Lesebrille für Job erforderlich, wer übernimmt die Kosten ???

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ExUser 44074

Gast
Hallo, ich brauche eine Lesebrille, die ich mir aber nicht leisten kann, Da ich sie ja auch für die Arbeit brauchen werde, gibt es da eine Möglichkeit einen Zuschuss oder die Finanzierung vom JC zu bekommen ? Kann man das beantragen??
 

ZynHH

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Möchte was vernünftiges , Gläser kosten schon 110 Euro war bei Fielmann!!!

Das muss man bezahlen können, also erstmal ne Zwischenlösung mit der 10€ Versicherung der Hanse Merkur?

Wenn du wieder arbeitest, kannst du dir ja ganz was tolles kaufen.

So mache ich das. Und lesebrillen gibts doch in jedem Supermarkt für 7,95€
 

Kaleika

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Hier geht es zwar um eine Gleitsichtbrille, aber

Hartz IV Urteil: Jobcenter muss Brille bezahlen

Leistungsbezieher hat Anspruch auf Kostenübernahme für Brille
Geklagt hatte ein Hartz IV Leistungsbezieher aus Frankfurt/ Main, dem das Jobcenter zunächst die Kostenübernahme von 147 Euro für eine Gleitsichtbrille trotz augenärztlicher Verordnung versagte. Beim Optiker wurden die Dioptrienstärken von -2,50 rechts und -2,25 links ermittelt.

Im Widerspruchsverfahren schaltete das Jobcenter Frankfurt Main dann den Ärztlichen Dienst der Agentur für Arbeit ein, welcher dem Kläger auch die Notwendigkeit eine Sehhilfe bescheinigte. Der Ärztliche Dienst bestätigte die Notwendigkeit einer Brille für die Nähe und auch Ferne zur Erreichung des maximalen Sehvermögens, insbesondere unter dem Aspekt einer Aufnahme als Bürokraft erscheine eine Sehhilfe für die Nähe als sinnvoll und notwendig. Zur Herbeiführung eines möglichst optimalen Sehvermögens für sonstige berufliche Tätigkeiten sei allerdings auch eine Brille für die ferne sinnvoll und notwendig, so die Einschätzung des Ärztlichen Dienstes.
(...)
Hartz IV Urteil: Jobcenter muss Brille bezahlen
 

Doppeloma

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Hallo Hase66,

habe deine Themen-Überschrift mal etwas ergänzt, bitte achte zukünftig darauf etwas mehr Aussage in deine Fragestellung zu bringen ... die Möglichkeiten dafür wurden extra erweitert, man darf also durchaus mehr als EIN Wort schreiben ... damit klar wird worum es eigentlich gehen soll ...

Zu deinem Problem wurde dir ja schon ganz gut geantwortet, die Frage ist natürlich ob du aktuell überhaupt keine geeignete Lesebrille hast (brauchst du zu Hause keine ???) oder eher der Wunsch besteht, dass eine Neue her soll, weil die bisherige nicht chic genug ist.

Vielleicht solltest du vor der Antragstellung mal zum Optiker gehen, einen Sehtest machen lassen und dir aufschreiben lassen was die notwendige Brille (samt Gestell) dann kosten würde.

Ein vorhandenes Brillen-Gestell kann man allerdings auch oft weiter verwenden, wenn es noch in Ordnung ist und nur die Gläser neu einsetzen lassen.

Ich denke auch, dass man da beim JC einen Zuschuss geben muss, wenn davon eine Arbeitsaufnahme abhängig ist, aber die gleichen Fragen wird man dir dort vermutlich auch stellen.

Meine erste Lesebrille nutze ich heute noch am PC, das Gestell ist noch OK und die Gläser wurden schon 2 Mal geändert über die letzten gut 15 Jahre, damit geht man ja eher nicht auf die Straße, mir ist die immer noch "gut genug" für diesen Zweck ...

Erinnert mich daran, dass ich zum richtigen Lesen mal wieder zum Optiker sollte, in der Zeitung sehe ich schon wieder laufend nur "Käferchen" ... dafür ist die PC-Brille leider nicht mehr stark genug.

Aber ich habe noch ein weiteres Gestell wo die neuen Gläser dann vielleicht eingefasst werden können, ist nicht besonders schön aber ich muss ja alles alleine aus der Rente bezahlen ... da wird man sehr bescheiden bei so was ... :wink:

MfG Doppeloma
 

Pixelschieberin

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[...]So mache ich das. Und lesebrillen gibts doch in jedem Supermarkt für 7,95€
Einmessen und Anpassen wird demnach nur aus Ulk über Jahre gelernt und studiert.
Das erinnert mich immer an Mittelalter- oder Dokus über Dritte-Welt-Basare. :icon_wink:
Hast du das Glück, daß deine Augen R/L die selbe Fehl- bzw. Alterssichtigkeit aufweisen und dein Augenabstand mit den Mitten der Gläser übereinstimmt?
I. d. R. ist das nicht der Fall.
Wie beim Mini-Auto-Ersatzreifen sollten solche Supermarktversionen ungeprüft nur für kurze Anwendungen herhalten.
Bei längerem Gebrauch winkt Ermüdung, gepaart mit Verspannungen.
Ganz Empfindsame klagen über Migräne.

Tröstlich:
Wenigstens wird durch falsche Gläser an den Augen selbst nichts kaputt gemacht.
 
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ExitUser

Gast
Wow, mir wurde vor einigen Jahren gesagt, ich bekomme nur Zuschuß zu einer Brille, wenn ich einen Job nachweisen kann bei dem ich was sehen muss -so wären die Gesetze. Woanders kriegt man also einen Zuschuss? Ich habe immer mehr den Verdacht, dass jedes Bundesland und jeder SB sein eigenens Süppchen kocht, was SLGII angeht.
Ich habe übrigens -8 Dioptrien und bin auch noch altersweitsichtig, bei mir kostet eine Gleitsichtbrille an die 500€, weil Gläser nur bis höchstens -6 Dioptrien unter die Sonderangebote fallen. Ich war auch bei Fielmann, der war aber tatsächlich teurer als ein anderer Optiker vor Ort. Eine Lesebrille aus dem Supermarkt ist bei mir nicht möglich, wegen meiner Kurzsichtigkeit. Ich habe mir das Geld dann zusammengeborgt und abgestottert, weil ich ja irgendwie was sehen musste und auch die EVBs ja unterschreiben sollte - wie soll das gehen wenn man sie nicht lesen kann? Ichsaß schon mit Lupe dort.

Und nun bekommt man also 149€ dazu? Wäre zwar für mich ein Tropfen auf dem heissen Stein, aber immerhin. Die nächste Gleitsichtbrille wird bei mir ja irgendwann fällig, meine Altersweitsichtigkeit steigt nämlich leider.
 

ZynHH

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Hast du das Glück,
Nö , ich hab die Hanse Merkur Lösung von Fielmann, 10€ Einstärkengläser, 50€ Gleitsichtbrille. Und keinen Cent mehr.
Gleitsichtbrille hab ich selten genutzt, da ich viel am Computer arbeite und sie dort nichts nützt.
:wink:
 

LisaS

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Ich habe auch versucht, dass mir eine Gleitsichtbrille aus dem Vermittlungsbuget bezahlt wird. Keine Chance, obwohl ich zurzeit mit drei Brillen hantieren muss: Einer Lesebrille, einer Brille für die Ferne sowie einer alten Fernbrille für den PC. Bei mehr als 9 Dioptrien, kann man leider mit einer Fernbrille nichts mehr am PC erkennen.

Danke für das Urteil. :icon_smile:

Meine Lesebrille war mit knapp 56 Euro erstaunlich günstig, zumal es nicht einmal die billigsten Gläser gewesen sind. Das Gestell gab es gratis dazu (Fielmann).

PS: Zur Demonstration, dass man ohne Brille sehr gut am PC lese könnte, nahm sich meine AV'in ihre Brille ab, und kroch förmlich in den PC.
 

Vidya

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@Hase66:
Kosten für die Beschaffung einer Brille sind als unabweisbarer, laufender, nicht nur einmaliger Mehrbedarf gem. § 21 Abs. 6 SGB II*vom Grundsicherungsträger zu übernehmen.In der Gesetzesbegründung zu § 21 Abs. 6 SGB II wird hinsichtlich des laufenden Bedarfs ausgeführt, dass es sich um einen "regelmäßig wiederkehrenden, dauerhaften, längerfristigen" Bedarf handeln müsse.

Nach Auffassung des LSG NRW, rechtskräftiger Beschluss v. 12.06.2013 Az. L 7 AS 138/13 B handelt es sich bei der Anschaffung einer zum Ausgleich einer Sehschwäche erforderlichen Brille regelmäßig um einen einmaligen Bedarf, so dass grundsätzlich nur eine darlehensweise Kostenübernahme möglich ist.

*Etwas anders kann jedoch dann gelten, wenn aufgrund der besonderen Sachlage, beispielsweise aufgrund der bestehenden Erkrankungen, nicht ausgeschlossen werden kann, dass es sich bei der Anschaffung der Brille um einen regelmäßig wiederkehrenden Sonderbedarf handelt. Da § 21 Abs. 6 SGB II und die Darlehensregelung des § 24 Abs. 1 SGB II in ihrer Gesamtschau sicherstellen müssen, dass kein atypischer oder besonderer Bedarf ungedeckt bleibt, dient das Tatbestandsmerkmal des "laufenden Bedarfs" der Abgrenzung zum einmaligen Bedarf und ist weit auszulegen.Ein laufender Bedarf liegt jedenfalls dann vor, wenn der besondere Bedarf im angenommenen Bewilligungsabschnitt nicht nur einmalig, sondern bei prognostischer Betrachtung voraussichtlich mehrfach auftritt.

Unter Berücksichtigung der jeweiligen Eigenart des Bedarfs kann ein laufender Bedarf aber auch angenommen werden, wenn er zwar häufiger auftritt, nicht jedoch zwingend in jedem Bewilligungsabschnitt gegeben ist und wegen der Höhe der damit verbundenen Aufwendungen nicht über die Darlehensregelung des § 24 Abs. 1 SGB II erfasst werden kann (Behrend in: Juris PK § 21 SGB II Rn 81 ff).


Hinweis:: Es ist durchaus möglich, auch im Rahmen einer Probearbeit eine Lesebrille bezahlt zu bekommen. Hatte mal 3 Probearbeitstage als Teamleiterin im Housekeeping. Hier bekam ich - neben passender Berufsbekleidung - auch die Kosten für eine einfache Lesebrille von 39,90 Euro ( hier 2,5 Dioptrien) über das Vermittlungsbudget als „Unterstützung der Persönlichkeit“erstattet. :wink:
 

Surfing

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LisaS

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Eine Frage: Wenn man für die Arbeitsaufnahme eine Brille benötigt, welche aus dem Vermittlungsbuget finanziert werden soll, muss das zwingend in der EinV vereinbart worden sein?
 
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ExitUser

Gast
Statt Lesebrille sollte u.U. eine Computerbrille in Frage kommen.

Sie gehört nach Verordnung eines Augenarztes zur Schutzausrüstung und muss laut Bildschirmarbeitsverordnung vom Arbeitgeber gestellt werden.

Augen schonen am PC: Arbeitgeber zahlt Bildschirmbrille - Nachrichten - arbeitssicherheit.de


Mit dieser Argumentation durfte ich als Selbstständiger eine solche Brille (250 Euro) als Betriebsausgabe absetzen.
Bei Arbeitnehmern ist der Arbeitgeber in der Pflicht, bei Selbstständigen der Selbstständige selbst. Somit handelt es sich um eine notwendige Betriebsausgabe.
 

Vidya

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@LisaS:

Bei mir stand es nicht in irgendeiner EGV oder AKT. Ich hatte schlichtweg damals nur einen VGS und der Vermittler wollte mir lieber eine Probearbeit über einen Vermittler finanzieren,um mich in Arbeit zu bekommen als sich stattdessen mit den zu erwartenden Widersprüchen auf irgendeine EGV herumzuärgern. Der war Beamter, konnte also mehr "durchwinken" als andere SB. Hatte aber leider bei mir dann doch nicht mit Arbeit geklappt, da hat er mich auch gleich an einen neuen SB abgegeben...

Grundsätzlich halte ich die Aufnahme dessen in eine EGV für nicht notwendig, weil man nicht vorher wissen kann, was für eine Probearbeit immer dann so gebraucht wird. Zudem könnten SB dies auch als Lockmittel für eine Unterschrift mißbrauchen. Die Vorschriften für das VB sind auch ohne EGV oder VA gültig. Und den Ermessensspielraum seines SB oder des jeweiligen JC kann man dadurch sowieso nicht beeinflussen.

Übrigens: Zum VB "Unterstützung der Persönlichkeit" gehört für mich auch ein Friseurbesuch vor einem Vorstellungsgespräch. Bis zu 25 Euro sind immer drin . So alle 4 Monate bestimmt. Nur eine Brille ist allein auch nicht immer ausreichend. Am besten immer einen Blanko-Antrag dazu vorrätig im Hause haben.:wink:
 

LisaS

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Ich habe das Gefühl, dass bei uns alles von vornherein abgelehnt wird. Nicht einmal die Kosten für Zeugniskopien bekommen wir hier erstattet. Ich habe schon letztes Jahr versucht, dass dies mit der Brille in meine EinV mit aufgenommen wird. Ohne Erfolg. Ich glaube nicht, dass mir zur "Unterstützung der Persönlichkeit" irgendetwas gewährt werden wird. Und eine ordentliche Brille brauche ich, wenn ich wieder in einem Büro (oder wo auch immer) arbeiten möchte. Das mit meinen drei Brillen ist einfach keine Dauerlösung (siehe Beitrag #10).


@Patenbrigade

So wie ich das verstanden habe, ersetzt eine Computerbrille keine Lesebrille.
 

Doppeloma

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Hallo LisaS,

So wie ich das verstanden habe, ersetzt eine Computerbrille keine Lesebrille.

Das verstehst du durchaus richtig, aber wie schon geschrieben wurde ist bei Erfordernis am Arbeitsplatz (überwiegende Bildschirmarbeit) der AG dafür zuständig die Kosten zu übernehmen, was nicht bedeutet, dass es immer einfach sein wird das durchzusetzen. :icon_evil:

In meinem Falle ist es so (hat sich durch "Ausprobieren" so ergeben), dass ich meine erste Lesebrille am PC noch immer verwenden kann, zumindest am Privaten, weil man da ja auch weitere Einstellungsmöglichkeiten (Farben / Schriftgrößen) hat, das individuell anzupassen.

Ganz ohne Brille geht es aber trotzdem nicht mehr, da "verschwimmt" oft Alles und ich "fühle" eher nur noch was ich da mache ...
Beim AG ist das in dem erwünschten Ausmaß durch Veränderung der Einstellungen des PC nicht immer möglich und es macht eben einen Unterschied, ob man Zeitung, Bücher oder gar Beipackzettel von Medikamenten lesen will /muss ...

Auch viele Bedienungsanleitungen sind wohl nur noch für Leute gedruckt, die kleinste Schrift noch lesen können oder man hat immer irgendwo eine Lupe zur Hand ... :icon_hihi:

Meine Sehschwäche ist noch recht moderat für mein Alter und die Fernsicht immer noch Super, da staunen die Optiker immer wieder, aber wirklich zum Lesen sind schon länger stärkere Gläser nötig als am PC, jedenfalls bei mir.

Fie*mann nützt mir da nichts mehr, die nächste Filiale ist 100 Km entfernt, das muss ich nicht haben und die Lesebrillen aus dem Discounter sind tatsächlich nur mal eine kurze Notlösung (im Urlaub als Ersatz z.B.), kaum jemand hat auf beiden Augen genau die gleiche Sehschwäche, bei mir liegt auch was "dazwischen" und das ist mit einer solchen Brille nicht "angenehm" auszugleichen. :icon_evil:

Muss ich wohl so "durch", zum Glück wird es noch sehr "schleichend" schlechter und beschränkt sich bisher auf den Nahbereich, meine Mutter war in meinem Alter schon auf einem Auge fast blind ... da habe ich wohl Glück gehabt und das nicht geerbt ... :wink:

MfG Doppeloma
 
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