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Lohnpfändung und Jobwechsel

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Socke

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#1
Hallo zusammen!

Ich habe mal eine Frage!
Bei mir liegt eine Lohnpfädung vor.... direkt bei meinem Arbeitgeber.
Nun steht ein eventueller Arbeitswechsel an, wie läuft das jetzt mit der Pfändung weiter? Bekommt der Gläubiger das selbst heraus Wo bzw. Wer der neue Arbeitgeber ist? Wie weit dürfen die Gläubiger gehen?
 

Silvia V

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#2
Hallo zusammen!

Ich habe mal eine Frage!
Bei mir liegt eine Lohnpfädung vor.... direkt bei meinem Arbeitgeber.
Nun steht ein eventueller Arbeitswechsel an, wie läuft das jetzt mit der Pfändung weiter? Bekommt der Gläubiger das selbst heraus Wo bzw. Wer der neue Arbeitgeber ist? Wie weit dürfen die Gläubiger gehen?
Dem Gläubiger wird sicher auffallen,wenn kein Geld mehr von Dir kommt.
Er hat dann u.a. die Möglichkeit Dich zur eidesstattlichen Versicherung zu laden und da bist Du verpflichtet den neuen AG zu nennen.
Selbst wenn Du erst vor kurzer Zeit die EV abgelegt hast,wird Dir dies nichts nützen,denn die von Dir angekündigte Veränderung in Deinen Verhältnissen,rechtfertigt eine erneute EV.
 

gerda52

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#3
Silvia V sagte :
Selbst wenn Du erst vor kurzer Zeit die EV abgelegt hast,wird Dir dies nichts nützen,denn die von Dir angekündigte Veränderung in Deinen Verhältnissen,rechtfertigt eine erneute EV.
:confused:

Ich nochmal. Wo werden Veränderungen in den Verhältnissen angekündigt?

In der EV?
 

Socke

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#4
:confused:

Ich nochmal. Wo werden Veränderungen in den Verhältnissen angekündigt?

In der EV?
Hallo!

Ääähh war das jetzt eine Frage oder ein Hinweis?:icon_confused:

Ich bin also verpflichtet diese Änderung (Arbeitswechsel) dem Gläubiger zu melden? Ich wäre ja bereit von mir aus Ratenzahlungen vorzunehmen.... aber ich glaube darauf würden die sowieso nicht mehr eingehen.
Wie sollte ich mich denn am besten verhalten?
 

Silvia V

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#5
:confused:

Ich nochmal. Wo werden Veränderungen in den Verhältnissen angekündigt?

In der EV?
Socke hat doch hier geschrieben,das ein Arbeitsplatzwechsel bevorsteht.
Damit wird die Lohnpfändung beim derzeitigen AG hinfällig,wenn Socke nun keine
Lust hat dem Gläubiger diese Veränderung mitzuteilen,damit die Lohnpfändung beim neuen AG wieder aufleben kann,dann hat der Gläubiger das Recht eine EV,oder die Ergänzung einer bestehenden EV zu fordern.

Ist alles nicht so einfach:wink:
 

Silvia V

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#6
Hallo!

Ääähh war das jetzt eine Frage oder ein Hinweis?:icon_confused:

Ich bin also verpflichtet diese Änderung (Arbeitswechsel) dem Gläubiger zu melden? Ich wäre ja bereit von mir aus Ratenzahlungen vorzunehmen.... aber ich glaube darauf würden die sowieso nicht mehr eingehen.
Wie sollte ich mich denn am besten verhalten?

Verpflichtet bist Du nicht unbedingt..aber es könnte dann das passieren,was ich Dir bereits geschrieben habe.
So richtig gut kommst Du aus dieser Nummer nicht raus:rolleyes:


Wann muss ich eine Eidesstattliche Versicherung (E.V.) abgeben?

Natürlich fällt die Abgabe einer Eidesstattlichen Versicherung, früher Offenbarungseid genannt, schwer. Die meisten Menschen mit Schulden fürchten sich vor diesem Schritt, zumal in der Ladung zur Abgabe der Eidesstattlichen Versicherung auch noch von Haftbefehl und Gefängnis die Rede ist. Diese Angst in jedoch unbegründet: Überschuldung an sich ist nicht strafbar!

Ihre Gläubiger erfahren durch Ihre Eidesstattliche Versicherung, wie Ihre aktuelle Vermögenssituation aussieht. Durch Ihre Angaben, die Sie schriftlich im Vermögensverzeichnis machen müssen, erhalten die Gläubiger Aufschluss über etwaige Pfändungsmöglichkeiten. Die Abgabe der Eidesstattlichen Versicherung kann von Ihren Gläubigern beantragt werden, wenn ein vollstreckbarer Titel vorhanden ist und

* eine Pfändung ganz oder teilweise erfolglos war, oder
* Sie die Durchsuchung Ihrer Wohnung verweigert haben, oder
* der Gerichtsvollzieher Sie trotz vorheriger Ankündigung seines Besuches wiederholt nicht in Ihrer Wohnung angetroffen hat.

Und natürlich sind Sie im Rahmen einer Eidesstattlichen Versicherung zu wahrheitsgemäßen und vollständigen Angaben über Ihre Vermögenssituation verpflichtet.
Haben Sie in den letzten drei Jahren bereits eine Eidesstattliche Versicherung abgegeben?

Eine Eidesstattliche Versicherung verschafft Ihren Gläubigern einen aktuellen Überblick über Ihre etwaigen pfändbaren Vermögenswerte. Ist offenkundig, dass bei Ihnen keine nennenswerten Vermögenswerte vorhanden sind, wird jeder vernünftige Gläubiger Sie voraussichtlich für eine Zeit in Ruhe lassen. Denn andernfalls müsste dieser die Kosten für erfolglose Zwangsvollstreckungsmaßnahmen vorstrecken. Erst nach drei Jahren kann von Ihnen grundsätzlich wieder die Abgabe einer Eidesstattlichen Versicherung verlangt werden. Ausnahme: Kann ein Gläubiger glaubhaft machen, dass sich bei Ihnen die Vermögens- oder Einkommensverhältnisse verändert haben, kann er auch entsprechend früher die Abgabe einer neuen oder die Ergänzung einer alten Eidesstattlichen Versicherung von Ihnen verlangen. Dies gilt immer bei einem Arbeitsplatzwechsel.

http://www.meine-schulden.de/ratgeber/eidesstattliche_versicherung#elem_007
 

gerda52

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#7
Silvia V sagte :
Socke hat doch hier geschrieben,das ein Arbeitsplatzwechsel bevorsteht.
Damit wird die Lohnpfändung beim derzeitigen AG hinfällig,wenn Socke nun keine
Lust hat dem Gläubiger diese Veränderung mitzuteilen, ..

Dann braucht er das auch nicht zu tun. :smile:

damit die Lohnpfändung beim neuen AG wieder aufleben kann,

Und das schließe ich aus, weil für den neuen AG mit Sicherheit ein neuer Pfändungsauftrag vergeben werden muss. Das alles braucht aber seine Zeit, und da Socke bereit ist zu zahlen, kann er die gewonnene Zeit ebensogut zur Verbesserung von Verhandlungsaussichten nutzen.

dann hat der Gläubiger das Recht eine EV,oder die Ergänzung einer bestehenden EV zu fordern.

Ist alles nicht so einfach:wink:
Ein Vorschlag wäre z.B.: Einen Dauerauftrag über einen angemessenen Ratenbetrag einrichten, den Gläubiger darüber (Angabe der Bankverbindung natürlich auch vermeiden) und über die Beendigung des Arbeitsverhältnisses unterrichten und gleichzeitig darum bitten, vorläufig von weiteren Zwangsvollstreckungen abzusehen. Und dann schaun wir mal, was kommt.

Dass Ratenzahlung zusätzlich zur Lohnpfändung finanziell nicht geht, ahnt der Gläubiger (Gläubigervertreter) sicher auch.

Anderer Tipp: Direkt Kontakt mit dem GV aufnehmen. Der Name etc. steht auf dem Pfändungs- und Überweisungsbeschluss. Hat aber nur Sinn, wenn man innerhalb kurzer Zeit die Schuld abstottern kann.

Ps. Und wenn die Zahlung regelmäßig erfolgt, lässt sich damit die EV bestimmt erfolgreich abwenden.
 
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