• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

Lernmittel bei e-learning-Weiterbildung - Computer?

kerstin2

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
9 Aug 2014
Beiträge
186
Bewertungen
32
Liebe Gemeinde :)

bei einem Gespräch mit dem alten SB hat sich das Thema Weiterbildung ergeben. Und habe tatsächlich etwas im Kursnet gefunden, das richtig gut für mich wäre. Sowohl der alte als auch der neue SB finden das auch total sinnvoll.

Nun habe ich einen eLearning-Anbieter herausgesucht. Es MUSS dieser Anbieter sein, denn diese Fortbidlung gibt es nur in Vollzeit. Und alleinerziehend mit kleinem Kind (Betreuungssicherung tagsüber ist hier das Stichwort) kann ich das nur hinbekommen, wenn ich abends noch ein bis zwei Stunden arbeiten, mir die Zeit also selber einteilen kann.

Ich habe jetzt den Antrag auf den Bildungsgutschein mitbekommen. Dort gibt es keine Möglichkeit, Lernmittel zu beantragen. Deshalb meinte der SB, Lernmittel gibt es zumindest nicht bei ihm. Aha.

Ich weiß, Lernmittel sollen grundsätzlich vom Anbieter gestellt werden. Im Weiterbildungsvertrag steht aber:

Der Teilnehmer verpflichtet sich:
die technischen Voraussetzungen zur Teilnahme an der Weiterbildung (z. B. PC, Drucker, Internetzugang, E-Mail-Adresse) eigenverantwortlich sicherzustellen. [Der Anbieter] übernimmt keine Verantwortung, falls der Teilnehmer durch selbst zu verantwortende technische Probleme nicht an der Weiterbildung teilnehmen kann.


Ich habe hier ja ein '"Mini-Büro", da würde ich arbeiten. Was aber, wenn etwas kaputt geht? Reparaturen, Ersatzteile für den PC, Druckertinte sind auch nicht unteuer. Und die kann ich dann ja nicht mehr als Arbeitsmittel von Einkünften (ich bin bisher selbstständig) absetzen, denn ich arbeite dann ja nicht mehr. Ich habe also Papier, Druckertinte, eventuelle Kosten für Reparatur (falls der PC den Geist aufgibt) beantragt. Und ich habe die mündliche Antwort bekommen: das kann man im Antrag auf Weiterbildung nicht ankreuzen, das gibts nicht.

Antwort 2: Den PC und die anderen Kosten muss ich aus dem Regelbedarf finanzieren.

Kennt sich jemand aus und hat Tipps für mich?

fragt mit Gruß und Dank Kerstin

PS: ach ja, was ist mit den Kommunikationskosten, Internetzugang, Telefonate, Video-Skype (so werden die Teilnehmer betreut)
 

HartzVerdient

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
29 Aug 2012
Beiträge
4.331
Bewertungen
3.993
Das ist keine Weiterbildungsmaßnahme, sondern Quatsch-Mit-Soße!

Du erhältst einen Bildungsgutschein, um zu Hause vor deinem PC eine Weiterbildungsmaßnahme zu machen ? Wozu braucht man einen Bildungsgutschein, wenn man ein Selbststudium betreibt, wo man sich die Informationen zum Fach auch mehrheitlich aus dem Netz für 0€ saugen kann ?

Also was ich damit zum Ausdruck bringen möchte ist folgendes: Du arbeitest von deinem PC aus, mit deinem Internet, deiner Software, hast keinen Ansprechpartner vor Ort, niemand der deine Leistungen überprüft, deine Anwesenheit festhält usw.

Ich habe 2012 eine Weiterbildungsmaßnahme bei einem Bildungsträger gemacht, wo ich vor Ort eine Art eLearning durchgeführt habe. Selbst dort waren die Zustände bereits katastrophal. Fehlende Ansprechpartner und Co.

Davon abgesehen muss deine Internetleitung (und auch die deines Dozenten) eine gewisse Geschwindigkeit haben, um die Audiovisuellen Daten zu übertragen. Nicht selten kommt es vor, dass die Leitung beim Dozenten (so war das bei mir) zusammenbrach und man stundenlang keine Kommunikation führen kann. Was ist, wenn dein Dozent krank wird und du keinen Ersatz bekommst ?

Du kannst mal nach meinem Namen hier im Forum suchen und wirst einige Verweise auf "IBB GmbH" finden, wo ich ernsthaft von solchen eLearning Sachen abrate.

Wenn du etwas lernen willst, such dir einen Veranstalter vor Ort, wo du auch die Ansprechpartner vor Ort hast, wo man dir die Rechner und Infrastruktur stellt. Wo man dir auch zusichern kann, dass deine Weiterbildungsmaßnahme auch gewissen Zielen und Anforderungen erfüllen, wo du am Ende auch etwas von hast.

Alles Andere ist einfach nur Quatsch.

Hier mehr dazu mit Folgelinks: click click2
 

kerstin2

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
9 Aug 2014
Beiträge
186
Bewertungen
32
Wenn du etwas lernen willst, such dir einen Veranstalter vor Ort, wo du auch die Ansprechpartner vor Ort hast, wo man dir die Rechner und Infrastruktur stellt. Wo man dir auch zusichern kann, dass deine Weiterbildungsmaßnahme auch gewissen Zielen und Anforderungen erfüllen, wo du am Ende auch etwas von hast.
Das sehe ich - ehrlich gesagt - ganz anders. Ich erkläre es gerne (ich wollte nicht langweilen und es kurz halten).

(1) Kann ich - wie oben geschrieben - keine Vollzeitmaßnahme mit durchgehender Präsenzpflicht leisten

(2) ist eLearning nur ein Teil. Und die eLearning-Einheiten erfolgen nicht per Videokonferenz, es ist schlichtes "Online-Lernen in der Gruppe" wie bei akademie.de.
Präsensseminare gibt es ebenfalls, sowie eine Projektarbeit "on the Job" in Betrieben. Man kanns auch Praktikum nennen - nur muss hier tatsächlich eine schriftliche Projektarbeit erstellt werden, die dann vom Bundesverband (des Jobs) abgenommen wird. Dann kommen noch 2 Tage Prüfungen schriftlich und mündlich - und dafür gibts dann einen Ausbildungstitel.

Neues lernen muss ich nicht mehr so viel, ich muss nur auffrischen und mich auf die Prüfung vorbereiten.

Das Ganze ist für Quereinsteiger, die schon lange im Job arbeiten, aber eben keine Ausbildung dazu haben. Und das ist TOTAL super, weil ich weder Lust noch Zeit habe, mich in einer 3jährige Ausbildung bzw. einem Aufbau- Studium bei bekannten Themen zu langweilen. So kann ich ein halbes Jahr konzentriert auf den Prüfungsstoff wiederholen und vorbereiten - und dann den Ausbildungsabschluss machen.

Also, für mich ist das DER Jackpot!
Ohne Ausbildungsabschluss stellt mich schlicht niemand ein, auch wenn ich den Kram schon seit 10 Jahren mache. (OK, gemacht habe.) So habe ich wieder eine Chance.
 

kerstin2

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
9 Aug 2014
Beiträge
186
Bewertungen
32
hallo,

ich berichte mal für andere, denen es vielleicht ähnlich geht/ging:

Der SB hat auf meinen schriftlichen Antrag vom Juli nicht geantwortet. Sondern mir nur mündlich bei einem Termin mitgeteilt, für sowas wäre er nicht zuständig, das hats noch nie gegeben.

Heute war ich bei der öffentlichen Rechtsberatung und habe auch wegen diesem Thema gefragt. Der Berater war der Meinung, natürlich würde das alles dazu gehören zur Fortbildung. Ich brauche natürlich erst mal eine schriftliche Ablehnung - und dann solle ich halt klagen.

Er sagte mir auch, 40 % aller Bescheide in HH seien falsch bzw. würden vom Sozialericht anders entschieden. Da müsse ich halt einfach durch und klagen...

Na denn - auf gehts. Stromkosten für 8 Stunden PC-Betrieb werd ich dann auch noch mal einfordern, denn das sind ja auch noch mal gut 7 bis 10 EUR pro Monat...

Gruß von Kerstin
 
E

ExitUser

Gast
Heute war ich bei der öffentlichen Rechtsberatung und habe auch wegen diesem Thema gefragt. Der Berater war der Meinung, natürlich würde das alles dazu gehören zur Fortbildung. Ich brauche natürlich erst mal eine schriftliche Ablehnung - und dann solle ich halt klagen.
Aus Erfahrung auf beiden Seiten des JC-Schreibtisches sage ich dir: Das dürfte kaum Aussicht auf Erfolg haben. Du hast ja noch nicht mal die FbW bewilligt bekommen, sondern nur einen Antrag mitbekommen. Letzteren kann man als SB immer ausgeben (und tut man allein schon deshalb oft, um erst mal Ruhe zu haben).

Die Gewährung einer FbW ist eine Ermessensentscheidung, darauf hast du keinen Rechtsanspruch. Einen solchen hast du nur darauf, dass der SB sein Ermessen pflichtgemäß ausübt. Das Problem ist nun: Unter pflichtgemäßem Ermessen kann man in der Realität leider alles und nix verstehen. Der SB muss dir salopp gesagt nur begründen, warum er etwas ablehnt. "Ist halt so, gab es noch nie" wäre da sicher ein schlechtes Argument, aber im offiziellen Ablehnungsschreiben wird das später kaum so stehen.

Wenn ein SB will (und wenn dessen Teamleitung sich darauf einlässt), kann der so ziemlich jede dem Grunde nach über AZAV finanzierbare FbW gewähren und - Aufstockungsverbort hin oder her - via § 16 f SGB II überdies auch noch Zusatzkosten bewilligen. Die meisten SBs wollen bzw. dürfen das aber nicht, weil es im Jobcenter oftmals sehr genau Vorgaben gibt und weil die Gelder zumeist knapp sind.

Will sagen:
Wenn der SB dir die Ablehnung einer FbW bzw. von dir entstehenden Zusatzkosten, die in den Verdingungsunterlaguen im Rahmen der FbW nicht abgedeckt sind, schriftlich bescheidet und das vernünftig begründet (da reicht oft schon der Verweis auf die mangelnde Arbeitsmarktverwertbarkeit), hast du kaum eine Chance, dass das SG das anders sieht.

.Er sagte mir auch, 40 % aller Bescheide in HH seien falsch bzw. würden vom Sozialericht anders entschieden. Da müsse ich halt einfach durch und klagen...
Das stimmt zwar (kannst du selbst hier nachsehen), allerdings bezieht sich das fast ausschließlich auf Klagen, die im Kontext von KdU (Kosten der Unterkunft) sowie in Folge einer Falschberechnung von Regelleistungen durch falscher Anrechnung von Einkommen und/oder dem Erklären einer Haushaltsgemeinschaft zur Bedarfsgemeinschaft entstehen.

Klagen, die im Rahmen von abgelehnten FbWs ergehen, werden weit seltener für Leistungsbezieher entschieden. Das weiß ich aus Kontakten in der BA. Es ist in der offiziellen Statistik leider nicht ausgewiesen, mit welchem thematischen Bezug eine Klage abgewiesen bzw. (anteilig) für einen Leistungsbezieher entschieden wurde. Du kannst natürlich dennoch klagen, ich will dir nur deutlich machen, dass ggfs. viel Aufwand auf dich zukommt, ohne dass das gewünschte Ergebnis bei rauskommt.

.Stromkosten für 8 Stunden PC-Betrieb werd ich dann auch noch mal einfordern, denn das sind ja auch noch mal gut 7 bis 10 EUR pro Monat
Wie gesagt: Imho null Chance, da Strom im Regelbedarf bereits enthalten. Dennoch dir alles Gute, dass die FbW als solche genehmigt wird und du dir dadurch berufliche Perspektiven erschließt! :icon_daumen:

Ich muss aber sagen, dass ich die Skepsis des Users HartzVerdient gegenüber solchen Bildungsträger-e-Learning-Angeboten teile! Vielleicht wäre ein echtes Fernstudium in Teilzeit, bei dem du einen regulären, berufsqualifizierenden (Hochschul)Abschluss erhältst, eine Option für dich, wenn du die Zugangsvoraussetzungen erfüllst!? (Das ist in manchen Fallkonstellationen mit dem ALG II Bezug vereinbar).
 

kerstin2

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
9 Aug 2014
Beiträge
186
Bewertungen
32
Es ist ja schon etwas her - trotzdem noch: Danke für die Infos, BurnsTorn.

Ich habe die Fortbildung genehmigt bekommen - alle anderen Anträge werden allerdings nicht mal beantwortet - aber das hab ich schon in einem anderen Thema nachgefragt.
https://www.elo-forum.org/alg-ii/160619-sb-reagiert-antrag-nachfrage-mache.html
Ich beantrage übrigens nur Dinge, die in dieser AZAV finanzierbaren Fortbildung vertraglich (die Verträge lagen dem SB vor) gefordert wird. Bspw. einsatzbereiter Drucker, und ich möchte die Druckertinte für den Drucker erstattet haben. Die ist nämlich teuer.

Ich muss aber sagen, dass ich die Skepsis des Users HartzVerdient gegenüber solchen Bildungsträger-e-Learning-Angeboten teile! Vielleicht wäre ein echtes Fernstudium in Teilzeit, bei dem du einen regulären, berufsqualifizierenden (Hochschul)Abschluss erhältst, eine Option für dich, wenn du die Zugangsvoraussetzungen erfüllst!? (Das ist in manchen Fallkonstellationen mit dem ALG II Bezug vereinbar).
Du kannst nicht wissen, ich bin 40plus und alleinerziehend - zu einem richtigen Studium hätte ich zwar Lust, aber nicht in diesem Bereich. Da könnte ich viele Vorlesungen selber halten. Ich habe vor 10 Jahren in dem Bereich gearbeitet und benötige ein Update auf den neuesten Stand, mehr nicht. Ich benötige hier schlicht die Qualifikation. Ich möchte einfach wieder normal ein bisschen Geld verdienen... und nicht noch eine Ausbildung von der Pike auf beginnen.

Die Hauptzielgruppe dieses Anbieters sind Studenten und Volontäre - das Niveau ist entsprechend hoch und gut.

Ich bin jetzt eine Weile dabei. Das E-Learning ist echt hart (ich sage nur Selbstmotivation), die Präsenzseminare super. Für mich ist es genau das Richtige, was ich mit Kindergartenkind noch wuppen kann.

Nur so als Info,

Gruß von Kerstin
 
Oben Unten