• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

Lobbyismus oder wer dreht am Rad der Politik?

Status
Nicht offen für weitere Antworten.

redwitch

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
13 Feb 2006
Beiträge
297
Gefällt mir
0
#1
Wer dreht am Rad der Politik? - Über Zustand und Zukunft von Lobbyismus und Politikberatung” diskutierten am Mittwoch Lobbyisten, PR- und Unternehmensberater, Politiker, Journalisten und Wissenschaftler

Politik brauche Beratung

Es gab einen breiten Konsens, dass Politik „Beratung brauche“ und dass die Politik immer komplexer geworden sei. Das klingt natürlich besser, als zu sagen, dass man seine eigenen Interessen durchsetzen will. Nur einzelne Stimmen hinterfragten diese Annahmen, die als Einfallstor für Lobbyisten und Berater dienen. Claus Leggewie (Universität Gießen) erinnerte an die zahlreichen Fälle von Unternehmensversagen der letzten Jahre und stellte in Frage, ob tatsächlich auf Seiten der Unternehmen und Berater immer das bessere Wissen vorhanden ist (siehe Interview im Deutschlandradio). Außerdem sei „komplex“ ein Plastikwort, woran werde das denn gemessen?

Auch Albrecht Müller (Nachdenkseiten, ehemals Bundeskanzleramt) argumentierte, dass die Politik sich auf ihre eigenen Stärken besinnen solle. Michael Rogowski, ehemaliger BDI-Präsident, merkte kurz an, dass die Komplexität der Politik auch mit dem Einfluss der Lobbies zu tun haben könnte, die als Partikularinteressen stärker ihre Sonderinteressen und Sonderfälle in die Gesetze einbrächten. Es wurde auch darauf verwiesen, dass die Ministerialbürokratie heute kleiner sei als noch vor der Wiedervereinigung. (Vielleicht sollte man mal über folgende Wirkungskette nachzudenken: “Schlanker Staat” > mehr Einfluss für Partikularinteressen > mehr Komplexität und letztlich wieder mehr Bürokratie.)

....

Am Nachmittag kam es zu einer Diskussion über die Rolle von Denkfabriken zwischen Max A. Höfer, einem der Geschäftsführer der Arbeitgeber-„Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ (INSM) und Claus Leggewie. Während Höfer selbst mehr Denkfabriken (Think Tanks) wie in den USA als wünschenswert sah, wies Leggewie dies zurück. Amerikanische Denkfabriken seien kein Vorbild: ihnen ginge es um „persuasion“, um Propaganda im klassischen Sinn. Stattdessen setzte sich Leggewie für mehr „Gesellschaftsberatung“ ein, also mehr selbstreflexive Diskussionen in der Gesellschaft selbt. Die Bürger müssten von vornherein einbezogen werden müssen und zwar ernsthaft, nicht nur um Akzeptanz zu beschaffen. Er kritisierte das Öffentlichkeitsbild der INSM: für diese sei die Öffentlichkeit nur ein passiver Resonanzboden für ihre Propaganda.

Höfer blieb bei seiner Zielvorstellung von mehr Ideenagenturen, die nicht parteipolitisch zugeordnet und nicht direkt von Interessen geleitet seien. Für die INSM nahm er in Anspruch, kein Interessenverband zu sein und mit den zentralen Interessen von Gesamtmetall nichts zu tun zu haben. Diese Position ist aber absurd – nicht nur angesichts der 10 Mio. Euro, die die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektroindustrie für die INSM pro Jahr aufwenden, sondern auch angesichts der inhaltlichen Positionen der INSM. Sie zielt klar darauf ab, ein für die Arbeitgeber günstiges Meinungsumfeld zu schaffen. Erst auf Nachfragen relativierte Höfer seine Aussagen: es gebe keine völlige Unabhängigkeit, aber eine relative Unabhängigkeit. Richard Gaul, Leiter Konzernkommunikation und Politik bei BMW, unterstützte Höfer: das Sprichwort „wes Brot ich ess, des Lied ich sing“ stimme eben nicht.

Die Diskussion zeigte, dass es insgesamt zu wenig Sensibilität für die strategische und langfristige Beeinflussung der öffentlichen Meinung und von Fachdiskursen und Wissenschaft gibt, also für das was in der internationalen Debatte auch „deep lobbying“ genannt wird.
http://www.lobbycontrol.de/blog/
 

redwitch

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
13 Feb 2006
Beiträge
297
Gefällt mir
0
#3
Leihbeamte, das heißt Mitarbeiter bezahlt von privaten Unternehmen in hessischen Ministerien.
das ist auch der Grund, warum die neoliberale Propaganda immer wieder nach einem 'schlanken Staat' schreit, der angeblich weniger kostet. An Stelle dessen, um das der Staat 'schlanker' gemacht wurde, tritt nämlich eine von privater Wirtschaft finanzierte Verwaltung, die direkt ihre Interessen vertritt.
 

redwitch

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
13 Feb 2006
Beiträge
297
Gefällt mir
0
#4
Rolf Linkohr war von 1979 - 2004 Europaabgeordneter für die SPD. 2005 gründete er die Beratungsfirma ‘Centre for European Energy Strategy’ (C.E.R.E.S.), das große Energieunternehmen in Lobbyfragen berät. Zugleich ist er Sonderberater des EU-Kommissars für Energie, Andreas Piebalgs, dar. Das Corporate Europe Observatory hat deshalb einen offenen Brief an Piebalgs geschrieben (pdf) und um eine Klärung dieses Interessenkonflikts gebeten. C.E.R.E.S. selbst verweigert die Offenlegung ihrer Kunden.

Linkohr spielt eine wichtige Rolle für die Energielobby in Brüssel. Von 1994 bis 2004 war er Präsident des European Energy Forum (EFF), eines von Energieunternehmen finanzierten Zusammenschlusses von EU-Abgeordneten und Unternehmen. Linkohrs Abschied vom EFF wurde von EnBW gesponsort, in dessen Beirat Linkohr sitzt - ebenso wie bei Vattenfall Mining.

Linkohr gehörte Anfang 2006 auch zu den Unterzeichnern eines “Diskussionspapiers” von SPD-Mitgliedern, das eine neue Offenheit gegenüber der Atomenergie einforderte. Allerdings entpuppten sich die “SPD-Mitglieder” beim genaueren Hingucken vor allem als Energielobbyisten mit SPD-Parteibuch, siehe Stern und taz. Die ursprüngliche Webseite “www.spd-und-energie.de” ist nicht mehr online, die Fassung vom 16. Februar 2006 findet man aber noch im Internet Archive (lädt etwas langsam, die Seite ist nicht mit allen Original-Layout-Elementen gespeichert). Weitere Details zur Rolle von Linkohr als Energielobbyist finden sich auf der CEO-Webseite.
http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2007/01/die-interessenkonflikte-von-ex-mep-linkohr-spd/
 

a f a

Mitarbeiter
Redaktion
Mitglied seit
23 Nov 2006
Beiträge
1.159
Gefällt mir
2
#5
"Geld regiert die Welt." Dieser Spruch ist altbekannt. Doch wie genau die Großkonzerne und Banken auf die Politik einwirken, wird meist hinter einem Wortschwall über die "Unabhängigkeit der Volksvertreter", die "nur ihrem Gewissen verantwortlich" seien und der Behauptung, "das Volk" sei der "uneingeschränkte Souverän der Politik", verborgen.

Hier der Rest:

http://www.linkezeitung.de/cms/content/view/2046/32/


Norbert
 

redwitch

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
13 Feb 2006
Beiträge
297
Gefällt mir
0
#6
Aufatmen bei Abgaslobby

Die EU-Kommission hat am Mittwoch eine entschärfte Version ihrer Klimaschutvorgaben für Automobile beschlossen. Damit kam Brüssel der Bundesregierung und vor allem den deutschen Automobilkonzernen entgegen. Zwar hält die Kommission daran fest, daß der Ausstoß des klimaschädlichen Gases Kohlendioxid (CO2) von Neuwagen bis 2012 auf durchschnittlich 120 Gramm pro gefahrenem Kilometer sinken muß. Faktisch sollen die Hersteller den CO2-Ausstoß pro Fahrzeug jedoch nur auf 130 Gramm drücken. Die übrigen zehn Gramm sollen durch die Anrechnung der Effekte von Biosprit oder technischer Maßnahmen kompensiert werden.

Ursprünglich wollte EU-Umweltkommissar Stavros Dimas die Konzerne auf das 120-Gramm-Ziel verpflichten. Dagegen zog die deutsche Automobilindustrie und deren Lobby heftig zu Felde. Allen voran Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die Regierungschefin hatte sich noch vergangene Woche lautstark für die Interessen der deutschen Konzerne stark gemacht und von Brüssel weniger harte Vorgaben gefordert.
http://www.jungewelt.de/2007/02-08/061.php
 

redwitch

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
13 Feb 2006
Beiträge
297
Gefällt mir
0
#7
Der Bundesrechnungshof will offenbar im ersten Quartal die externen Mitarbeiter in allen Ministerien zählen lassen. Um zu ermitteln, "wer die Personen bezahlt, die in den Ministerien, beispielsweise an Gesetzen mitarbeiten", werde ein Fragebogen verschickt, sagte Rechnungshofsprecher Michael Reinert der Wochenzeitung "Die Zeit". Geklärt werden solle, ob und in welcher Funktion die Ministerien Mitarbeiter von Unternehmen oder Verbänden beschäftigten. Zudem werde gefragt, warum externe Beschäftigte in das jeweilige Ministerium eingebunden und wie deren Arbeitsergebnisse verwendet würden. Es sei nötig zu prüfen, ob "die Neutralität des Verwaltungshandelns gewährleistet" sei, wenn beispielsweise "Personen an Gesetzen mitarbeiten und von Verbänden oder Unternehmen bezahlt werden".
http://www.ngo-online.de/ganze_nachricht.php?Nr=15298
 

a f a

Mitarbeiter
Redaktion
Mitglied seit
23 Nov 2006
Beiträge
1.159
Gefällt mir
2
#11
Hallo Zusammen,

heute Morgen 10:30 WDR die Story "Wir sind drin, Lobbyisten im Zentrum der Macht":

Wie macht man seine eigenen Gesetze? Wie beeinflusst man Politiker? Wie setzt man seine Interessen durch? Für den Normalbürger ein Wunschtraum, für die deutsche Industrie Wirklichkeit. Denn deren Mitarbeiter sitzen in Bundes- und Landesministerien, schreiben teilweise direkt an Gesetzen mit und werden sogar als Referatsleiter eingesetzt - bezahlt von der Industrie.
Gruss
Norbert
 
E

ExitUser

Gast
#12
Hallo Zusammen,

heute Morgen 10:30 WDR die Story "Wir sind drin, Lobbyisten im Zentrum der Macht":


Gruss
Norbert
...man hat ja schon vieles geahnt, aber durch den Film wird es deutlich wer uns wirklich regiert ......man oh man...!:icon_motz:

:icon_idea: ...vieleicht sollten alle Erwerbslosen zusammenlegen und 50 Cent oder 1 Euro Spenden, dann schaffen wir es vieleicht auch einen Vertreter im Arbeitsministerium zu platzieren, und für ein schickes Abendessen für Herrn Müntefering und Konsorten sollte es doch allemal reichen!?....:icon_hug:
 
Mitglied seit
5 Nov 2006
Beiträge
1.732
Gefällt mir
108
#13
Dieses wiederwärtige opportunistische Gesocks sollte sämtlicher Bürgerrechte beraubt und dann lebenslänglich auf Harz 4 gesetzt.....
 

a f a

Mitarbeiter
Redaktion
Mitglied seit
23 Nov 2006
Beiträge
1.159
Gefällt mir
2
#14
Dieses wiederwärtige opportunistische Gesocks sollte sämtlicher Bürgerrechte beraubt und dann lebenslänglich auf Harz 4 gesetzt.....
HiHi, das wär ja mal wirklich mal ne schöne und gerechte Strafe:icon_hihi:
-Münchner Kindel for Justizminister- :icon_daumen:

Aber diese Verfilzung Wirtschaft-Politik ist wirlich so was von gefährlich,
das muss man sich mal wegtun, Die Parteien werden zum Teil über
die Wirtschaft finanziert, die Abgeordneten gehen Nebentätigkeiten in
Aufsichtsräten nach, ca. 2.000 Lobbyorganisationen [!] haben ca. 600
Bundestagsabgeordnete de facto umzingelt und die Wirschaft sitzt
schon real in den Ministerien. Sollte das nur einer Minderheit auffallen ?

Vielleicht nur eine Verschwörungstheorie ?:biggrin:

Gruss
Norbert

Freiheit, Gleichheit, Solidarität
 

larifari33

Elo-User/in

Mitglied seit
20 Feb 2007
Beiträge
296
Gefällt mir
10
#15
HiHi, das wär ja mal wirklich mal ne schöne und gerechte Strafe:icon_hihi:
-Münchner Kindel for Justizminister- :icon_daumen:

Aber diese Verfilzung Wirtschaft-Politik ist wirlich so was von gefährlich,
das muss man sich mal wegtun, Die Parteien werden zum Teil über
die Wirtschaft finanziert, die Abgeordneten gehen Nebentätigkeiten in
Aufsichtsräten nach, ca. 2.000 Lobbyorganisationen [!] haben ca. 600
Bundestagsabgeordnete de facto umzingelt und die Wirschaft sitzt
schon real in den Ministerien. Sollte das nur einer Minderheit auffallen ?

Vielleicht nur eine Verschwörungstheorie ?:biggrin:

Gruss
Norbert

Freiheit, Gleichheit, Solidarität
Mensch und ich Idiot habe mich immer über das Amerikanische System aufgeregt :icon_motz:
 
Mitglied seit
5 Nov 2006
Beiträge
1.732
Gefällt mir
108
#16
-Münchner Kindel for Justizminister- :icon_daumen:
Allerdings! Der eiserne Besen steht schon bereit! Da wird immer gegen den bösen Schwarzarbeiter der mal n paar Euro so nebenher einsackt und den noch böseren faulen Assi in der sozialen Hängematte gehetzt und die Parasiten in Nadelstreifen die die wirklich grossen Schäden anrichten lässt man links liegen...
 

Haubold

Elo-User/in
Mitglied seit
28 Mrz 2007
Beiträge
726
Gefällt mir
9
#17
Allerdings! Der eiserne Besen steht schon bereit! Da wird immer gegen den bösen Schwarzarbeiter der mal n paar Euro so nebenher einsackt und den noch böseren faulen Assi in der sozialen Hängematte gehetzt und die Parasiten in Nadelstreifen die die wirklich grossen Schäden anrichten lässt man links liegen...
Lieber Schwarz Arbeiten als 1 EURO joben!!!

Oder wie heist es auch immer durch die Politiker: Wir brauchen höhere Diäten!!!
In der so genanten freien Wirtschaft würden SIE (unsere Volksvertreter) mehr verdienen.
Wenn man sieht wie viele da Entlassen werden könnte man ja sagen, bei ca.4 Mio Arbeitslosen sind SIE wirklich unterbezahlt.
 

a f a

Mitarbeiter
Redaktion
Mitglied seit
23 Nov 2006
Beiträge
1.159
Gefällt mir
2
#19

Jenie

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
15 Mrz 2007
Beiträge
2.139
Gefällt mir
3
#20
..... und nun? wie kriegen wir die da wieder weg von wegen wir sind drin?
 

sickness

Elo-User/in

Mitglied seit
27 Jun 2006
Beiträge
498
Gefällt mir
0
#21
..... und nun? wie kriegen wir die da wieder weg von wegen wir sind drin?
das einzige, was mir dazu einfällt:


oder

oder evtl. noch


freiwillig werden sie jedenfalls nicht gehen...
 

a f a

Mitarbeiter
Redaktion
Mitglied seit
23 Nov 2006
Beiträge
1.159
Gefällt mir
2
#23
Hier haben wir wieder, so ein schönes Beispiel:

Wenn es nach dem Industrieverband VDMA geht, sollen Deutschlands Rentner künftig mit weniger Geld auskommen. Das fordern die Lobbyisten jedenfalls in einem Schreiben an Abgeordnete des Bundestags.
Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) fordert in einem Brief an Abgeordnete des Bundestags die drastische Kürzung der Renten auf ein Grundniveau. Das Schreiben liegt der Netzeitung vor. Der VDMA fordert darin «den Rückbau der gesetzlichen Rente zu einer Grundsicherung». Der Staat müsse sich generell auf die «Abdeckung von Grundrisiken» beschränken, heißt es in dem Schreiben.
NETZEITUNG DEUTSCHLAND: Stimmungsmache gegen Rentenpolitik: Lobbyverband fordert drastische Kürzungen

Gruss
Norbert

Macht kaputt, was Euch kaputt macht Rio Reiser
 

Rinzwind

Elo-User/in

Mitglied seit
10 Apr 2006
Beiträge
768
Gefällt mir
0
#24
Dann sollen die Mitglieder der

Vereinigung
Demagogischer
Menschenverachtender
Ar***l*****

mit gutem Beispiel voran gehen!

Im Alter von 65 treten sie ihr gesamtes Vermögen, incl. Immobilien etc, was sie im Laufe der Jahre (vermutlich durch Betrug und andere Verbrechen) angeeignet haben, abgeben und von GruSi - besser wäre ArSi (Armut ist dir Sicher) "leben". :icon_party:

Viel Spaß dabei, ihr ******!

Schönen Gruß, Andreas
 

sickness

Elo-User/in

Mitglied seit
27 Jun 2006
Beiträge
498
Gefällt mir
0
#25
*grmbl* wenn ich das immer höre: dieser verband fordert , jener verband fordert. ein ausbeuter
nach dem anderen fordert und fordert. mit welchem recht fordern die eigentlich immer?? es ist zum


wenn die das recht haben, immer zu fordern, ohne was dafür zu tun, ausser die bevölkerung immer ärmer und sich selbst immer reicher zu machen, dann wäre es nur recht und billig, wenn die bevölkerung auch mal zur abwechslung forderungen stellen kann.
ich fang dann mal damit an und fordere: hängt diese widerwärtigen halsabschneider am nächsten laternenpfahl auf!!! teert und federt die lobbyisten und dieses ganze dreckige ausbeuterpack und lasst sie uns zur abschreckung auf nem eisenbahnschweller durch die städte tragen!!!!!!!


wenn ich das immer und immer wieder lese, krieg ich echt den hass. wann wachen die leutz endlich auf und entledigen sich diesem parasitären dreckspack???

 

Jenie

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
15 Mrz 2007
Beiträge
2.139
Gefällt mir
3
#26
das ist echt das höchste von drei Glocken! meine güte ! Damit zeigen sie ganz deutlich wer hier das sagen hat und was sie vom Volk halten!

Am besten alle Menschen sollten sofort ihre Arbeit niederlegen und ab morgen beim Bauern die Äcker bepflügen gegen Hunger und den Lobbyisten somit in den Arsch treten!
 

isabel

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
17 Okt 2006
Beiträge
1.349
Gefällt mir
58
#27
Zitat:
Der VDMA fordere den «Rückbau der gesetzlichen Rente zu einer Grundsicherung». Der Staat müsse sich generell auf die «Abdeckung von Grundrisiken» beschränken.

Und schon wieder eine Enteignung!
Zumindest als Wunsch.
Man hat doch ganzes berufliches Leben in gesetzliche Rente eingezahlt - (einzahlen müssen), prozentual von Lohn/Gehalt. Mit der Glaube, Altersarmut zu vermeiden; mehr sogar, Lebensabend nach arbeitsreichen Leben, genießen zu dürfen.

Der Satz:

Staat müsse sich generell auf die «Abdeckung von Grundrisiken» beschränken.

erweckt bei mir den Eindruck, als ob der Staat von eigenen Mitteln den Rentner-Bettlern mit Abdeckung von Grundrisiken großen Gefallen tut.
Ganz abgesehen davon, dass die Einzahlungen in die Ges. Rentenvers. weiter laufen, und nicht gering. Die Beiträge kurz bei Seite legen, (für welchen Zweck? – Kriegführung in Afghanistan?). – soll das der Sinn der Sache sein?


Die Koalition solle die günstige Wirtschaftslage für weitere, grundlegende Reformen nutzen.

Das wäre echt super Reform:
Ironie an
zwangs- Renteneinzahlungen für Abdeckung von Grundrisiken, das Rest (Überzahlung) zur freier Verfügung der Regierung.
Genauso, wie Arbeitslosenversicherung – man wird gezwungen jahrelang in die Vers. zu zahlen und im endeffeckt bekommt man nicht mal das eingezahlte Geld zurück.
Ironie aus

Mit freundlichen Grüßen
Isabell
 

a f a

Mitarbeiter
Redaktion
Mitglied seit
23 Nov 2006
Beiträge
1.159
Gefällt mir
2
#28
nicht zu vergessen - die Hartz Kommission

Hier noch einmal, zur Erinnerung, die Zusammensetzung der Hartz Kommission:

Am 22. Februar 2002 wurde die Kommission für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt eingesetzt. Ich habe deren Zusammensetzung leider selbst längst verdrängt oder vergessen. Die Auswahl der Mitglieder sagt aber mehr über den Geist und das Weltbild, das hinter den Hartz-Gesetzen steht, als tausend Worte. Deshalb auch für Sie nochmals die Liste zu Ihrer Erinnerung.
Zu den Mitgliedern gehörten:
  • Norbert Bensel, Mitglied des Vorstandes der DaimlerChrysler Services AG und der Deutschen Bahn AG
  • Jobst Fiedler, Roland Berger Strategy Consultants
  • Heinz Fischer, Abteilungsleiter Personal Deutsche Bank AG
  • Peter Gasse, Bezirksleiter der IG Metall Nordrhein-Westfalen
  • Peter Hartz, damals Mitglied des Vorstandes der Volkswagen AG
  • Werner Jann, Universität Potsdam
  • Peter Kraljic, Direktor der McKinsey & Company Düsseldorf
  • Isolde Kunkel-Weber, Mitglied des ver.di-Bundesvorstandes
  • Klaus Luft, Geschäftsführer der Market Access for Technology Services GmbH
  • Harald Schartau, damaliger Minister für Arbeit und Soziales, Qualifikation und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen
  • Wilhelm Schickler, Präsident des Landesarbeitsamtes Hessen
  • Hanns-Eberhard Schleyer, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks
  • Günther Schmid, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
  • Wolfgang Tiefensee, damaliger Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, heute Bundesminister für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung
  • Eggert Voscherau, Mitglied des Vorstandes der BASF AG
NachDenkSeiten - Die kritische Website » Zur Erinnerung: Die Zusammensetzung der Hartz-Kommission


Gruss
Norbert

alles für alle
 

dr.byrd

Elo-User/in

Mitglied seit
25 Nov 2007
Beiträge
2.921
Gefällt mir
159
#29
Zur Erinnerung: Die Zusammensetzung der Hartz-Kommission

Am 22. Februar 2002 wurde die Kommission für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt eingesetzt.


Ich habe deren Zusammensetzung leider selbst längst verdrängt oder vergessen.

Die Auswahl der Mitglieder sagt aber mehr über den Geist und das Weltbild, das hinter den Hartz-Gesetzen steht, als tausend Worte.

Deshalb auch für Sie nochmals die Liste zu Ihrer Erinnerung.


Quelle
 

Jenie

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
15 Mrz 2007
Beiträge
2.139
Gefällt mir
3
#30
Meiner Meinung sind die, die dies in bezahlter Verantwortung für die Menschen im Land vorgenommen haben, hierfür zur Verantwortung zu ziehen, und erst Recht die, die sie hierfür erkoren haben. Denn sie haben in verletzender Weise und aus niederen Beweggründen (Habgier) gegen das Grundgesetz in vielen Punkten verstoßen.
Es wäre ungefähr so, als ob man einem Löwen die „soziale Neugestaltung“ der Tränkezeiten an den Wasserlöchern für Gazellen übergäbe.
so würde ich mir das auch wünschen -- -zieht den haufen zur verantwortung

kann man klagen?
 

alpha

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
4 Jun 2006
Beiträge
1.197
Gefällt mir
80
#31
Da hilft eh nur Generalstreik, Hungerstreik und/oder WÄHLEN. Aber keiner darf mehr die großen Parteien wählen, sondern nur winzig kleine die sich für soziales oder Natur/Tierschutz einsetzen.

Bzw. Millionen müssen deomonstrieren (also 10 Mio. mindestens)
 

Kaulquappe

Elo-User/in
Mitglied seit
25 Mai 2006
Beiträge
975
Gefällt mir
8
#32
Da hilft eh nur Generalstreik, Hungerstreik und/oder WÄHLEN. Aber keiner darf mehr die großen Parteien wählen, sondern nur winzig kleine die sich für soziales oder Natur/Tierschutz einsetzen.
Ich erinnere noch einmal daran, dass sich unter angebl. Tierschutzorganisationen und auch Naturschutzorg., oft Rechte verbergen und in jedem Fall kaum eine der angebl. Tierorgnisationen sich wirklich für Tiere einsetzt.

Es gab vor Jahren eine komplette Nummer der Zeitung "Natur", die sich damit befasste.

Kleine Parteien: mensch könnte "Die Frauen" wählen.
 
Mitglied seit
13 Feb 2008
Beiträge
9
Gefällt mir
0
#33
Lobbyismus oder wer dreht am Rad

das ist doch leider nichts neues oder? seit dem Politik und wirtschaft Interessenverbände und Verbündete sind ist das so und dies wird sich auch nie ändern solange in der Gesellschaft der Wert nach Geld oder Vermögen beziffert wird und nicht nach den Menschen die dort leben und täig sind Teil der Geserllschaft sind, ich möchte nicht sagen das es in vielen Bereichen in Ordnung ist aber wenn man selber politisch aktiv ist wie ich bekommt man oft mehr mit als einem lieb und teuer ist und man merkt rasch wessen Interessen durch Regierungen wirklich vertreten werden und AN oder Arbeitslose werden oft nicht entsprechend berücksichtigt das sage ich nicht nur weil ich in der Partei Die Linke bin.

aber jeder der sich mit Politik befasst der wird das selber merken das egal in welchen Bereichen Vertreter von Verbänden mehr die Grundsatzprogramme eienr Partei bestimmen als es letztendlich veröffentlich wird, leider
 
Mitglied seit
17 Nov 2007
Beiträge
172
Gefällt mir
0
#34
Gestern im ARD eine sehr empfehlenswerte Sendung.

Rentenangst - 3/4 Stunde.

Dort ging es richtig zur Sache, und auch Herr N. Blüm meldete sich zu Wort.
Es ging u.a. sehr stark um Lobbyismus.
Über Interessenverbände, Politiker mit Aufsichtsratsposten in Konzernen, für die sie "Gesetze" durcvhpeitschen, Meinungsmache, die BLÖD Zeitung und ihre Schlagzeilen und von wem diese aufgetischt werden ...

Das die gesetzliche Rente eigentlich nur schlechtgeredet und demontiert wurde, obwohl durchaus zwei Steuerzahler einen Rentner finanzieren können sollen ...
Das die private Vorsorge sehr unsicher ist in Bezug auf die Höhe der Auszahlung und ob man wenn man alt ist überhaupt etwas bekommt.


Wer da großes Interesse hat und in welchen Seilschaften er hängt.

Sehr interessant :icon_daumen:

Unser Staat incl. Parteienlandschaft ist doch echt ziemlich mafiös.



Leider finde ich keine Wiederholung, nicht im Eins Extra/Plus, nix bei youtube ... :icon_cry:
 

a f a

Mitarbeiter
Redaktion
Mitglied seit
23 Nov 2006
Beiträge
1.159
Gefällt mir
2
#35
Leider finde ich keine Wiederholung, nicht im Eins Extra/Plus, nix bei youtube ...
:icon_wink:Auf Grund der großen Resonanz, wird die Sendung an folgenden Terminen wiederholt:

24. März 2008, 01.15 Uhr auf Eins EXTRA
25. März 2008, 22.00 Uhr auf Eins EXTRA
30. März 2008, 16.00 Uhr auf Eins EXTRA
5. Mai 2008, 21.00 Uhr auf Phoenix

SR-online: SR Fernsehen / SR im Ersten

Gruß
Norbert

alles für alle
 

a f a

Mitarbeiter
Redaktion
Mitglied seit
23 Nov 2006
Beiträge
1.159
Gefällt mir
2
#36
Mal wieder ein interessanter Artikel, über die Verflechtungen von Politik und Finanzwirtschaft

Ganz oben in der DVAG steht ein Mann, den sie den »Doktor« nennen: Reinfried Pohl. Er ist Milliardär und Übervater der mehr als 37.000 Vermögensberater. Der 80-Jährige hat den Finanzvertrieb 1975 gegründet. Für einen Rückzug fühlt er sich zu jung, aber unlängst hat Pohl die Weichen dafür gestellt, dass die Vertriebsfirma in Familienhand bleibt, und den Anteil seiner Söhne erhöht. Pohl schmückt sich und die DVAG mit Aushängeschildern und Werbepartnern wie Michael Schumacher, Otto Rehhagel oder Joachim Löw. Er pflegt auch wichtige Kontakte in die Politik. Er ist Duzfreund von Helmut Kohl, der heute Vorsitzender des DVAG-Beirats ist. Kohls früherer Kanzleramtsminister Friedrich Bohl saß viele Jahre im DVAG-Vorstand, bevor er im April an die Spitze des Aufsichtsrats wechselte. Dem Vorstand gehört seit April 2008 auch der ehemalige hessische Wissenschaftsminister Udo Corts an, der noch 2007 die Laudatio hielt, als das Land Hessen Pohl den Titel eines Professors verlieh. Auch Ex-Finanzminister Theo Waigel sitzt im neunköpfigen Aufsichtsrat.
Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach am 20. November 2008 auf einer DVAG-Vertriebskonferenz zu über 8000 Vermögensberatern. Sie lobte das Familienunternehmen (»ein klassisches Konzept der sozialen Marktwirtschaft«) und schwärmte von einem Treffen vor vier Jahren: »Damals wie heute hat mich schon allein die Zahl der Vertriebsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter zutiefst beeindruckt, weil sie etwas über das Wurzelgeflecht aussagt, das ein Stück Sicherheit in unserem Lande schafft, wobei hinter jedem von Ihnen Engagement steht, die Fähigkeit, Menschen anzusprechen, kennenzulernen und ihnen beratend zur Seite zu stehen.« Überaus freundliche Worte an die versammelte Vertriebstruppe.
Die Riester-Rente ist ein Konjunktur-programm für die Finanzberater
Während die DVAG als der CDU nahestehend gilt, kann man dem AWD eine Nähe zur SPD attestieren. Im Wahlkampf 1998 finanzierte AWD-Chef Carsten Maschmeyer eine 600.000 Euro teure Kampagne für Gerhard Schröder: »Ein Niedersachse muss Kanzler werden.« Schröders Regierungssprecher Béla Anda ist seit April 2006 Kommunikationschef des AWD. Und gerade hat der Ex-»Wirtschaftsweise« Bert Rürup, SPD-Mitglied, als Chefökonom bei dem Finanzdienstleister angeheuert. Neben der personellen Nähe gibt es auch eine finanzielle Verbindung: In den Jahren 2004 bis 2006 spendete die DVAG 436.150 Euro an die CDU. Auch andere Banken und Versicherer gaben großzügig, mehr als zehn Millionen Euro in zehn Jahren flossen an Parteien. Die Firmen konnten es sich leisten. Vor allem die Riester-Rente war ein Konjunkturprogramm für die Finanzbranche.
Finanzberater: Wie große Vertriebsfirmen junge Leute anlocken | Wirtschaft | Nachrichten auf ZEIT ONLINE

Gruß
Norbert

Her mit dem schönen Leben
 
Status
Nicht offen für weitere Antworten.
Oben Unten