M.Hartmann heute im WDR 5 Die doppelte Spaltung der Gesellschaft

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wolliohne

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Verantwortlich: Wolfgang Lieb Wirft man einen oberflächlichen Blick auf die Entwicklung in Deutschland, so fällt eines sofort ins Auge. Die Gesellschaft ist seit der Jahrtausendwende erheblich ungleicher geworden. Wies Deutschland im internationalen Vergleich lange Jahrzehnte eine relativ ausgeglichene Einkommensstruktur auf, lag international im unteren Mittelfeld, nahe bei den für ihre geringen Einkommensunterschiede bekannten skandinavischen Ländern, so hat sich das binnen eines Jahrzehnts dramatisch verändert. Heute liegt Deutschland zwar immer noch im Mittelfeld, jetzt aber am oberen Rand, weit weg von den skandinavischen und relativ nahe an den angelsächsischen Staaten wie Großbritannien, Irland oder den USA. Nach OECD-Angaben hat sich im letzten Jahrzehnt nur in zwei europäischen Ländern die Einkommenskluft zwischen dem oberen und dem unteren Fünftel noch stärker geöffnet, in Bulgarien und Rumänien. Von Michael Hartmann

Die Agenda 2010 und die Steuerpolitik – Wege zur Spaltung
Ausschlaggebend für diese gravierende Verschlechterung sind in erster Linie zwei Maßnahmen der rot-grünen Regierung unter Gerhard Schröder, die sog. Hartz-Reformen und die Reduzierung der steuerlichen Belastung für hohe Einkommen und Unternehmen. Die steuerlichen Beschlüsse sorgten für eine Anhebung der Nettoeinkommen bei den oberen zehn Prozent der Bevölkerung, die Agenda 2010 für eine Senkung bei der unteren Hälfte. Sie verschlechterte nicht nur die Situation für Arbeitslose (deutliche Verkürzung des Bezugszeitraums für Arbeitslosengeld, Abschaffung der Arbeitslosenhilfe), sie öffnete, was noch wichtiger ist, außerdem den Weg für einen (staatlich subventionierten) Niedriglohnsektor und bewirkte eine starke Lohnzurückhaltung bei den Beschäftigten.
Die doppelte Spaltung der Gesellschaft *|*NachDenkSeiten ? Die kritische Website

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Redezeit

Soziale Ungleichheit – Kein Thema für die Eliten?" Michael Hartmann
Moderation: Randi Crott
Die Wirtschaftselite ist die dominierende Elite dieses Landes, sagt Michael Hartmann, Professor für Soziologie in Darmstadt. In absteigender Form kommen die Verwaltungs- und Justizeliten, die Wissenschaftselite und relativ weit unten die politische Elite, die nicht von großer Kontinuität geprägt sei - aus ihr könne man auch sehr schnell wieder verstoßen werden.
Welch starken unmittelbaren Einfluss die soziale Herkunft tatsächlich ausübt, hat Hartmann in einer Studie über die Karriereverläufe von 6.500 promovierten Ingenieuren, Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlern gezeigt. "Auch nach Überwindung aller Hürden im deutschen Bildungssystem haben Kinder aus der Arbeiterschaft oder den Mittelschichten erheblich geringere Chancen auf den Zugang zu Spitzenpositionen in der Wirtschaft als ihre fachlich gleich guten und gleich alten Kommilitonen aus Bürger- und vor allem Großbürgertum", ist sein Fazit.
Redaktion:
Mark vom Hofe



Literaturhinweis


Soziale Ungleichheit - Kein Thema für die Eliten?
Autor: Michael Hartmann
Verlag: Campus Verlag
ISBN: 978-3593399485



Ps. Das ist Verarmungspolitik pur,diese Möchtegerneliten machen uns alle zu Flaschensammlern.
Wie lange wohl schauen sch gerade die zunehmende Zahl der Nichtwähler diese desaströse Volksverdummung noch an?
 

libertad

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Erfrischend anderes Thema mal! nich immer nur Flüchtlinge.

Hier werden nicht die Symptome, sondern die Ursachen für Krieg und Flüchtlingselend besprochen: Neoliberalismus und ungerechte Verteilung, Ausplünderung der Armen.
 
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