Linke zur Wirtschaftskrise

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ExitUser

Gast
Das Kapital soll seine Krise selbst bezahlen! Für eine zentrale Demonstration im Bundestagswahljahr 2009
Vorankündigung zur Organisierung einer Großdemonstration im nächsten Jahr vom Arbeitsausschuss der Gewerkschaftslinken und dem Rhein-Main-Bündnis und Einladung zum ersten Vorbereitungstreffen am Samstag, 31. Januar 2009 in Frankfurt/M


Einladung zum Bündnistreffen für eine bundesweite Demonstration ‚Linke Alternativen zur Krise des Kapitalismus'
In die Offensive kommen! In vielen Spektren der Linken wird in den letzten Wochen über die Krise des neoliberalen Kapitalismus und ihre sozialen und politischen Folgen diskutiert. Verständigungsprozesse über linke Strategien finden statt. Einige Vorschläge hierzu liegen bereits auf dem Tisch (z.B. ein ‚antikapitalistischer Ratschlag' der Interventionistischen Linken am 25. Januar in Frankfurt; Vorschläge aus linken gewerkschaftlichen Zusammenhängen). Bislang fehlt jedoch die ‚Initialzündung', damit unterschiedliche Spektren zusammenkommen und linke Perspektiven jenseits der Krise sichtbar machen. Mit dieser Einladung möchten wir, in Ergänzung zu bestehenden Vorschlägen, einen konkreten Schritt in diese Richtung gehen und ein breites, gesellschaftlich mobilisierungsfähiges Bündnis für eine gemeinsame (bundesweite) Demonstration in den ersten Monaten 2009 anstoßen…“ Einladung zum Bündnistreffen von Gruppe Soziale Kämpfe (Berlin) Termin: Do. 11.12, 19.30 im Haus der Demokratie und Menschenrechte (Greifswalder Straße 4)
 

Martin Behrsing

Redaktion
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Wir werden den Termin am 31.1 auf jeden Fall wahrnehmen und eventuell bekommen wir ja wirklich nächstes jahr mal wieder eine görßere Demo hin. Allerdings soolte die diesmal nicht Berlin stattfinden sondern direkt an der Börse Frankfurt
 

ethos07

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Gibt's noch Ideen dazu für unsere Erwerbslosen-Anliegen?

Wie wäre es - sofern wirklich sehr viele mitmachen - wenn jede Großstadt sich ein anderes symbolisches Objekt aus den Vortanzern des Neoliberalismus für den Tag der nationalen (dezentralen) Großdemo(s) zur Brust nähme? Also z.B.
Frankfurt -> die Börse,
Köln -> die Hartz IV-Vordenk-Zentrale,
Berlin -> die Merkelei,
Hamburg... ?

Sozusagen eine nationale Großdemo-Choreografie. Dann würde dass auch auf keinen Fall eine Latschdemo.
 

ethos07

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und ev. von unserer Seite als Erwerbslose sich auf nur ein oder zwei uns besonders auf den Nägel brennende, bündnisfähigen Themen konzentrieren?

Zum Beispiel Konzentration auf

die Trägermafia
- als kleiner Co-Partner
zu den großen Absahnern des Neolib zwecks Rest-Verwertung u. Ruhigstellung der aus dem "richtigen" Erwerbsleben des Kaptials rausgeflogenen Arbeitskräfte

oder auf

den Pseudo-Bildungshype - während real fast alle die etwas länger erwerbslos sind, sofort von den 'Agenturen' in eine wachsende, auf Lebenszeit prekarisierte Hilfskräftemasse ummontiert werden.

Andere Ideen?
 

Mario Nette

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Trägermafia und Bildungshype greifen ja eh stark ineinander. Daher wäre das schon ein ganz netter Themenkomplex. Erwerbslose als Kapital haben ferner Lebensmitteldienste (um nicht das unsägliche Wort in den Mund zu nehmen). Soweit ich weiß wird in Berlin zur Vertafelung allerdings auch schon recherchiert und diskutiert. Den Komplex könnte man dann einfach versuchen mit zu integrieren.

Und wer dann noch Zeit für eine Geschichte hat: Bildung: Wirtschaftsterror in der Penne - David Schah - eigentümlich frei

Mario Nette
 
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dr.byrd

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Einladung zum Bündnistreffen für eine bundesweite Demonstration ‚Linke Alternativen zur Krise des Kapitalismus'
In die Offensive kommen! In vielen Spektren der Linken wird in den letzten Wochen über die Krise des neoliberalen Kapitalismus und ihre sozialen und politischen Folgen diskutiert. Verständigungsprozesse über linke Strategien finden statt. Einige Vorschläge hierzu liegen bereits auf dem Tisch (z.B. ein ‚antikapitalistischer Ratschlag' der Interventionistischen Linken am 25. Januar in Frankfurt; Vorschläge aus linken gewerkschaftlichen Zusammenhängen). Bislang fehlt jedoch die ‚Initialzündung', damit unterschiedliche Spektren zusammenkommen und linke Perspektiven jenseits der Krise sichtbar machen. Mit dieser Einladung möchten wir, in Ergänzung zu bestehenden Vorschlägen, einen konkreten Schritt in diese Richtung gehen und ein breites, gesellschaftlich mobilisierungsfähiges Bündnis für eine gemeinsame (bundesweite) Demonstration in den ersten Monaten 2009 anstoßen…“ Einladung zum Bündnistreffen von Gruppe Soziale Kämpfe (Berlin) Termin: Do. 11.12, 19.30 im Haus der Demokratie und Menschenrechte (Greifswalder Straße 4)

Ich werde da sein. Für die LAG HartzIV aber natürlich auch als Elonaut.
 
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dr.byrd

Gast
Krise keine Chance für die Linke

Viele wollen in der Krise linke Wirtschaftspolitik. Oskar Lafontaine könnte frohlocken. Doch nach neuen Umfragen profitiert die Linkspartei von dieser Stimmung nicht. VON STEFAN REINECKE


Sozialisten im Umfragetief: Krise keine Chance für die Linke - taz.de

Gruss

Paolo

Die Taz wird auch immer schlimmer. Die geben inzwischen ja jeden Mist völlig unkritisch weiter. Jetzt also die Ergebnisse "Unabhängiger Umfrage-Institute".
Vor Wahlen gern das gleiche Spielchen. Nur, wer glaubt das noch?
 

Paolo_Pinkel

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Die Taz wird auch immer schlimmer. Die geben inzwischen ja jeden Mist völlig unkritisch weiter. Jetzt also die Ergebnisse "Unabhängiger Umfrage-Institute".
Vor Wahlen gern das gleiche Spielchen. Nur, wer glaubt das noch?

Hi,

das selbe Spiel war doch bei den Landtagswahlen in Bayern. Da vertraute man auch auf die renomierten Umfrageinstitute. Und was daraus am Ende geworden ist konnte man ja sehen.

Solchen Umfragen darf und sollte man sowieso nicht trauen. Sie dienen nur als Stimmungsmache "die richtige" Partei zu wählen. Ganz nach dem Leithammelprinzig: "Wenn so viele die Partei X wählen kann man ja nichts falsch machen".

Wichtig ist eine kritische Betrachtung. Ein Résumé der vergangene Jahre. Aber das bleibt leider bei den meisten Wählern aus aufgrund des (Wähler)Kurzzeitgeächtnis.

Gruss

Paolo
 
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dr.byrd

Gast
Einladung zum Bündnistreffen für eine bundesweite Demonstration ‚Linke Alternativen zur Krise des Kapitalismus'
In die Offensive kommen! In vielen Spektren der Linken wird in den letzten Wochen über die Krise des neoliberalen Kapitalismus und ihre sozialen und politischen Folgen diskutiert. Verständigungsprozesse über linke Strategien finden statt. Einige Vorschläge hierzu liegen bereits auf dem Tisch (z.B. ein ‚antikapitalistischer Ratschlag' der Interventionistischen Linken am 25. Januar in Frankfurt; Vorschläge aus linken gewerkschaftlichen Zusammenhängen). Bislang fehlt jedoch die ‚Initialzündung', damit unterschiedliche Spektren zusammenkommen und linke Perspektiven jenseits der Krise sichtbar machen. Mit dieser Einladung möchten wir, in Ergänzung zu bestehenden Vorschlägen, einen konkreten Schritt in diese Richtung gehen und ein breites, gesellschaftlich mobilisierungsfähiges Bündnis für eine gemeinsame (bundesweite) Demonstration in den ersten Monaten 2009 anstoßen…“ Einladung zum Bündnistreffen von Gruppe Soziale Kämpfe (Berlin) Termin: Do. 11.12, 19.30 im Haus der Demokratie und Menschenrechte (Greifswalder Straße 4)

Vielleicht tut sich ja doch langsam etwas in unserem schönen Land. Es waren ca. 80 Leute aus den verschiedensten Organisationen und Initiativen da. - Soviele hat man lange nicht mehr gesehen. Auch wenn es ein typisch linkes Treffen war, mit fast so vielen Meinungen wie Anwesenden, so hielt sich das Palaver doch erstaunlich in Grenzen und das sonst übliche Gehacke um Kleinigkeiten blieb aus.

Auch wenn noch viel Arbeit vor uns liegt, das könnte was werden. Einige werden nach Frankfurt fahren, um etwas bundesweites mit zustande zu bringen.

Allerdings war in diesem Zusammenhang vom 06.01.2009 in Frankfurt/M die Rede. Habe ich das falsch verstanden? Oder hat sich der Frankfurter Termin inzwischen geändert?
 

Jenie

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wie schaut es aus. Kann man eventuell mit Bussen oder auch so Fahrgemeinschaften bilden?

Werden Gelder gebraucht die man eventuell für welche einsetzen könnte die zeit hätten zu kommen aber Geld fehlt?

könnten wir hier eine Umfrage dazu starten? Wer möchte kommen - Wer kann nicht usw...?
 

Mario Nette

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wie schaut es aus. Kann man eventuell mit Bussen oder auch so Fahrgemeinschaften bilden?

Werden Gelder gebraucht die man eventuell für welche einsetzen könnte die zeit hätten zu kommen aber Geld fehlt?

könnten wir hier eine Umfrage dazu starten? Wer möchte kommen - Wer kann nicht usw...?
Meinst du für die Demo oder für das Koordinationstreffen in Frankfurt? Wenn du Busse für die Demo brauchst, müsstest du vielleicht erstmal abwarten, für welchen Termin die Diskutanten votieren :icon_party:

Mario Nette
 

Mario Nette

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Na dann wollen wir mal hoffen, dass sich die Linke und DIE.LINKE nicht in die Quere kommen:

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Genossinnen und Genossen,

die Wirtschaftszession rollt an und die Linke ist gefragt zu handeln.
Die angefügte Resolution soll behilflich sein, die Debatte in der Linken sowie
in der Partei Die Linke. inhaltlich zu bereichern.

Damit die Inhalte der Resolution mehr Resonanz erfahren, würden wir es sehr
begrüßen, wenn Du die Resolution unterzeichnen würdest.

Falls du Mitglied der Partei Die Linke. bist, bitte deine Funktion/Kreisverband
angeben.

Alle anderen bitte die Organisation bzw. den beruflichen Hintegrund angeben.
Wir wollen mit diesem Aufruf mit dazu beitragen, dass Die Linke. an politischem
Profil und Handlungsfähigkeit angesichts der begonnenen Wirtschaftsrezession
gewinnt.

Deine Antwort bitte an aktiv_gegen_die_krise |tä| gmx.de senden.

Wir sammeln Unterschriften noch bis in den Januar 2009 hinein.

Herzliche Grüße,
Sascha Kimpel, Mtglied Landesverband Die Linke.Berlin

0178-478 20 26
Aktiv werden für linke Alternativen gegen die Krise !

Die kapitalistische Weltwirtschaft steht vielleicht an der Schwelle ihrer schwersten Krise seit
der großen Depression der dreißiger Jahre. Die Klimakrise spitzt sich immer mehr zu. Ohne
entschiedene Gegenmaßnahmen wird die Wirtschaftskrise die internationale Konkurrenz und
die militärischen Spannungen verschärfen. Die kriegerischen Auseinandersetzungen, z.B. in
Afghanistan und im Irak, halten an und drohen sich auszuweiten. Gleichzeitig ist durch die
Politik des Neoliberalismus der Sozialstaat geschwächt und seine Interventionsfähigkeit
durch Privatisierung, Deregulierung und Sozialabbau und durch neoliberal geprägte euro-
päische und internationale Vorgaben reduziert worden.
Vor diesem Hintergrund gerät die herrschende neoliberale Ideologie in eine tiefe Krise und
die Frage nach grundsätzlichen Alternativen zum Kapitalismus gewinnt wieder an Aktualität.
Deutschland befindet sich am Anfang einer Rezession, deren Ende nicht abzusehen ist. Ein
Anstieg der Massenerwerbslosigkeit ist abzusehen. Aber selbst angesichts der sich
auftürmenden ökonomischen, ökologischen und sozialen Gefährdungen zeigt sich die
deutsche Bundesregierung, noch weniger als andere Regierungen bereit, hier entschieden
gegenzusteuern. Deutlich wird dies auch am vorgelegten so genannten "Maßnahmenpaket
Beschäftigungssicherung durch Wachstumsstärkung", das völlig unzureichend dimensioniert
und überwiegend mit Steuer- und Kreditvergünstigungen Unternehmen fördern soll, aber nur
zum geringsten Teil ein wirkliches Konjunkturprogramm ist, das drängende Defizite beseitigt,
die Binnennachfrage und öffentliche Investitionen ausweitet und Arbeitsplätze schafft. Es
trägt den Charakter einer Umverteilung von Staatsvermögen in die Hände der Konzerne und
Reichen.
Dies verlangt eine deutliche Antwort der sozialen Bewegungen, Gewerkschaften und der
linken politischen Kräfte! Hier ist auch die Partei DIE LINKE gefordert: Sie muss mit klaren
Positionen Alternativen aufzeigen und dafür mobilisieren.
Daher sollte die Finanz- und Wirtschaftskrise von der LINKEN zum Anlass genommen
werden, weitergehende gesellschaftliche Regulierungsvorstellungen in die öffentliche
Diskussion einzubringen, wie die Vergesellschaftung des Finanzsektors angesichts der
Liquiditätsprobleme der Banken und - angesichts der Notwendigkeit eines "Schutzschirmes"
für die Automobilindustrie - die Vergesellschaftung von Schlüsselindustrien.
Zur Diskussion steht ein Anti-Krisenprogramm mit folgende Eckpunkten:
1. Unverzüglich muss ein öffentliches Konjunktur- und Zukunftsinvestitionsprogramm
von in den ersten Jahren 75, später 50 Milliarden Euro aufgelegt werden, in den Bereichen
Kinderbetreuung, Bildung und Wissenschaften, Gesundheits- und Sozialwesen, Verkehr und
ökologischem Umbau, z.B. Förderung regenerativer Energieformen, Maßnahmen zur
Ressourcenschonung.
2. Die Profiteure der Finanzmarktgeschäfte, Reiche und Kapitalbesitzer müssen
bezahlen:
Einführung einer Millionärssteuer von 5-10 %; Börsenumsatzsteuer,
Rückgängigmachung der Steuervergünstigungen der letzten 15 Jahre wie z.B. Senkung der
Körperschaftssteuer und Senkung des Spitzensteuersatzes;
3. Öffentliche Kontrolle über die Banken und das Finanzsystem sowie Regulierung der
Finanzmärkte:
Verbot der Hedgefonds und riskanter Spekulationsgeschäfte, wie
außerbilanzieller Derivategeschäfte, usw.; Einführung der Tobinsteuer, Vergesellschaftung
der Banken; Verpflichtung der Landesbanken auf ihren öffentlichen Auftrag; Trockenlegung
der Steueroasen, Kapitalverkehrskontrollen, usw.
4. Stärkung des öffentlichen Sektors (Daseinsvorsorge): Bessere Finanzausstattung der
Kommunen, Stop von PPP-Geschäften; keine Privatisierung öffentlicher Einrichtungen,
sondern Rekommunalisierung; keine (Teil-) Privatisierung der Bahn; mehr Geld für Bildung
und Bildungsreform (Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems), ökologischer Umbau,
Ausbau der öffentlichen Infrastruktur, bessere Finanzausstattung des Gesundheitswesens,
5. Rücknahme der Teilprivatisierung des Rentensystems und der Rente mit 67: Ausbau
des gesetzlichen umlagefinanzierten Rentensystems; Erhöhung der gesetzlichen
Mindestsicherung im Alter; Rücknahme der Rentenkürzungen der letzten 20 Jahre.
6. Rücknahme der Agenda 2010 und der verhängnisvollen Hartz-Gesetze. Bis dahin
sofortige Anhebung der Regelsätze durch ihre Anpassung an die Lebenshaltungskosten und
Wegfall menschenunwürdiger Sanktionen.
7. Keine Lohnsenkungen sondern Reallohnerhöhung: Austrocknung des Niedriglohnsektors
durch Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes von 8,77 Euro plus
(schnelle Erhöhung auf 10 Euro); Einschränkung der Leiharbeit und gleiche Bezahlung der
Leiharbeiter; Einschränkung befristeter Arbeitsverhältnisse, usw.
8. Soziale Bedingungen für staatliche Hilfen: Staatliche Hilfsgelder und Bürgschaften
müssen an soziale Bedingungen geknüpft werden, wie Schutz vor Entlassungen, Erhalt der
tariflichen Standards; keine Aufweichung der Flächentarifverträge, Arbeitszeitverkürzung bei
vollem Lohnausgleich anstatt Arbeitsplatzvernichtung.
9. Kein Demokratieabbau sondern politisches Streikrecht: Volle parlamentarische
Kontrolle und Transparenz über die Verwendung des Hilfsfonds; Einführung des politischen
Streikrechts, wie in anderen europäischen Ländern.

Was können, was sollten wir tun, um linke Alternativen gegen die Krise durchsetzungsfähig
zu machen ?

1. Als ersten Schritt sollte die Partei DIE LINKE sich dafür einsetzen, dass gemeinsam mit
anderen dezentrale Aktionstage gegen die Regierungspolitik und für ein umfassendes Anti-
Krisenprogramm organisiert werden.
2. Als zweiten Schritt sollte sie zusammen mit anderen eine breit angelegte bundesweite
Konferenz
mit VertreterInnen von Gewerkschaften und anderen sozialen Bewegungen und
Organisationen sowie kritischen Wissenschaftlern zum gleichen Themenkomplex in Angriff
nehmen.
3. Vorschläge für weitere gemeinsame Aktivitäten gegen die Regierungspolitik und für
progressive Alternativen, von dezentralen Aktionen in Städten und Betrieben bis hin zu einer
bundesweiten Demonstration, sind in der Partei und mit außerparlamentarischen Kräften
zu diskutieren und dann umzusetzen.

Die Diskussion und Planung von Aktivitäten sollten so schnell wie möglich in Angriff
genommen werden, damit wir im Jahr der Rezession 2009 handlungsfähig sind und unserer
Oppositionsrolle gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf die Bevölkerung in der ganzen
Breite gerecht werden.


Wer diesen Aufruf unterzeichnen möchte, der sendet bitte eine e-mail mit Angabe des
Namens, Bezirksverband, Funktion an aktiv_gegen_die_krise |tä| gmx.de

Erste Unterzeichner/innen:

Landesverband NRW: Wolfgang Zimmermann (Landessprecher), Thies Gleiss (Mitglied des
Bundesvorstandes), Ulla Jelpke (MdB), Katharina Schwabedissen (Landessprecherin), Inge
Höger (MdB)

Landesverband Baden-Württemberg: Bernd Riexinger (Landessprecher)

Landesverband Berlin: Sarah Wagenknecht, Ralf Krämer, Sascha Kimpel, Hasko Hüning,
Alexander King, Andreas Hallbauer; Klaus-Dieter Heiser, Alexander Neu, Frank Schelm,
Yasemin Aktay, Benedikt Frank, Erkan Demirtas, Andreas Wehr, Werner Halbauer, Werner
Schulten, Dago Langhans, Martin Hantke, Uwe Hiksch, Melanie Tippel, Andreas Schlüter,
Marianna Schauzu, Harri Grünberg, Thomas Bohm, Arslan Yilmaz, Anke Geißler, Carla
Krüger, Renate Heitmann

Landesverband Hamburg: Fabio de Masi, Christian Schröppel
Mario Nette
 

Jenie

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Meinst du für die Demo oder für das Koordinationstreffen in Frankfurt? Wenn du Busse für die Demo brauchst, müsstest du vielleicht erstmal abwarten, für welchen Termin die Diskutanten votieren :icon_party:

Mario Nette


hehe das hab ich auch erst hinterher gesehen das da noch kein offizieller Termin da ist. Aber sagen wir so:

Wer möchte zur Vorbereitung -- Fahrgemeinschaften bilden oder wer braucht dazu Fahrgeld.

und später wenn der Termin dann da ist Busse und Fahrgemeinschaften :)
 
D

dr.byrd

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Mario Nette

Sascha Kimpel und Werner Halbauer habe ich gestern auf der Versammlung auch gesehen. Werner hat mehrfach gesprochen. - Ich glaube, da muss man keine Befürchtung haben in dieser Hinsicht.
 

ethos07

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Das Treffen drehte sich zu guten Teilen um Terminfragen - hätte ich so ausgiebig nicht erwartet ;-). Die Entscheidung, wann und in welcher Stadt die zentrale Demo stattfinden wird, fällt aber erst beim Vorbereitungstreffen am 6. 1. in Frf../M.

Inhaltlich läuft es wohl darauf hinaus, dass recht 'klassisch' von einer Kapitalismus-Kritik her das Ganze recht zentral durch Aktive aus der Gewerkschaftslinken und von attac etc. vorbereitet wird.

Motto des Ganzen soll so in Richtung gehen: Wer bezahlt die Krise? WIR nicht!

Persönlich fand ich es ein wenig schade, dass die wenigen Vorschläge, das Ganze eher von den aktuell gärenden verschiedenen Protestkernen her anzugehen - Schüler/Studis, öffentlicher Dienst, Erwerbslose, ausrangierte Ältere,... - , kein Gehör fanden.

Und für uns gewiss bemerkenswert: Es gab lediglich drei kurze Statements aus Erwerbslosen-Ecken. Obwohl Erwerbslosigkeit und(oder) die Repression gegen uns Erwerbslose ja ein Haupt'phänomen' der anrollenden Krise sein werden.

Auffallend fand ich, dass alle drei Erwerbslosen, die aus unterschiedlichen Zusammenhängen kamen, ihren Akzent sofort auf die Alltagsprobleme der Prekarität setzten.
Und bei so einer Demo deshalb auch möglichst handfeste gesellschaftliche Alternativen dazu angerissen wissen wollten.

Doch auch das blieb so gut wie ganz ohne Echo bei der Mehrheit der Anwesenden. Ich konnte mich des Eindrucks nicht erwehren: auch in diesen Kreisen ist Erwerbslosigkeit noch immer etwas, was immer nur andere trifft und 'erwerbslos' gehört an den Katzentisch. Die wirklich spürbare Verarmung im Alltag ist bei den meisten also offenkundig mental noch in weiter Ferne ;-).
 
E

ExitUser

Gast
um so mehr und verstärkt müssen die erwerbslosen sich einbringen, anders geht es nicht, sollte es im zuge der krise zu massenentlassungen kommen, haben wir eine andere-neue situation, entweder sind wir dann mit in der auseinandersetzung oder am zaun, also.....
 
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