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Lohnkostenzuschuss - Woher nimmt das Amt sich das

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jerry006

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#1
Hallo,

jemand soll eingestellt werden.

Bezahlt werden sollen 6 €/Stunde.

Die Person ist AlG II-Empfänger.

Lohnkostenzuschuss würde der AG nur erhalten, wenn die Person 7,26 €/Stunde erhalten würde.

Wie kommt das Amt zu dem "Richtwert" von 7,26 €? Jeder weiß, dass kein Job in dieser Größenordnung bezahlt wird.

Die Person hat schon für 4,80 € und 5,11 €/Stunde gearbeitet.

Sitzen auf dem Amt nur Theoretiker?
Die haben doch keine Ahnung, was "draußen" los ist!

Oder legen die die Messlatte so hoch, weil die wissen, dass kein AG einen solchen Stundenlohn bezahlen kann und somit das Amt vom Lohnkostenzuschuss "befreit" ist, da die öffentlichen Kassen eh leer sind!?

Die Person ist drei Jahre arbeitslos und Arbeit suchend. Könnte da nicht eine individuelle Ausnahme gemacht werden? Würde ja auch keiner erfahren!

Bitte um eure Antworten.

Vielen Dank im Voraus.

Schöne Grüße
 

Andi_

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#2
jerry006 sagte :
Bezahlt werden sollen 6 €/Stunde.
Ähm, was sind denn das für Jobs? Natürlich wird Lohnkostenzuschuss nur für existenzsichernde Arbeitsplätze gewährt. Die Frage ist, was das für ein Job ist und wie hoch ist der Tariflohn bzw. marktübliche Lohn?
 
E

ExitUser

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#3
Erdbeeren pflücken beim Bauer.Was anderes kann es ja nicht sein,da eine Putzfrau ja schon mehr verdient!Wer so einen Stundenlohn bezahlt,darf keine Arbeitslosen vermittelt bekommen.Oder noch besser:Strafanzeige durch die Arge wegen Lohndumping!
 

Arania

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#4
Es sollte aber noch jedem freigestellt sein ob er zu dem Stundenlohn arbeiten möchte, oder?
 
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#5
Arania sagte :
Es sollte aber noch jedem freigestellt sein ob er zu dem Stundenlohn arbeiten möchte, oder?
Wenn es ein existenzsicherndes bedingungsloses Grundeinkommen gäbe, ja, aber so: Nein!
 

rheinland

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#6
Also was die Frage von "Lohnkostenzuschuss", "Einarbeitungszuschuss", "Eingliederungszuschuss", oder wie die legale Abzocke auch sonst noch heißen mag, ist folgendes zu berücksichtigen.

1. Die zu fördernde Person soll/muss über zwei sogen. Vermittlungshemmnisse verfügen. Beispiel: Alter (Ü50), Dauer der Erwerbslosigkeit (Langzeitarbeitslosigkeit ab 1 Jahr), körperl. Einschränkungen (GdB), usw. Meiner Meinung nach hängt ein guter Sachbearbeiter/FM der BA bzw. der ARGE die "Hürden/Latte" für Fördermittel so hoch wie möglich, um das "Abgraben" oder "Mitnahmeeffekte" im Bereich Fördermittel weitestgehend auszuschließen zu können.... :)

2. Der sogen. Arbeitgeber muss einen schriftlichen Antrag stellen und erklären warum er gerade für diesen und/oder jenen Erwerbslosen Fördergelder abgraben möchte. Beispiel: Bei mir fragte jüngst eine sogen. Zeitarbeitsfirma nach Fördergelder nach. Ebenfalls klopfte ein sogen. Wohlfahrtsverband bei mir an, um für eine Haushaltshilfe einen Einarbeitungszuschuss/Lohnkostenzuschuss zu beantragen. Beides wurde abgelehnt !

Begründung: Zeitarbeitsfirmen sind nicht der ummittelbare Arbeitgeber der m. E. einen solchen Antrag stellen darf, da der Beschäftigte weiter verliehen wird (so macht man auf doppelter Weise Reibach = Steuergelder angraben u. durch "Sklavenverleih" geld für Nix zu kassieren, ist wie bei einem Makler der aus "Adressenangabe" Geld scheffelt...!"). Beim Wohlfahrtsverband wurde der Antrag negativ beschieden, da die Begründung "der zeitliche Aufwand für die Einarbeitung = Lohnkostebezuaschussung, sei sehr hoch, letztlich fadenscheinig und lächerlich (in meinen Augen sogar unverschämt !) ist.

3. Förderhöhe bzw. Dauer. In der Regel 30% - 50% der Bruttolohnkosten. Max Dauer 6 Monate bis 1 Jahr. Unter bestimmeten Voraussetzung auch länger. In der Regel ist die Zahl der zu fördernden Erwerbslosen begrenzt. Z. B. bei Neugründungen mit 5 Beschäftigten dürfen für max. 2 Erwerbslose Fördermittel beantragt werden. Die Förderung kann auch ein kostenloses "Praktikum" oder ergänzende Schulungen sein. Ebenfalls werden Führerscheine nach vorliegender Einstellungszusage (Handwerkerbetrieb, Spedition, Sozialstationen) finanziert.

4. Bringleistungen des Arbeitgebers vor der Förderung. Grundsätzlich AV mit Angabe des Gehalts. Von Gehalt muss Mensch leben können, als Maßstab gelten Tarifverträge, sofern der AG tarifgebunden ist. Auf alle Fälle muss der Erwerbslose unabhängig von ALG II werden. Unbefristeter AV. Arbeit muss zumutbar u. darf nicht "sittenwidrig" sein (Bei mir ist es so, dass ich diverse "Callcenter" als sittenwidrig einstufe/eingestuft habe :).

5. Meine Erfahrungen mit Fördermittel....! Ich halte nichts von diesen "UnternehmerFleischtöpfen". Wir sind mittlerweile an Punkten gelangt wo Unternehmer so dreist geworden sind und z. B. vor Ausbildungsbeginn vom zukünftigen Azubi ein mind. 6monatiges kostenloses Praktikum erwarten und anschließend von der Gemeinschaft die Ausbildung mittels Fördermittel finanzieren zu lassen.

Nach 5 Jahren Sozialamt und 1 ARGE habe ich beispielsweise die Erfahrung gemacht das von 100 % der geförderten Jugendlichen, kein einziger anschließend übernommen wurde. Die Förderungbeträgebetrugen in allen Fällen 2-2,5 Jahre Vollfinanzierung !!! Bei einer 3jährigen Ausbildung wurde dem Ausbilder 2,5 Jahre lang die kompl. Ausbildungsvergütungen samt SV-Beträge erstattet. Erst ab 01.01.2006 wurden hier bei uns neue Richtlinien im Rahmen der Förderung von betriebl. Ausbildungsgängen erlassen. Trotzdem liegt die max. Förderung noch bei satten 300,00 EUR.

6. Gegenforderungen aufstellen und Skandalisierung der Förderpraxis in der Öffentlichkeit .
Ich bin der Meinung, dass nach Jahren der Jugendarbeitslosigkeit die Erfüllung der Forderung nach einer Ausbildungsplatzabgabe überfällig ist. Ebenos sollten Erwerbslose die sogen. Mißbrauchsdiskussion in der Öffentlichkeit (Spieß umdrehen) einmal auf einer ganz anderen Ebene heben. Ich frage mich immer wieder ob es z. B. verläßliche Zahlen über das "Abgraben" und "Mitnahmeeffekte" bei Fördermittel für`s Kapital gibt !!! Das könnten/sollten Erwerbslose und Verbündete durchaus öffentlich machen !
 

jerry006

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#7
KURIERFAHRER!

die person hat schon für 4,80 (auslieferungsfahrer für ne pisseria) und für 5,11 (lager-/aushilfsarbeiter bei ner fa, die jetzt auch zu dhl gehört und ganz nah bei vw in baunatal ist!) gearbeitet!
 

rheinland

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#8
jerry006 sagte :
KURIERFAHRER!

die person hat schon für 4,80 (auslieferungsfahrer für ne pisseria) und für 5,11 (lager-/aushilfsarbeiter bei ner fa, die jetzt auch zu dhl gehört und ganz nah bei vw in baunatal ist!) gearbeitet!
Ich würde auch und gerade wegen der Entlohnung 4,80 EUR oder 5,11 EUR jegliche Fördermittel ausschließen. Ich bin nicht bereit solche Hungerlöhne mit Fördermittel zu subventionieren.

Alleine ver.di steht für eine Forderung nach einem Mindestlohn von 7,50 EUR. Bei der Linksfrakton sind es 8,00 EUR. Die WASG forderte einmal sogar 10,00 EUR Mindestlohn. Wir brauchen keine Fördermittel für`s Kapital, wir brauche einen gesetzlich festgelegten Mindeslohn und eine angemessene Grundsicherung für Jeden (ohne Vorbedingungen !!!!).
 

jerry006

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#9
rheinland sagte :
Ich würde auch und gerade wegen der Entlohnung 4,80 EUR oder 5,11 EUR jegliche Fördermittel ausschließen. Ich bin nicht bereit solche Hungerlöhne mit Fördermittel zu subventionieren.
bei diesen beiden jobs gings auch NICHT um lohnkostenzuschuss! ich wollte nur aufzeigen, dass es viele jobs gibt, die weit unterbezahlt sind und es aber leute gibt, die für solche löhne arbeiten. besser für wenig geld arbeiten, was zu tun haben, als schnorrermäßig zu hause rumlungern!

rheinland sagte :
Alleine ver.di steht für eine Forderung nach einem Mindestlohn von 7,50 EUR. Bei der Linksfrakton sind es 8,00 EUR. Die WASG forderte einmal sogar 10,00 EUR Mindestlohn. Wir brauchen keine Fördermittel für`s Kapital, wir brauche einen gesetzlich festgelegten Mindeslohn und eine angemessene Grundsicherung für Jeden (ohne Vorbedingungen !!!!).
das seh ich genauso! aber wie lange wird das noch dauern? ich bin mir aber sicher, dass viele dann arbeitslos sein werden, die jetzt für die hälfte arbeiten. denn zwei arbeiten für den lohn, wie nachher dann einer und nicht jeder ag hat so viel geld, dass er sich dann noch alle ans leisten kann!
 
E

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#10
[/quote]

besser für wenig geld arbeiten, was zu tun haben, als schnorrermäßig zu hause rumlungern!

[/quote]

Ja toll,Danke,dann unterstütz Du mal weiter diese raffgierigen Kapitalisten.
Wer so dumm ist und für 4,50€ arbeitet,ist auch so dumm und arbeitet für 2,50€.
Und wovon soll man leben?Ergänzendes Hartz IV?
Das Du dem Arbeitgeber indirekt Subventionen zahlst,merkst Du nicht? :kotz:
 

jerry006

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#11
besser für wenig geld arbeiten, was zu tun haben, als schnorrermäßig zu hause rumlungern!

[/quote]

Ja toll,Danke,dann unterstütz Du mal weiter diese raffgierigen Kapitalisten.
Wer so dumm ist und für 4,50€ arbeitet,ist auch so dumm und arbeitet für 2,50€.
Und wovon soll man leben?Ergänzendes Hartz IV?
Das Du dem Arbeitgeber indirekt Subventionen zahlst,merkst Du nicht? :kotz:[/quote]

naja, von wem geht denn dieses lohndumpinggetue aus? wohl vom gesetzgeber! arbeitslose sollen immer weniger bekommen, z. t. auch mit recht (gibt ja immer schwarze schafe!), aber an die ags gehn die net ran! wenn wir ags wären, würden wir jedes, auch noch so kleines schlupfloch ausnutzen! wer geld hat, will nur noch mehr! wer geld hat, ist geiziger, als welche, die kein geld ham! ...

wird endlich zeit für einen mindestlohn! aber s. auch meine o. g. bedenken!
 

rheinland

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#12
jerry006 sagte :
rheinland sagte :
besser für wenig geld arbeiten, was zu tun haben, als schnorrermäßig zu hause rumlungern!

denn zwei arbeiten für den lohn, wie nachher dann einer und nicht jeder ag hat so viel geld, dass er sich dann noch alle ans leisten kann!
Bei einer "offiziellen" Lesart von 4.4 Mill. Erwrbslosen (real mind. 7 Millionen) fällt es mir nicht nur schwer von Schnorrern zu reden. Die Schnorrer sitzen in der Regel auf der anderen Seite, z. B. in den Chefetagen bei der Dt. Bank, Daimler-Crysler oder Allianz. Oder ganz bekannte Persönlichkeiten wie Peter Hartz oder der ehem. Vorsitzende der BA Florian Gerster..., das sind nicht nur Schnorrer und Blender, dass sind richtige Riesenar.....!

Zu Deinem zweiten Post kann ich Dir nur sagen, dass es in diesem Wirtschaftssystem egal ist, auf wieviel Lohn/Gehalt die abhängig Beschäftigten freiwillig verzichten würden, um in der "Hauptsache über Arbeit zu verfügen". In diesem System ist jedes Unternehmen bestrebt den Faktor Arbeit "auszuschalten" (egal ob schwarze oder rote Zahlen), siehe Allianz. Mit 4 Mrd. EUR Umsatz werden trotzdem mal eben 7.000 Beschäftigte "freigesetzt". Oder siehe Krupp/Rheinhausen im Jahr 1987. Das war damals das modernste Stahlwerk in Europa und würde heute noch "Riesenkohle" bringen. Aber die Absprachen der Stahlkonzerne führten zur Stilllegung der Hochöfen, etc. und Massenarbeitslosigkeit,. Ich habe den Kampf damals "life" miterleben können und kann nur jeden empfehlen mal nach Duisburg Rheinhausen und Bruckhausen zu fahren und sich die Schei... vor Ort anschauen !

Deshalb sage ich Dir, dass solche Aussagen wie "Hauptsache Arbeit" oder "Teilung der Arbeit ohne Lohnausgleich" (so verstehe ich Dein Post) der vollkommen falsche Weg ist.
 
E

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Gast
#13
Genau.Ich geh nicht arbeiten,weil ich Langeweile habe und eine Beschäftigung brauche,sondern weil ich Frau u. Kinder ernähren muß.
Und wenn ein Arbeitgeber der Meinung sei,er könne nur einen "Polnischen Lohn" bezahlen, so soll er seine Geschäfte auch in Polen abwickeln und nicht hier die Not der Bürger skurpellos ausnutzen.
In meinen Augen sind solche Menschen nur Kriminell und Krank und dürfen nicht noch unterstützt werden.
 

alpha

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#14
Yup, DAS muß mal angeprangert werden und nicht die 4-5% Mißbrauchsquote ALG2....aber wir wissen ja welchem Herren die Medien und Politiker dienen :twisted:

( Das dumme ist nur, ich habe selber in Form eines Praktikums bei einer Umschulung mich ausbeuten lassen :( )
Eingestellt wurde ich trotzdem nicht :hmm:
 
E

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#15
alpha sagte :
( Das dumme ist nur, ich habe selber in Form eines Praktikums bei einer Umschulung mich ausbeuten lassen :( )
Eingestellt wurde ich trotzdem nicht :hmm:
Ist mir auch passiert und nie wieder.
Außer Lauf mal - Hol mal - Bring mal kam nichts bei rum.

Im Nachhinein kann ich jedem nur von einer Umschulung abraten.Wir waren 23 Leute im Kurs und keiner hat nicht einmal nach einem Jahr eine Arbeit, weil keiner Umschüler einstellen will. :(
 
E

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#16
...ich bin mir aber sicher, dass viele dann arbeitslos sein werden, die jetzt für die hälfte arbeiten. denn zwei arbeiten für den lohn, wie nachher dann einer und nicht jeder ag hat so viel geld, dass er sich dann noch alle ans leisten kann!
Wenn der AG nicht das Geld hat, um seine Mitarbeiter zu bezahlen, wird das Produkt nicht benötigt oder er kalkuliert falsch.

Sicher gibt es Situationen, in denen mit Hilfe von Fördermitteln Defizite ausgeglichen werden sollten. Aber nur solche, die beim Geförderten liegen, z.B. fehlende Kenntnis im Umgang mit neuer Technik oder die fehlende Routine auf Grund langer Arbeitslosigkeit. Wenn der Unternehmer zu niedrige Löhne zahlt, darf es eine Förderung aus Mitteln der Solidargemeinschaft oder mit Hilfe von Steuergeldern nicht geben.
 

Hawk321

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#17
Ein Arbeitgeber der keinen Stundenlohn von 10€ bezahlen kann bzw 9,50 (160Std), ist in meinen Augen nicht Professionel!

Wie meine Vorrednerin schon schrieb, er kalkuliert falsch oder das Produkt brauch keiner. Doch selbst wenn der AG falsch kalkuliert, ist dieser Hungerlohn nicht gerechtfertigt, den ein seriöser AG kommt gar nicht erst auf die Idee so einen Lohn anzubieten!

Zumal, arbeitet der AG auch für 6 € ?

Deine Lohnangabe ist meiner Meinung nach UNSERIÖS und VERBRECHERISCH!!!

Nach meiner rein persönlichen Meinung, ist Lohndumping LANDESVERRAT!!!
Durch diese Löhne wird Langfristig unsere Wirtschaft und unser Staat zerstört, einfach weil die Einnahmen fehlen.
 

alpha

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#18
muensterland1 sagte :
alpha sagte :
( Das dumme ist nur, ich habe selber in Form eines Praktikums bei einer Umschulung mich ausbeuten lassen :( )
Eingestellt wurde ich trotzdem nicht :hmm:
Ist mir auch passiert und nie wieder.
Außer Lauf mal - Hol mal - Bring mal kam nichts bei rum.

Im Nachhinein kann ich jedem nur von einer Umschulung abraten.Wir waren 23 Leute im Kurs und keiner hat nicht einmal nach einem Jahr eine Arbeit, weil keiner Umschüler einstellen will. :(
Naja, evtl. war meine Posting ein bisserl zu negativ. Habe da schon einiges gelernt. War ja auch in Arbeitsablauf eingebunden. Allerdings scheint die gute Meinung auf der Firma von mir auch nur unter den normalen Angestellten vorgeherrscht zu haben (die ich ja durch meine Tätigkeiten unterstützt habe), aber die Firma (Geschäftsführung) scheint das anderes zu sehen (jedenfalls dem Praktikantenzeugnis nach zu urteilen). Aber dazu siehe mein Posting im Job Forum.

Soweit ich weiß sind 2-3 Leute übernommen worden, einer war eh schon eine vollwertige Arbeitskraft bei seiner Firma und hatte vorher schon alles klar gemacht (Übernahme) - eine weitere Person hat ab August wohl einen neuen Job. Von den anderen weiß ich nichts.....denke man sollte Umschulungen nicht als grundsätzlich falsch ansehen. Allerdings wäre ich dafür, dass Praktikanten die länger bei einer Firma sind und somit tlw. "normale" Arbeit dort machen auch von der Firma in gewisser Höhe bezahlt werden sollten. Ob es nun Studenten sind o. Umschüler. Sitzen im Grunde im gleichen Boot durch ausgenutzte und unbezahlte Praktika....
 

alpha

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#19
Barney sagte :
...ich bin mir aber sicher, dass viele dann arbeitslos sein werden, die jetzt für die hälfte arbeiten. denn zwei arbeiten für den lohn, wie nachher dann einer und nicht jeder ag hat so viel geld, dass er sich dann noch alle ans leisten kann!
Wenn der AG nicht das Geld hat, um seine Mitarbeiter zu bezahlen, wird das Produkt nicht benötigt oder er kalkuliert falsch.

Sicher gibt es Situationen, in denen mit Hilfe von Fördermitteln Defizite ausgeglichen werden sollten. Aber nur solche, die beim Geförderten liegen, z.B. fehlende Kenntnis im Umgang mit neuer Technik oder die fehlende Routine auf Grund langer Arbeitslosigkeit. Wenn der Unternehmer zu niedrige Löhne zahlt, darf es eine Förderung aus Mitteln der Solidargemeinschaft oder mit Hilfe von Steuergeldern nicht geben.
UNTERSCHREIB !
:mrgreen:
 

jerry006

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#20
1. meinte ich, dass man natürlich nicht in vollzeit arbeiten sollte, wenn man dann weniger oder genauso viel geld hat, als wenn man alg II beziehen würde!
2. die person war drei jahre lang arbeitslos. ja, ich weiß, es gibt sehr viele, die leider noch länger arbeitslos sind/waren, irgendwann verlässt einen auch die motivation, man ist deprimiert, fühlt sich überflüssig, irgendwann ist man vielleicht (zwangsläufig) mit der situation "zufrieden", man denkt, ich kann eh nix für meine langzeitarbeitslosigkeit, ich tu doch alles, um arbeit zu bekommen, ... kennt die person alles! die person hat auch im monat für 400 € als nebeneinkommen gearbeitet. inkl. freibetrag blieben ihm 160 € übrig. das bei 77 std. da könnt ihr euch ausrechnen, welcher stdlohn übrigbleibt! aber die ganze zeit zu hause rumhängen, nix tun, warten, dass der himmel einem auf den kopf fällt? zwischendurch hat wohl jeder, besonders grad am anfang der arbeitslosigkeit, die gedanken "eigentlich gar nicht mal so schlecht! die ganze zeit zu hause. frei, urlaub, ...!" bis dann das erste jahr arbeitslosigkeit vorbei ist, ... aber was erzähl ich. die meisten oder vielleicht alle hier, kennen das!?
3. ich plädiere auch für einen mindestlohn! dann würde ich auch mehr verdienen! ;-) naja, ich bekomm auf jeden mehr, als bei alg II-bezug inkl. kosten für unterkunft und heizung. wenn mein chef mich dann noch bezahlen kann und nicht mehrere 400 €-jobber einstellt, was ja auch viele ags nach der damaligen gesetzesverabschiedung gemacht haben! aus vz wurde tz, dann kam 400 €! manchmal, ach, sehr oft, denke ich, dass politiker nur aus langeweile politik machen, gesetze verabschieden, ändern (müssen), ... irgendwann werden wir deutsche uns tot verwalten! und das sage ich als gelernter verwaltungsfachangestellter!
 

Andi_

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#21
jerry006 sagte :
1. meinte ich, dass man natürlich nicht in vollzeit arbeiten sollte, wenn man dann weniger oder genauso viel geld hat, als wenn man alg II beziehen würde!
2. die person war drei jahre lang arbeitslos. ja, ich weiß, es gibt sehr viele, die leider noch länger arbeitslos sind/waren, irgendwann verlässt einen auch die motivation, man ist deprimiert, fühlt sich überflüssig, irgendwann ist man vielleicht (zwangsläufig) mit der situation "zufrieden", man denkt, ich kann eh nix für meine langzeitarbeitslosigkeit, ich tu doch alles, um arbeit zu bekommen, ... kennt die person alles! die person hat auch im monat für 400 € als nebeneinkommen gearbeitet. inkl. freibetrag blieben ihm 160 € übrig. das bei 77 std. da könnt ihr euch ausrechnen, welcher stdlohn übrigbleibt! aber die ganze zeit zu hause rumhängen, nix tun, warten, dass der himmel einem auf den kopf fällt? zwischendurch hat wohl jeder, besonders grad am anfang der arbeitslosigkeit, die gedanken "eigentlich gar nicht mal so schlecht! die ganze zeit zu hause. frei, urlaub, ...!" bis dann das erste jahr arbeitslosigkeit vorbei ist, ... aber was erzähl ich. die meisten oder vielleicht alle hier, kennen das!?
3. ich plädiere auch für einen mindestlohn! dann würde ich auch mehr verdienen! ;-) naja, ich bekomm auf jeden mehr, als bei alg II-bezug inkl. kosten für unterkunft und heizung. wenn mein chef mich dann noch bezahlen kann und nicht mehrere 400 €-jobber einstellt, was ja auch viele ags nach der damaligen gesetzesverabschiedung gemacht haben! aus vz wurde tz, dann kam 400 €! manchmal, ach, sehr oft, denke ich, dass politiker nur aus langeweile politik machen, gesetze verabschieden, ändern (müssen), ... irgendwann werden wir deutsche uns tot verwalten! und das sage ich als gelernter verwaltungsfachangestellter!
Es ändert nichts an den grundsätzlichen Meinungen. Jobs für 6 EUR sind in D-Land nicht kostendeckend für den Arbeitnehmer. Als Arbeitgeber gehst du auch keinen Auftrag ein, der dich Geld kostet, oder? Du möchtest verdienen. Leben kann man davon nicht, wenn man keine Frau hat die mitarbeitet, vielleicht noch 2 Kinder, welche ebenfalls unterhalten werden wollen, ein Fahrzeug der unteren Mitteklasse und eine bescheidene Wohnung. Darum geht es im Kern der Aussagen. Wir müssen zu einem Mindestlohn kommen, der deutlich über dem ALG2 liegt. Nicht -nur- um die Anreize für Arbeit zu erhöhen, sondern eben -auch- um aus der Spirale nach unten rauszukommen, welche millionen Bürger zu Bürgern 3. Klasse in unserem reichen Deutschland macht. Hartz IV = Bürger 4. Klasse :pfeiff:
 
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#22
Hast Du Deinen Text sicherheitshalber auch 3x ausgedruckt,5x kopiert und abgeheftet? :lol: :lol:
 

Andi_

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#23
muensterland1 sagte :
Hast Du Deinen Text sicherheitshalber auch 3x ausgedruckt,5x kopiert und abgeheftet? :lol: :lol:
Meinst du mich?
 
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#24
Hier mal ein interessantes Urteil zum Thema sittenwidriger Lohn:

Nach Auffassung der Kammer war die Beschäftigung beim Arbeitgeber der Klägerin aus allgemeinen Gründen nicht zumutbar weil sie gegen gesetzliche Bestimmungen verstoßen hätte (§ 121 Abs. 2 SGB III). Insbesondere war die vorgesehene Arbeitsentgeltregelung im Sinne des § 138 Abs. 1 BGB sittenwidrig. Der Arbeitgeber kann sich nicht auf den Tarifvertrag berufen, weil dieser bei geltungserhaltender Auslegung eine günstigere Vergütung vorsah. Der Tarifvertrag hätte anderenfalls gegen elementare Gerechtigkeitsanforderungen, die der gesamten Rechtsordnung zugrunde liegen und in § 138 Abs. 1 BGB gesetzlichen Ausdruck finden, verstoßen und wäre insofern unwirksam gewesen.
Die Vereinbarung über das Arbeitsentgelt gehört zu den essenziellen Bestandteilen des Arbeitsvertrages, so dass eine Sittenwidrigkeit der Entgeltregelung auf die Zumutbarkeit des Stellenangebotes insgesamt durchschlägt. Die Beklagte ist als Träger der Sozialverwaltung
dem Gesetz verpflichtet. Es ist ihr deshalb verwehrt, Arbeitslosen Stellenangebote zu unterbreiten, die in wesentlicher Hinsicht gegen gesetzliche Vorgaben verstoßen. Noch weniger darf sie die Realisierung solcher Vermittlungsvorschläge mittels der ihr eingeräumten Sanktionsbefugnisse durchsetzen. Die Klägerin kann deshalb von der Beklagten nicht darauf verwiesen werden, eine Beschäftigung mit einer unwirksamen Arbeitsentgeltregelung zunächst aufzunehmen und sodann einen rechtmäßigen Lohn arbeitsgerichtlich durchzusetzen.
Das Urteil ist für uns insofern interessant, als es in seiner Begründung auf die Unzumutbarkeit von Zuweisungen des Arbeitsamtes inbezug auf Stellen in Bereich der sittenwidrigen Löhne eingeht.
 

Diana

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#25
rheinland sagte :
Also was die Frage von "Lohnkostenzuschuss", "Einarbeitungszuschuss", "Eingliederungszuschuss", oder wie die legale Abzocke auch sonst noch heißen mag, ist folgendes zu berücksichtigen.
Mitnahmeeffekt bzw. Mitnahmementalität der Unternehmen …. Gefordert, eingeführt und gebilligt von der Politik.
rheinland sagte :
1. Die zu fördernde Person soll/muss über zwei sogen. Vermittlungshemmnisse verfügen. Beispiel: Alter (Ü50), Dauer der Erwerbslosigkeit (Langzeitarbeitslosigkeit ab 1 Jahr), körperl. Einschränkungen (GdB), usw.
Na prima. Da reicht es ja 1 Jahr arbeitslos zu sein.Das werden auch die häufigsten Begründungen sein. Schon werden Arbeitslose attraktiv für die Unternehmen. Nicht wegen ihrer Bildung / Können oder langjährige Berufserfahrung …… nein weil erst ab 1 Jahr arbeitslos was für sie gibt.
rheinland sagte :
Meiner Meinung nach hängt ein guter Sachbearbeiter/FM der BA bzw. der ARGE die "Hürden/Latte" für Fördermittel so hoch wie möglich, um das "Abgraben" oder "Mitnahmeeffekte" im Bereich Fördermittel weitestgehend auszuschließen zu können.... :)
Haben wir gute Sachbearbeiter, Fallmanager? Wenn von 5 Bescheiden inklusive 3 Widersprüchen alle 5 falsch sind … war der FM / Sachbearbeiter dann gut? Ist seine Kenntnis für sein Aufgabengebiet gut und ausreichend? Oder ist FM / SB schlecht und unwissend, quasi fehl am Platz, nicht fähig seinen Job richtig zu machen? Stellt Euch nur mal vor Ihr würdet in Unternehmen auch solche Resultate erzielen …. Da wäre Unternehmer pleite.
Oder werden falsche Bescheide, sprich schludrige Arbeit gefordert und letztendlich noch bezahlt?
rheinland sagte :
4. Bringleistungen des Arbeitgebers vor der Förderung. Grundsätzlich AV mit Angabe des Gehalts. Von Gehalt muss Mensch leben können, als Maßstab gelten Tarifverträge, sofern der AG tarifgebunden ist. Auf alle Fälle muss der Erwerbslose unabhängig von ALG II werden. Unbefristeter AV. Arbeit muss zumutbar u. darf nicht "sittenwidrig" sein (Bei mir ist es so, dass ich diverse "Callcenter" als sittenwidrig einstufe/eingestuft habe :).
Das kann ich so auch nicht glauben. Unbefristeter AV stimmt nicht. Ich kenne alleine 2 Leute wo man Fördergelder gezahlt hat, die einen Zeitvertrag sofort für 12 Monate bekommen haben und nach Ablauf der 12 Monate nicht verlängert bzw. fest angestellt worden sind.
rheinland sagte :
5. Meine Erfahrungen mit Fördermittel....! Ich halte nichts von diesen "UnternehmerFleischtöpfen". Wir sind mittlerweile an Punkten gelangt wo Unternehmer so dreist geworden sind und z. B. vor Ausbildungsbeginn vom zukünftigen Azubi ein mind. 6monatiges kostenloses Praktikum erwarten und anschließend von der Gemeinschaft die Ausbildung mittels Fördermittel finanzieren zu lassen.
Da geb ich bedingungslos Recht. Mit solchen Massnahmen hat Politik dem Heuern und Feuern Tor und Tür geöffnet.
rheinland sagte :
Nach 5 Jahren Sozialamt und 1 ARGE habe ich beispielsweise die Erfahrung gemacht das von 100 % der geförderten Jugendlichen, kein einziger anschließend übernommen wurde.
Darum ging und geht es den Unternehmen auch nicht. Mit so wenig wie möglichem Aufwand den höchst möglichen Gewinn erzielen. 1 arbeitet für 3, bekommt Hungerlohn für 1/2 und bringt noch Geld vom Amt in Form von Fördergeldern / Zuschüssen mit. Mal ehrlich, mit ca. 1000 Euro Lohn ist es auch nicht möglich alle anfallenden monatlichen Kosten wie Miete, Strom, Gas, Telekom und den Lebenserhalt Nahrung, Hygieneartikel, Sprit, Haltungskosten fürs Auto usw. zu bezahlen.
rheinland sagte :
Ebenos sollten Erwerbslose die sogen. Mißbrauchsdiskussion in der Öffentlichkeit (Spieß umdrehen) einmal auf einer ganz anderen Ebene heben. Ich frage mich ob es z. B. verläßliche Zahlen über das "Abgraben" und "Mitnahmeeffekte" bei Fördermittel für`s Kapital gibt !!!!
Das ist eine gute Idee.
 

Diana

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#26
Dazu fallen mir noch ein paar Fragen ein. Vielleicht weiss ja jemand Antworten darauf.

Also bei uns sind 3 Leute über die Arge an eine Firma vermittelt worden. Die besagten 3 haben sofort einen AV für 12 Monate erhalten. In diesem Unternehmen sind aber noch 3 andere die zeitgleich einen Vertrag nur für 10 Monate erhielten. Die letzteren 3 erst nach mehrmaligen Bitten und Drängeln und das obwohl sie schon länger dort arbeiten.
Nun meine Frage, könnte man daraus schliessen dass Zuschüsse nur für die ersten 3 gezahlt werden?

Wenn Firma X den Mitarbeiter Y einstellt, 12 Monate für ihn Zuschüsse erhält, nach 12 Monaten nicht weiter beschäftig, also den Vertrag auslaufen lässt .... kann er dann später nach einem Jahr ihn neu einstellen und für genau denselben Mitarbeiter nochmals Fördergelder erhalten?

Wie kommt es dass ARGE an Firmen vermittelt wo in einigen Abteilungen keine Pausen gemacht werden usw. ? Wird nicht geprüft ob Sicherheit, Arbeitsschutz in der Firma eingehalten wird an die man vermittelt?

Zu Sicherheit und Arbeitsschutz zählt für mich, dass man bei 8 Stunden eine Pause machen darf, das die Firma Arbeitsschuhe beschafft und auch die Kosten dafür übernimmt, wenn man Fasern (Schafswolle) mit Schit fährt - die Firma Handschuhe zur Verfügung stellt.
Lapidare Aussagen auf derartige Fragen sind dann "müsst ihr euch kaufen und müsst ihr euch mitbringen".
 

alpha

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#27
Diana sagte :
Zu Sicherheit und Arbeitsschutz zählt für mich, dass man bei 8 Stunden eine Pause machen darf, das die Firma Arbeitsschuhe beschafft und auch die Kosten dafür übernimmt, wenn man Fasern (Schafswolle) mit Schit fährt - die Firma Handschuhe zur Verfügung stellt.
Lapidare Aussagen auf derartige Fragen sind dann "müsst ihr euch kaufen und müsst ihr euch mitbringen".
Sofort an Gewerkschaft, Berufsgenoosenschaft, ARGE, AfA etc. melden. Natürlich müssen die Arbeitsschutzvorschriften eingehalten werden. Ebenso ist es Quatsch, dass Du Handschuhe mitbringen sollst, das MUSS gestellt werden. Also sofort aktiv werden ! :twisted:

EDIT: ES müßte auch eine Amt für Arbeitsschutz und Sicherheit geben.

Und das mit der nicht eingehaltenen Pausenregelung ebenso melden !!!! :motz:
 

gelibeh

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#28
Zu den Pausen gibt es ein Gesetz:
§ 4 ArbZG Ruhepausen
Die Arbeit ist durch im voraus feststehende Ruhepausen von mindestens 30 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs bis zu neun Stunden und 45 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als neun Stunden insgesamt zu unterbrechen. Die Ruhepausen nach Satz 1 können in Zeitabschnitte von jeweils mindestens 15 Minuten aufgeteilt werden. Länger als sechs Stunden hintereinander dürfen Arbeitnehmer nicht ohne Ruhepause beschäftigt werden.
 
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