Macht es Sinn den Rehaantrag trotz neuem Arbeitsplatz abzusenden? (1 Betrachter)

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TumadieMoerchen

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Hallo ,

Also jetzt ist das passiert was ich eigentlich schon befürchtet habe.
Mein Orthopäde hat mich ja unterstützt das ich eine Reha bekomme. Dazu hat er mir das entsprechende Formular ausgefüllt, dass ich morgen abholen kann um dann den kompletten Antrag an die DRV zu schicken.

Gleichzeitig hab ich vermutlich zum 15. dieses Monats wieder eine Arbeitsstelle.
Die Tätigkeit ist annähernd leidensgerecht, jedenfalls hörte es sich im Gespräch heute so an.

Was mach ich denn jetzt? Kann ich den Rehaantrag trotzdem abschicken. Ich weiss ja nicht ob das mit der Arbeitsstelle diesmal funktioniert.
Oder kann ich den liegenlassen und falls es nicht klappt später anschicken?

DuG
Micha
 

AndreasB

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AW: Rehaantrag trotz neuem Arbeitsplatz absenden?

Solange Du weder von Krankenkasse noch von einem Amt dazu aufgefordert wurdest, eine Reha zu beantragen, kannst Du diesbezüglich machen, was Du für Dich für richtig hältst.

Es spricht also nichts dagegen, den Antrag zu einem späteren Zeitpunkt zu stellen. Falls Du den Antrag trotzdem zeitnah stellen willst, würde ich das unbedingt mit dem neuen Arbeitgeber abstimmen. Wer weiß, wie der auf eine Reha während der Probezeit reagiert.

Wenn eine Reha bewilligt wurde, dann ist der Bescheid 6 Monate gültig und erlaubt dadurch auch etwas Flexibilität bei der terminlichen Abstimmung mit der Arbeit.
 

karrer45

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AW: Rehaantrag trotz neuem Arbeitsplatz absenden?

Reha-Antrag abschicken, obwohl du eine neue Stelle antrittst, dass kommt wahrscheinlich nicht gut an, obwohl du Anspruch auf deine Reha hast. Ich glaub das musst du ganz allein für dich entscheiden! Ich weiß ja nicht wie lange deine Reha dauern wird, bzw. ob sie überhaupt von der DRV genehmigt wird, ist ja auch noch so eine Sache! Jedenfalls wenn dein neuer Arbeitgeber erfährt, dass du in Reha gehst wird er nicht begeistert sein. Ich würde sagen, mach das nur wenn dir die neue Stelle eh nicht so zusagt.
 

TumadieMoerchen

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AW: Rehaantrag trotz neuem Arbeitsplatz absenden?

Solange Du weder von Krankenkasse noch von einem Amt dazu aufgefordert wurdest, eine Reha zu beantragen, kannst Du diesbezüglich machen, was Du für Dich für richtig hältst.

Es spricht also nichts dagegen, den Antrag zu einem späteren Zeitpunkt zu stellen. Falls Du den Antrag trotzdem zeitnah stellen willst, würde ich das unbedingt mit dem neuen Arbeitgeber abstimmen. Wer weiß, wie der auf eine Reha während der Probezeit reagiert.

Wenn eine Reha bewilligt wurde, dann ist der Bescheid 6 Monate gültig und erlaubt dadurch auch etwas Flexibilität bei der terminlichen Abstimmung mit der Arbeit.

Danke Andreas,

das war die Anwort die ich gesucht habe. Ich hab ja jetzt zunächst erstmal die Formulare ausgefüllt hier liegen. Wie lange ist denn so ein ausgefüllter Befundsbericht vom Orthopäden gültig?

Mir wäre schon geholfen wenn ich mich über die 6monatige Probezeit retten kann d.h. wenn ich Probleme bekomme und die Probezeit nicht überstehe das ich dann Reha machen kann.

@ Karrer 50, warum sollte es nicht gut kommen? Ich versuche eine Stelle anzutreten die möglicherweise funktionieren könnte. Wenns doch nicht funktioniert wo ist dann das Problem?


Gruss Micha
 

AndreasB

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AW: Rehaantrag trotz neuem Arbeitsplatz absenden?

Wie lange ist denn so ein ausgefüllter Befundsbericht vom Orthopäden gültig?
Es gibt da meines Wissens keine Fristen. Auch hast Du ja einen nachvollziehbaren Grund, die Reha später zu beantragen, falls es diesbezüglich Nachfragen geben sollte.
 

TumadieMoerchen

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AW: Rehaantrag trotz neuem Arbeitsplatz absenden?

Es gibt da meines Wissens keine Fristen. Auch hast Du ja einen nachvollziehbaren Grund, die Reha später zu beantragen, falls es diesbezüglich Nachfragen geben sollte.
Ich werde hier auch meinen Hausarzt kommende Woche mal fragen. Denke der kann da sicher in der Akte entsprechendes vermerken

DuG

Micha
 

TumadieMoerchen

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Hallo,

So es gibt neue Infos von meinem Hausarzt.

Mir liegen alle Unterlagen für den Rehaantrag vor. Ich müsste ihn nur absenden.
Hinweis vom Doc: Leg den erstmal 4Wochen auf Ablage, nimm die Arbeitsstelle an und schaue ob du das körperlich packst. Die Krankmeldung wird um 4 Wochen verlängert, vermutliches Ende "nicht absehbar".
Sollte es mit dem Arbeitsplatz nicht funktionieren kann man problemlos abbrechen und die Krankmeldung läuft normal weiter und du schickst den Rehaantrag los.

Es wird dann auf dem nächsten Krankengeldschein die Zeit irgendwie eingetragen die man versucht hat zu arbeiten. Gibt da den Punkt "Bezogenes Arbeitsentgeld während des Krankengeldbezugs"
Auch Versicherungstechnisch gibts hier keine Probleme, Zum Einen tritt die Krankengeldzahlung während der Beschäftigung in den Hintergrund und in der Krankmeldung steht immer "Vorraussichtlich AU bis" weil man nicht genau sagen kann wann jemand wieder gesund ist.

Natürlich sollte man vernünftigerweise mit z.B. Fuss in Gips nicht auf der Baustelle auf einem Gerüst rumspringen. Allerdings im Büro gibts da sicher keine Probleme.


Gruss Micha
 

Anna B.

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..und ob das Probleme gibt...

dein neuer AG muß dich bei der KK als versicherungspflichtiger AN anmelden.

sobald die KK erfährt, dass du wieder arbeitest, wird das KG eingestellt werden.

Du bekommst dann ganz normal das Gehalt..

solltest du innerhalb der ersten 4 Wochen in der neuen Beschäftigung wieder au werden, muß der Arzt ganz neu wieder die AU feststelllen..der darf nicht einfach die AU weiter führen..das geht nicht.
der neue AG muß dann keine Lohnfortzahlung leisten, die KK tritt mit der KG-Zahlung dann sofort ab Anspruchsbeginn ein.
Anspruch auf KG beginnt mit dem Tag nach ärztlicher Feststellung..
d.h. wenn du montags zum Arzt gehst und der schreibt dich ab dem Montag au..dann beginnt dein KG erst am Dienstag..!!

Du mußt selber wissen, was du machst....aber doch einige Dinge berücksichtigen..

zumal du auch verpflichtet bist der KK "Änderungen" mitzuteilen...
 

TumadieMoerchen

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Hallo Anna,

Möglicherweise ist das nur so wie ich geschrieben habe wenn man in einer Beschäftigung sich befindet in der man Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber bekommt.

Kann der Arzt nicht einfach eine Widereingliederung beantragen oder sowas?
Es kann ja nicht sein das es dafür keine Möglichkeit gibt.
Ich kann einen möglicherweise leidensgerechten Arbeitsplatz quasi nichtmal ausprobieren um ggf. wenn es klappt aus dem KG rauszukommen. Tolle Gesundheitspolitik.

Echt voll kompliziert der Krankenkassenmist

Hab da noch einen Link gefunden wo das so wie ich geschildert habe auch geschrieben wurde:

Krankgeschrieben und trotzdem zur Arbeit? | Personal Office Premium | Personal | Haufe


Gruss Micha
 

Anna B.

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du kannst natürlich eine Wiedereingliederung machen..

da müssen dann alle Parteien einverstanden sein:

der Arbeitgeber (der neue wäre damit wohl nicht einverstanden(
der Patient
die KK
und der Arzt..

das scheidet also bei einem neuen AG schon mal aus....vermute ich mal..

ansonsten...ganz einfach arbeitsfähig sein und ausprobieren...

wenn du wieder au bist und du zum Zeitpunkt des Beginns der AU in einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis gestanden hast (mit KG-Anspruch) dann zahlt die KK wieder Krankengeld..

wo ist das Problem?..wenn du dich fit fühlst, gehe arbeiten...
 

Anna B.

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Dein Link scheint nicht ganz zu passen..

du beginnst doch nicht bei einem neuen AG und legst ihm gleich eine AU-Bescheinigung vor oder?
 

AndreasB

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Kann der Arzt nicht einfach eine Widereingliederung beantragen oder sowas?
Eine Wiedereingliederung ist eigentlich nur bei Wiederaufnahme der bisherigen Tätigkeit angedacht. Ein neuer Arbeitgeber ist zwar kein Ausschlussgrund, aber die Tätigkeit muss in etwa der letzten Beschäftigung entsprechen. (Die Bewilligung ist eine Ermessensentscheidung des Kostenträgers.)

Hast Du denn mit Deinem neuen Arbeitgeber gesprochen, ob er ein Problem darin sieht, wenn Du während der Probezeit in Reha gehst? Eventuell wäre nach der Reha auch eine Wiedereingliederung möglich, aber dazu solltest Du dann einen Fachmann befragen ...


Ansonsten - Krank geschrieben zur Arbeit dürfte kein Arbeitgeber mitmachen (der Grund steht auch in dem von Dir verlinkten Text)
Allerdings kann der Arbeitgeber gegen seine Fürsorgepflicht verstoßen, wenn er einen arbeitsunfähigen Arbeitnehmer einsetzt und sich damit sogar schadensersatzpflichtig machen.
 

TumadieMoerchen

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Hallo,

Denke wie Anna geschrieben hat. Ich nehm die Stelle an und schau ob es klappt.
Wenn nicht werde ich wegen gleicher Krankheit erneut KG bekommen und kann den Rehaantrag auch absenden.

Da es sich um einen neuen Arbeitgeber handelt werde ich einen Teufel tun und ihn wegen der Reha fragen :)
Der zweite potentielle Arbeitgeber den ich habe ist öffentlicher Dienst. Hier hab ich mal mit der Gleichstellung gewedelt und bin auch eingeladen worden.

Wenn es klappt ist die Reha ja prinzipiell hinfällig. Dann mach ich meine Behandliungen und meinen Rehasport. weiter.

Gruss Micha
 

TumadieMoerchen

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Hallo Foris,

So nach 3Tagen Arbeiten beim neuen Arbeitgebr und schon ist wieder alles vorbei :-(
Am ersten Tag ging es so noch ganz gut aber am zweiten Tag gingen die Blockaden wieder los. Bei willkürlichen Bewegungen war das wie wenn man einen Stromschlag kriegt. Am dritten Tag war ich quasi von 4Uhr morgens bis 20Uhr abends für das Unternehmen auf Achse und heute morgen ging nix mehr.

Nun wieder AU mit Erstbescheinigung aber gleiche Krankheit und morgen geht der Rehaantrag raus. Rente kann ich erst nach der Reha beantragen denke ich.

Musste mir noch einen Anschiss vom Arzt anhören warum ich meinem Chef nicht gesagt habe das ich eine Schwerbehinderung GDB30 mit Gleichstellung habe.
Das ist aber sowieso unintressant solang man in der Probezeit ist.

Auf jeden Fall werd ich jetzt keinen Rückzieher mehr machen und für meine Gesundheit und Rechte kämpfen.


Gruss Micha
 
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