Lohnsteuer zurück verschweigen?

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

Nummer23

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
16 März 2013
Beiträge
8
Bewertungen
0
Hallo,

ich weiß das ich dazu verpflichtet bin das Geld was ich wiederbekomme anzugeben, das es dann angerechnet wird weil es als Einkommen gezählt wird.

Jetzt schreiben hier soviele von diesem automatisierten Datenabgleich und das es auf jeden Fall rauskommt, wird dies den wirklich automatisch gemacht oder wird das vom SB einzelnd geprüft?

Komischerweise hat es die ARGE nie mitbekommen das ich 2010 und 2011 Lohnsteuer bekommen habe als ich im Bezug war. Obwohl ich im gleichen Jahr noch einen Neuantrag stellen musste.
Mich wundert es auch immer das die mich nie nach der Lohnsteuererklärung fragen.

Die Summe die ich jetzt wiederbekomme würde ich natürlich gerne wieder verschweigen, die Sache ist aber so das ich jetzt ein Kind habe und es niemals riskieren möchte das falls es rauskommt, mein komplettes Geld gestrichen wird und ich mein Kind nicht mehr ernähren kann.

Ich lebe in einer BG, würde dann nur das Geld von mir gestrichen oder von allen? Meine Freundinn und Tochter können ja nichts dafür also warum sollte denen auch das Geld gestrichen werden.

Und was würde so eine Anzeige wegen Sozialbetruges nach sich ziehen? Wie hoch sind da die Geldstrafen? bzw die Folgen?

Freundliche Grüße!
 

Makale

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
28 Januar 2013
Beiträge
3.349
Bewertungen
3.468
Du hast es richtig erkannt alles soweit. Denke erst gar nicht daran es zu verschweigen, denn wenn die erst einmal "Blut geleckt haben" bist du richtig dran. Denn auch die in der Vergangenheit verschwiegenen Einnahmen können noch "auffliegen". Weitere Auskünfte wirst du hier wohl kaum bekommen, denn weder ich noch jemand anderes des Forums wird dir zur Vertuschung einer Straftat verhelfen.
 

Nummer23

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
16 März 2013
Beiträge
8
Bewertungen
0
denn weder ich noch jemand anderes des Forums wird dir zur Vertuschung einer Straftat verhelfen.

das wollte ich auch nicht mit dem Post bezwecken, ich wollte wissen was passieren kann? Geld zurück zahlen ist klar, ich würde es ja eh nicht ausgeben und auf dem Konto lassen.

Mich wundert es nur das immer alle schreiben kommt auf jeden Fall raus und ich hatte schon 2 mal Glück.

Was passiert mir denn bei einer Anzeige wegen Sozialbetruges?

Und wird mir von den Steuern wenn ich sie angebe wenigstens der Freibetrag von 160 € überlassen oder auch nicht?
 

hartaber4

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
8 September 2011
Beiträge
11.612
Bewertungen
2.631
§ 52 SGB II Automatisierter Datenabgleich

(1) Die Bundesagentur und die zugelassenen kommunalen Träger überprüfen Personen, die Leistungen nach diesem Buch beziehen, zum 1. Januar, 1. April, 1. Juli und 1. Oktober im Wege des automatisierten Datenabgleichs daraufhin, 1.ob und in welcher Höhe und für welche Zeiträume von ihnen Leistungen der Träger der gesetzlichen Unfall- oder Rentenversicherung bezogen werden oder wurden,
2.ob und in welchem Umfang Zeiten des Leistungsbezuges nach diesem Buch mit Zeiten einer Versicherungspflicht oder Zeiten einer geringfügigen Beschäftigung zusammentreffen,
3.ob und welche Daten nach § 45d Absatz 1 und § 45e des Einkommensteuergesetzes an das Bundeszentralamt für Steuern übermittelt worden sind,
4.ob und in welcher Höhe ein Kapital nach § 12 Absatz 2 Nummer 2 nicht mehr dem Zweck einer geförderten zusätzlichen Altersvorsorge im Sinne des § 10a oder des Abschnitts XI des Einkommensteuergesetzes dient,
5.ob und in welcher Höhe und für welche Zeiträume von ihnen Leistungen der Träger der Sozialhilfe bezogen werden oder wurden,
6.ob und in welcher Höhe und für welche Zeiträume von ihnen Leistungen der Bundesagentur als Träger der Arbeitsförderung nach dem Dritten Buch bezogen werden oder wurden,
7.ob und in welcher Höhe und für welche Zeiträume von ihnen Leistungen anderer Träger der Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen werden oder wurden.

(2) Zur Durchführung des automatisierten Datenabgleichs dürfen die Träger der Leistungen nach diesem Buch die folgenden Daten einer Person, die Leistungen nach diesem Buch bezieht, an die in Absatz 1 genannten Stellen übermitteln: 1.Name und Vorname,
2.Geburtsdatum und -ort,
3.Anschrift,
4.Versicherungsnummer.

(2a) Die Datenstelle der Rentenversicherungsträger darf als Vermittlungsstelle die nach den Absätzen 1 und 2 übermittelten Daten speichern und nutzen, soweit dies für die Datenabgleiche nach den Absätzen 1 und 2 erforderlich ist. Sie darf die Daten der Stammsatzdatei (§ 150 des Sechsten Buches) und der bei ihr für die Prüfung bei den Arbeitgebern geführten Datei (§ 28p Absatz 8 Satz 2 des Vierten Buches) nutzen, soweit die Daten für die Datenabgleiche erforderlich sind. Die nach Satz 1 bei der Datenstelle der Rentenversicherungsträger gespeicherten Daten sind unverzüglich nach Abschluss des Datenabgleichs zu löschen.
(3) Die den in Absatz 1 genannten Stellen überlassenen Daten und Datenträger sind nach Durchführung des Abgleichs unverzüglich zurückzugeben, zu löschen oder zu vernichten. Die Träger der Leistungen nach diesem Buch dürfen die ihnen übermittelten Daten nur zur Überprüfung nach Absatz 1 nutzen. Die übermittelten Daten der Personen, bei denen die Überprüfung zu keinen abweichenden Feststellungen führt, sind unverzüglich zu löschen.
(4) Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung das Nähere über das Verfahren des automatisierten Datenabgleichs und die Kosten des Verfahrens zu regeln; dabei ist vorzusehen, dass die Zuleitung an die Auskunftsstellen durch eine zentrale Vermittlungsstelle (Kopfstelle) zu erfolgen hat, deren Zuständigkeitsbereich zumindest das Gebiet eines Bundeslandes umfasst.
 

Makale

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
28 Januar 2013
Beiträge
3.349
Bewertungen
3.468
das wollte ich auch nicht mit dem Post bezwecken, ich wollte wissen was passieren kann? Geld zurück zahlen ist klar, ich würde es ja eh nicht ausgeben und auf dem Konto lassen.

Mich wundert es nur das immer alle schreiben kommt auf jeden Fall raus und ich hatte schon 2 mal Glück.

Was passiert mir denn bei einer Anzeige wegen Sozialbetruges?

Grundsätzlich bist du verpflichtet jede Änderung in deinen persönlichen Verhältnissen unverzüglich beim Leistungsträger anzuzeigen. Ich bin mir sicher dies weißt du aber auch. Was passiert wenn es raus kommt ? Nun ja Leistungsbetrug ist kein Bagatelldelikt, d.h. bei 3 verschwiegenen Einnahmen gibt's min. ne saftige Geldstrafe ... Manchmal geht es gut, aber in einem Überwachungsstaat wie unsere BRD sollte man sich niemals drauf verlassen. Vor allem wenn man Verpflichtungen gegenüber seinem Kind und Frau hat, sollte man lieber ehrlich sein.
 

Nummer23

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
16 März 2013
Beiträge
8
Bewertungen
0
Grundsätzlich bist du verpflichtet jede Änderung in deinen persönlichen Verhältnissen unverzüglich beim Leistungsträger anzuzeigen. Ich bin mir sicher dies weißt du aber auch. Was passiert wenn es raus kommt ? Nun ja Leistungsbetrug ist kein Bagatelldelikt, d.h. bei 3 verschwiegenen Einnahmen gibt's min. ne saftige Geldstrafe ... Manchmal geht es gut, aber in einem Überwachungsstaat wie unsere BRD sollte man sich niemals drauf verlassen. Vor allem wenn man Verpflichtungen gegenüber seinem Kind und Frau hat, sollte man lieber ehrlich sein.

Ja ich werde es wohl melden, darf ich dann wenigstens den Freibetrag von 160 € behalten?
 

Makale

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
28 Januar 2013
Beiträge
3.349
Bewertungen
3.468
Ja ich werde es wohl melden, darf ich dann wenigstens den Freibetrag von 160 € behalten?

Bedenke aber auch, wenn du es meldest, dann solltest auch die in der Vergangenheit verschwiegenen Einnahmen melden. Aus Erfahrung mit solchen Fällen kann ich dir sagen die werden nachhaken :cool:

Nein der Freibetrag gilt nur bei Einkommen durch Erwerbsarbeit. Bei dir wird lediglich die monatliche Versicherungspauschale von 30 Euro abgezogen und der Rest auf 6 Monate verteilt, je nach dem wie hoch die Einnahmen sind.
 

Makale

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
28 Januar 2013
Beiträge
3.349
Bewertungen
3.468
Du gibst beispielweise den Fuffi in bar vom Oma zum Geburtstag an?

Weiter so..... vorbildlich!

Nicht so voreilig Kollege ! :biggrin:

Hier geht es um Steuerrückerstattung, welche übers Konto läuft. Eine Zuwendung von Omi kann man hier nicht vergleichen ... und ja ich bin auch gegen jede Art von "Schwarzeinnahmen" in größeren Maße, die neben dem Leistungsbezug laufen.

Moralisch gesehen würd ich diese Steuerrückerstattung dem TE bzw. seiner Familie gönnen, aber der Gesetzgeber sieht das nun mal nicht so. Es ging mir hier lediglich ums Gesetzliche.
 

Nummer23

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
16 März 2013
Beiträge
8
Bewertungen
0
Bedenke aber auch, wenn du es meldest, dann solltest auch die in der Vergangenheit verschwiegenen Einnahmen melden. Aus Erfahrung mit solchen Fällen kann ich dir sagen die werden nachhaken :cool:

Hmmm na toll:icon_kinn:

also habe ich 2 Möglichkeiten

a. ich melde die jetztige Summe und bekomm dann vermutlich einen dran wegen 2009 und 2010, das Geld ist natürlich nicht mehr da

b. ich melde es nicht, habe vllt Glück und wenn nicht bekomme ich einen dran wegen 2009,2010 und 2012

Tolle Optionen:confused:
 

Makale

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
28 Januar 2013
Beiträge
3.349
Bewertungen
3.468
Hmmm na toll:icon_kinn:

also habe ich 2 Möglichkeiten

a. ich melde die jetztige Summe und bekomm dann vermutlich einen dran wegen 2009 und 2010, das Geld ist natürlich nicht mehr da

b. ich melde es nicht, habe vllt Glück und wenn nicht bekomme ich einen dran wegen 2009,2010 und 2012

Tolle Optionen:confused:

Jedenfalls hast du ein Problem.

Wenn du alle verschwiegenen Einnahmen freiwillig nachträglich noch meldest, hast du gute Chancen nicht mal ein Bußgeld zu kassieren, allerdings natürlich entsprechende Rückzahlungen. Gehst du allerdings den andern Weg bekommste unter Umständen richtig eine aufs Dach, was sehr "schmerzlich" sein kann.
 

Speedport

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
15 Mai 2007
Beiträge
3.334
Bewertungen
998
Manchmal kann man sich nur wundern.

Nicht nur, über die Cleverness, Gelder zu verschweigen, die übers Konto laufen und vom automatisierten Datenabgleich erfasst sind, sondern noch mehr, hier in aller Offenheit über begangenen Leistungsbetrug zu posten.

Ist dem @TE nicht klar, daß es für jeden Behörden-MA eine kleine Mühe wäre, eine Untersuchung zu veranlassen?

In der die entsprechenden Stellen die Daten des @TE ohne weiteres erfahren würden?

Denn schließlich handelt es sich um eine Straftat.
 

echt machtlos

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
25 Januar 2013
Beiträge
1.561
Bewertungen
273
Mach deine Steuererklärung lieber erst wenn du wieder arbeitest,sonst verschenkst du das Geld.Dafür sehe ich beim besten Willen keinen Grund.
Es ist auch nicht gerade in Ordnung das dieses Geld nicht dem Schonvermögen zugerechnet wird.Den man hat es ja zu einem ganz anderen Zeitpunkt erwirtschaftet würde mich auch mal interessieren ob da nicht schon gegen geklagt wurde.
 

Nummer23

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
16 März 2013
Beiträge
8
Bewertungen
0
Werde es Montag melden, aber nicht auf die Summen von den Jahren davor hinweisen. vllt habe ich ja Glück.

Habe heute eine Bekannte gefragt die in der Leistungsabteilung im Jobcenter arbeitet, und die meint der Datenabgleich wird nicht automatisch gemacht sondern Stichprobenartig. Daher ist es wohl vorher nicht aufgefallen.

Ist dem @TE nicht klar, daß es für jeden Behörden-MA eine kleine Mühe wäre, eine Untersuchung zu veranlassen?

Na klar wegen ca. 1200 € so nen Aufwand machen, wie lächerlich wäre das denn. Genauso lächerlich empfinde ich es dies als Straftat darzustellen, aber klar bescheißt man den Staat ist man ja eh mehr dran als jeder Kinderschänder.....
 

biddy

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
6 Mai 2007
Beiträge
13.403
Bewertungen
4.585
Es ist auch nicht gerade in Ordnung das dieses Geld nicht dem Schonvermögen zugerechnet wird.Den man hat es ja zu einem ganz anderen Zeitpunkt erwirtschaftet würde mich auch mal interessieren ob da nicht schon gegen geklagt wurde.

Ist längst höchstrichterlich abgeklärt, dass es Einkommen ist und nicht Vermögen. Zum Beispiel durch die Bundessozialgerichtsurteile B 4 AS 49/08 R oder B 4 AS 29/07 R.
 

Speedport

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
15 Mai 2007
Beiträge
3.334
Bewertungen
998
Werde es Montag melden, aber nicht auf die Summen von den Jahren davor hinweisen. vllt habe ich ja Glück.

Habe heute eine Bekannte gefragt die in der Leistungsabteilung im Jobcenter arbeitet, und die meint der Datenabgleich wird nicht automatisch gemacht sondern Stichprobenartig. Daher ist es wohl vorher nicht aufgefallen.



Na klar wegen ca. 1200 € so nen Aufwand machen, wie lächerlich wäre das denn. Genauso lächerlich empfinde ich es dies als Straftat darzustellen, aber klar bescheißt man den Staat ist man ja eh mehr dran als jeder Kinderschänder.....
Eine Standardabfrage über den HE @Nummer23 beim zuständigen Finanzamt kostet den/die SB keine fünf Minuten.

Die lassen sich nicht gerne verars......., besonders nicht hier im Forum.

Da sind die völlig humorlos, vermute ich mal.
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten