löschung nicht relevanter daten

semper fi

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
11 September 2012
Beiträge
34
Bewertungen
9
ein freundliches hallo in die runde,

nachdem ich die letzte zeit fleißig hier im forum gelesen habe, bin ich auch auf das häufig diskutierte thema "datenschutz" getroffen. ich möchte nun einen antrag stellen, dass von mir erhobene, aber nicht relevante daten nachträglich im jobcenter gelöscht werden.

dazu gehört die kopie meines personalausweises bei antragstellung alg ii und mehrere kopien von kontoauszügen. nicht sicher bin ich mir, ob dies auch für eingereichte nebenkostenabrechnungen gilt, wie ist hier der sachstand? welche anderen daten könnte ich noch mit angeben?

gibt es spezielle gesetzesgrundlagen, auf die ich mich berufen sollte oder kann ich das einfach weglassen? irgendwo gibt es hier im forum wohl sogar eine art vordruck, ich kann diesen aber beim besten willen nicht finden. bestimmt kann mir jemand hier weiterhelfen.

der letzte offene punkt betrifft die speichermöglichkeit all dieser daten im jobcenter. mir fällt da spontan die papierform (original oder kopie) und die elektronische form (also alles in den rechnern wie verbis u.a.) ein. dementsprechend würde ich darauf hinweisen, dass aus sämtlichen medien die daten zu löschen sind, dazu meine letzte frage:

gibt es neben diesen beiden allgemeinen auch noch andere speichermöglichkeiten für das jobcenter? ich möchte das halt allumfassend abdecken, nicht dass die mir am ende zwar die kontoauszugskopien zurückschicken, aber den kram gleichzeitig noch woanders bei sich aufbewahren und die löschung umgehen können, nur weil ich dahingehend nichts in meinem antrag geschrieben habe.

wäre toll, wenn ihr mir hier weiterhelfen könntet! :icon_pause:

danke & gruß
semper fi
 

guinan

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
1 November 2011
Beiträge
681
Bewertungen
183
Hi,

ich bin in den Gesetzen nicht so firm, habe aber was im Netz gefunden, was leicht abgewandelt bestimmt auch für Jobcenter nützlich sein könnte. Meiner Meinung müsste das "sämtliche meine Person/meine Adressen betreffenden Daten" ersetzt werden durch "sämtliche meine Person/meine Adressen betreffenden Daten, die nicht zwingend benötigt werden" und das "jedwede zukünftige Speicherung" durch "jedwede zukünftige Speicherungvon nichtbenötigten Daten".

Kann das jemand bestätigen oder falsifizieren?

TFFFFF - Thoms Fassung von Framstags freundlichem Folterfragebogen

Der gemeinte Text:

"
(bei snail-mail spam deine postadresse(n) eintragen, bei email spam deine email adresse(n), bei sms-spam deine handy-nummer... usw.)
Gemäß Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) fordere ich Sie auf:

1. Sie haben mir gegenüber unverzüglich offenzulegen, welche Daten außer den oben aufgeführten Adressen Sie über meine durch diesen Namen/diese Adressen identifizierte Person gespeichert haben, und aus welchen Quellen sämtliche mich betreffenden Daten stammen.
§ 6 Abs. 2, § 28 Abs. 4, § 34 Abs. 1-3 BDSG

2. Sie haben den Verwendungszweck sämtlicher mich betreffenden Daten ebenfalls unverzüglich mir gegenüber offenzulegen.
§ 34 Abs. 1, § 43 Abs. 3 BDSG

3. Sie haben sämtliche meine Person/meine Adressen betreffenden Daten unverzüglich zu sperren und mir diese Sperrung zu bestätigen.
§ 28 Abs. 4, § 30 Abs. 3, § 43 Abs. 3, ferner § 4 Abs. 1 BDSG

4. Ich untersage Ihnen jedwede zukünftige Speicherung meine Person bzw. meine Adressen betreffenden Daten ohne meine vorherige ausdrückliche schriftliche Genehmigung.
§ 28 Abs. 4, § 4 Abs. 1,2 BDSG

5. Ich untersage Ihnen die Übermittlung dieser Daten an Dritte. Für bereits an Dritte übermittelte Daten fordere ich eine unverzügliche Sperrung.
§ 6 Abs. 2, § 28 Abs. 4 BDSG

6. Ich setze Ihnen zur Erfüllung dieser Forderung eine Frist von zwei Wochen beginnend mit dem Datum dieses Schreibens.

7. Für die aus diesem Schreiben resultierende, selbstverständlich ausdrücklich erwünschte Kommunikation benutzen Sie bitte ausschließlich meine Adresse (deine Adresse) (siehe oben).

(Optionale Zusatzkeule, nur in ganz hartnäckigen Fällen nötig:)
Bitte haben Sie Verständnis dafür daß ich, sollten Sie dieses Schreiben ignorieren, mich gezwungen sehe, den zuständigen Landesdatenschutzbeauftragten zu informieren. Weitere rechtliche Schritte behalte ich mir vor.
§38 Abs. 4, § 43 Abs. 3"


 

semper fi

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
11 September 2012
Beiträge
34
Bewertungen
9
@seepferdchen: telefonnumer sowie emailadresse habe ich gott sei dank nie an das jobcenter weitergegeben, diese beiden punkte sind ja die diskussionsgrundlage in den von dir verlinkten threads und daher leider weitestgehend irrelevant für mich. auf jeden fall habe ich nun aber mit dem § 84 sgb x die gesetzliche grundlage, dafür vielen dank!

@guinan: die auflistung anscheinend relevanter paragraphen im bdsg ist sehr interessant, ich bedanke mich dafür. ich werde jedoch vermutlich nur einen allgemeinen verweis auf dieses gesetz vorbringen, denn im endeffekt ist hier auch wieder nur die rede von "daten". mein eingangsbeitrag bzw. die dort gestellte hauptfrage ging deshalb auch in richtung einer konkretisierung, sprich was fällt nun letzlich wirklich darunter (stichwort bspw. nebenkostenabrechung). möglich ist natürlich auch, dass dies hier gar nicht zu beantworten ist, einfach weil jobcenter und elo schon von grundsätzlich unterschiedlicher interessenlage her andere meinungen dazu haben.

ich werde nun wohl unter verweis auf den § 84 sgb x im speziellen und auf das bdsg im allgemeinen einfach mal sämtliche arten von mir bis dato eingereichter dokumente auflisten, soll das jobcenter halt aussieben, danach kann ich immer noch reagieren. falls jemand aber noch einen hinweis für mich hat, nehme ich ihn sehr gern entgegen.
 
Oben Unten