Lohnkostenzuschuß wird verweigert wegen Teilnahme an Fortbildung

Leser in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

Musterfrau

0
Standard-Nutzergruppe
Startbeitrag
Mitglied seit
10 Jun 2007
Beiträge
400
Bewertungen
87
Hallo!

Vor gut drei Monaten habe ich nach einigem Hin- und Her eine Fortbildungsmaßnahme (Englisch und div. PC-Programme) besuchen können.

Aktuell hätte ich möglicherweise eine Arbeitsstelle in Aussicht, allerdings verwehrt die Agentur für Arbeit (ALG I ) einen Zuschuß zu den Lohnkosten (soviel ich weiß, kann dieser für die Dauer von drei bis sechs Monaten in Höhe von 50 % des gezahlten Lohnes gezahlt werden) mit Hinweis darauf, daß ich eben bereits diese Fortbildung im letzten halben Jahr genossen habe. M. E. handelt es sich evtl. "nur" wieder um eine Eingruppierungsfrage (die Fortbildung sollte ich auch erst nicht bekommen, weil ein AG ´mal wegen einem Lohnkostenzuschuß gefragt hatte).

Bei Gewährung dieses Zuschusses hätte ich den Job vermutlich in der Tasche, da logischerweise Vorteil gegenüber den anderern Bewerbern.

Hat hier jemand eine Idee, was zu tun ist?
Darüber aufgeklärt, daß das eine das andere ausschließe, bin ich übrigens nicht.
 

waldau

0
1. Priv. Nutzergruppe
Mitglied seit
13 Mrz 2007
Beiträge
500
Bewertungen
0
Der AG soll "einfach" bei der Arge (Arbeitgeberförderung) einen Antrag stellen.

Übrigens, eine Arbeitsaufnahme hat immer Vorrang gegenüber ......... und eine Fördermaßnahme eines AN hat nichts mit einem späteren AG zu tun.
 
E

ExitUser

Gast
da beist sich die Katze wohl selbst den Kopf ab

Hallo Musterfrau,

Sinn und Nutzen der Fortbildung war es anschließend eine Arbeitsstelle zu bekommen. Insofern hat die Maßnahme funktioniert.
Und das Recht auf den Lohnkostenzuschuß steht dem AG in deinem Fall auch zu. Der SB wird sich nicht dagegen wehren können. Denn eine Verweigerung seinerseits macht dir den Arbeitsplatz kaputt.

Insofern solltest du schon auf den Zuschuß beharren. Obwohl: mehr als daran erinnern kannst du nicht. Du kannst ihn nicht beantragen. Das ist dem AG vorbehalten!
 

Musterfrau

0
Standard-Nutzergruppe
Startbeitrag
Mitglied seit
10 Jun 2007
Beiträge
400
Bewertungen
87
Danke, der Meinung bin ich ja auch.

Inzwischen hat der AG sein Anliegen mit der Begründung, mich erst durch Weiterbildung auf einen aktuellen Kenntnisstand bringen zu müssen, schriftlich formuliert. Während ich der SB telefonisch (persönlich Zeit hatte sie nicht) mitgeteilt habe, wegen der beschriebenen Wissenslücke einen Nachteil gegenüber den Mitbewerbern zu haben. Sie wollte daraufhin mit dem Arbeitgeberservice reden.

Wenige Stunden später hat sie sich - hinter meinem Rücken - mit dem AG darauf geeignet, daß man MIR ein Praktikum finanziere, das am kommenden Montag beginne, und zwar bis Ende meines Anspruches (noch rund drei Wochen). Ob der AG mich danach einstelle, müsse man dann sehen.

Ein Gehaltszuschuß sei nicht möglich, weil ich bereits einen Kurs besucht habe und noch nicht lange genug (!) arbeitslos sei. Von dem seinerzeitigen Palaver, wegen der bloßen Anfrage eines AG aus der Gruppe für Gehaltszuschuß in die für Weiterbildung zurückzukommen, konnte sie sich so gar nicht mehr erinnern.

Rege ich mich zu Unrecht auf, wenn ich meine, daß die SB hier ´mal einfach mein Arbeitsverhältnis gestaltet? Beabsichtigt war eine Festeinstellung ab nächster Woche, kein Praktikum mit möglicher Option auf einen Arbeitsplatz.

Zusatzfrage: Darf eine Sachbearbeiterin einem potentiellen Arbeitgeber eigentlich berichten, wann ich welche Kurse besucht habe und wann mein Anspruch auf Arbeitslosengeld endet???
 

Nimschö

0
1. VIP Nutzergruppe
Mitglied seit
6 Aug 2007
Beiträge
2.070
Bewertungen
835
Rege ich mich zu Unrecht auf, wenn ich meine, daß die SB hier ´mal einfach mein Arbeitsverhältnis gestaltet? Beabsichtigt war eine Festeinstellung ab nächster Woche, kein Praktikum mit möglicher Option auf einen Arbeitsplatz.

Zusatzfrage: Darf eine Sachbearbeiterin einem potentiellen Arbeitgeber eigentlich berichten, wann ich welche Kurse besucht habe und wann mein Anspruch auf Arbeitslosengeld endet???

1. Nein, D regst Dich nicht zu unrecht auf. Ein Arbeitsvertrag oder auch ein Praktikumsvertrag wird zwischen Dir und dem AG als Vertragspartner geschlossen. D.h. diese SB -Person aht da garnix in den Vertragsbedingungen rumzufuhrwerken. Sie kann Vorschläge machen, sowohl Dir, als auch dem AG , aber ausgemacht und besiegelt wird das zwischen AG und Dir.

2. Weitergabe der Info wann Du welche Kurse besucht hast köööönnte sogar mit ner EGV abgedeckt sein. Aber wann Dein ALO abläuft, das geht wieder keinen was an. Das könnte ja auch z.B. Gehaltsverhandlungen negativ für Dich beeinflussen...
 

Musterfrau

0
Standard-Nutzergruppe
Startbeitrag
Mitglied seit
10 Jun 2007
Beiträge
400
Bewertungen
87
Heute vormittag hatte ich einen netten Anruf auf dem AB: Meine SB macht sich Sorgen, weil ich nur noch bis 12.30 Uhr ins Gebäude der Agentur komme, um mir den Antrag abzuholen. Montag vor Praktikumsbeginn sei das ja ein wenig knapp....

Inzwischen hat der AG auf diesen Stress keine Lust mehr, will das mit dem Praktikum canceln und um eine schriftliche Bescheidung seines Antrages bitten.

Den hatte er ja Mittwoch/Donnerstag schriftlich gestellt. Was passiert, wenn er mich vor Zugang des entsprechenden Bescheides doch fest einstellt? Gibt´s dann noch eine Chance auf den Zuschuss oder muß solange alles ruhen?
 
E

ExitUser

Gast
Heute vormittag hatte ich einen netten Anruf auf dem AB: Meine SB macht sich Sorgen, weil ich nur noch bis 12.30 Uhr ins Gebäude der Agentur komme, um mir den Antrag abzuholen. Montag vor Praktikumsbeginn sei das ja ein wenig knapp....

... da mußt du dich selbst fragen ob du überhaupt ein Praktikum machen willst.
Und wichtig ist hierbei die Frage ob und welchen Vertrag du überhaupt schon unterschrieben hast. Ich vermute: keinen von beiden.
Solange aber weder das eine noch das andere rechtsgültig ist, gibt es keinen Anfang zum nächsten Montag.


Inzwischen hat der AG auf diesen Stress keine Lust mehr, will das mit dem Praktikum canceln und um eine schriftliche Bescheidung seines Antrages bitten.

... klingt auch ganz vernünftig.
Am besten sprichst du dich mit dem AG ab. Sofern er die Leistung erhält würde er dich ja einstellen. - Obwohl hier das Geschäft zu sehr an die Staatsmittel gebunden ist... das weckt den Verdacht das der Arbeitsvertrag zeitgleich mit der Subvention auslaufen soll.
Jedenfalls, wenn der AG dich will, dann wird er dich auch zwei Wochen später noch nehmen. Kein Geschäft ist so dringend, als daß man nicht noch ein paar Nächte darüber schlafen kann!

Den hatte er ja Mittwoch/Donnerstag schriftlich gestellt. Was passiert, wenn er mich vor Zugang des entsprechenden Bescheides doch fest einstellt? Gibt´s dann noch eine Chance auf den Zuschuss oder muß solange alles ruhen?

... es kann dennoch einen Zuschuß geben, immerhin wurde der Antrag vor Vertragsabschluß eingereicht. Wobei die Betonung auf KANN liegt. Denn die gesamte Subvention ist nur eine Kann-Leistung.
Dennoch sehe ich keinen Grund warum der AG nicht einfach noch ein paar Wochen wartet. Dann bekommt er Gewissheit bevor der Vertrag gültig wird. Dann erreichst du die Frist die deine SB gesetzt hat. Und bei einer dauerhaften Bindung ist eine gewisse Wartezeit immer angebracht.
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten