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Linke lehnt höhere Hinzuverdienstgrenze für «Hartz IV»-Empfänger ab

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Arania

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#1
Die Linke in Hessen spricht sich gegen eine höhere Hinzuverdienstgrenze für «Hartz IV»-Bezieher aus. Was auf den ersten Blick wie eine Verbesserung für Langzeitarbeitslose aussehe, fördere «die Umkehrung des Sozialstaats in sein Gegenteil», kritisierte Dr. Ulrich Wilken, Parteivorsitzender der Linkspartei in Hessen, heute. «Bereits heute erhalten Unternehmen, die sogenannte 'Hartz IV'-Aufstocker zu Löhnen ausbeuten, von denen niemand leben kann, über neun Milliarden Euro staatliche Subventionen».
Linke lehnt höhere Hinzuverdienstgrenze für «Hartz IV»-Empfänger ab

völlig richtig, aber die meisten ALG II-Empfänger sehen das wohl anders
 

alvis123

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#2
Hi...

ups..., ich eigentlich nicht, denn selbst die 400€-Jobs haben nur zum überwiegenden Teil zu Mitnahmeeffekten geführt.

Meine Meinung, bin kein Parteimitglied, weil der Beitrag im Regelsatz nicht enthalten ist.

MfG
 

Kaleika

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#4
Was auf den ersten Blick wie eine Verbesserung für Langzeitarbeitslose aussehe, fördere «die Umkehrung des Sozialstaats in sein Gegenteil»,
Als Parteilose, wohl aber Partei ergreifende kann ich dieser Haltung nur zustimmen!

Kaleika
 
E

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#5
völlig richtig, aber die meisten ALG II-Empfänger sehen das wohl anders
Und gerade die haben die Gong noch nicht vernommen

Das regt mich immer auf. Dieses zufrieden geben mit dem Knochen während andere am Steak sich satt fressen:icon_dampf:
 

Martin Behrsing

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#6
Lehne ich auch ab. Den Sozialversicherungen werden daruch Unsummen entzogen. Es kann wirklich nicht angehen, dass die minijobs oder Freibeträge ausgeweitet werden, wenn damit keine Beitraäge in die Sozialversicherung gezahlt werden.
 

Mario Nette

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#7
Na meine Güte, da sind sich BA-Vorstand und Linke am heutigen Tag mal in einem Punkt einig.

Klar liegt der (Kurz)Schluss nahe, sich zu fragen, warum die Hartzis auf einmal doch nicht mehr Geld haben wollen; um dann nach einer weiteren kurzsichtigen Betrachtung darauf zu kommen, dass Arbeit sich wohl nicht lohne und mal lieber weiterhin alimentiert werden will, sogar noch mit in Aussicht gestelltem Segen der Erhöhung durch Beschluss des BVerfG.

Aber die Meinung zum Punkt ist aus mehreren Perspektiven natürlich nachvollziehbar. Hier eine davon: Die BA will auf jeden Fall vermeiden, dass sie in die roten Zahlen rutscht und da nicht mehr rauskommt. Die Wirtschaft jedenfalls würde dafür keinen Steigbügel bereithalten, kommt ihr doch die staatliche Teilfinanzierung ihrer Arbeitskräfte zur Gewinnsteigerung entgegen (solange sie nicht großartig am Binnenmarkt tätig sind).

Mario Nette
 

Drueckebergerin

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#8
Lieber Mario!
Was wir brauchen sind keine höheren Zuverdienstgrenzen, sondern armutssichere Mindestlöhne....
Deshalb....
daß wir dagegen sind :icon_knutsch:
 

ela1953

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#10
Ich bin auch gegen höhere Zuverdienstgrenzen ( so schön sie auch auf den ersten Blick aussehen).
 

penelope

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#11
eine Frage dazu, was ist aber mit den Ferienjobs ( Prakticum)wo sich ein paar Schüler ein paar €uros hinzuverdienen:confused:

das sollte man ihnen doch lassen,:icon_smile: oder was meint ihr dazu?
 

pinguin

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#12
Als Parteilose, wohl aber Partei ergreifende kann ich dieser Haltung nur zustimmen!
Also ich sehe das anders; als Aufstocker habe ich schon etwas von einem größeren Zuverdienst bzw. größeren Freibetrag. Und jeder Aufstocker wird dieses genauso sehen.
 

dellir

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#13
als Aufstocker habe ich schon etwas von einem größeren Zuverdienst bzw. größeren Freibetrag.
Sehe ich auch so :icon_daumen:


Sehr oft sind 5€ entscheidend, ob man als Arm oder "Reich" eingestuft wird. Hat man Pech und verdient 5€ mehr, dann darf man auch alles (soz. Ermäßigungen) aus eigener Tasche bezahlen, was aber in überhaupt kein Verhältnis zu den "5€ mehr" steht.

Ob man den Zuverdienst erhöht oder ideologische Mindestlöhne (7,50€) einführt, wo ist da der Unterschied? Wichtig ist doch was hinten rauskommt, denn mit ALG 2 + 1€-Job + jetziger Zuverdienst (100€) hat man ja bereits jetzt real mehr in der Tasche als mit jeder AGH/ÖBS- Maßnahme.

Höherer Zuverdienst heißt ja auch ein höheres Existenzminimum und was soll daran schlecht sein?
 
E

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Gast
#14
Also ich sehe das anders; als Aufstocker habe ich schon etwas von einem größeren Zuverdienst bzw. größeren Freibetrag. Und jeder Aufstocker wird dieses genauso sehen.
Bei Aufstockern ist es eigentlich anders, wenn die AG mehr bezahlen würden, bräuchtet Ihr weniger "Staatsgeld". So werden immer mehr schlecht bezahlte Jobs für die Elos geschaffen, die kommen aber nie aus dem Bezug raus.

Tausende Vollzeitstellen werden umgewandelt in Teilzeit, der AG "spart" dann noch mehr Sozialversicherungsbeiträge und der Staat zahlt dann.

Da wird es nicht mehr lange dauern, bis Steuern erhöht werden, nur um diese "Zuschüsse" zu bezahlen, während die AG Mrd. Gewinne machen.
 

ShankyTMW

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#15
Uch bin etwas geteilter Ansicht und tatsächlich dagegen. Aber um meien Gründe deswegen zu verstehen sortier ich ein paar Antworten mit meien Gedanken dazu hier jetzt von der Reihenfolge um.

Und gerade die haben die Gong noch nicht vernommen

Das regt mich immer auf. Dieses zufrieden geben mit dem Knochen während andere am Steak sich satt fressen:icon_dampf:
Das mußt du verstehen. Forderungen nach mehr Lohn bei einem Minieinkommen ala aktuelles H4 unter den Zuständen, dafür hab ich Verständnis. Man versucht immer das beste daraus zu machen und es ist ja nicht so das alle im H4 Bezug bleiben wollen. Aber wenn man was nebenher verdienen kann möcht ich auch nicht das man es mir weg nimmt. Genau da setzt die denke an - zu recht.

Vieleicht erinnerst dich noch an die Anfänjge von H4 wo man generell nur 20% von den 400 EUR behalten durfte bis das 1 Jahr später geändert wurde? Viele haben ihre Mini Jobs deswegen gekünditgt. Denn wofür arbeiten wenn einem davon knapp dreiviertel weg genommen wird. Auch Arbeitgeber hatten sich damals gegen diese wirklich mit heißer NAdel gestrockte Geschichte ausgesprochen weil ihnen so die flexiblereren Helfer wggelaufen sind.

Linke lehnt höhere Hinzuverdienstgrenze für «Hartz IV»-Empfänger ab

völlig richtig, aber die meisten ALG II-Empfänger sehen das wohl anders
Als Parteilose, wohl aber Partei ergreifende kann ich dieser Haltung nur zustimmen!

Kaleika
Lieber Mario!
Was wir brauchen sind keine höheren Zuverdienstgrenzen, sondern armutssichere Mindestlöhne....
Deshalb....
daß wir dagegen sind
Ich bin auch gegen höhere Zuverdienstgrenzen ( so schön sie auch auf den ersten Blick aussehen).
So, wie schon gesagt, ich seh es teilweise ein wenig anders. Und nein, ihr habt auch recht. Ichj bin auch für die Anhebung des Regelsatzes auf 500,- EUR. Und ja, ich bin auch für das Anheben der Zuverdienstregelungen - vor allem aber das angleichen der Bedingungen zwischen ALG1 und ALG2. Während ich als ALG1 Empfänger Garantiert 165 EUR dazu verdienen kann sind es als ALG2 Empfänger nur noch 100 plus 20% von dem darüber bis 400 - um auf 160 EUR zu kommen muß ein ALG2 Empfänger einen 400 EUR Job VOLL ausfahren. Da seh ich die Grenzen wo man ansetzen muß. Dadurch zwingt man H4ler dazu jede 400 EUR Bedingung anzunehmen um auf nahzu Gleichhohe Nebenverdienstmöglichkeitn zu kommen wie ein ALG1er. Und genau DAS kann ich nicht befürworten und DESHALB bin ich für eine Erhöhung, und wenn es nur durch den Wegfall der 20% Regelung über 100 EUR und ersetzt wird durch die volle Zuverdienstgrenze von 165 EUR woe bei ALG1 ermöglicht wird. Das fände ich gerecht und würde so auch nicht dem Zuwieder laufen was die anderen als (auch für mich) richtige Gründe für ein dagegen sehen.

Ein Punkt den die meisten so seit der H4 Einführung nie wirklich sehen wollen. Denn so laufen die Nebenverdienstmöglichkeitne ständig kokurrierend nebeneinander her und Unterstützen genau das, was bei der Ausweitung der Teil- und Nebenerwerbsstellen aktuell schief läuft.

eine Frage dazu, was ist aber mit den Ferienjobs ( Prakticum)wo sich ein paar Schüler ein paar €uros hinzuverdienen:confused:

das sollte man ihnen doch lassen, oder was meint ihr dazu?
Meinst du auf das Einkommen der Kinder von H4 Empfängern gesehn? Wär ich wär auch dafür.

Bei Aufstockern ist es eigentlich anders, wenn die AG mehr bezahlen würden, bräuchtet Ihr weniger "Staatsgeld". So werden immer mehr schlecht bezahlte Jobs für die Elos geschaffen, die kommen aber nie aus dem Bezug raus.

Tausende Vollzeitstellen werden umgewandelt in Teilzeit, der AG "spart" dann noch mehr Sozialversicherungsbeiträge und der Staat zahlt dann.

Da wird es nicht mehr lange dauern, bis Steuern erhöht werden, nur um diese "Zuschüsse" zu bezahlen, während die AG Mrd. Gewinne machen.
Völlig richtig Sancho. Aufstocker und H4 Empfänger die eien Nebenverdienst nachgehen sind 2 völlig verschiedene Paar Schuhe.
 

biddy

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#16
Also ich sehe das anders; als Aufstocker habe ich schon etwas von einem größeren Zuverdienst bzw. größeren Freibetrag. Und jeder Aufstocker wird dieses genauso sehen.
Also für mich kannst Du da nicht sprechen. Ich bin auch Aufstocker mit einem soz.vers.pflichtigen und einem Zweitjob (per Aufwandsentschädigung bzw. für die 3 letzten Monate des Jahres Honorarbasis) und mir würde es nicht passen, denn ich freu' mich über jeden Euro, den ich von der ARGE weniger bekomme. Würde der Freibetrag sich vergrößern, würde ich wieder tiefer reinrutschen, das passt mir nicht, denn mein Ziel ist: Raus!
 

Mario Nette

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#17
@Drueckebergerin
Ich schrob ja auch von Kurzschluss und Kurzsichtigkeit. Der sinnvolle Weg raus aus staatsfinanzierter Arbeit sind natürlich armutsfeste Löhne, keine Frage. Würde man die Zuverdienstgrenze erhöhen UND den Regelsatz anheben - das wären Kosten und Menschenmengen, die das Sozialgefüge arg in Bedrängnis bringen würden (es ist ja jetzt schon kurz vor der Kotzgrenze).

Wir haben zwei Möglichkeiten: Entweder sinken überall die Preise (das ist lachhaft). Oder die gesamte "Entlohnung" muss steigen. Es hilft nämlich nicht, einfach einen Mindestlohn festzusetzen und dann immer noch keine armutssicheren Arbeitsplätze zu schaffen. Der Mindestlohn allein würde nur dem Abstandsgebot von Lohn und Sozialleistung den Bauch pinseln, für die Exkludierten aber keine Verbesserung bringen. Kurz und knapp: Wir müssen unsere Ware - die Arbeitskraft - verteuern. Und das, ohne uns irgendwelches Entgegenkommen abringen zu lassen. Dieses Entgegenkommen besteht nämlich immer mehr darin, dass die Wirtschaft in unser Leben hinein eingreifen will.

Ich hoffe, das BVerfG stellt fest, dass die Regelsätze komplett zu niedrig sind. Dann kommt sowohl die Regierung als auch die Wirtschaft in Zugzwang, weil dann die Frage thematisiert werden muss, was Arbeit zu kosten hat. Und da werden sich hoffentlich viele Menschen fragen, warum ihr Chef sie so mies bezahlt, dass noch nicht mal ihre Existenz gesichert ist. Oder anders: Warum sie sich selbst so sehr unter Wert verkaufen. Ich hoffe sogar, dass dann die Diskussion um die Frage der Lebensqualität auch aufs Tablett kommt.

Mario Nette
 

dellir

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#18
Würde der Freibetrag sich vergrößern, würde ich wieder tiefer reinrutschen, das passt mir nicht, denn mein Ziel ist: Raus!
Deiner Logik zufolge, müssten die Zuverdienstgrenzen jetzt schon abgeschafft werden, damit man schneller "raus" ist. Und dann ?
 

Arania

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#19
dann wäre man nicht raus. sondern komplett drin, wenn man nichts dazuverdienen darf, bzw. nicht mehr aufgestockt wird
 

dellir

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#20
dann wäre man nicht raus. sondern komplett drin, wenn man nichts dazuverdienen darf, bzw. nicht mehr aufgestockt wird
@biddy hat aber nicht gesagt mit wieviel Netto er raus will...:biggrin:

Mit ca. 750€ und ca. 5000€ Netto ist man ja auch raus, die Frage ist aber wie.
 

Hexe45

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#21
dann wäre man nicht raus. sondern komplett drin, wenn man nichts dazuverdienen darf, bzw. nicht mehr aufgestockt wird
Eben da Arania völlig recht gebe.

Meinetwegen können die Dazuverdienstgrenzen abgeschafft werden.
Aber nur in dieser Reihenfolge:

Zuerst muß es armutsfeste Löhne und dann vor allem auch genug Jobs geben.

Ich kenne in meinem Institut viele die haben einen 50% Teilzeitvertag, mit dem kommen sie auch 1000 bis 1200€ netto.
Zusammen mit einem 400€ Job kommt man dann über die Runden.

Ohne Aufstocken und ohne Arge. Zumal wenn der Teilzeitjob unbefristet ist, find ich´s ok so zu verfahren.

LG
Hexe
 

Linchen0307

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#22
Vielleicht haben wir mit den höheren Hinzuverdiensten nur etwas falsch verstanden.
Vielleicht war gemeint, das bei 400 euro 200 statt hundert anrechnungfrei bleiben und von den restelichen 200 € werden 50% angerechnet :icon_twisted:
 

jane doe

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#23
400-euro-job: weg damit!

die minijobs müssen abgeschafft werden. von jedem arbeitsentgelt, in jeder beliebigen höhe, sind sozialversicherung und steuern zu zahlen. ausnahmen verändern das lohngefüge, die arbeitszeit und den zweck. sie werden zum minimum optimert, den sich ein staat nicht leisten kann. der vorgebliche zweck von minijobs, "sich was dazuverdienen zu können" ist ins gegenteil verkehr worden. (hin)zuverdienst darf nicht billiger sein als reguläre arbeit.

warum sollen denn kinder nicht sozialversicherung und steuern bezahlen? ausnahmen verzerren die tatsächlichen kosten der arbeit.
 

Drueckebergerin

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#24
Klar, wäre es super, zum Regelsatz 300,-€ anrechnungsfrei dazuverdienen zu können, da ginge es mir richtig gut.... :icon_party:
aber.... damit wäre Hartz IV endgültig etabliert.

Hartz IV muß weg
 

Arania

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#25
AW: 400-euro-job: weg damit!

die minijobs müssen abgeschafft werden. von jedem arbeitsentgelt, in jeder beliebigen höhe, sind sozialversicherung und steuern zu zahlen. ausnahmen verändern das lohngefüge, die arbeitszeit und den zweck. sie werden zum minimum optimert, den sich ein staat nicht leisten kann. der vorgebliche zweck von minijobs, "sich was dazuverdienen zu können" ist ins gegenteil verkehr worden. (hin)zuverdienst darf nicht billiger sein als reguläre arbeit.

warum sollen denn kinder nicht sozialversicherung und steuern bezahlen? ausnahmen verzerren die tatsächlichen kosten der arbeit.

klasse, auf einen Schlag 10 Millionen Arbeitslose mehr und der Rest zahlt sich tot an Steuern
 

Drueckebergerin

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#26
AW: 400-euro-job: weg damit!

die minijobs müssen abgeschafft werden
Nein
von jedem arbeitsentgelt, in jeder beliebigen höhe, sind sozialversicherung und steuern zu zahlen.
Auf den Prüfstand? Ja

Davon abgesehen führt der AG pauschale LSt für Minijobs ab.
Das waren mal 20%, ich weiß nicht wieviel es heute ist
 

jane doe

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#27
weg mit miniarbeit, minilohn und minirente!

solange ein arbeitgeber es sich aussuchen kann, ob er für das gleiche geld lieber 3 minijobber bekommt oder nur einen voll bezahlten angestellten, ist die auswahl eindeutig. aber warum soll der staat minijobber subventionieren?
 

ShankyTMW

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#29
AW: weg mit miniarbeit, minilohn und minirente!

solange ein arbeitgeber es sich aussuchen kann, ob er für das gleiche geld lieber 3 minijobber bekommt oder nur einen voll bezahlten angestellten, ist die auswahl eindeutig. aber warum soll der staat minijobber subventionieren?
Das macht er ja auch gar nicht solang Du den Mini Job nicht als Hauptjob anmeldest.
 

dr.byrd

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#31
Hier mal die Presseerklärung von Ulrich Wilken im vollen Wortlaut:

„Mit der beabsichtigten Erhöhung der Hinzuverdienstgrenze für Hartz-IV-Bezieher verschärfen CDU und FDP die Unkehrung des Sozialstaats in sein Gegenteil“, erklärt Ulrich Wilken, Vorsitzender der Partei DIE LINKE. Hessen




„Mit der beabsichtigten Erhöhung der Hinzuverdienstgrenze für Hartz-IV-Bezieher verschärfen CDU und FDP die Unkehrung des Sozialstaats in sein Gegenteil“, erklärt Ulrich Wilken, Vorsitzender der Partei DIE LINKE. Hessen:

„Was auf den ersten Blick wie ein Verbesserung der Situation von Langzeitarbeitslosen aussieht, ist tatsächlich eine kaschierte Subventionierung von Unternehmen, die ihre Beschäftigten mit Hungerlöhnen abspeisen. Bereits heute erhalten Unternehmen, die so genannte ‚Hartz-IV-Aufstocker’ zu Löhnen ausbeuten, von denen niemand leben kann, über neun Milliarden Euro staatliche Subventionen. Diese staatliche Subventionierung von Niedriglöhnen wollen CDU und FDP weiter ausbauen.
Dadurch wird der Niedriglohnsektor noch weiter vergrößert und die von Rot-Grün eingeleitete Abwärtsspirale des Lohnniveaus weiter verschärft.

Anstatt Hungerlöhne staatlich zu subventionieren, muss öffentliche Beschäftigung mit sozialversicherungspflichtigen, tariflich bezahlten Arbeitsplätzen geschaffen werden. Anstatt den Hartz-IV-Regelsatz durch die Pauschalierung von Energie-, Miet- und Mietnebenkosten faktisch zu senken, muss dieser auf mindestens 500 Euro erhöht werden. DIE LINKE wird der Umkehrung des Sozialstaats in sein Gegenteil in und außerhalb der Parlamente entschieden Widerstand entgegen setzen.“
 

larifari33

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#32
Lieber Mario!
Was wir brauchen sind keine höheren Zuverdienstgrenzen, sondern armutssichere Mindestlöhne....
Deshalb....
daß wir dagegen sind :icon_knutsch:


Vollkommen richtig !!!!!!! Anständige Löhne und Arbeitsplätze


Gruß aus München


Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben.
 

saida25

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#33
Hallo Drückebergerin,

heute sind es etwas mehr als 30 % des Lohns, die ein Arbeitgeber an die
Knappschaft für einen Mini-Job abführen muss.

Im übrigen habe ich vorgestern erst einem evtl. potentiellen Arbeit-
geber abgesagt. In einem begehbaren Kiosk für 5 Euronen die Stunde auf Mini-Job
Basis arbeiten, obwohl dieser einen Umsatz von über einer Million Euronen im Jahr fährt. (Kaffee-, Brötchen-, Schnitzel-, Frikadellen-
und warme Speisen verkaufen, Hermes Versand, Zeitungen und
Zeitschriften, Handy-Karten,
Kühlschränke auswaschen, Ware auszeichnen, auf Haltbarkeits-
datum achten, Ware ein- und ausräumen und nicht zuletzt den
Kunden nett bedienen etc.). Ich bin mir zwar nicht zu fein, aber
bei 5 Euro die Stunde hört bei mir der Spaß auf.

Und Schüler, Kinder sollten das, was sie verdienen, auch behalten
dürfen. Meine Kinder sind auch empört über die jetzige Regelung.

Echt, die Mini-Jobs müssen weg. 500 Euro für einen einzelnen
ALG II Empfänger wären als Basis vorerst ok. Als Alleinerziehende
kommt man da aber auch nicht mit raus. Wenn Papa nicht zahlen
will oder kann.
 

Arania

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#34
die sind doch auch gar nicht als Ersatz für eine Vollzeitstelle gedacht, schon mal darüber nachgedacht das viele- meistens Frauen- etwas dazuverdienen MÖCHTEN und dieses nur über einen Minijob können, wegen Zeitmangels
 
E

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#35
die sind doch auch gar nicht als Ersatz für eine Vollzeitstelle gedacht, schon mal darüber nachgedacht das viele- meistens Frauen- etwas dazuverdienen MÖCHTEN und dieses nur über einen Minijob können, wegen Zeitmangels
Arbeitsverträge können individuell gestaltet werden. Also auch auf Stundenbasis. Das war früher, als es solche "Minijobs" noch nicht gegeben hat, auch möglich. Um etwas hinzuverdienen zu können, bedarf es also nicht eines "Minijobs".

Der Staat muss sich schnellstmöglich von solchen "Arbeitsmodellen" verabschieden.
 

Drueckebergerin

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#36
Arbeitsverträge können individuell gestaltet werden. Also auch auf Stundenbasis. Das war früher, als es solche "Minijobs" noch nicht gegeben hat, auch möglich. Um etwas hinzuverdienen zu können, bedarf es also nicht eines "Minijobs".

Der Staat muss sich schnellstmöglich von solchen "Arbeitsmodellen" verabschieden.
Diese Minijobs wurden zur Entbürokratisierung geschaffen.
Es wird eine pauschale LSt nur vom AG abgeführt statt für jeden Arbeitnehmer anhand des persönlichen Steuersatzes die Abgaben ermitteln zu müssen.
 
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#37
1. Nichts hat so viele Vollzeitjobs kaputtgemacht, wie der Minijob!

2. Verdienst plus Ergänzungsleistung reicht immer noch nicht zum Leben! Es ist nur eine Möglichkeit Kombilöhne zuvertuschen. Daher sollte jeder Hinzuverdienst zu mindestens 80% anrechnungsfrei sein, da er nur das Amt entlastet, nicht aber den Arbeitnehmer.

Es geht halt nichts ohne den Mindestlohn! Und ohne das Bürgergeld in Kombination.
 

penelope

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#38
Hallo ShankyTMW

Meinst du auf das Einkommen der Kinder von H4 Empfängern gesehn? Wär ich wär auch dafür.

jepp genau das meinte ich, irgenwie sollte ja ein Ansporn im späteren
Berufsleben ja gegeben sein, besser als wenn unser Nachwuchs auf den Spielplätzen oder sonst dergleichen rumhängt:icon_kinn:

ich glaube das hier es viele übersehen, das auch das Geld angerechnet wird:confused:

und warum sollten nicht ein paar €uros für Aufstocker mehr über bleiben, ich verstehe den Sinn nicht darin, kurbel ich damit nicht auch die Marktwirtschaft an, und zahle mehr Steuern.

bekomme ich nicht dadurch mehr Auftrieb etwas zu schaffen, ich will ja keine Schlösser bauen, nur eben das es reicht, sprich wenigstens einigermaßen wieder am Leben teil nehmen zu können!

es wird hier im Lande soviel Geld durch den Schornsteig gejagt, sei es durch sinnlose Maßnahmen ( Schulungen/ 1 € Jobs):icon_kinn:
 

Rote Socke

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#39
Gegenfrage:
Warum subventioniert der Staat Millionen Vollzeitjobber?
Seht das doch mal anders:
Der Staat subventioniert Arbeitgeber, da mit dieser nicht voll bezahlen muß.

400€ nur für die jenigen, die sich etwas zum Gehahlt des Partners dazu verdienen möchten. So wie es mal (als Deutscjland noch sozial und demokratisch war) deadacht war.

400€ als Haupterwerb sollte in Zukunft ein Tabu sein.
Das Geld, was an Arbeitgebersubventionen gespart wird sollte den Vollzeiterwerbslosen gezahlt werden. Ohne Wenn und Aber.
 

Drueckebergerin

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#40
Penelope, ich nehme an, Du denkst jetzt an das Mädel mit der Baßgitarre?
Ich finde, in solchen Fällen(Ferienjob) sollte das Geld auf das ganze Jahr umgelegt werden und nicht im Monat des Zuflusses komplett angerechnet:icon_smile:
und warum sollten nicht ein paar €uros für Aufstocker mehr über bleiben, ich verstehe den Sinn nicht darin, kurbel ich damit nicht auch die Marktwirtschaft an, und zahle mehr Steuern.
Den Aufstockern, die zu Dumpinglöhnen arbeiten würde ja die Anhebung der Zuverdienstgrenze nix nutzen, da müßten wiederum die Freibeträge angehoben werden, das sind aber 2 Paar Schuhe.
 

Martin Behrsing

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#41
Es geht doch letztendlich gar nicht um Hartz IV-Bezieher, sondern um Rentner. Die FDP will ja seit heute Rente mit 60 und dafür sollen sich die Rentner (die ja selbstverständlich keine voll Rente bekommen sollen) sich den Rest mit Minijobs verbessern. Deswegen werden höhere hinzuverdienstgrenzen gefordert, da sich doch sonst so etwas nicht verkaufen lässt.

Dies ist nicht anderes, wie der sukzessive Abbau des Solidarsystems und das sollte doch in unserem Interesse sein, dass dies niocht ausgehöhlt wird, sondern gestärkt. Also Armutsfeste Löhne und Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze. Dies geht ja selbst in der kapitalistischen Schweiz.
 
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#42
Ich stimme der Haltung der Linken auch zu. Natürlich wird man da allein schon durch seine Meinung bei manch einem wieder das Blut zum kochen bringen, aber so ist das nun einmal. Wir sind schon viel zu lange auf dem falschen Weg.
 
E

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#43
hallole ihr lieben,

mit höheren zuverdienstgrenzen, hätten wahrscheinlich auch noch 100 000de mehr das fragwürdige recht aufzustocken. ihre verhältnisse öffentlich auf den tisch zu legen und in die repressionsmaschinerie zu geraten.
viele arbeitgeber wird das ohne mindestlohn oder tarifliche vereinbarungen (die sich heute bestens unterlaufen lassen) voll ausnutzen und die löhne noch weiter kürzen. in gar nicht all zu langer zeit wäre unser rentenniveau unterhalb der heutigen grundsicherung.

ich selbst bin froh, derzeit nicht mehr aufstocken zu müssen und wieder herr meiner selbst zu sein. ich selbst kann die bedenken der linken sehr gut nachvollziehen. die langsame und schleichende entsorgung der solidarität und den baldigen abbau unserer sozialsysteme. ohne mich!

liebe grüße von barbara
 

Mario Nette

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#44
Andererseits: Geht es denen, die momentan drei Geld fuffzich überm Leistungsanspruch sind, denn tatsächlich so gut? Stellt euch vor, nur der Regelsatz würde erhöht. Dann - aber auch erst dann - würde die mit drei Geld fuffzich auf einmal zu denen gehören, denen es nicht gut geht und die mit dem Lohn nicht hinkommen. Und das nur darum, weil man festgestellt hat, dass das Existenzminimum weiter oben angesetzt werden muss. Daher halte ich weiter an meiner Aussage "Die Arbeit muss verteuert werden." fest. Es muss um eine Verbesserung der Verhältnisse fast aller gehen. Und das von mir aus gern auf Kosten derer, die viel mehr haben. Gern auch auf Kosten der Gewinne in der Wirtschaft.

Mario Nette
 

pinguin

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#45
Bei Aufstockern ist es eigentlich anders, wenn die AG mehr bezahlen würden, bräuchtet Ihr weniger Staatsgeld.
Weißt Du, wie herzlichst egal mir es ist, woher das Geld kommt, (solange es nicht aus kriminellen Verbindungen herrührt), von dem ich aus meiner Sicht vernünftig leben kann? Ob das nun der Staat bezahlt, ob das ein Arbeitgeber bezahlt, oder ob das eine Kombination aus beidem ist, ist mir absolut schnuppe. Es gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die Versorgung der Bevölkerung zu garantieren; wenn es die Gesellschaft nicht in die Reihe bekommt, für menschenwürdige Löhne zu sorgen, wird sie es akzeptieren müssen, daß Steuergelder dafür eingesetzt werden.

ciao pinguin
 

penelope

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#46
Penelope, ich nehme an, Du denkst jetzt an das Mädel mit der Baßgitarre?
Ich finde, in solchen Fällen(Ferienjob) sollte das Geld auf das ganze Jahr umgelegt werden und nicht im Monat des Zuflusses komplett angerechnet:icon_smile:

das Mädel mit, aber auch den jungen Burschen, ich habe es glaube in Stern TV gesehen, der hatte richtig Spaß an den Job, was er später vieleicht mal machen möchte, und das bissel Taschengeld wurde Mutter angerechnet:icon_kotz:

Den Aufstockern, die zu Dumpinglöhnen arbeiten würde ja die Anhebung der Zuverdienstgrenze nix nutzen, da müßten wiederum die Freibeträge angehoben werden, das sind aber 2 Paar Schuhe.
welches Pferd hat mich da geritten:icon_sad: mein Partner verdient ca 9,50€ die Stunde, wenn du mich fragst vi...el zu schwer die Arbeit,
was die fordern,hm zu Dumpinglöhnen ist das für mich eine Milchmädchenrechnung.


 

biddy

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#47
Drueckebergerin sagte :
Den Aufstockern, die zu Dumpinglöhnen arbeiten würde ja die Anhebung der Zuverdienstgrenze nix nutzen, da müßten wiederum die Freibeträge angehoben werden, das sind aber 2 Paar Schuhe.
Warum meinst Du, das seien zwei Paar Schuhe? :confused:
 

Drueckebergerin

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#48
Nu, biddy, soviel ich weiß, steht doch einem Erwerbstätigen in einer BG nach Abzug des Freibetrages auch nur der Hartz IV -Satz zu :icon_kinn:
nee?
 

biddy

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#49
... auf welchem das restliche Erwerbseinkommen angerechnet wird, ja.

Wenn man z.B. 400 € verdient und davon 240 € angerechnet (160 € frei) werden hat der HE z.B. mit einem Alg-II-Bedarf von 700 €:
700-240= 460 € aufstock. Alg II. Plus 400 € Verdienst = 860 € zur Verfügung

Würde die Hinzuverdienstgrenze erhöht (für mich bedeutet das, dass z.B. der Grundfreibetrag sich von 100 auf 200 € erhöht ... nur als Beispiel), dann hätte der HE einen Freibetrag von 260 €, somit 700 € - anrechenbare 140 € = 560 € aufstock. Alg II plus 400 € Verdienst = 960 € zur Verfügung

Oder versteh' ich Dich immer noch nicht?
 

Drueckebergerin

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#50
Ich bezog mich auf penelope
und warum sollten nicht ein paar €uros für Aufstocker mehr über bleiben, ich verstehe den Sinn nicht darin, kurbel ich damit nicht auch die Marktwirtschaft an, und zahle mehr Steuern.
weil ich denke, er meint mit Aufstockern Vollzeit-Erwerbstätige.:icon_smile:

Die Zuverdienstgrenze bezieht sich doch aber wohl auf Minijobs :icon_kinn:
 

penelope

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#51
Ich bezog mich auf penelope

weil ich denke, er meint mit Aufstockern Vollzeit-Erwerbstätige.:icon_smile:

2 Monate a 25 Std Woche, wegen der Vorweihnachtszeit
wenn man 1 Jahr da ist, plus 13 Gehalt!


Die Zuverdienstgrenze bezieht sich doch aber wohl auf Minijobs :icon_kinn:
was verstehst du liebe unter Minijobs, bzw Zuverdienstgrenze?
 

biddy

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#52
@Drueckebergerin

Drueckebergerin sagte :
Die Zuverdienstgrenze bezieht sich doch aber wohl auf Minijobs :icon_kinn:
Nein, die Hinzuverdienstgrenze bezieht sich nicht nur auf geringfügige Beschäftigungen, also Minijobs.
Vollzeiterwerbstätige mit Niedriglohn, die gerade eben so an Alg II vorbeigeschrammt sind, betrifft es doch genauso. Wenn die Hinzuverdienstgrenze, also der Freibetrag steigt, werden sie u.U. Alg-II-berechtigt, weil dadurch weniger Einkommen angerechnet wird.
Ob z.B. Wohngeld dann gleich aufgrund dessen abgelehnt und auf Alg II verwiesen wird, kann ich nicht sagen - dürfte eigentlich nicht.
Wenn aber mit aufstockendem Alg II ein höheres zur Verfügung stehendes Gesamteinkommen herauskommt, dürfte die Zahl der Alg-II-Empfänger um einiges steigen ...
 

Hotti

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#53
@Drueckebergerin

Nein, die Hinzuverdienstgrenze bezieht sich nicht nur auf geringfügige Beschäftigungen, also Minijobs.
Vollzeiterwerbstätige mit Niedriglohn, die gerade eben so an Alg II vorbeigeschrammt sind, betrifft es doch genauso. Wenn die Hinzuverdienstgrenze, also der Freibetrag steigt, werden sie u.U. Alg-II-berechtigt, weil dadurch weniger Einkommen angerechnet wird.
Ob z.B. Wohngeld dann gleich aufgrund dessen abgelehnt und auf Alg II verwiesen wird, kann ich nicht sagen - dürfte eigentlich nicht.
Wenn aber mit aufstockendem Alg II ein höheres zur Verfügung stehendes Gesamteinkommen herauskommt, dürfte die Zahl der Alg-II-Empfänger um einiges steigen ...
Ich mache mir nix vor. Vorher waren 100 Euro plus die mickrigen Prozente frei. Und bald sind es vieleicht 120 Euro und die mickrigen Prozente.

Wer bietet mehr?

Ps. Aber es werden schon bei 10 Euro höheren Freibetrag eine Menge mehr H-IV Empfänger. Da hast du recht.
 

biddy

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#54
Wer bietet mehr?
Ich ... einmal Freibeträge nach § 11 und § 30 wie üblich, macht bei mir 180 € und dazu noch mal einen halben Regelsatz frei (2.-Job über Aufwandsentschädigung/Übungsleiterpauschale).

In mir schlagen zwei Seelen in der Brust, wie man so schön sagt. Auf der einen Seite bin ich froh, diesen hohen Gesamtfreibetrag zu haben, auf der anderen Seite bin ich voll genervt, da sich ja dadurch mein Alg-II-Aufstockungsbetrag nicht verringert. Die letzten Monate des Jahres muss ich per Honorarrechnung abrechnen, mal sehen, ob ich mich dann besser fühle *lol*, trotz geringerem Freibetrag/höherer Anrechnung.

Wie gut, dass ich zwei Augen habe - eines lacht, eines weint. :icon_mad:... so sind halt die Frauen. :biggrin:
 

biddy

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#56
Jo mai Du, kann doch mal passieren! Ich red' übrigens auch sehr schnell, da passiert mir das andauernd ... *verhaspel* *kicher*

Korrektur also: "Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust".

Vielen herzlichen Dank an dieser Stelle an Mario Nette.


:icon_lol:
 

The_Vulcan

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#57
Ja Harz4 muss weg und ein BGE muss her.

Ein bisschen Egoistisch sind wir alle.
Daher denke sogar ich... was bringt es mir wenn ich für 400eur Arbeiten gehe aber durch Kürzungen am ende 160.-EUR mehr habe...
Ausgehend von einem Entgelt von 8eur/h müsste ich für die 400eur 50h/Monat arbeiten... dafür hätte ich dann 160eur in 50h = 3,20eur/h

Würde ich aber nur für 100.-EUR Arbeiten gehen hätte ich 100eur in 12,5h/Monat und damit auch wirklich die 8eur/h ... wer nicht soweit nachdenkt dem ist sowas egal...

Aber aus Kaufmännischer Sicht bedenkt man sowas doch... 3,20eur/h oder 8eur/h sind ebend ein unterschied.. ergo geht jemand der nicht total der workaholik ist lieber nur 12,5h statt 50h arbeiten und lebt dafür mit den 60eur weniger... 60eur um sich 37,5h Freizeit zu erkaufen finde ich jedenfalls Äusserst günstig.

Daher ALGII weg und BGE her... Leistung muss sich wieder Lohnen! :p
 

Alter Sack

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#58
Lehne ich auch ab. Den Sozialversicherungen werden daruch Unsummen entzogen. Es kann wirklich nicht angehen, dass die minijobs oder Freibeträge ausgeweitet werden, wenn damit keine Beitraäge in die Sozialversicherung gezahlt werden.

Das sehe ich auch so!
Viele andere leider nicht, warum auch immer...:icon_kinn:
 
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