Lesetipp: Die neue Umverteilung: Soziale Ungleichheit in Deutschland

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

wolliohne

VIP Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
19 August 2005
Beiträge
14.317
Bewertungen
831
Schwindelerregende Managergehälter am einen Ende der sozialen Stufenleiter – wachsende Kinderarmut und Hartz-IV-Tristesse am anderen. Die Schere öffnet sich, soviel ist klar. Hans-Ulrich Wehler, einer der renommiertesten deutschen Sozialhistoriker, wollte es etwas genauer wissen:
Wer kommt hierzulande nach oben, wer bleibt in der Regel stecken? Wie viel Vermögen haben wie viele? Wer wird gut versorgt, wenn er krank wird, wer ist schlecht dran? Wer heiratet wen? Wer wohnt wie? Verschärft sich die soziale Ungleichheit im Alter? Wie steht es um die Bildungschancen und die Rolle von Geschlecht, Herkunft, Religion, um das Verhältnis von West und Ost? Die Diagnose ist ernüchternd Wehler, Hans-Ulrich
Die neue Umverteilung
Soziale Ungleichheit in Deutschland
2013. 192 S.
C.H.BECK ISBN 978-3-406-64386-6
 

hartaber4

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
8 September 2011
Beiträge
11.612
Bewertungen
2.631
So neu ist das mit der Umverteilung nun auch nicht....

Globalisierung: Auf einer Insel der Seligen | Literaturbeilage | ZEIT ONLINE

Wirtschaft, die arm macht.

Alles sei gewachsen seit den 1970er Jahren: das Sozialprodukt, die Zahl der Arbeitslosen wie der Sozialhilfeempfänger. „Was ist das für eine Wirtschaft, in der die Verdoppelung des Wirtschaftsertrages Armut in die Gesellschaft bringt?“ Afheldt kritisiert die Reformen, wie sie „jetzt schon seit einem Vierteljahrhundert“ betrieben würden, er spricht von einer „hemmungslosen Liberalisierung“, die die Gesellschaft zu spalten drohe. „Der großen Masse der Bürger hat diese Wirtschaft also nicht mehr gedient.“ Es gibt wohl wenige politische Bücher, in denen richtige Problemanzeigen, eine abenteuerliche Ökonomie und ein gewisser Wirklichkeitsverlust so dicht und so friedlich nebeneinander hausen. Es ist keine Frage, dass ein ungeregelter Freihandel weltweit die Ungleichheiten verschärft und die Weltwirtschaft destabilisieren kann. Der Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz hat im Einzelnen gezeigt, wohin das führt und was man dagegen tun kann. Globalisierung, technologischer Fortschritt und die gestiegene Bedeutung von Wissen als Produktivkraft führen zu einer Neuverteilung von Armut und Reichtum in und zwischen den Ländern: Es wird Reichtumsinseln im Süden und Armutsinseln im Norden der Hemisphäre geben. Und der Autor legt ganz gewiss auch den Finger auf den wunden Punkt: dass die Wirtschaft allen zu dienen habe, dass alle etwas von Fortschritt und Wandel haben müssten, dass Fragen der Gerechtigkeit nicht verschwiegen und Ungleichheiten, über ein gewisses Maß hinaus, schwer erträglich seien. Und Europa könnte, auch da wird man gern dem Autor folgen, vorbildlich gerade durch die glückliche Verbindung von Demokratie, wirtschaftlicher Dynamik und sozialem Ausgleich sein.
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten