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Lohnt es sich noch zu arbeiten?

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wolliohne

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#1
Von Manfred Schäfers

04. Dezember 2007 Leistung muss sich lohnen. Mit diesem hehren Grundsatz hat die CDU so manchen Bundestagswahlkampf bestritten. Er findet sich auch im neuen Grundsatzprogramm, das sich die Partei in Hannover gegeben hat. „Es entspricht dem Grundsatz der Leistungsgerechtigkeit, dass man, wenn man arbeitet, mehr hat, als wenn man nicht arbeitet“, heißt es darin. Und die frohe Botschaft folgt auf dem Fuß: „Wir wollen Arbeit statt Arbeitslosigkeit fördern.“



http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1...FCA2B1EFEDAB7149E0~ATpl~Ecommon~Scontent.html
 
E

ExitUser

Gast
#2
Ich habe in diesem Land vier Möglichkeiten:

1. Hartz IV plus Ein-Euro-Job
2. Hartz IV plus Schwarzarbeit
3. Arbeit im Niedriglohnsektor
4. Leiharbeit

Deutschland, vielen Dank für die tolle Auswahl!
 

Mondstaub

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#4
Arbeit lohnt sich schon lange nicht mehr - zumindest im Geldbeutel.
 

Martin Behrsing

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#5
Die Frage ist nicht, ob es sich lohnt, sondern ob man sich solche Zustände antun soll und indirekt damit solche Systeme zu stabilisieren und für deren Rechtfertigung zu sorgen.
 

Demosthenes

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#6
...und da muß sich eben einiges ändern - es darf einfach niemand mehr überhaupt einen "Job" machen, der so lausig bezahlt wird, daß er noch bezuschußt werden muß usw... dies muß allerdings definitiv durch Erhöhung der Löhne und Gehälter geschehen und nicht durch weitere Senkung des ALG usw - das ist sowieso schon mehr als zu niedrig.

Im Prinzip kann so ein "Umschwung von Unten" nur gelingen, wenn endlich mal die Front der arbeitenden Bevölkerung geschlossen die Ausbeutung verweigert und für so einen Witz von einem Lohn wie er oftmals derzeit der Fall ist eben überhaupt nicht mehr arbeitet. Wenn eben niemand diese Arbeit mehr tut werden die AGs schon mehr zahlen müssen...
 

Lothenon

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#7
Rückblick

“Unternehmen, deren Existenz lediglich davon abhängt, ihren Beschäftigten weniger als einen zum Leben ausreichenden Lohn zu zahlen, sollen in diesem Land kein Recht mehr haben, weiter ihre Geschäfte zu betreiben. (…) Mit einem zum Leben ausreichenden Lohn meine ich mehr als das bloße Existenzminimum – ich meine Löhne, die ein anständiges Leben ermöglichen.” US-Präsident Franklin D. Roosevelt

http://www.fdrlibrary.marist.edu/odnirast.html
 

Clint

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#8
“Unternehmen, deren Existenz lediglich davon abhängt, ihren Beschäftigten weniger als einen zum Leben ausreichenden Lohn zu zahlen, sollen in diesem Land kein Recht mehr haben, weiter ihre Geschäfte zu betreiben. (…) Mit einem zum Leben ausreichenden Lohn meine ich mehr als das bloße Existenzminimum – ich meine Löhne, die ein anständiges Leben ermöglichen.” US-Präsident Franklin D. Roosevelt

Und das von einem Calvinisten/Puritaner für den Maloche Selbstzweck und Gottesdienst ist??? Ümph! Naja und am St.Nimmerleinstag kommt der Messias
und alles wird gut. Und wir sind uns einig.....und alle Räder stehen still weil unser starker Arm es will....und der Tag der Weltrevolution bricht aus....
und ich kann endlich die Schweine die mich persönlich ausgebeutet haben an den Laternenpfählen aufknüpfen... Is aber wohl ein schöner Traum, selbt wenn ich 100 mal länger als die höchstens 6 Jahre die mir mein Arzt noch gibt halte.

Gruß

Clint
 

MrsSmith

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#10
Die Frage ist nicht, ob es sich lohnt, sondern ob man sich solche Zustände antun soll und indirekt damit solche Systeme zu stabilisieren und für deren Rechtfertigung zu sorgen.

Ganz genau. Deswegen werde ich mich auch mit allen Mitteln gegen diesen Sklavenjob wehren, wo mir noch 65€ im Leben bleiben würden. Da es in Callcentern keinen Mindestlohn gibt, würde ich dieses System unterstützen, was ich nicht will. Mit "Lohnt es sich, noch arbeiten zu gehen!" hat das wenig zu tun, weil: ist das denn überhaupt noch Arbeit? Ausbeutungsbeschäftigung wäre wohl der bessere Begriff. Ich gehe gerne arbeiten und mir fehlen die Sozialkontakte ohne Ende, aber nicht zu diesem Preis.
 
E

ExitUser

Gast
#11
Hallo,
was ist aber die Alternative ?
Ich kann mit Druck umgehen, aber ich habe auch die Verantwortung für meine Frau.
Gerät sie in die Fänge der Arge geht sie psychisch kaputt.
Nur eins steht jetzt für mich fest, ich (55) werde keine 220-240h im Monat (4€) arbeiten.
Viele Grüße
dehart
 

MrsSmith

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#12
Hallo,
was ist aber die Alternative ?
Ich kann mit Druck umgehen, aber ich habe auch die Verantwortung für meine Frau.
Gerät sie in die Fänge der Arge geht sie psychisch kaputt.
Nur eins steht jetzt für mich fest, ich (55) werde keine 220-240h im Monat (4€) arbeiten.
Viele Grüße
dehart

Hallo Dehart,
das kann ich gut verstehen. Vielleicht ist die einzige Alternative Zeit. Mittlerweile steht es jeden Tag in den Medien - siehe heute FR - FAZ - Welt, dass es immer mehr Niedriglöhner gibt. Und dass der Merkel Aufschwung ne Lüge ist. Die einzige Hoffnung ist die, dass es - leider - immer mehr betrifft und dass irgendwann in D mal auch die letzten aufwachen.
 

Demosthenes

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#13
Tja, was ist Arbeit?

Arbeit ist anspruchsvoll, angemessen (=gut) bezahlt und ist idR eine "Herausforderung", also möglichst nicht monoton usw.

Beschäftigung kann sich ein selbständig denkender Mensch auch selbst verschaffen, dazu braucht man keine ARGE oder sonstwen.

Sklaverei ist meines Wissens nach (zumindest in Deutschland) illegal, und sollte zur ANzeige gebracht werden.
 
E

ExitUser

Gast
#14
Solange die Menschen gegeneinander ausgespielt werden, wird sich nichts ändern. Beispiel ist das Blödfernsehen. Da werden angebliche, herumlungernde, Biertrinkende Hartz4- Bezieher gezeigt. Die Wirklichkeit wird ausgeblendet Man schürt damit bewusst Hass in der noch berufstätigen Bevölkerung. Nach einer Stunde zeigt man Wohlhabende die ihren Hund ein Halsband für 700 000€ kaufen können. Wiederum erzeugt man Neid, Unverständnis und Hass. Das ist politisch so gewollt- nur keine Einigkeit.
 

commie

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#15
Solange die Menschen gegeneinander ausgespielt werden, wird sich nichts ändern. Beispiel ist das Blödfernsehen. Da werden angebliche, herumlungernde, Biertrinkende Hartz4- Bezieher gezeigt. Die Wirklichkeit wird ausgeblendet Man schürt damit bewusst Hass in der noch berufstätigen Bevölkerung. Nach einer Stunde zeigt man Wohlhabende die ihren Hund ein Halsband für 700 000€ kaufen können. Wiederum erzeugt man Neid, Unverständnis und Hass. Das ist politisch so gewollt- nur keine Einigkeit.

Dein Beitrag leidet an einem großen Denkfehler - zwar ist es schon so, daß das TV Reichtum präsentiert, doch aber nicht, um "Neid, Unverständis und Haß" zu erzeugen - vielmehr soll dadurch die bürgerliche Ideologie gefördert werden, wonach jeder alles erreichen kann, wenn er nur will. Haß auf die besitzende Klasse zu erzeugen, liegt wohl kaum im Interesse der Herrschenden... aber genug Kleinbürger lassen sich von bourgeoisem Prunk und Protz die Sinne verkleistern...

Und Einigkeit mit Leuten, die ihrem Hund ein Halsband für 700 000 € kaufen - das ist eine irrige, völlig realitätsferne Idee. Wir reden hier von der Ausbeuterklasse, die diese 700 000 € durch Ausbeutung der arbeitenden Klasse zusammengeschnorrt hat. Diese beiden Klassen haben KEINE gemeinsamen Interessen und werden niemals zusammenarbeiten - wieso auch, ihre Interessen sind diametral gegenübergestellt!

Nicht die politische Klasse ist der Unterdrücker, die besitzende ist es...
 

Atlantis

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#16
so ist es kaum besitz der mensch was mutiert er zum arsc.......
und egoist.
 

Liebe Tweety

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#17
...und da muß sich eben einiges ändern - es darf einfach niemand mehr überhaupt einen "Job" machen, der so lausig bezahlt wird, daß er noch bezuschußt werden muß usw... dies muß allerdings definitiv durch Erhöhung der Löhne und Gehälter geschehen und nicht durch weitere Senkung des ALG usw - das ist sowieso schon mehr als zu niedrig.


Geht doch schon mindestens 40 Jahre so schon.

Im Prinzip kann so ein "Umschwung von Unten" nur gelingen, wenn endlich mal die Front der arbeitenden Bevölkerung geschlossen die Ausbeutung verweigert und für so einen Witz von einem Lohn wie er oftmals derzeit der Fall ist eben überhaupt nicht mehr arbeitet. Wenn eben niemand diese Arbeit mehr tut werden die AGs schon mehr zahlen müssen...
Mit Einigikeit und man sollte schon den Weg finden und den richtigern Weg einschlagen
 

mcbarnie

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#18
Mit Einigikeit und man sollte schon den Weg finden und den richtigern Weg einschlagen
Einigkeit....da liegt auch schon der Hund begraben. In manchen Unternehmen ist die Geschäftsführung bestrebt, einen zu guten Zusammenhalt der Belegschaft zu verhindern.

Das habe ich schon vor ca. 20 Jahren im Einzelhandel erlebt. Da würden Verkäufer aus einzelnen Abteilung in andere Filialen gesteckt, weil sie zu gut harmonierten.

Und wer das nicht mitmachte, bekam den Spruch: Entweder gehen sie dahin wo wir das wollen oder sie können sich beim Arbeitsamt melden. :icon_frown:
 

sirhenry

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#19
Die Frage ob es sich "lohnt zu arbeiten" können sich nur wenige Menschen auf dieser Welt stellen, sie würden sonst verhungern.
 
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