Leserattenthread - Was lest ihr Gutes zur Zeit? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

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Rounddancer

Gast
Eigentlich wollte ich wissen, ob die alten Herrschaften im Heim auch am PC, Läppi oder Handy rumspielen, wie all die anderen Bevölkerungsgruppen.
Teils schon. Jedenfalls: Ich leite ja mit meinem Kollegen Rainer zusammen die Regionalgruppe Stuttgart der Feierabend AG Feierabend - Internet für Senioren - Startseite (Zielgruppe 50plus) und bekomme da auf den monatlichen Rundbrief und den Geburtstagsglückwunsch immer wieder Antwort-E-Mails eines nun 81jährigen, der früher in Stuttgart lernte und arbeitete. Jetzt lebt er in einem Altenheim in Kanada, seine Frau in einem Altenpflegeheim in Kanada. Er schreibt regelmäßig, seine Frau aber wegen Demenz nicht.
 

hartaber4

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Lesen? Oh weh, da schlafe ich immer bei ein.
Das würde ich auch gern mal wieder..... einfach einen guten Roman solange lesen, bis einem vor Erschöpfung zufrieden die Augen zufallen (dafür brauche ich aber einen "freien" Kopf).

Leider wandern größtenteils auch die Zeitungen und Zeitschriften ungelesen im Altpapier..... schaffe ich manchmal gar nicht in der Woche.

Stattdessen:

Sach- und Fachbücher und bergeweise Akten aus dem Bereich Sozialrechtsmist... ich mache drei Kreuze wenn sich das mal wieder ändert.
 

ethos07

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Das würde ich auch gern mal wieder..... einfach einen guten Roman solange lesen, bis einem vor Erschöpfung zufrieden die Augen zufallen (dafür brauche ich aber einen "freien" Kopf).

Leider wandern größtenteils auch die Zeitungen und Zeitschriften ungelesen im Altpapier..... schaffe ich manchmal gar nicht in der Woche.

Stattdessen:

Sach- und Fachbücher und bergeweise Akten aus dem Bereich Sozialrechtsmist... ich mache drei Kreuze wenn sich das mal wieder ändert.
... ist jetzt etwas OT, aber würde mich mal interessieren: machst du das alles für deine - ehrenamtliche? - Beistandsarbeit? Oder willst noch einen Jura-Abschluss machen? (Bei 'meiner' Lebensmittelausgabe berät einer, der ist bestimmt über 68 Jahre alt und büffelt noch ernsthaft für das 2.Staatsexamen in Jura - meine Frage ist also nicht ironisch gemeint, könnte man ja durchaus machen, wenn man so wie Du offenkundig großen Spaß an Jura hat.)
 

ethos07

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Ein wirklich faszinierendes Buch: "Winterjournal" von Paul Auster.

Und besser als René Hamann in der taz kann ich's nun auch nicht beschreiben:

...Das ist kein Tagebuch im eigentlichen Sinne, sondern eine Selbstbefragung hinsichtlich der eigenen Lebensstationen anhand des eigenen Körpers. Auster redet sich konsequent mit „Du“ an und verhandelt alles, was ihm körperlich untergekommen ist: von den ersten Genüssen, Wunden, Knochen- und Herzensbrüchen seiner Kindheit und Jugend über die Erfahrungen des Schreibens und des Alterns bis hin zu Herzattacken und die Erfahrungen des Todes aus zweiter Hand. „Ein Katalog von Sinnesdaten“, nennt er dies auf der ersten Seite selbst. „Was man eine Phänomenologie des Atmens nennen könnte.“

Man erfährt, in welchen Wohnungen Paul Auster unter welchen Umständen gelebt hat, man erfährt, dass er Gedichte geschrieben hat, schon einmal verheiratet war, bevor er in der Autorin Siri Hustvedt die Liebe seines Lebens gefunden hat (eine wirklich so schöne wie unglaubliche Liebesgeschichte, muss man sagen, die hier wirklich so schön wie unglaublich aufgeschrieben ist). Man erfährt von den Auseinandersetzungen und Konflikten mit französischen Nachbarn in Paris oder mit unseligen Verwandten am Telefon. Man erfährt auch, wie Auster selbst einen Herzanfall hatte, nachdem er vom Tod seiner Mutter erfahren musste. Und wie er einen Verkehrsunfall als Autofahrer in Manhattan hatte.
....
Paul Austers

Zum erstenmal seit Jahren lese ich auch wieder mal auf Englisch - und dieses Buch ist einfach toll. Vermutlich ist`s aber fast genau so auch auf deutsch schön und spannend zu lesen! :).
(Es gibt's auch günstig als e-book.)
 
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Christina Berndt: Resilenz- Das Geheimnis der psychischen Widerstandskraft

so mal nachgezählt, 2013 hatte ich 25 Bücher gelesen, wenn ich mich nicht verzählt habe. dieses Jahr bisher 9.
 

hartaber4

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... ist jetzt etwas OT, aber würde mich mal interessieren: machst du das alles für deine - ehrenamtliche? - Beistandsarbeit? Oder willst noch einen Jura-Abschluss machen? (Bei 'meiner' Lebensmittelausgabe berät einer, der ist bestimmt über 68 Jahre alt und büffelt noch ernsthaft für das 2.Staatsexamen in Jura - meine Frage ist also nicht ironisch gemeint, könnte man ja durchaus machen, wenn man so wie Du offenkundig großen Spaß an Jura hat.)

Spaß? Urggs....ich würde eher vom notwendigen Übel sprechen wollen....

"Ehrenamtliche" Tätigkeit:Das Halbwissen wird da sicher "mit verwurstet"....(eher Schwerpunkt SGB XI und XII...nicht so SGB II....da halte ich mich eher raus. Also wenn nochmal ein Studium, dann bestimmt nicht in Deutschland.

Und Sozialrecht wäre z.B. in Dänemark eher brotlose Kunst! "Schnall dich an":

Es gibt in DK KEINE Sozialgerichte! Tja... wie die das wohl lösen?:wink:

"Andere Länder, andere Sitten..." (die geben ihr Geld wohl lieber sinnvoll aus)

Das mit dem 68jährigen finde ich gut....heißt ja nicht ohne Grund lebenslanges Lernen....


Da Rechtskunde doch sehr textlastig ist, wäre man wieder im Thema.... lesen, lesen und nochmals lesen.... nur so erschließt man sich die Rechtsordnung!
 

hartaber4

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Christina Berndt: Resilenz- Das Geheimnis der psychischen Widerstandskraft

so mal nachgezählt, 2013 hatte ich 25 Bücher gelesen, wenn ich mich nicht verzählt habe. dieses Jahr bisher 9.
Ich kann das bei mir auch nur mit Schrecken feststellen...früher habe ich mehr gelesen....

Dann habe ich letztes Jahr eine Glotze geschenkt bekommen..... und muss zugeben:

Man braucht so etwas nicht.... und noch schlimmer:

Oft gucke ich etwas "Buntes/Hirnverbranntes" um mich mal abzulenken von dem ganzen Sozialrechtsmüll.....

Schlimm!
 
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Ich kann das bei mir auch nur mit Schrecken feststellen...früher habe ich mehr gelesen....

Dann habe ich letztes Jahr eine Glotze geschenkt bekommen..... und muss zugeben:

Man braucht so etwas nicht.... und noch schlimmer:

Oft gucke ich etwas "Buntes/Hirnverbranntes" um mich mal abzulenken von dem ganzen Sozialrechtsmüll.....

Schlimm!
ich gucke nur Freitag und Samstag TV und Sonntag beim bügeln, da aber meist irgendwelche Dokos und ähnliches. den letzten Sonntag den Literaturclub.
 
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H. Fallada - Jeder stirbt für sich allein

Heute geht's los; mal gucken, wie viele Tage das braucht.
 

hartaber4

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ich gucke nur Freitag und Samstag TV und Sonntag beim bügeln, da aber meist irgendwelche Dokos und ähnliches. den letzten Sonntag den Literaturclub.
TV ist meist wirklich nur Oberflächenwissen.... ich habe immer einen Stift beim TV-Gucken dabei... um mir kurze Notizen zu machen, wenn ein Thema interessant erscheint....wenn dem so ist: Es endet meist in einer Buchbestellung

Zu Job-Zeiten hatte ich keinen TV (weil keine Zeit für so einen Schwachsinn)....

(und ich bügel noch nicht einmal...)
 

Texter50

Super-Moderation
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Handbuch für den Forentroll

Jetzt weiß ich was ein Troll ist und wie ein Troll sich optimieren kann. Da werd ich jetzt gleich mal üben... :icon_klatsch:
 

hartaber4

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Handbuch für den Forentroll

Jetzt weiß ich was ein Troll ist und wie ein Troll sich optimieren kann. Da werd ich jetzt gleich mal üben... :icon_klatsch:
Lohnt sich das denn?

Man kann ja mal Spaß haben und auch ins OT abdriften....aber am Monatsende (oder am Anfang) sollte etwas mit Substanz als Ergebnis dastehen..... sonst wird es auf Dauer unangenehm....
 
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Eine Abhandlung über Cavia cutlevi f. porcellus. Behandlung von Hauterkrankungen, zugel. Mittel, anatomische Besonderheiten....

Also es geht um Meerschweinchen.
 
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"Drachen, Doppelgänger und Dämonen- Über Menschen mit Halluzinationen" von Oliver Sacks
 

libertad

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Die "Raffkes" von Jacques Berndorf im Graffit Verlag.

Krimi über den Bankenskandal in Berlin - Warum Berlin so Pleite ist.

Aus Wikipedia:
Obwohl sich die Probleme bereits im Jahr 2000 häuften, verbreiteten offizielle Stellen noch Optimismus mit unter anderem von PricewaterhouseCoopers positiv testierten Geschäftsberichten und Expansionsplänen. Anfang 2001 kamen die ersten Berichte über Scheingeschäfte, Bilanzierungstricks und finanzielle Schwierigkeiten in die Presse. Anlass war der versuchte Verkauf der Immobilientochter IBAG an eine Scheinfirma auf den Kaimaninseln, die durch Kredite der Bankgesellschaft finanziert werden sollte (In-Sich-Geschäft).

Im Februar nahm die Staatsanwaltschaft Ermittlungen auf, Anfang März trat Klaus-Rüdiger Landowsky, der als Architekt der Bankgesellschaft und als Graue Eminenz der Berliner CDU gilt, von seinem Posten als Vorstandschef der BerlinHyp zurück, später stellte er auch seine Posten in der Berliner CDU sowie im Abgeordnetenhaus zur Verfügung, da ihm unter anderem die Annahme von 20.000 DM, überreicht in bar von der AUBIS, vorgeworfen wurde. Mitte des Monats wurde ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss eingesetzt, der die Vorgänge um die Bankgesellschaft und AUBIS beleuchten sollte.

Im weiteren setzten hektische Rettungsversuche ein, die aber zu nichts führten. Im Mai wurde klar, dass die Bankgesellschaft 2 Milliarden Euro benötigte, um ihre Geschäfte fortführen zu können. Zu diesem Zeitpunkt erfolgten kurz hintereinander Einbrüche in mehrere Gebäude der Bankgesellschaft, die Ermittlungsbehörden konnten aber keine Zusammenhänge feststellen.
 
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Happy Weekend - Die Zeitschrift für den partnerlosen Bobo-Flaneur mit Niveau...:icon_knutsch:
 
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