Lohnsenkung und Aufhebung des Kündigungsschutz zur Krisenbekämpfung

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Die Antwort

Gast
... Doch da sind die Pläne vom designierten Koalitionspartner, die Sozialleistungen auf breiter Front zu kürzen, wie sie FDP-Spaßkanzlerkandidat Guido Westerwelle schon teilweise offen dargelegt hat. Doch das ist nur die Spitze des Wunschlisteneisbergs. Erst kürzlich stimmte Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt in den Chor seines spanischen Kollegen ein. In einigen Branchen sei wegen der massiven wirtschaftlichen Schwierigkeiten betriebswirtschaftlich gerechtfertigt, die Tariflöhne zu senken, will auch er die Kaufkraft der Beschäftigten weiter beschneiden. "Auch die Kurzarbeit belastet die Unternehmen finanziell erheblich", schob er eine Drohung nach.

Hundt schloss nicht aus, "dass übertarifliche Vereinbarungen oder aber Arbeitsbedingungen in den Manteltarifverträgen verändert werden, die zu einer Senkung der Kostenbelastung der Unternehmen führen". Damit dürfte er auch Arbeitszeitverlängerungen meinen, die im Manteltarif geregelt wird. Ähnliches ist, meist leise, nun fast überall zu hören. Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) spricht zum Beispiel von einem "Belastungsmoratorium" für die Wirtschaft.

Gürtel enger schnallen, lautet also erneut die Devise, kommt einem irgendwie schon bekannt vor. Dabei erklärte unsere Bundeskanzlerin im November 2007, nach langen Jahren der Reallohneinbußen: "Der Aufschwung kommt bei den Menschen an." Ihrer Meinung nach wäre es damals darauf angekommen, die Grundlage für diesen Aufschwung zu stärken.

Im Rückblick ist dieser Satz die Bankrotterklärung einer Kanzlerin, die die aufziehende größte Finanz- und Wirtschaftskrise seit den 1930er Jahren nicht wahrnehmen konnte oder wollte. Noch Monate später fabulierte sie, Deutschland drohe, anders als anderen Ländern, nicht einmal eine Rezession ( Börsen in Panik). Das ist sicher auch keine Leistung, für die man im Amt bestätigt werden dürfte. Doch auch in Deutschland hoffen die Unternehmer auf eine noch wirtschaftsliberalere Regierung aus Union und FDP, um auch hier die Pfeiler eines vergangenen Sozialstaats zu schleifen, die es verhindert haben, dass Deutschland wie Spanien in eine extrem tiefe Krise abgleitet. So dass wohl neben Spanien bald auch Deutschland vom Regen in die Traufe geraten dürfte...

TP: Lohnsenkung und Aufhebung des Kündigungsschutz zur Krisenbekämpfung
 

Kleeblatt

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Darf ich mal ganz bescheiden nachfragen wo genau denn der Kündigungsschutz (abgesehen von einigen Angestellten im ÖD und bei Beamten) noch existiert ?
 

gerda52

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AW: Lohnsenkung und Aufhebung des Kündigungsschutz zur Krisenbekämpfung - Hat Guttenb

Da passt das Folgende auch ganz gut:

Hat Guttenberg neoliberale Pläne in der Schublade?

Kritik an Guttenberg reißt nicht ab - Minister dementiert

Die Kritik an angeblichen neoliberalen Plänen von Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) reißt trotz eines Dementis seines Ministeriums nicht ab. "Was Herr zu Guttenberg anstrebt, lässt mich grausen: Arbeitnehmerrechte beschneiden, Mindestlöhne wieder abschaffen und die Mehrwertsteuer erhöhen", sagte SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier dem "Kölner Stadt-Anzeiger". "Was in dem Papier steht, führt zu mehr Arbeitslosigkeit." Guttenberg distanzierte sich derweil klar von dem Papier aus seinem Ministerium und kritisierte die Angriffe als Wahlkampftaktik.

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M.E. wird ohnehin seit Ende 2008 eine reine Beschwichtigungs- und Sand-in-die-Augen-streu-Politik betrieben, die lediglich die Zeit bis zur Wahl überbrücken soll. Danach geht die Post so richtig ab.

 

hartzhasser

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AW: Lohnsenkung und Aufhebung des Kündigungsschutz zur Krisenbekämpfung - Hat Guttenb

Da passt das Folgende auch ganz gut:



M.E. wird ohnehin seit Ende 2008 eine reine Beschwichtigungs- und Sand-in-die-Augen-streu-Politik betrieben, die lediglich die Zeit bis zur Wahl überbrücken soll. Danach geht die Post so richtig ab.


wie hieß es damals noch? niemand will eine Mauer bauen.

lg hartzhasser
 
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