Linkspartei will Mindestsicherung statt Hartz (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

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Hallo Gollum, wenn gesellschaftlicher Konsens in Gesetzen formuliert wird, müssen auch die AG sich schon daran halten. Tarifrechtlich ist da einiges möglich.

Wie schnell selbst Merkel ihr Fähnlein in den Wind hängen kann, wenn sich die Stimmung in der Bevölkerung ändert, sah man nach Fukushima.

Ich meinte, man muss die Menschen ideell dort abholen, wo sie sind. Ein BGE ist nicht sehr populär und vor allem nicht greifbar, weil zu unbestimmt. Ich selbst wäre für eine Gestaltung des Existenzminimums über die Einkommenssteuer. Unbürokratischer ginge es wohl nicht. Wer weniger verdient bekommt etwas, wer mehr verdient zahlt für den Mehrbetrag Steuern, wie heute auch, nur mit realistischen Beträgen und Progressionen.

Et hilft allet nix, et blivt wie et wor, weil der Michel halt Veränderung fürchtet. Irgendwann kommt sie dann mit Pauken und Trompeten.
 

Realo

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...Das haben wir doch schon...Wer nichts verdient bekommt h4,wer wenig verdient zählt wenig steuern und wer halbwegs gut verdient den spitzensteuersatz.. hurra.??
 

Dagegen72

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da Die Linke die einzige Partei ist, die tatsächlich das Wohl der Menschen im Blick hat, sollte sie unbedingt gewählt werden. Also, ich finde das wichtig, Die Linke zu wählen, vor allem, weil sie im Parteiprogramm hat, dass Sanktionen bei Alg II abgeschafft werden sollen. Die Linke ist die einzige Partei, die das will. :cheer2:

Letztes Wochenende hatte Die Linke ihren Bundesparteitag in Hannover. Es kam dabei heraus, dass sie doch mehr Regierung wollen, statt nur Oppostion. Naja, hauptsache, sie bleiben im Bundesparlament finde ich. Am Ende stimmen doch alle Parteien dann ab, ob was ok ist und nicht. Dafür ist es dann gut, dass sie viele Abgeordnete sind, also, soviele Sitze wie möglich haben. Das hängt dann wohl von der Höhe der Prozentzahl ab, mit der sie gewählt werden.

Ich finde auch die anderen Ideen, die Die Linke hat. Wird man alles im Parteiprogramm jetzt nachlesen können, wird im Netz sein. Die Linke setzt sich für soziale Gerechtigkeit ein und u.a. gegen Waffenlieferungen!

Diskutieren ist immer gut - aber, was, denke ich,jederzeit möglich ist: sprecht Leute die für Die Linke aktiv sind einfach an! Redet mit den Leuten. Bspw. wenn sie einen Stand in der Stadt haben oder hingehen ist glaube ich auch möglich, evtl. vorher mal anrufen oder anmailen.

Bei Demos sind MItglieder der Partei auch oft dabei, zu erkennen an einer Fahne mit dem Logo von Die Linke.

Weniger problematisch ist nicht die Arbeit - es ist der Kapitalismus. Deshalb entsteht der Konkurrenzirrsinn und das arm-reich-Gefälle.

hihi - na, vielleicht mache ich im September bei der Wahl (natürlich Die Linke) ein selfie aus der Kabine und stelle es ins Netz :first:
 

Zeitkind

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Wenn du den Presseartikel über die Spenden genau liest stellst du fest, dass einige Abgeordnete der Linken etwas spenden.
... nachdem sie die Erhöhung gänzlich abgelehnt haben. Gegen die Stimmenmehrheit der gierigen Abgeordneten übriger Parteien kamen sie leider nicht an.
Ist ein löblicher Anfang.
Wie großzügig ... Und wo sind nun die Lobgesänge auf die anderen Parteien?
Dass die Linke keine Großspenden erhält halte ich mehr für eine Folge des Parteiprogrammes als die Folge einer besonders hoch entwickelten Ethik.
Weil das Programm den Schweinereien der Schmiergeldgeber etwas entgegenzusetzen hat. Seit wann unterstützt man auch seine Widersacher?
Ich halte die Ablehnung eher für den Beweis, daß die Linke durch die Wirtschaft nicht korrumpierbar ist.
Nicht nur deshalb ist ihre Ethik weitaus höher anzusiedeln, als die der anderen Parteien. Danke für Deinen Hinweis.
Ich selbst wäre für eine Gestaltung des Existenzminimums über die Einkommenssteuer.
Und was ist mit den Menschen ohne Einkommen? Solange die Arbeit nicht auf alle verteilt wird, bleiben da momentan zu viele auf der Strecke.
 
E

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Und was ist mit den Menschen ohne Einkommen? Solange die Arbeit nicht auf alle verteilt wird, bleiben da momentan zu viele auf der Strecke.
Die bekommen den existenzsichernden Freibetrag dann ohne große Formalitäten ausgezahlt. Negative Einkommenssteuer nennt man das Konzept.
Auch bei optimaler Verteilung der Arbeit bleiben genug Kranke oder Ältere, die versorgt werden müssen.

...Das haben wir doch schon...Wer nichts verdient bekommt h4,wer wenig verdient zählt wenig steuern und wer halbwegs gut verdient den spitzensteuersatz.. hurra.??
Wenn du den Unterschied nicht siehst, dann ist dir wohl nicht mehr zu helfen. Heute haben wir verschiedene Grundsicherungsleistungen und vor allem eine ineffiziente Bürokratie, die Milliarden verschlingt. Daneben tun wir so, als könnten wir die Menschen mit struktureller Gewalt oder sinnfreien Erziehungsmaßnahmen zwingen Arbeit zu finden, die es gar nicht gibt.

Wer wenig verdient zahlt auch heute schon Steuern und bekommt sie auf der anderen Seite durch aufstockendes Alg-II wieder herein. Das ist wohl der allergrößte Irrsinn.
 

DoppelPleite

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Grundsätzlich ist es natürlicher Natur ein Häuschen, dahinter einen Garten, eventuell Kaninchenstall, Pilze sammeln, Wald&Wiesen Ernte zu betreiben. Erstmal lebt man weit gesünder, zweitens macht diese Selbsterhaltungs-"Arbeit" mehr Spaß und man spart viel Geld.
Auch familiär und Nachbarschaft, kommt auf die Art des Tauschenhandel weit besser aus.

Aber wer von Euch will gerne Ackerbau und Viehzucht betreiben, ganz ehrlich ich denke die wenigsten. Noch weniger wollen auf die Fülle an Auswahl im Supermarkt verzichten.

Da hängt ja noch viel dran, mal angenommen wir führen ab 2020 einen Bauernstaat ein, wie viele schauen dann in die Röhre - die von unseren Konsum gelebt haben.
Man konnte in der DDR sehen was es bedeutet, wenn nicht einmal Bananen erwerblich sind. Dann kommt auch nur Neid und Mißgunst auf und eventuell ist das Thema Bespitzelung wieder inn. Oder soll sich DE dann wieder in Ost/West teilen, der eine ist gleicher als der Gleiche?

Reiner Tauschhandel in allen Ehren, aber das wird niemals die Zukunft sein, viel mehr haben wir inzwischen den bereits genannten technologischen Fortschritt den es gilt weiter auszubauen.
Ein sehr wichtiger Schritt nach vorne wird sein zu begreifen, dass Fleisch essen nicht nur krank und dick macht, sondern gewalttätig, überflüssig, Ressourcen verschwendend, eigennützig und primitiv ist.

Eventuell ist es auch eine Überlegung wert, inwiefern wir Europäer Verantwortung tragen für die anderen Kontinente. Wir haben streng genommen die Aufgabe Mauerwerk, Sicherheit, Fortschritt, Schule und Wissen aber auch richtige Wirtschaft in die Welt zu tragen.
Speziell wenn wir uns eines Tages eine bessere Welt, ohne Neid, Terror, Gewalt dafür mit Frieden und Sicherheit wünschen.

Was bringt es hier den perfekten Staat zu errichten, wenn auf Reise gehen in unserer Natur liegt, zu entdecken, zu erforschen man sich aber nicht richtig wohl fühlt am anderen Ende des Erdballs.
Wie war das mit dem Weltfrieden und der Rüstungsindustrie..?

Ich persönlich möchte frei sein, will keine Angst um Morgen haben müssen, möchte der Welt zu etwas besserem verhelfen. Ist mir aber gar nicht möglich wenn ich hinterm Haus Ackerbau&Vierhzucht betreiben muss, um zu überleben.

Daher sollten wir mal die Kirche im Dorf lassen und uns überlegen wie wir es anpacken, habe zB nichts dagegen Obst aus Spanien zu essen, dafür in Madrid eine Mono-Rail zu errichten die bis nach Paris geht angetrieben durch analoge Magnetkraft, damit reisen dort genauso frei wird.

Wie auch immer, ganz ohne Kapital von Heute auf Morgen wird nicht gehen - ohne total versklavt zu werden.
Was ist eigentlich mit den ganzen Stinkreichen, BillGates, die Rockefellers, Rothshild´s, Geissens usw..? Die nahezu im vergangenen Jahrhundert alles aufgekauft haben, was schätzt ihr wird geschehen wenn wir hier den Tauschhandel starten.
Die sitzen sonstwo, wo ihr Reichtum geschützt liegt und die jeder Zeit wieder Einfluss ausüben können.

Was schätzt Ihr wenn wir uns hier mit Deckelung des Gewinns, sozialistische Beweggründe beschäftigen/durchsetzen (versuchen!). Dann ZACK kommt die Korruption noch stärker als sie jetzt schon vorhanden ist. Weil es immernoch ABERMILLIONEN (ach was red ich es sind ABERMILLIARDEN!) Menschen geben wird, die für Materialismus alles tun würden.

Daher sehe ich das was wir hier gerade versuchen möchten, als Sinnfrei an. Mal ehrlich wielange haben sich die meisten hier schon mit Arbeit rum geärgert, BGE ist das einzige was uns wirklich etwas Freiheit bereiten würde. Nur aus einem freien Menschen kann auch etwas Freies entstehen.
 
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Die Linkspartei gegen Hartz 4 ? Abstrus-Berlin ist die Sanktionshauptstadt - auch dank Regierungsbeteiligung von machtgeilen Linksspacken...


Mit oder ohne meine Wahlbeteiligung - Merkel+die deutsche Auto +Wirtschaftsoligarchie wird weiter regieren -da hat sich schon ein stalinistischer Personenkult um die 'Zonenmutti' entwickelt. Von den regierungsdevoten Journalisten hierzulande kann ja Erdogan nur träumen...hinzu kommen immer neue Schikane-Kontroll+Zensurgesetze...getragen von allen Parteien.


Es gibt hierzulande keine fühlbare Opposition - sie hätte auch defintiv keine Chance bei den herrschenden Machtverhälnissen...alle Parteien haben sich den Verhältnissen angepasst- von der National -Sozial argumentierenden Wagenknecht bis zum Grünautospacke Kretschmann.


Ich kann einfach nicht verstehen, das die obigen -wohl auch vom Hartz 4 System in den Dreck getretenen- weiterhin für dieses widerwärtige System plädieren...bei mir erzeugt das System nur Wut + Hass .
 

flandry

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@ Doppelpleite, 131
Du denkst ja richtig über den Tellerand hinaus. Das gefällt mir.
:first: :welcome:
 
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bei mir erzeugt das System nur Wut + Hass .
Wut und Hass sind selten gute Ratgeber. Wenn du keine Alternativen benennen kannst, ist dein Beitrag leider nur destruktiv.

dafür in Madrid eine Mono-Rail zu errichten die bis nach Paris geht angetrieben durch analoge Magnetkraft, damit reisen dort genauso frei wird.
Reisen ist dort heute nicht frei? Ein so modernes, kostengünstiges und effizientes Verkehrssystem wie in Spanien vermisse ich in Deutschland, zumindest im maroden Westen. Da wird noch richtig Geld in die Hand genommen, um die Infrastruktur auszubauen.

BGE ist das einzige was uns wirklich etwas Freiheit bereiten würde. Nur aus einem freien Menschen kann auch etwas Freies entstehen.
Wolltest du nicht die Kirche im Dorf lassen? Dafür wird es sobald keine Mehrheiten geben. Ein BGE alleine bringt weder Sicherheiten noch Freiheiten. Was ist denn, wenn du dann deine 1000 € hast, aber dennoch keine bezahlbare Wohnung findest? Wien macht es vor, wie man auch in attraktiven Lagen die Mieten kontrollieren und gleichzeitig eine gesunde Durchmischung erreichen kann. Dazu ist eine starke Regulierung der Märkte und Dezentralisierung nötig. Ähnliches gilt für andere Bereiche. Ein BGE kann da keine Abhilfe schaffen.
 
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Gollum1964

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Ein BGE alleine bringt weder Sicherheiten noch Freiheiten. Was ist denn, wenn du dann deine 1000 € hast, aber dennoch keine bezahlbare Wohnung findest?
Ob 1.000 EUR für jeden ausreichen, um alle nötigen Ausgaben zu decken, weiß ich nicht. Allerdings besteht hierfür eine größere Chance als mit 0 EUR nach Vollsanktionierung.
 

Zeitkind

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Grundsätzlich ist es natürlicher ... Erstmal lebt man weit gesünder, zweitens macht diese Selbsterhaltungs-"Arbeit" mehr Spaß und man spart viel Geld ...
Insofern gute Gedanken, welche Du aber damit
Aber wer von Euch will gerne Ackerbau und Viehzucht betreiben, ganz ehrlich ich denke die wenigsten. Noch weniger wollen auf die Fülle an Auswahl im Supermarkt verzichten.
auf das niedere Konsumverhalten reduzierst und diesen damit rechtfertigen? willst.
Da hängt ja noch viel dran, mal angenommen wir führen ab 2020 einen Bauernstaat ein, wie viele schauen dann in die Röhre - die von unseren Konsum gelebt haben.
Gut. Konsum bringt Arbeitsplätze. (Wie kommst Du überhaupt auf Bauernstaat) Aber ab hier wird es irgendwie krude;
Man konnte in der DDR sehen was es bedeutet, wenn nicht einmal Bananen erwerblich sind. Dann kommt auch nur Neid und Mißgunst auf und eventuell ist das Thema Bespitzelung wieder inn. Oder soll sich DE dann wieder in Ost/West teilen, der eine ist gleicher als der Gleiche?
Neid und Mißgunst durch fehlende Bananen? Und deswegen wird man bespitzelt? Und wenn Bananen nicht erwerblich sind, soll sich DE teilen?
Und jetzt stellst Du sogar den Tauschhandel infrage, obwohl Du ihn doch selbst gerne praktizierst?
Reiner Tauschhandel in allen Ehren, aber das wird niemals die Zukunft sein, viel mehr haben wir inzwischen den bereits genannten technologischen Fortschritt den es gilt weiter auszubauen.
und begründest das mit technologischem Fortschritt? Meinst Du etwa den, eines bargeldlosen, korrupten Wirtschaftsverkehrs?
Gerade diesem gilt es, einen fairen, unabhängigen Tauschhandel entgegenzusetzen.
Ein sehr wichtiger Schritt nach vorne wird sein zu begreifen, dass Fleisch essen nicht nur krank und dick macht, sondern gewalttätig, überflüssig, Ressourcen verschwendend, eigennützig und primitiv ist.
Das ist zu pauschal. Ich esse zwar nicht oft, aber gerne Fleisch, beziehe dieses aber ausschließlich von lokalen Anbietern aus eigener Herstellung.
Vielleicht meinst Du allgemein das maßlose Konsumverhalten ohne nachzudenken. Da stimme ich Dir natürlich zu.
Bei Deiner nächsten Überlegung wirfst Du allerdings alles über einen Haufen und ich zweifele daran,
ob Du die folgenden Sätze richtig hinterfragt- oder nicht doch aus einer Gauckrede abgelesen hast.
Eventuell ist es auch eine Überlegung wert, inwiefern wir Europäer Verantwortung tragen für die anderen Kontinente.
Wir haben streng genommen die Aufgabe Mauerwerk, Sicherheitsterror, profitablen Fortschritt, Schule und Wissen aber auch richtige Wirtschaftskriege in die Welt zu tragen.
Das nennt sich Kolonialsystem und wird bereits mit aller NATO-Macht weltweit praktiziert. Ich habe mir erlaubt, zu vervollständigen. :wink:
Speziell wenn wir uns eines Tages eine bessere Welt, ohne Neid, Terror, Gewalt dafür mit Frieden und Sicherheit wünschen.
Wieso eines Tages? Ich wünsche mir das schon immer.
Daher sollten wir mal die Kirche im Dorf lassen und uns überlegen wie wir es anpacken, habe zB nichts dagegen Obst aus Spanien zu essen, ...
Mir reicht saisonbedingtes deutsches Obst.
dafür in Madrid eine Mono-Rail zu errichten die bis nach Paris geht angetrieben durch analoge Magnetkraft, damit reisen dort genauso frei wird.
Was, in Paris gibt es keine Reisefreiheit? Von digitaler Magnetkraft habe ich bis dato noch nichts gehört, lasse mich aber gerne aufklären.
Daher sehe ich das was wir hier gerade versuchen möchten, als Sinnfrei an.
Was meinst Du damit? Das Thema bezieht sich auf eine Mindestsicherung - sprich BGE. Mindestsicherung ist also sinnfrei?
Mal ehrlich wielange haben sich die meisten hier schon mit Arbeit rum geärgert, BGE ist das einzige was uns wirklich etwas Freiheit bereiten würde.
Und hier widersprichst Du Deiner obigen Ausführung, sofern ich diese richtig gedeutet habe.
:sorry: @Doppelpleite. Ich bin nun mal ein aufmerksamer Leser und habe zumindest versucht, Deinen Beitrag zu verstehen.
 
E

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Ob 1.000 EUR für jeden ausreichen, um alle nötigen Ausgaben zu decken, weiß ich nicht. Allerdings besteht hierfür eine größere Chance als mit 0 EUR nach Vollsanktionierung.
Das ist wieder ein anderes Thema.

Wenn ich das richtig verstanden habe, fordert die Linke eine nicht sanktionierbare Mindestsicherung für Anspruchberechtigte (heute Bedürftige genannt).

Der Unterschied zum BGE wäre hierbei die Bedarfsprüfung und die Einkommens- bzw. Vermögensabhängigkeit.

Das ist sicher ein interessanter Aspekt, weil es jeden brennend interessiert, wieviel Geld er zur Verfügung hat. Für Vision einer solidarischen Gesellschaft sind das aber eher Detailfragen. Da gibt es drängendere Probleme. Vielleicht sollten wir mal das gesamte Programm der Linken in den Fokus rücken.
 
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En Jordi, wieso ist es ein anderes Thema. Es ist genau das Thema. Es heißt ja gerade Mindestsicherung, da es nicht unter den Mindestbetrag gedrückt werden sollte.
Weil es mir um die Aussagen von @DoppelPleite zum BGE ging. Sanktionsfreiheit ist auch anders zu verwirklichen.
 

DoppelPleite

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Mag sein hätte einiges präzisieren müssen, um es verständlicher auszudrücken:

Ein BGE empfinde ich als Hartz4 ohne Auflagen (Sanktionen), als Sozialhilfe/Stütze wenn man so möchte. Miete ist hier nicht nur das Mindeste was zwingend geleistet werden müsste, sprich wenn nötig auch fortlaufende Anpassung an den Mietspiegel, ist doch klar.

Einerseits wollen wir uns als Wirtschaftsmotor Europa´s sehen, aber auch als Sozialstaat und zahlen fleißig dafür. Andererseits hungern bei uns Menschen die ihr Leben lang gearbeitet haben. Wo ist der Punkt an dem Gewinne gerechter verteilt werden, von Oben nach Unten quasi.

Was schätzt Ihr wenn wir uns hier mit Deckelung des Gewinns, sozialistische Beweggründe beschäftigen/durchsetzen (versuchen!).
Das kam sicher etwas aus der Konsistenz, weil ganz klar brauchen wir eine höhere Besteuerung (Deckelung wenn man so will) für Großverdiener. Aber ich wollte darauf hinaus, dass man dann auch irgendwo in dieser Überlegung einbeziehen müßte, was mit denen oder wie mit denen zu verfahren ist, denen eben das Kapital gehört?

Sprich denen, die selbst aussagen: "Gib mir die Macht über die Währung eines Landes und es ist egal wer dessen Gesetze macht"

Der Satz sagt doch Alles aus, worauf ich hinaus wollte. Wir können im Kreis springen, es wird nichts ändern. Weder könnten wir Milliarden Menschen die bettelarm sind davon abbringen, ihren Traum vom großen Los zu vergessen. Noch würden wir "paar" Hänschen hier im Pool mit den Gedanken des Tauschens etwas wirklich bewegen.

Dann kommen eben die "Bankster" drucken Money und alle werden tun was von ihnen verlangt wird. Genau deshalb ist das Land, die EU, die Weltwirtschaft so korrupt.
Deshalb greife ich jetzt einfach mal den Ursprung auf, an dem wir alle so verletzlich sind:

Armut ist das größte Problem auf dieser Welt

Wenn wir uns darauf beschränken, allein hier etwas zu verbessern, wäre es doch nicht gelöst. Weiter würden Milliarden Menschen hunger leiden, vllt weil deren Regierungen dort genauso Blutsauger sind, wie die unseren (sogar mit Sicherheit).

Aufgewachter meinte:
einer Gauckrede abgelesen hast
Ganz ehrlich, für solche Art Menschen kann, will und werde ich mir nicht die Zeit nehmen, deren Vorlesungen zu zitieren. Meine Aussage Wissenschaft/Wirtschaft, in vernünftiger Form damit meine ich weiss Gott keinen Raubtierkapitalismus wie hier zu Lande. Gerade deshalb mußtest Du mich ergänzen in weinroter Farbe, weil es sonst nicht übereinstimmt mit dem was ich aussagen möchte.

Ich verstehe Deine Sorgen darüber sehr gut, vllt klingt es ähnlich. Aber sieh der eine klaut eine Karotte um sie zu essen (Mundraub), der andere um sie gewinnbringend weiter zu verkaufen (Hehlerei). Wie wäre es also, würden wir technologischen Fortschritt zB nach Afrika bringen, um dort von hier aus Hungerleid zu mildern..?

Aufgewachter meinte:
Sicherheitsterror
Das waren nicht meine Worte, mit Sicherheit meine ich keinen Polizeistaat, sondern zB sichere Lebensmittel, Kühlschränke, Schulwege, Anlagen in welcher Form auch immer um ein sicheres Leben zu ermöglichen. zB Feuermelder, Feuerlöscher, Verbandszeug, Überhitzungsabschaltautomatik oder was sonst noch richtig und wichtig ist, Dir fallen da sicher bessere Beispiele ein als mir :icon_wink:

Aufgewachter meinte:
Neid und Mißgunst durch fehlende Bananen
Gut, ganz ehrlich das weißt Du auch, es gab Neider zB als zu Weihnachten das große Westpaket kam und man selbst keine Verwandtschaft im Westen hatte. Aber das soll hier auch kein Ost-Tread werden, darum ziehe ich das gerne zurück mit den Bananen im Osten und der Bespitzelung, in erster Linie war der Staat ja auch dafür verantwortlich und nicht der Bürger.

Was aber den Tauschhandel angeht, es mag hier & jetzt im kleinen funktionieren und praktikabel sein. Aber ich persönlich kann mir nur ganz schwer vorstellen, dass dies im Großen auch wieder klappen würde. Zumindest solange nicht auf der gesamten Erde ein ähnliches Denken staat findet.


Da ich z.Z. stark davon ausgehe, dass viele überhaupt gar nicht verstehen wie ich manches gemeint habe; und wir uns hier wohl einen Wolf schreiben könnten; man aber am Ende nur wenig geschafft hat; halte ich es für sinnvoll mich mit diesem Beitrag aus diesem trotzdem spannenden Thema raus zu halten.

Aufgewachter meinte:
habe zumindest versucht, Deinen Beitrag zu verstehen
Das weiß ich sehr zu schätzen, vielen lieben Dank :icon_hug:
 

annar

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um es verständlicher auszudrücken:

Ein BGE empfinde ich als Hartz4 ohne Auflagen (Sanktionen), als Sozialhilfe/Stütze wenn man so möchte.
Empfindungen hin oder her, es gibt konkrete Entwürfe, über die politisch und öffentlich diskutiert wird, auf die doch hier bestimmt auch die meisten Bezug nehmen.

Nehmen wir einfach die (mir) bekanntesten 4 Konzepte (Die Linke, CDU, FDP und dieser DM-Eso-Heini), da ich deine Veröffentlichungen zu dem Thema nicht kenne.

Frau Kipping von Die Linke macht sich mit ihrer Arbeitsgemeinschaft Emanzipatorische Linke für eine ganz andere staatliche BGE-Grundlage stark, als die anderen in unseren bestehenden Finanzkapitalismus angeblich so einfach zu implementieren BGE.

Alle anderen bekannteren Entwürfe würden nichts positives für die 'am unteren Rand' tun.

Bitte lest Christoph Butterwegges super leicht verständliche Ausführungen dazu! U. a. fragt er, warum ein von Zinsen, Mieteinnahmen oder Erbschaft lebender Müßiggänger (vielleicht kennt ihr persönlich keine - aber es gibt sie!!) genau wie ein von Sozialhilfe/Hartz Abhängiger ein BGE erhalten soll.

Im Wahlprogramm von Die Linke gibt es die Mindestsicherung NICHT in Form eines BGEs.

Zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe!
 

Zeitkind

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Mag sein hätte einiges präzisieren müssen, um es verständlicher auszudrücken ...
Du sprichst mir aus der Seele. :wink:
Einerseits wollen wir uns als Wirtschaftsmotor Europa´s sehen, aber auch als Sozialstaat und zahlen fleißig dafür. Andererseits hungern bei uns Menschen die ihr Leben lang gearbeitet haben.
Dafür gibt es klare Ursachen, welche jedem bekannt sein dürften, wenn er nicht mit verschlossenen Augen rumläuft.
Wo ist der Punkt an dem Gewinne gerechter verteilt werden, von Oben nach Unten quasi.
Die Referenz ist ein reales Existenzminimum, von welchem wir noch weit entfernt sind.
Aber ich wollte darauf hinaus, dass man dann auch irgendwo in dieser Überlegung einbeziehen müßte, was mit denen oder wie mit denen zu verfahren ist, denen eben das Kapital gehört?
Was macht man mit einem Dieb? Bitte nicht falsch verstehen.
Was einer nicht selbst erarbeitet haben kann, sollte ihm auch nicht gehören, sondern denen, die es tatsächlich geschaffen haben.
Noch würden wir "paar" Hänschen hier im Pool mit den Gedanken des Tauschens etwas wirklich bewegen.
Vergiß bitte nicht, daß Tauschhandel als Synonym für Unabhängigkeit zu betrachten ist.
Meine Aussage Wissenschaft/Wirtschaft, in vernünftiger Form damit meine ich weiss Gott keinen Raubtierkapitalismus wie hier zu Lande.
Der beschränkt sich doch nicht auf Deutschland, sondern agiert global. Somit stimmt die folgende Bemerkung zu Deiner fragwürdigen Aussage im letzten Beitrag.
Gerade deshalb mußtest Du mich ergänzen in weinroter Farbe, weil es sonst nicht übereinstimmt mit dem was ich aussagen möchte.
Ich wollte Dich darauf aufmerksam machen, daß die sog. Drittstaaten uns nicht brauchten, bis wir ihre Rohstoffe entdeckt und sie erst zu Hungerleidern ausgebeutet haben.
Wie wäre es also, würden wir technologischen Fortschritt zB nach Afrika bringen, um dort von hier aus Hungerleid zu mildern..?
Wird doch von der global agierenden "Entwicklungshilfe" schon seit Jahrzehnten praktiziert.

Deutsche Exportüberschüsse: Munition für einen Handelskrieg
Ergebnis der neoliberalen Weltordnung: Die globale soziale Katastrophe
Land Grabbing – die marktkonforme Wiedergeburt des Kolonialismus
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Deutsche Exportwalze überrollt den Weltmarkt

Die brauchen uns nicht wirklich. Aber die globalen, rohstoffgierigen Absatzmärkte, allen voran die Rüstungsindustrie braucht unendliche Profitquellen.
Was aber den Tauschhandel angeht, es mag hier & jetzt im kleinen funktionieren und praktikabel sein. Aber ich persönlich kann mir nur ganz schwer vorstellen, dass dies im Großen auch wieder klappen würde. Zumindest solange nicht auf der gesamten Erde ein ähnliches Denken staat findet.
Sehe ich auch so. Aber es wird lange dauern, die Menschen zum umdenken zu bewegen.
Da ich z.Z. stark davon ausgehe, dass viele überhaupt gar nicht verstehen wie ich manches gemeint habe; ... ;
halte ich es für sinnvoll mich mit diesem Beitrag aus diesem trotzdem spannenden Thema raus zu halten.
Wieso willst Du Dich raushalten? Nicht jedem gelingt es, sich unbedingt verständlich auszudrücken.
Dazu dient ja letztlich die gegenseitige Diskussion. Für mich ist das auch Lernen am Stück. Nobody is perfect ...
Mit Deiner Reaktion hast Du Dich doch als wunderbarer Diskurspartner bewiesen.
Andere wären auf meinen Beitrag hin im Dreieck gesprungen. :peace:
 
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Der Tauschhandel hat auch früher nicht funktioniert, weil sich eine Seite meist übervorteilt fühlte. Daher wurden ja feste "Tausch"größen eingeführt/ gefunden.

Wenn zukünftig nichts mejr vererbt werden soll, da es schließlich nicht vom Erben verdient wurde, kann jeder sein Vermögen blind verprassen. Warum eigentlich nicht- auf was sollen Eltern auch warten? Sie haben nur 1 Leben.
 
E

ExitUser

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Wenn zukünftig nichts mejr vererbt werden soll, da es schließlich nicht vom Erben verdient wurde, kann jeder sein Vermögen blind verprassen. Warum eigentlich nicht- auf was sollen Eltern auch warten? Sie haben nur 1 Leben.
Wer sagt das? Es soll lediglich wieder ein Teil der Allgemeinheit zukommen über Steuern.

Die Erblasser könnten sich auch an der Verfassung orientieren und ihr Geld sinnvoll einsetzen. Dem Durschnittsbürger wird wenig vom Erbe bleiben. Er kann froh sein, wenn nach Pflegebedürftigkeit eines Elternteils überhaupt noch etwas von der Erbmasse übrig bleibt.

es gibt konkrete Entwürfe
Könntest du die mal kurz und knackig vorstellen? Mir sind da nur diffuse Vorstellungen bekannt. Selbst die Macher der BGE-Lotterie konnten letztens in einer Fernsehsendung da keine Aufklärung leisten.
 
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Das sind nun die Konzepte der Linken. Wenn ein BGE wirklich mal zum Thema werden sollte, gibt es zahlreiche andere Modelle.

Wer welche Modell verfolgt, wenn er von BGE spricht ist selten klar. Wenn das wirklich zum Konsens werden soll, müsstem alle Befürworte sich schon einigen.

Bei der Linken herrscht wenigsten die Einsicht, dass es flankierende Maßnahmen geben muss, wie eine GKV für alle.
 

annar

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Wer welche Modell verfolgt, wenn er von BGE spricht ist selten klar. Wenn das wirklich zum Konsens werden soll, müsstem alle Befürworte sich schon einigen.

Bei der Linken herrscht wenigsten die Einsicht, dass es flankierende Maßnahmen geben muss, wie eine GKV für alle.
Exakt!

Handverlesene Vertreter der FDP wollen 'liberales Bürgergeld', nicht bedingungslos und somit strenggenommen kein BGE. Mitreden dürfen die abgezählten Vertreter aber in der öffentlichen Debatte aber trotzdem.

Handverlesene Vertreter von CDU wollen 'solidarisches Bürgergeld' von 800 € mit Flat Tax ab 1.600 € 'Einkommen' und setzt damit wie die FDP auf "positive Anreizauswirkungen' für Menschen, die in der "Hartz IV-Nische verharren wollen".

Bei beiden sollen das Steuersystem vereinfacht, der Arbeitsmarkt weiter dereguliert und die Lohnnebenkosten für die Arbeitgeber abgeschafft werden.

Der DM-Eso-Heini will BGE mit langfristig max. 1500 € mit Konsumentensteuer (MWSt 50 %), was den Arbeitszwang auch kaum verringern würde.

Ich hab eigentlich keinen Bock, mich mit Selbstverwirklichungs-Esoterikern zu befassen. Er ist aber sehr erfolgreich mit seinen BGE-Publikationen und findet damit Anklang in den Wirtschaftsverbänden und Business Clubs unserer Republik. Dadurch, dass er den Grünen-Unternehmer-Zeitgeist fährt und dieser immer mehr um sich greift, finde ich ihn sehr gefährlich.

Die Linke hat in ihrem aktuellen Wahlprogramm diverse flankierende (danke für das gelernte Wort) Bedingungen an den Staat gestellt.

Unter anderem ja auch die Arbeitszeitverkürzung. Dazu habe ich von den anderen Parteien bislang nichts gehört außer das alte Gebashe auf arbeitsunwillige Vollbeschäftigungsverhinderer.

Insgesamt bin ich voll bei Prof. Butterwegge, der sagt, die ganze Debatte ist utopisch und lenkt von realistischen Veränderungsmöglichkeiten, Armut zu bekämpfen, ab.
 
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Gollum1964

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Unter anderem ja auch die Arbeitszeitverkürzung.
sicher wäre das eine Möglichkeit, um das knapper werdende Gut Arbeit gerechter zu verteilen und allen ein menschenwürdiges Einkommen zu ermöglichen.
Hierzu müßten aber auch die Unternehmen und bisherigen Stelleninhaber bereit sein, mitzuwirken und Opfer zu bringen. Leider glaube ich nicht so richtig daran:

Die Unternehmen werden unter dem Vorwand der Kosteneffizienz dann eher auf die Karte Arbeitsverdichtung setzen.
Und die aktuellen Stelleninhaber, die jetzt über hohe Arbeitsbelastung meckern und sich abschätzig über die faulen Arbeitslosen mokieren, dann wahrscheinlich nicht auf das Zuviel an Arbeit verzichten wollen, um sich weiterhin den Zweitwagen, den teuren Doppelurlaub und die Abzahlung ihres Eigenheims leisten zu können.
Dazu bedürfte es schon eines massiven Eingriffs in das Wirtschaftssystem, wie es im Sozialismus erfolgt ist.
 
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