Löschung veröffentlichter persönlicher Daten verweiget

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Symbiose

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Guten Tag,

ich hatte der Arge die Erlaubnis gegeben, ein Stellengesuch über die Seiten des Arbeitsamtes schalten zu dürfen.
Mit der Einschränkung anonym und das kein Rückschluss auf den Bewerber gezogen werden kann.

Als ich dies Stellengesuch las, bin ich aus allen Wolken gefallen.
Alle Arbeitgeber inclusive Ausbildungsbetrieb mit Orten und Namen, Schulen mit Ort und Namen etc. wurde mit veröffentlicht.

Da ich damit nicht einverstanden bin, bat ich die zuständige Mitarbeiterin um Löschung des so geschalteten Profiles.

Antwort: "Wir löschen das Profil nicht".

Eine Begründung der Weigerung gab sie mir trotzt Frage nicht.
Sie verwies mich auf ihre Vorgesetzte, die das so entschieden hat.

Ich machte sie darauf aufmerksam, dass ich selbst ein Stellengesuch (nachweisbar auf den Seiten des Arbeitsamtes) geschaltet habe, welches auch noch aktuell ist.

Reaktion - keine Antwort.

Dies zeigt mir wieder einmal, einige Mitarbeiter der Arge nicht gewillt die kleinsten Angelegenheiten per Telefon zu ändern.

Die einzigste positive Erhahrung habe ich mit der Mitarbeitern in der Widerspruchstelle gemacht.
Freundlich, zuvorkommend und auch bei Pausenbeginn haben sie den Widerspruch noch freundlich angenommen und mir die Abgabe bestätigt.


Habt ihr so einen Fall auch schon erlebt und wie habt ihr euch dagegen gewährt?

Ich möchte es erst mal mit einer Eingabe anfangen, bei der ich natürlich gerne auf relevante Fakten hinweisen möchte, wie das Recht auf Richtigstellung meiner Daten, das Recht auf Löschung dieses Profiles ohne mit Konsequenzen rechnen zu müssen, da ich mir nicht vorstellen kann, dass das Arbeitsamt oder die Arge mir die Form des Profiles und Datenmenge und Inhalt vorschreiben kann.
Wie verhält es sich denn mit dem Datenschutz, da alles außer mein Name dort veröffentlicht worden ist?
Leider sind einige Angaben ausserdem falsch geschrieben und falsch angegeben. Diese Falschangaben sind in keinster Weise von mir irgendwie angegeben worden und leider teilweise frei erfunden.

Welche Möglichkeiten habt ihr bei solch einem Fall gehabt, und wie waren die Reaktionen, Handlungen der Arge und was ist dabei bei euch herausgekommen?



Torsten
 

Andi_

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Du hast grundsätzlich ein Recht auf informelle Selbstbestimmung und kannst die Löschung eines öffentlich zugänglichen Profil, welche personenbezogene Daten oder Bilder von Dir enthält, juristisch durchsetzen. Allerdings dürften die kaum deine persönlichen Daten (Name, Anschrift, Geburtsdatum etc.) publiziert haben? Ob auch Daten zu deinen Arbeitsverhältnissen, wie etwas "Person X hat bei Arbeitgeber Y gearbeitet" als persönliche Daten bewertet werden, glaube ich allerdings nicht?

Zunächst würde ich der Publikation deines Profil schriftlich widersprechen, wenn es dich derart stört. Es ist auf jeden Fall ein Eingriff in deine informelle Selbstbestimmung. Allerdings wird sich die ARGE wohl auf ihre Vermittlungsbemühungen berufen und dir u.U. in diesem Fall wegen fehlender Mitwirkung entgegen treten. Dies solltest du erwägen. Wenn das Profil auch inhaltlich fehlerhaft ist, würde ich die Löschung deshalb eher damit begründen, statt mich auf die informelle Selbstbestimmung zu berufen :pfeiff:
 

Symbiose

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Hallo, Danke für eure Antworten

Wie ich ja schon geschrieben habe, ein ernstgemeintes Stellengesuch von mir persönlich gibt es ja auch. (Seite des Arbeitsamtes). Ausserdem bei anderen Seiten auch.
Und dass es unbedingt über die Seiten des Arbeitsamtes geschaltet werden muss, ist auch keine Pflicht.

Übrigens, die Angabe von Beschäftigungsverhältnissen mit Anschrift von Arbeitgebern sind ohne Ausnahme personengebundene Daten. Selbst die scheinbare Angabe von Daten wie Tag oder Ort sind in einem Bezug auf eine andere Sache sehr schnell persönliche Daten.
Wenns die nicht wären, wären es ja auch nicht meine Daten.
Ist übrigens, auch die Meinung des Datenschutzbeauftragten, den ich heute gesprochen habe.

Bei der Erlaubnis der Veröffentlichung meines Stellenangebotes habe ich die schriftliche Erlaubnis gegeben, die ich ja nicht auf Lebenszeit und für alle Daten gegeben habe.
Leider siehts die ARGE anders.

Aber in den nächsten paar Wochen (ist leider die Arge, da kann man wohl schon mit Wochen als mit Tage rechnen) wird sich hoffentlich unkopliziert ein für mich positives Ergebnis ergeben.

Im Prinzip geht es nicht nur um diese Sache, es geht auch um personengebundene Daten, die hätten nicht erhoben werden dürfen, unnötig erhoben wurden, bei dem man das Recht auf Löschung der Daten hat.
Datensammlung auf Vorrat um sie später für irgendetwas zu gebrauchen zu können ist nicht erlaubt, aber wie ich sehe, gängige Praxis. Ein Recht auf Löschung nicht benötigter Daten und Herausgabe dieser steht jeden zu, unabängig ob sie öffentlich zugänglich oder bei Bank, ARGE, Polizei etc. für "interne Belange" verwendet werden sollen.


Nicht nur bei der ARGE wird dagegen verstoßen.
Leider sind Strafen für das ungerechtigte Fordern von nicht benötigten Daten und deren Speicherung gering, bzw. gibt es gar nicht.
Meist wird beim Abfragen von Daten auf die Mitwirkungspflicht hingewiesen und ellenlange §§ zitiert, welche Folgen es hat, wenn man es nicht tut.
Auf das Recht des Schutzes seiner persönlichen Daten, auf das im SGB
verankerte Schikaneverbot, nur benötigte Angaben erfasst werden dürfen, usw...
Spätestens wenn sich herausstellt, dass die erfassten Daten nicht nötig sind, müssen sie auf Verlangen des Betroffenen gelöscht werden.

Ich weis seit dem Gespräch mit dem Datenschutzbeauftragten, jetzt das, was ich vorher schon geahnt hatte.
Ich muss es selbst in die Hand nehmen und das Problem auf Grundlage mithilfe geltender Gesetze beseitigen.


Recht und Freiheit muss man erkämpfen.

Mit dem Kämpfen ist das, wie das Rudern gegen den Strom.
Hört man auf, treibt man zurück.



Torsten
 

Symbiose

Elo-User*in
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So,

nun muss ich ja auch das Ergebnis noch mal schreiben.
Nachdem sich die Datenschutzbeauftragte bei der ARGE gemeldet hat, ging alles ganz schnell und problemlos.
Ausser, dass es noch dummen Kommentar gab, warum ich nicht die Hierarchie der ARGE abgeklappert bin um dort noch mal zu fragen, ob nicht die unerlaubten Einstellungen entfernt werden könnten.
Also, die Arbeit der MA erledigen.

So kann man es auch machen. Wenns problematisch mit Entscheidungen wird, den Alg II Empfänger mal von Tür zu Tür laufen lassen.

Viele Grüße
 
E

ExitUser

Gast
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Wenn möglich immer alles schriftlich erledigen. Wenn möglich mit Eingangsstempel persönlich in der Arge abgeben oder per Post zusenden.

Alles andere ist zwecklos.
 
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