen Stress und schließlich dafür, dass ich mir nichts Neues mehr merkte, was mit dem Job zu tun hatte. Wozu auch ? Alles was ich an Tag 1 lernte, war an Tag 2 sowieso schon wieder obsolet. Wenn ich also wusste,dass ich auf jeden Fall angeschnauzt werde, konnte ich mir auch die Mühe sparen, mir solche Änderungen ins Hirn zu prügeln.
 

grün_fink

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Das ist absolut nachvollziehbar. Auf den ersten Blick, scheinst du dir das Nichtmerken durch und für die Arbeit angewöhnt zu haben, um das Nervenkostüm zu schonen. Jeden Tag nicht erklärte Veränderungen und die Erwartung von Anschissen, damit wäre jeder irgendwie überfordert. Innere (Teil-)Kündigung, und schon interessiert einen nur noch das Nötigste, um irgendwie durchzukommen.

ADHS bekommt man laut ICD schon im Kindesalter. Bei dir sehe ich da eher Wissensdurst.

Im nächsten Job könnte das wieder anders kommen und du dich wieder umgewöhnen.
 
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