Lohnabzug wegen zur verfügung gestellter Arbeitsbekleidung (1 Betrachter)

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Heidschnucke

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Moin; ich würde gern mal eine Meinung hören, ich schildere mal kurz den Fall:

Meine Lebensgefährtin arbeitet nun schon seit ein paar Jahren über den Sommer in einen Freizeitpark in der Saison Vollzeit. Alle Mitarbeiter sind laut Arbeitsvertrag verpflichte eine vom Unternehmen vorgegebene „Uniform“ zu tragen. Diese Uniform wird vom Arbeitgeber gestellt, für die Pflege und Reinigung ist jeder selbst verantwortlich. Nach beenden des Einsatzes bzw. beim Ausscheiden aus dem Betrieb wurden die Uniform wieder abgegeben. Dieses Jahr wurde die Uniform mit der letzten Lohnabrechnung einfach mit 150,00 € in Rechnung gestellt und dieses vom Nettolohn gleich einbehalten, und das alles ohne Mitteilung bzw. Vorankündigung. Im Arbeitsvertrag gibt es nur die Regelung das die Kleidung zu tragen ist mehr nicht. Es ist keine Ausgewiesene PSA auch wenn es Wetterfeste Kleidung ist.
Was ist eure Meinung dazu kann der AG das so einfach, vor allen auch Pauschal vom Lohn abziehen?

Danke
 

Heidschnucke

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Meines Wissens nach gibt es keine Betriebsvereinbarung, auch gibt es in dem Betrieb keine Arbeitnehmervertretung weder Betriebsrat noch Gewerkschaft.

Und eigentlich ist es ja keine richtige Arbeit Schutzkleidung, je nach Abteilung sind es Jeans/Kargo Hosen mit Logo; Polo-/Oberhemden (kurz oder lang Arm); Flies Jacken, eine Weste und eine Mütze alles mit Logo, und für gewisse Arbeiten gibt es eine Wetterfeste Hose und Jacke weil da viel mit Wasser gearbeitet wird. Schuhe, Handschuhe oder einen Schal werden nicht gestellt, die Arbeit findet fast ausschließlich unter freien Himmel statt. Für Sondergrößen muss man selber sorgen, wichtig ist nur das es Farblich passt. Normal kann man die Sachen in jeden Outdoor Laden kaufen.

Ja auch ein Schal ist Sinnvoll vor allen im Frühjahr und im Herbst kann es ganz schön kalt werden, auch ein besonderes Schuhwerk ist sinnvoll, auch wenn keine Arbeitsschule gefordert sind, machen feste hohe Schuhe Sinn weil viele arbeiten in unwegsamen Gelände oder auf schwankenden Untergrund ausgeführt werden müssen. (Also Arbeitsschuhe alla Conny Reimann, das wird nichts!)
 

verona

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Ich würde den Arbeitgeber erst mal anschreiben, warum und wofür die 150,- Euro konkret sind und darauf aufmerksam machen, dass der AG für die Dienstkleidung aufkommen muss. Dementsprechend möge er den Betrag auf das Konto überweisen.
Knickt der AG nicht ein, zum RA., sofern Anspruch auf einen Beratungsschein besteht. Sonst wohl zu teuer. Ggf. Arbeitsgericht, wo man nicht zwingend einen RA benötigt.
Oder Gewerkschaft beitreten. Beratungen gibs dann sofort. rechtliche vertretungen erst nach ca. 3 Monaten Mitgliedschaft.
 

karuso

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AW: Lohnabzug wegen zur verfügung gestellter Arbeitsbekleidung

Für normale Arbeitsbekleidung ist der Mitarbeiter selbst verantwortlich da kann der Arbeitgeber nur bedingt Einfluß drauf nehmen.Zum Beichpiel kann der Arbeitgeber in einer Klinik vorschreiben das alle Mitarbeiter weiße Arbeitsbekleidung zu tragen haben das ist noch zulässig.Schreibt der Arbeitgeber aber vor das sein Firmenlogo drauf zu sein hat also gebrandet sein muß dann ist der Arbeitgeber dafür verantwortlich und muß das alles bezahlen.Das ist unverhältnismäßig zumal der Arbeitnehmer diese dann nicht mehr verwenden kann bei anderen Arbeitgebern wenn er ausscheidet.:wink::wink::wink:
Das ist eine bodenlose Frechheit. Arbeitsbekleidung vorschreiben dann wieder einkassieren und dann noch Geld verlangen.Fur mich ist das schon Betrug.Wenn du sie bezahlt hast und sie ist nicht gebrandet dann gehört sie dir.Und dann wird hier noch die Frage im Raum stehen sind die 150 € gerechtfertigt hat der Arbeitgeber wirklich dafür so viel ausgegeben.Er darf daraus kein Profit schlagen.
Aber hier hilft nur ein Anwalt der das prüfen kann.:wink::wink:

Hamburg - Kleidung fur die Arbeit: Was zahlt der Chef?
 
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