Lesenswert Kapitalismus im Kopf (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

wolliohne

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Klaus-Jürgen Bruder

Über die Menschenfeindlichkeit der AfD wird medial viel diskutiert. Und über jene radikaler Linker, die so frech sind, zu behaupten, dass Reichtum töte und deswegen dringend die Eigentumsfrage zu stellen sei. Wer aber redet über die Zunahme des Hasses in der gesellschaftlichen Mitte? Und wer über die alltägliche, beständig wachsende Menschenfeindlichkeit der großen Politik? Darüber, dass selbige immer deutlicher und öfter inhumane Praxen und Einstellungen hervorbringt und legitimiert? Kaum irgendwer. Bis auf einige kritische Psychologen, die sich auf einem im März in Berlin stattfindenden Kongress der „Politik der Menschenfeindlichkeit“ entgegenstellen wollen. Jens Wernicke sprach mit Klaus-Jürgen Bruder, dem Vorsitzenden der veranstaltenden Neuen Gesellschaft für Psychologie.
weiterlesen:www.nachdenkseiten.de
 

Dagegen72

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"Kapitalismus überwinden"

"Entscheidung für ein klares, antikapitalistisches Profil"

Habe hier gerade eine Seite von Die Linke aus 2006 entdeckt.

https://www.dielinke-tempelhof-schoeneberg.de/fileadmin/tempelhof-schoeneberg/lupe/2006/Lupe0604.pdf

ganz interssant finde ich die aufgeführten verschiedenen Thesen. Ganz unten auf der ersten Seite, Zitate von Butterwegge und Oskar Lafontaine "Den Neoliberalen müsste es eigentlich in den Ohren klingen, wenn sie das Grundgestz lesen. Nach diesem sind alle Deutschen zum Widerstand aufgerufen, wenn der von der Verfassung garantierte Sozialstaat abgeschafft werden soll" (Oskar Lafontaine)

"Arm trotz Arbeit" (rechte Spalte) wurde also schon 2006 veröffentlicht, in den tagesaktuellen News sind solche Meldungen immer noch zu finden.

Die Nutzung des ehem. Flughafen Tempelhofs und wie es damit weitergehen soll wird aus der Sicht von 2006 auch beschrieben ^^

ALG II wird auch angsprochen, oh man, die Karikatur auf Seite 7 :icon_hihi:
 

flandry

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Nach einem Blick auf die verlinkten Seiten: Psychologen, die es als Aufgabe der Psychologie ansehen, die Gesellschaft zu ändern, sind mir etwas zweifelhaft.
Psychologie soll dem einzelnen Menschen, dem Individuum, helfen.
Psychologen dürfen sich auch gerne an einem Kongreß zur Verbesserung der Gesellschaft beteiligen, so ist das ja nicht.
 

Dagegen72

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aber die Psychologie der Wörter ist spannend :wink:

hier auch noch einmal eine Auflistung von Worten, die man lieber meiden sollte

https://www.ovb-online.de/politik/armutskonferenz-sind-soziale-unwoerter-6023147.html

Bei dem Wort "sozial schwach" habe ich mich lange schon gefragt, was damit eigentlich gemeint ist. Sozial schwach heißt nichts anderes, als sich nicht an der Sozialversicherung in Form von Erwerbsarbeit und Sozialabgaben zu beteiligen.

Demnach sind alle erwerbslosen ehrenamtliche, die sich für die Flüchltinge einsetzen aber keine sv-pflicht Einkommens-Arbeit haben "sozial schwach" . Weil sie der Allgemeinheit finanziell nicht dienen / nichts nutzen. :rolleyes:
 
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