Lohnwucher vereitelt "eitel" Sonnenschein

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Werl. Der bundesweit tätige Fahrdienst „Sonnenschein OHG” ist wegen des Verdachts auf Lohnwucher ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Die Ermittlungen brachte unter anderem eine frühere Sonnenschein-Beschäftigte aus Werl ins Rollen, die sich Hilfe suchend an die Gewerkschaft „verdi” wandte.

Der Name ist keineswegs Programm — beim Kleinbus-Transporteur herrscht alles andere als eitel Sonnenschein. Von „katastrophalen Zuständen” spricht Werner Linnemann auf Anfrage der WP. Der verdi-Bezirksgeschäftsführer liegt seit Wochen im „Clinch” mit der auch für den Raum Werl zuständigen Warendorfer Niederlassung.
„Sonnenschein beschäftigt viele Arbeitnehmer aus Werl, die Kleinbusse bei sich daheim abstellen und täglich von dort aus Behinderte zuhause abholen und sie zur Schule oder Werkstatt fahren”, schildert der Gewerkschaftsmann das Geschäftsprinzip. Der Haken: Sonnenschein zahlt seinen Beschäftigten, im Wesentlichen Rentner und Hartz-IV-Empfänger, Stundenlöhne zwischen 1,94 Euro und 3,84 Euro (!). Werner Linnemann geht daher von „Lohnwucher nach dem Strafgesetzbuch” aus. Danach ist Lohnwucher gegeben, wenn ein Unternehmen weniger als zwei Drittel des ortsüblichen Tariflohnes zahlt (in Werl wären das 6,17 Euro).
Lohnwucher vereitelt "eitel" Sonnenschein - Werl - DerWesten


Das nenne ich Ausbeutung!

Hoffentlich bekommt dieser "Fahrdienst" auch, was er verdient.
 
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