Lohnbescheinigung von 2003 gefordert (1 Betrachter)

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Monster

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Hallo,
hier durch die Suche bin ich auf den § 125 SGB 3 gestoßen.
Nun wollte mein Mann ALG1 beantragen. Die SB verlangt die letzten Lohnbescheinigungen . Er hat zuletzt 2003 gearbeitet und kann leider durch Umzug usw. die nicht mehr vorlegen. Gibt es eine Möglichkeit die Forderung zu umgehen??
LG
Jean
 

Paolo_Pinkel

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Wenn der Mann zuletzt 2003 gearbeitet hat, dann hat er garkeinen Anspruch mehr auf ALG I. M.W. ruht der Anspruch für max. 72 Monate.
 

ZynHH

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Gibts nen Rentenbescheid für die Zeit?
Gibts eine Steuererklärung aus 2003?

Was hat er seitdem gemacht? Selbständig?
 

Monster

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2003 war ein fast das ganze Jahr krank, dann kam ein Jahr ALG 1 , Alg2 und seid 3 Jahren EU Rente und weil die EU Rente ausgelaufen und noch nicht verlängert wurde, kann er ALG 1 beantragen, er wird sich auf § 145 ( alt 125 ) SGB 3 berufen. Das hat Ihm sogar die SB bestätigt.
 
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ExitUser

Gast
2003 war ein fast das ganze Jahr krank, dann kam ein Jahr ALG 1 , Alg2 und seid 3 Jahren EU Rente und weil die EU Rente ausgelaufen und noch nicht verlängert wurde, kann er ALG 1 beantragen, er wird sich auf § 145 ( alt 125 ) SGB 3 berufen. Das hat Ihm sogar die SB bestätigt.
Wenn dein Mann (nach deinen Angaben um 2004 herum) ein Jahr ALG erhalten hat, dürfte sein damals erworbener Anspruch ausgeschöpft sein. Selbst wenn noch ein Rest vorhanden gewesen wäre, würde dieser vier Jahre nach seiner Entstehung verfallen.

Er müßte also in der Zwischenzeit einen neuen Anspruch auf ALG durch entsprechende Versicherungszeiten in der Arbeitslosenversicherung erworben haben.

SV-pflichtig gearbeitet hat er in dieser Zeit offensichtlich nicht mehr. Unter bestimmten Umständen (siehe § 26 Abs. 2 Nr. 3 SGB III) sind auch Bezieher einer vollen EM-Rente in der Arbeitslosenversicherung versicherungspflichtig. Ob hier solche Versicherungszeiten vorliegen, müßte im einzelnen geprüft werden. Auf pauschale Auskünfte von Sachbearbeitern in der Antragsannahme, die gar nicht der speziellen Leistungsabteilung angehören, kann man sich nur bedingt verlassen.

Ohne entsprechende (neue) Versicherungszeiten in der Arbeitslosenversicherung gibt es jedenfalls auch im Rahmen der angesprochenen Nahtlosigkeitsregelung kein ALG.

Zur Frage nach den Unterlagen: die Tatsache der Beschäftigung von 2003 dürfte der Arbeitsagentur bereits bekannt sein, denn dein Mann hat im Jahr danach schon ALG bezogen und dürfte die Lohnunterlagen damals vorgelegt haben. Für die Höhe des ALG sind solche lange zurückliegende Zeiten sowieso nicht relevant. Wie bereits erwähnt, wird ein aufgrund Beschäftigung in 2003 erworbener ALG-Anspruch ohnedies aufgebraucht und/oder verjährt sein.

Wenn ihm überhaupt ALG zusteht, dürfte das Arbeitsentgelt fiktiv zu bemessen sein (§ 152 SGB III), da in den letzten zwei Jahren keine Zeiten mit Anspruch auf Arbeitsentgelt vorliegen.
 
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