Linke tritt in Gescher nicht an

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
E

ExitUser

Gast
Gescher. Bei der Kommunalwahl (voraussichtlicher Termin: 30. August) wird die Partei Die Linke in Gescher nicht antreten. Das teilte der Sprecher des aufgelösten Stadtverbandes, Detlev Graf, am Montag mit. „Es ist uns nicht gelungen, alle 16 Wahlbezirke in Gescher zu besetzen“, informierte Graf. Trotz intensiver Bemühungen hätten die Linken nur sechs oder sieben Direktkandidaten finden können. Aus seiner Sicht hätte die Partei auch mit dieser geringen Kandidatenzahl in Gescher antreten sollen und möglicherweise ein Ratsmandat geholt. Diese Vorgehensweise habe der Kreisvorstand jedoch abgelehnt. Vor diesem Hintergrund hätten sich die Vorstandsmitglieder Graf, Thomas Rennert und Bernd Grabowski am Wochenende entschlossen, aus der Partei auszutreten. Das bedeute auch das Aus für den Stadtverband.

Die Linke, so Graf, habe in Gescher „mehr als eifrig für soziale Gerechtigkeit gekämpft“. Dass es nicht gelungen sei, die Wahlbezirke zu besetzen, sei nicht zuletzt auf die „Politikverdrossenheit der Gescheraner Bürger“ zurück zu führen. „Offenbar lässt es sich in der Glockenstadt recht gut von Hartz IV leben“, sagt Graf, der zwischenzeitlich auch als Bürgermeisterkandidat der Linken im Gespräch war. An Wählerstimmen, so seine Einschätzung, hätte es der Linken in Gescher wohl nicht gefehlt, wie schon bei der letzten Bundestagswahl deutlich geworden sei.
Linke tritt in Gescher nicht an | Ibbenbürener Volkszeitung - Kreis Borken


„Offenbar lässt es sich in der Glockenstadt recht gut von Hartz IV leben“,
wie einfach, es sind mal wieder die Anderen dran Schuld. :icon_kotz:
 
R

Rounddancer

Gast
"Oh Herr, schmeiß Hirn ra!", möchte man da sagen,- wenn man das liest, daß die einfach den Schwanz einziehen, bloß weil sie nicht alle möglichen Kandidatenpositionen vollkriegen.
Wenn in einem Geminderat sagen wir, 25 Sitze sind, dann braucht man doch als Partei nur dann auch 25 Kandidaten aufbringen, wenn es die einzige, kandidierende Partei ist. Doch das ist kommunal in Deutschland nicht denkbar. Daß trotzdem Parteien danach trachten, alle möglichen Sitze auch mit ihren Kandidaten zu besetzen, liegt daran, daß bei deutschen Kommunalwahlen häufig kummuliert und panaschiert werden kann,- der Bürger kann also die Reihenfolge der Kandidaten verändern, und Persönlichkeiten, die er kennt und mehr schätzt, mehr Stimmen geben und sie auf andere Listen übertragen. Kann z.B. auf der Liste, die er von der Partei her wählen würde, alle Frauen, alle Männer, alle Lehrer oder alle Beamten streichen,- und dafür den kandidierenden Rentnern, Hausfrauen, Erwerbslosen oder Handwerkern mehr Stimmen geben.

Aber wenn eine Partei halt statt 25 nur fünf Kandidaten hat, was solls? Dann haben wenigstens diese fünf Kandidaten die Chance, außerdem kann man dann gleich von vorneherein dafür werben, diesen fünf Kandidaten jeweils die maximale Stimmenzahl (in Baden-Württemberg z.B. drei Stimmen) zu geben,- dann ist die Chance nicht schlecht, ein, zwei Kandidaten in das Gremium, in dem Fall, den Gemeinderat zu bekommen.
Tritt aber gar keiner an, dann hat der Bürger gar keine Chance, die Partei zu wählen,-
und das darf, auch bei einer jungen Partei wie Die Linke. nur dann passieren, wenn man in einer Gemeinde vergeblich versuchte, die nötigen Unterstützungsunterschriften zu bekommen.

Ok, es menschelt überall, aber gerade bei kleinen, bzw jungen Parteien haben solche Querelen und Fehlentscheidungen massive, existenzielle Auswirkungen. So auch aktuell z.B. bei "Wir Rentner machen mobil",- die ja auch antreten wollten, sich aber nun wegen "Menscheleien" aufzulösen scheinen.
 

left

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
22 Mai 2006
Beiträge
1.269
Bewertungen
69
Trotz intensiver Bemühungen hätten die Linken nur sechs oder sieben Direktkandidaten finden können. Aus seiner Sicht hätte die Partei auch mit dieser geringen Kandidatenzahl in Gescher antreten sollen und möglicherweise ein Ratsmandat geholt. Diese Vorgehensweise habe der Kreisvorstand jedoch abgelehnt.

So wie ich das verstehe hat der KREISVERBAND dem Stadtverband Gescher untersagt/ verboten bei der Kommunalwahl an zu treten, weil es eben dem selbigen nicht gelungen ist 16 Direktkandidaten aufzustellen.

Da kann man schon frustriert sein.
 

Arania

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
5 September 2005
Beiträge
17.178
Bewertungen
178
so ist es, und deswegen mein Hinweis darauf das alles von oben in einer Partei geregelt wird, da haben die einzelnen Landesverbände oder gar Ortsvereine überhaupt nichts zu sagen
 
R

Rounddancer

Gast
Mit Sicherheit. In dem Fall wäre ich sofort zum Landes- ud Bundesverband gegangen und hätte da Krach geschlagen,- und dem Kreisvorstand ein Parteiordnungsverfahren wegen parteischädigenden Verhaltens beschert.
 

Arania

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
5 September 2005
Beiträge
17.178
Bewertungen
178
Und dann selber ein Parteiausschlussverfahren riskiert, vielleicht ist das Wissen dort in der Basis auch nicht so ausgeprägt, wie Canigou schon mal schrieb, Satzungswissen und Geschäftsordnungswissen ersetzt den politischen Willen
 
R

Rounddancer

Gast
Nun, das wär ich eingegangen,- denn entweder die nehmen mich, so wie ich bin,- oder sie haben mich nicht verdient.
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten