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Lohnaufstockung bei geringem Verdienst

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bombe

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#1
Hi,
aus aktuellem Anlaß möchte ich mich mit folgenden Fragen an euch.

Ich mache noch bis Do ein Praktikum in einer Lkw Werkstatt und hoffe darauf dort eingestellt zu werden.
Ich bekomme zur Zeit für unsere Bedarfsgemeinschaft ca 1380 Euro Hartz 4von dem aber noch 100 Euro wegen einer Sanktion einbehalten werden.
Wieviel Geld bekomme ich neben der Aufstockung zum Hartz 4 Satz noch obendrauf bei 2 Erw und 4 Kindern in der BG? Rechnet man dabei mit dem niedrigeren Beitrag wegen der Sanktion oder wie verhält es sich mit der Sanktion wenn ich arbeite?
Wie sieht in der Regel der Eingliederungszuschuss für den Arbeitgeber aus? Bin 8 Jahre arbeitslos, nicht behindert und gelernter Kfz Mechaniker (10 Jahre her)
Wir sind ein 2 Mannbetrieb (Chef und ich) und oft ist es so dass ich alleine in der Werkstatt bin und dann losfahren muss um z.B Teile zu holen oder Pannenhilfe zu leisten. Während des Praktikums konnte ich mir dafür ein Auto leihen welches ich aber nicht mehr habe wenn das Praktikum aufhört. Muss die Arge mir in diesem Fall einen Zuschuss gewähren um mir ein Fahrzeug kaufen zu können? Mein Chef sagt nämlich das ein Fahrzeug Pflicht ist um mich einzustellen die Arge sagt aber bisher dass ich meine nArbeitsplatz mit Bus und Bahn erreichen kann nur geht es darum garnicht.

Hoffe auf zahlreiche Antworten.
 
E

ExitUser

Gast
#2
Die Sanktion errechnet sich "vom Hundertsatz" der Regelleistung. Will heissen die Summe der Kürzung ändert sich nicht.

Wenn dein Chef einen PKW als "Einstellungsgrund" vorsieht, dann würde ich bei der ARGE um Zuschuss aus dem Vermittlungsbudget bitten. Die Handhabung ist da aber recht flexibel, weshalb man hier auch kleine grundlegenden Tipps dazu geben kann.

Vermittlungsbudget->
Flexible Hilfsmöglichkeiten von Seiten der ARGEN / Jobcenter zur Beseitigung möglicher Vermittlungshemmnisse. Mit diesem Budget kann im Einzelfall zielgerichtet finanzielle Hilfe geboten werden die allerdings berufsbedingt notwendig und angemessen sein soll und nur dann zum Tragen kommen soll, wenn der HE nicht in der Lage ist die Kosten selbst zu stemmen.

So könnte beispielsweise im Einzelfall auch ein HE neu eingekleidet werden um so besser für Bewerbungsgespräche gerüstet zu sein.
Grundsätzlich sollte da aber eine verbindliche Willensbekundung vom AG vorliegen, woraus die Einstellung bei Erfüllung von X hervorgeht.
 

Kalkulator

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#3
Das Auto wird nicht für den Weg zur Arbeit benötigt, sondern als Arbeitsmittel, somit ist es Aufgabe des Arbeitgebers ein Firmenfahrzeug zu stellen.
 

bombe

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#4
Das Auto wird nicht für den Weg zur Arbeit benötigt, sondern als Arbeitsmittel, somit ist es Aufgabe des Arbeitgebers ein Firmenfahrzeug zu stellen.
Hi,
Arbeitsort kann bei mir auch eine Aussenmontage sein. Sollte dasselbe sein wie bei eine mAussendienstler der ja auch seine Kunden auf "Aussenmontagen" trifft oder?
Ich zitiere einmal aus einer Mail meines SBs.

für die Entscheidung zum Antrag auf Abeitsmittel sind zwei Kostenvoranschläge einzureichen
 

Kalkulator

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#5
Bei der Gewährung von Arbeitsmitteln beim Beschäftigungszuschuss nach § 16 stellt sich der SB eher geringwertige Dinge wie Schreibtisch, Stuhl und Werkzeug vor, ein Auto wird wohl kaum gewährt, versuchen kann der AG es aber.
 

bombe

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#6
Hi,
leider ist das Ganze nicht immer nachvollziehbar für Aussenstehende. Ich werde versuchen alles zu nehme nwas ich kriegen kann^^
Werkzeug würde definitiv teurer werden wie der Zuschuss zu einem Auto, aber vielleicht zahlt er beides.
Weiss jemand von euch wie es mit dem genauen Zuschuss zum Lohn aussieht?
Das Auto soll für mich sein und nicht für den AG.
 

Kalkulator

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#7
Weiss jemand von euch wie es mit dem genauen Zuschuss zum Lohn aussieht?
Das solltest Du mit deinem SB besprechen, wir haben hier keine Glaskugel. Es sind bis zu 75 Prozent für 24 Monate möglich plus Qualifizierungszuschüsse plus Zuschüsse für Arbeitsmittel, aber alles nur Kann-Leistungen.
 

bombe

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#8
Das solltest Du mit deinem SB besprechen, wir haben hier keine Glaskugel. Es sind bis zu 75 Prozent für 24 Monate möglich plus Qualifizierungszuschüsse plus Zuschüsse für Arbeitsmittel, aber alles nur Kann-Leistungen.
Hi,
dise Zuschüsse gehen doch wohl eher an den Arbeitgeber oder? Ich meinte Aufstockung meines Gehaltes wenn ich, wie zu erwarten ist unter dem Hartz 4 Satz bleibe.
 

Kalkulator

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#9
Es gibt beide Möglichkeiten, einmal kann der Arbeitgeber bis zu 75 der Lohnkosten (sogar plus Arbeitgeberleistungen) von der ARGe erhalten und unabhängig davon kannst Du noch mit ALG2 aufstocken, wenn der Lohn den Bedarf deiner Bedarfsgemeinschaft nicht abdeckt.

Unterm Strich kann das die ARGE richtig viel Geld kosten.
 

Erolena

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#10
Dazu musst du eine ganz normale ALG2-Berechnung machen.

Also deine Werte aus dem bisherigen Arbeitslosengeldbescheid nehmen.
Beachten, falls sich der Bedarfssatz der Kinder ändert (Altersgruppen)
oder Miete steigt.

Und zusätzlich das Erwerbseinkommen hernehmen. Du benötigst
Brutto
Netto
Einmalzahlung (ich vermute keine?)
deine Werbungskosten (bes. Fahrtkosten, KfZ-Vers.)

Diese Werte in einen ALG2-Rechner eingeben. Z.B. im Link. Eventuell auch auf mehreren ALG2-Rechnern probieren.

Ingo Turski: Arbeitslosengeld 2 - Berechnung (inkl. Kinderzuschlag und Wohngeld-Verweis)
 

bombe

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#11
Hi,
was ich an Arbeitslosengeld 2 bekomme weiss ich ja aber man hat mir gesagt, dass es einen Aufschlag gibt der von der Personenzahl abhängig ist.
 

alvis123

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#12
Hi bombe...

..den Eingliederungszuschuss bekommt Dein Arbeitgeber; er muss nix davon an Dich abgeben. Das solltest Du bedenken, bevor Du den Arbeitsvertrag unterschreibst.
Kommt mir schon komisch vor, dass Du mit Deinem Auto dann "Geschäftsreisen" machen sollst. Lass Dich da nicht übers Ohr hauen.

MfG
 

Linchen0307

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#13
Es gibt oder gab auch einen Eingliederungszuschuss, abhängig davon, ob der neue AG auch einen Zuschuss bekommt für den AN.
Es ist bei mir zwar jetzt schon drei Jahre her, aber ich bekam so einen Zuschuss in Höhe von ca. 170 Euro.
Mein AG hatte diesen Zuschuss für sich beantragt, bei einer 35 Std/Woche und meine damalige FM gewährte mir auch einen Eingliederungszuschuss.
Ob und inwieweit es diesen Zuschuss noch gibt, entzieht sich meiner Kenntnis.
 

alvis123

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#14
Es gibt oder gab auch einen Eingliederungszuschuss, abhängig davon, ob der neue AG auch einen Zuschuss bekommt für den AN.
Es ist bei mir zwar jetzt schon drei Jahre her, aber ich bekam so einen Zuschuss in Höhe von ca. 170 Euro.
Mein AG hatte diesen Zuschuss für sich beantragt, bei einer 35 Std/Woche und meine damalige FM gewährte mir auch einen Eingliederungszuschuss.
Ob und inwieweit es diesen Zuschuss noch gibt, entzieht sich meiner Kenntnis.
Hi Linchen...

klar gibt es auch einen Zuschuss für Elos, bloß der heisst anders und hat mit dem Arbeitgeber nix zu tun. Ist bei langjährig Versicherten vorgesehen. Wie der heisst, weiss ich im mom nicht. Steht aber irgendwo im SGBIII.

MfG
 

catwoman666666

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#17
Hi,
Arbeitsort kann bei mir auch eine Aussenmontage sein. Sollte dasselbe sein wie bei eine mAussendienstler der ja auch seine Kunden auf "Aussenmontagen" trifft oder?
Ich zitiere einmal aus einer Mail meines SBs.
Die haben Firmenwagen und fahren nicht mit dem Privat-PKW
 

bombe

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#18
Hi,
Bekannter vor mir hat vor genau 2 Wochen ebenfalls als Kaufmann angefangen und hat keine nFirmenwagen und 1000 Euro für das Auto von der Arge bekommen. Wenn sie es nicht zahlen werd ich da nicht anfangen, so einfach ist das. Übers Ohr hauen lass ich mich sicher nicht. Werde morgen berichten.
 

bombe

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#19
Hi,
angeblich gibt es von der Arge einen 50%igen Lohnzuschuss für die maximale Dauer von 9 Monaten und angeblich nix anderes. Werde dann sehen ob das dem AG reicht oder ob die Arge sich verpokert hat.
 

Erolena

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#20
Hi,
was ich an Arbeitslosengeld 2 bekomme weiss ich ja aber man hat mir gesagt, dass es einen Aufschlag gibt der von der Personenzahl abhängig ist.
Ich dachte du meinst, wie das Erwerbseinkommen auf das ALG2 auswirkt. Das dürfte ja die Höhe des ALG2 ändern.

Vielleicht meinst du das: SBG II
§ 16b Einstiegsgeld
(1) Zur Überwindung von Hilfebedürftigkeit kann erwerbsfähigen Hilfebedürftigen, die arbeitslos sind, bei Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen oder selbständigen Erwerbstätigkeit ein Einstiegsgeld erbracht werden, wenn dies zur Eingliederung in den allgemeinen Arbeitsmarkt erforderlich ist. Das Einstiegsgeld kann auch erbracht werden, wenn die Hilfebedürftigkeit durch oder nach Aufnahme der Erwerbstätigkeit entfällt.

(2) Das Einstiegsgeld wird, soweit für diesen Zeitraum eine Erwerbstätigkeit besteht, für höchstens 24 Monate erbracht. Bei der Bemessung der Höhe des Einstiegsgeldes sollen die vorherige Dauer der Arbeitslosigkeit sowie die Größe der Bedarfsgemeinschaft berücksichtigt werden, in der der erwerbsfähige Hilfebedürftige lebt.

(3) Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales wird ermächtigt, im Einvernehmen mit dem Bundesministerium der Finanzen ohne Zustimmung des Bundesrates durch Rechtsverordnung zu bestimmen, wie das Einstiegsgeld zu bemessen ist. Bei der Bemessung ist neben der Berücksichtigung der in Absatz 2 Satz 2 genannten Kriterien auch ein Bezug zu der für den erwerbsfähigen Hilfebedürftigen jeweils maßgebenden Regelleistung herzustellen.

Vorschrift eingefügt durch das Gesetz zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente vom 21.12.2008 m.W.v. 01.01.2009.
 
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