Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben wurde abgelehnt und Aussteuerung naht.

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Besorgter

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Hallo zusammen,

ich bitte um Hilfe und Tipps in meiner sehr schwierigen Situation. Schon mal vielen Dank dafür!

Die Situation: Ich bin schon lange wegen Depression und psychischer Probleme krankgeschrieben und werde zum 30.09.2018 ausgesteuert.
Ich habe mich bei der Agentur für Arbeit zur Situation im Juli beraten lassen und dann auch auf Wunsch meiner Neurologin einen Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben am 02.08.2018 gestellt.
Am 03.09.2018 habe ich bei der Agentur für Arbeit im Sinne der Nahtlosigkeitsregelung Arbeitslosengeld beantragt.
Der Arbeitslosengeld-Antrag und die Unterlagen für den Ärztlichen Dienst sind abgegeben und in Bearbeitung.
Ich bin und werde weiter krankgeschrieben. Mein Arbeitsverhältnis besteht noch.
Ich habe noch 12 Monate Arbeitslosengeldanspruch.
Am 08.09.2018 habe ich nun die Ablehnung der Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben erhalten.
Mit der Begründung, dass die persönlichen Voraussetzungen nicht erfüllt sind. Ich könne in meinem Beruf weiterarbeiten und solle mir einen Neurologen und Psychiater suchen (beides habe und nutze ich bereits).

Was sind meine Probleme?
Da ich nun zum zweiten Mal so lange krankgeschrieben bin (mit Klinikaufenthalten usw.) und an den Arbeitsplätzen entweder mit Mobbing oder mit Überlastung zu kämpfen hatte, denke ich und Andere, dass man grundsätzlich etwas ändern muss.
Ich habe durch den nun problematischen Lebenslauf nur geringe Chancen auf eine vernünftige Stelle und bräuchte dann dort eine längere und behutsame Einarbeitung. Mir fehlt auch viel Fachwissen.
Meine Belastbarkeit ist eingeschränkt.

Warum habe ich den Antrag gestellt?
Ich wollte entweder eine Umschulung in den sozialen Bereich durchführen, oder mir helfen lassen, in meinem Beruf als Elektroniker durch eine Eingliederung bei einem neuen Arbeitgeber Fuß zu fassen.


Werde ich nun ab 01.10.2018 ohne Geld dastehen? Was ist nun mit meiner beruflichen Situation am besten?
Ist ein Widerspruch einzuleiten? Bestehen da überhaupt Chancen, da ich ja nicht beweisen kann, in meinem Beruf nicht mehr arbeiten zu können?

Nette Grüße
Besorgter
 

HermineL

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Wenn du ausgesteuert wirst und Anspruch auf ALG1 hast musst du ALG1 nach Aussteuerung (§ 145 Nahtlosigkeit) beantragen.
Du findest hierzu im Forum jede Menge Informationen. Nutze die Suchfunktion mit dem Suchbegriff "Nahtlosigkeit".


Was Leistungen zur Teilhabe betrifft so würde ich die Flinte nicht gleich ins Korn werfen.
Es würde sich hier anbieten eine psychosomatische Reha bei der DRV zu beantragen. Dort wird dann auch festgestellt in wie weit
du noch erwerbsfähig bist und, wenn sinnvoll, auch eine Empfehlung für LTA über die DRV ausgesprochen. Die Einschätzung
der DRV ist dann für alle anderen Sozialleistungsträger bindend. Auch für die Agentur für Arbeit. Deren Einschätzung wiederum
interessiert die DRV in aller Regel nicht.
 

Kerstin_K

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Wenn er die LTA bei der AfA beantragt hat, und die dort abgelehnt wurde, wird er kaum eine über die DRV bekommen. Da scheinen dann Beitragszeiten zu fehlen. Sont hätte die AfA den LTA Antrag n die DRV weitergeleitet.
 

Besorgter

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Danke Euch schon mal!

Den Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben habe ich direkt bei der Rentenversicherung gestellt. Die Agentur für Arbeit ist nicht mehr zuständig.
 

Kerstin_K

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Besprich mal mit Deinen Ärzten, ob es sinnvoll ist, eine Reha zu beantragen.

Die AfA wird Dich vermuitlich eh auffordern, entweder Reha oder Rente zu beantragen.
 

Doppeloma

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Hallo Besorgter, :welcome:

Die Situation: Ich bin schon lange wegen Depression und psychischer Probleme krankgeschrieben und werde zum 30.09.2018 ausgesteuert.

In der Regel fordert die KK bei so langer AU irgendwann den Antrag auf eine medizinische Reha über die DRV.
Ist dir bekannt warum man bei dir darauf verzichtet haben könnte ?

Ich habe mich bei der Agentur für Arbeit zur Situation im Juli beraten lassen und dann auch auf Wunsch meiner Neurologin einen Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben am 02.08.2018 gestellt.

Schon im Juli deswegen zur AfA zu gehen war KEINE gute Idee, was die AfA dazu verlangen kann oder dann zu regeln hat ist ALLES erst NACH der erfolgten Aussteuerung zulässig.
Bis dahin könntest du ja (rein theoretisch) noch gesund sein und dann erfolgt gar keine "Aussteuerung" aus dem Krankengeld.

Am 03.09.2018 habe ich bei der Agentur für Arbeit im Sinne der Nahtlosigkeitsregelung Arbeitslosengeld beantragt.

Das war auch noch zu früh, wenn du erst zum 30.09. ausgesteuert wirst bekommst du ohnehin erst ENDE Oktober Geld von der AfA.
Bis dahin ist noch die KK "dein Chef" und zahlt dir dein Geld nicht dafür, dass du schon der AfA "zur Verfügung" stehst ... sondern dafür, dass du dich um deine Behandlungen kümmern sollst.

Der Arbeitslosengeld-Antrag und die Unterlagen für den Ärztlichen Dienst sind abgegeben und in Bearbeitung.
Ich bin und werde weiter krankgeschrieben. Mein Arbeitsverhältnis besteht noch.

Klar bist du noch AU-geschrieben, sonst KANN es ja gar keine Aussteuerung geben, zudem hat dein AG einen Rechts-Anspruch darauf, dass du eine AU vorweisen / abgeben kannst wenn du nicht zur Arbeit kommst wegen Krankheit.

Ich habe noch 12 Monate Arbeitslosengeldanspruch.

Du bist also (vermutlich) noch U 50, denn darüber hat man ja meist schon einen längeren Anspruch auf ALGI erworben ...
Um deine Fragen (besonders zu Aussichten auf eine Umschulung) besser beurteilen zu können, wäre es nett wenn du uns verraten möchtest wie alt du ungefähr bist.

Wir wollen und brauchen KEIN Geburtsdatum aber ab 45 + X sieht es mit der Bewilligung von Komplett-Umschulungen nicht mehr besonders gut aus.

Am 08.09.2018 habe ich nun die Ablehnung der Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben erhalten.

Wie schon erwähnt wurde, wäre ein Antrag auf medizinische Reha im Vorfeld sicher passender gewesen, denn dort wird man dann auch (über einige Wochen) feststellen können, welche berufliche Förderung für dich wirklich nötig und möglich wäre.

Mit der Begründung, dass die persönlichen Voraussetzungen nicht erfüllt sind. Ich könne in meinem Beruf weiterarbeiten und solle mir einen Neurologen und Psychiater suchen (beides habe und nutze ich bereits).

Ein wichtiges Kriterium ist natürlich auch die schon vorhandene Berufsausbildung, wenn die weiter als machbar eingeschätzt wird geht es eher um Weiterbildung und Wiedereingliederung in diesem Berufsfeld.

Da ich nun zum zweiten Mal so lange krankgeschrieben bin (mit Klinikaufenthalten usw.) und an den Arbeitsplätzen entweder mit Mobbing oder mit Überlastung zu kämpfen hatte, denke ich und Andere, dass man grundsätzlich etwas ändern muss.

Wer sind die "Anderen" die auch darüber nachdenken, grundsätzliche persönliche Probleme / Einschränkungen werden sich aber auch mit einer anderen / neuen Ausbildung nicht "in Luft auflösen". :icon_evil:

So eine Umschulung ist kein "Zuckerschlecken" und danach stehst du als Berufs-Anfänger ohne Berufserfahrung auch nicht besser da bei der Arbeitssuche, wenn dich schon naturgemäß Vieles schnell stresst und überfordert.

Die Ablehnung der LTA lässt schon darauf schließen, dass man sich dazu Gedanken gemacht hat bei der DRV und deine gesundheitlichen / psychischen Probleme da aktuell wenig Erfolg erwarten lassen ...
Offenbar hält man deine aktuelle Ausbildung für ausreichend, dass du darin (mit mehr gesundheitlicher Stabilität) durchaus weiterhin tätig sein könntest.

Wenn deine Probleme auch AG-bedingt sind muss man notfalls die Stelle wechseln, dafür braucht man aber nicht unbedingt einen anderen Beruf.

Ich habe durch den nun problematischen Lebenslauf nur geringe Chancen auf eine vernünftige Stelle und bräuchte dann dort eine längere und behutsame Einarbeitung. Mir fehlt auch viel Fachwissen.

Für eine neue Stelle bekommt man aber keine LTA die deinen Vorstellungen entsprechen würde und diese Stelle müsstest du ja auch erst mal SELBER finden, die AfA hat schon Probleme gesunde Arbeitslose zu vermitteln, da solltest du keine großen Hoffnungen in deren Unterstützung haben.

Eine stufenweise Wiedereingliederung kann nur bei einem vorhandenen AG durchgeführt werden ...

Meine Belastbarkeit ist eingeschränkt.

Das wird aber offiziell erst in einer med. Reha-Maßnahme geprüft und dann vielleicht bestätigt und danach würden sich dann auch Leistungen zur Teilhabe richten müssen.
Irgendwie hast du am falschen Punkt angefangen, ohne erst mal die persönlichen / medizinischen Voraussetzungen genauer prüfen zu lassen und das ist eigentlich auch der wahre Grund für die Ablehnung.

Die DRV sieht dich aktuell auch nicht für belastbar genug an und erwartet weitere (möglichst erfolgreiche) Behandlung, damit eine LTA überhaupt Sinn ergeben kann für dich.

Warum habe ich den Antrag gestellt?
Ich wollte entweder eine Umschulung in den sozialen Bereich durchführen,

Welchen sozialen Bereich stellst du dir da gerade vor, in solche Bereiche wird eher NICHT umgeschult wenn es schon massive psychische Probleme gibt. :icon_evil:
Das sind in der Regel eher die Bereiche wo die dort Tätigen das irgendwann psychisch nicht mehr bewältigen können und dann umgeschult werden müssen, um weniger Stress und Belastungen zu haben.

oder mir helfen lassen, in meinem Beruf als Elektroniker durch eine Eingliederung bei einem neuen Arbeitgeber Fuß zu fassen.

Deinen Beruf weiter auszuüben hält man ja bei der DRV auch noch für möglich aber Weiterbildung und Suche nach einem neuen Job erfordern auch eine relativ stabile Gesundheit und die sieht man aktuell bei dir noch nicht.

Werde ich nun ab 01.10.2018 ohne Geld dastehen?

Warum sollst du deswegen ab 01.10. ohne Geld sein, dein Anspruch auf ALGI wegen Ende der Krankengeldzahlung ist doch trotzdem vorhanden.

Was ist nun mit meiner beruflichen Situation am besten?

Die AfA wird dich (wahrscheinlich) auffordern einen Antrag auf med. Reha oder EM-Rente zu stellen, dazu muss die DRV dann wieder eine neue Entscheidung treffen, in deinem Falle sehe ich einen Reha-Antrag durchaus mal als sinnvoll an, um erst mal deine Belastungsgrenzen wirklich feststellen zu lassen.

Es genügt leider nicht diese Einschätzung nur selber zu treffen, um Ansprüche auf Unterstützung zu haben ...
Dann wäre abzuwarten was sich daraus an beruflicher Förderung ergeben könnte ...

Ist ein Widerspruch einzuleiten?

Würde ich aktuell drauf verzichten und lieber erst mal die gesundheitliche Schiene kompletter abklären lassen, während einer med. Reha würdest du "Übergangsgeld" von der DRV bekommen und anschließend müsste dann die AfA wieder ALGI zahlen so lange du Anspruch darauf hast.

Deine AU musst du unbedingt (ohne Lücken) vom Arzt weiterführen lassen, sonst musst du an deinen Arbeitsplatz zurück kehren ...

Bestehen da überhaupt Chancen, da ich ja nicht beweisen kann, in meinem Beruf nicht mehr arbeiten zu können?

Das könnte dir in einer med. Reha aber bestätigt werden wenn es wirklich so ist, du darfst aber nicht vergessen, dass es nicht nur diesen AG dafür gibt ... und die Bedingungen bei einem anderen AG ganz anders sein könnten.

NUR wenn man bei der DRV (in einer med. Reha) bestätigt, dass du im aktuellen Beruf gar nicht mehr arbeiten KANNST, dann hast du auch (eventuell) Aussichten in eine andere Berufsrichtung von der DRV gefördert zu werden ...

Möglichkeiten gibt es dafür durchaus, da solltest du dich aber gründlich beraten lassen (von der DRV-Reha-Beratung !) ehe du weitere Entscheidungen treffen wirst.

Das mal so als erster Überblick ...

MfG Doppeloma
 

Besorgter

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Hallo Doppeloma,

vielen Dank für deine Antwort!


Ist dir bekannt warum man bei dir darauf verzichtet haben könnte ?

Nein.


Schon im Juli deswegen zur AfA zu gehen war KEINE gute Idee, was die AfA dazu verlangen kann oder dann zu regeln hat ist ALLES erst NACH der erfolgten Aussteuerung zulässig.
Bis dahin könntest du ja (rein theoretisch) noch gesund sein und dann erfolgt gar keine "Aussteuerung" aus dem Krankengeld.

Ich war nur dort als Ratssuchender um überhaupt mal Möglichkeiten genannt zu bekommen. War auch schon im Mai dort, aber die Beraterin taugte nichts. Die jetzige ist sehr Bemüht.


Um deine Fragen (besonders zu Aussichten auf eine Umschulung) besser beurteilen zu können, wäre es nett wenn du uns verraten möchtest wie alt du ungefähr bist.

39 Jahre


Welchen sozialen Bereich stellst du dir da gerade vor, in solche Bereiche wird eher NICHT umgeschult wenn es schon massive psychische Probleme gibt.

Menschen mit (leichten) psychischen Behinderungen betreuen.
Dieses Gebiet wurde mir schon 2 Mal als passend vorgeschlagen.


Warum sollst du deswegen ab 01.10. ohne Geld sein, dein Anspruch auf ALGI wegen Ende der Krankengeldzahlung ist doch trotzdem vorhanden.

Man muss doch für mehr als 6 Monate für nicht arbeitfähig eingestuft werden und den ÄD abwarten, oder?


Suche nach einem neuen Job erfordern auch eine relativ stabile Gesundheit und die sieht man aktuell bei dir noch nicht.

Oder man hält mich für zu gesund!


Grüße
Besorgter
 

Doppeloma

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Hallo Besorgter,

Ich war nur dort als Ratssuchender um überhaupt mal Möglichkeiten genannt zu bekommen. War auch schon im Mai dort, aber die Beraterin taugte nichts. Die jetzige ist sehr Bemüht.

Wenn man mit laufender AU zur AfA kommt und beraten werden möchte wie es nach der Genesung mal weitergehen könnte, ist das auch wenig sinnvoll.

Was man mit dir beruflich noch sinnvoll machen könnte ergibt sich ja nun mal auch aus deinem Gesundheitszustand, da war die vermutlich einfach nur "genervt" ...


Da solltest du echt mal eine med. Reha beantragen, damit genau das "aus den Augen" der DRV geklärt wird, denn niemand anders wird eine Umschulung / Weiterbildung dann in deinem Falle auch bezahlen müssen.

Menschen mit (leichten) psychischen Behinderungen betreuen.
Dieses Gebiet wurde mir schon 2 Mal als passend vorgeschlagen.

WER konkret hat dir das vorgeschlagen, das ist hier die Frage ... ???
Was dir andere (auch die AfA) dazu erzählen hat keinen wirklichen Wert, denn zuletzt landest du mit der Erfüllung wieder bei der DRV ...

Man muss doch für mehr als 6 Monate für nicht arbeitfähig eingestuft werden und den ÄD abwarten, oder?

Wer behauptet das nun wieder ???
Dein Anspruch an die AfA ergibt sich aus § 145 SGB III und da wird (beim ÄD) nicht deine "Arbeitsfähigkeit" geprüft, denn dafür ist NUR dein Arzt zuständig.

Da stellt man deine "Restleistungsfähigkeit" für die Vermittlung am Arbeitsmarkt fest und wie auch immer diese Entscheidung ausfallen wird, hast du gesetzlichen Anspruch auf ALGI.

Das ist eine vorrangige Lohnersatzleistung, dafür hast du mal viele Beiträge gezahlt, das kann man dir nicht so "einfach" versagen. :icon_evil:
Du selbst musst aber IMMER (theoretisch / fiktiv) wenigstens den WILLEN bekunden, dich mit diesem "Restleistungsvermögen" auch vermitteln zu lassen.

Das funktioniert in der Regel aber nicht weil man bei deiner Vermittlung immer die Zumutbarkeit (auch die gesundheitliche lt. AfA-ÄD) beachten muss = § 140 SGB III.

Oder man hält mich für zu gesund!

Auch möglich aber trotzdem gilt § 140 SGB III und du hast Anspruch auf ALGI weil du ausgesteuert wurdest und immer noch in der Leistungsfähigkeit gesundheitlich eingeschränkt bist.

ALGI ist eine Lohnersatzleistung auf die du einen Rechts-Anspruch hast nach Ablauf des Krankengeldes ... dein Arzt kann dich trotzdem weiter AU schreiben, das darf auch der ÄD NICHT aufheben.

Aber bei der AfA hat es auch in diesem Falle keine Bedeutung, da darfst du NICHT komplett krank sein, sondern hast immer (lt. ÄD) irgendein "Restleistungsvermögen" mit dem du unbedingt arbeiten WILLST.

In einem anderen Thema habe ich von einer relativ neuen Fördermöglichkeit / LTA-Leistung der DRV gelesen, die wohl speziell für Menschen mit psychischen Problemen sein soll.

Vielleicht kannst du ja dort mal nachfragen welche Möglichkeiten die sehen würden dich zu unterstützen ...

https://www.bag-btz.de/haeufige-fragen/index.html

Aber völlig OHNE Garantien von mir, ich habe keine Ahnung, ob das wirklich ein Weg für dich sein könnte ...und ob das Angebot überhaupt was taugt ...

Aber Fragen kostet ja meist noch NIX ... und das kann wohl auch als LTA von der DRV bewilligt werden.

MfG Doppeloma
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Wenn der Bescheid sachlich falsch ist, würde ich dem erstmal widersprechen.
Hatte eine Freundin neulich auch beim Antrag auf Reha - da hieß es dann, eine ambulante Versorgung sei ausreichend, sie solle sich mal einen Psychiater und einen Therapeuten suchen. Beides hat sie. Hat der "Gutachter", bei dem sie für den Antrag war, nur nicht mitbekommen, weil der mit ihr nicht geredet, sondern sie nur zweieinhalb Fragebögen hat ausfüllen lassen.

Derjenige, der sich bei dir mit den Unterlagen beschäftigt hat, hat offensichtlich niht gut genug gelesen, also kann die Einschätzung ja nicht richtig sein.
 

Besorgter

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Wer behauptet das nun wieder ???
Dein Anspruch an die AfA ergibt sich aus § 145 SGB III und da wird (beim ÄD) nicht deine "Arbeitsfähigkeit" geprüft, denn dafür ist NUR dein Arzt zuständig.

Da stellt man deine "Restleistungsfähigkeit" für die Vermittlung am Arbeitsmarkt fest und wie auch immer diese Entscheidung ausfallen wird, hast du gesetzlichen Anspruch auf ALGI.


Die nachfolgende Voraussetzung muss wohl laut Gesetzestext erfüllt sein. Den Text habe ich aus dem Internet, so ähnlich kam es aber auch schon schriftlich von der AFA. Grüße


Durch die Nahtlosigkeitsregelung des § 145 SGB III muss das Arbeitslosengeld trotz fehlender Verfügbarkeit geleistet werden, wenn ein Versicherter nur deshalb nicht arbeitslos ist, weil die Leistungsfähigkeit voraussichtlich mehr als sechs Monate gemindert ist und deshalb keine Beschäftigung mit mindestens 15 Stunden/Woche ausgeübt werden kann. Die mehr als sechsmonatige Leistungsminderung ist ab dem Tag zu prognostizieren, an dem der Antrag auf Arbeitslosengeld gestellt wird.
 
Zuletzt bearbeitet:

Bertolino

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Hallo, Besorgter,
Die nachfolgende Voraussetzung muss wohl laut Gesetzestext erfüllt sein.
Verlass dich mal lieber auf die Aussagen hier in deinem thread als auf deine eigene Interpretation.

Ich baue das Satzungetüm auseinander, vielleicht wird es dann verständlicher. Beachte die hervorgehobenen Wörter.

Hauptsatz:
"Durch die Nahtlosigkeitsregelung des § 145 SGB III muss das Arbeitslosengeld trotz fehlender Verfügbarkeit geleistet werden."

Noch kürzer: Arbeitslosengeld muss geleistet werden (wegen Aussteuerung).

Einschränkung:
"wenn ein Versicherter nur deshalb nicht arbeitslos ist, weil die Leistungsfähigkeit voraussichtlich mehr als sechs Monate gemindert ist[/B] und deshalb keine Beschäftigung mit mindestens 15 Stunden/Woche ausgeübt werden kann."

Der ÄD stellt fest, ob deine Leistungsfähigkeit voraussichtlich mehr als sechs Monate gemindert ist (oder nicht).

Wenn der ÄD feststellt, dass deine Leistungsfähigkeit gemindert ist, dann stellst du dich mit deinem Restleistungsvermögen dem allgemeinen Arbeitsmarkt zur Verfügung.

Wenn der ÄD feststellt, dass deine Leistungsfähigkeit auf bis zu 15 Std./Woche gemindert ist, dann stehst du auch nicht dem allgemeinen Arbeitsmarkt zur Verfügung. Die AfA wird dich anschließend auffordern einen Rehaantrag oder einen Rentenantrag zu stellen.

In beiden Fällen hast du Anspruch auf ALG1 wegen deiner Aussteuerung, nicht wegen Krankheit oder Gesundheit.

Die weitere AUB sagt: Du bist krankgeschrieben für deinen bisher ausgeübten Beruf. Deshalb geht diese AUB weiterhin an die KK, an deinen AG und in dein eigenes Archiv.

Die AUB geht nicht an die AfA, weil die AfA nur deine Verfügbarkeit für den allgemeinen Arbeitsmarkt prüft.

Ich weiß, es dauert ein wenig, bis man den Sachverhalt auf die Reihe bekommt, weil es sich irgendwie unlogisch anhört. Stell dir eine Autobahn mit zwei Fahrstreifen vor. Rechts leistet du deine Arbeit (oder bist AU) und bekommst Arbeitslohn oder KG. Links kannst du deine Arbeit nicht leisten und bekommst ALG. Rechts interessiert sich nicht für die linke Spur und umgekehrt.:icon_kratz:

Kannst du deinen ALG- Antrag anonymisiert hier einstellen? Ich habe da so eine Ahnung, dass du (vielleicht) einige Angaben gemacht hast, die sich nicht gerade positiv auf die Höhe des ALG- Anspruchs auswirken.:icon_eek:

Gruß
Bertolino
 

Besorgter

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Hallo Bertolino,

jetzt habe auch ich es verstanden! Danke!
Ich stehe momentan unter Dauerstrom, da hapert es oft mit der Konzentration. Stimmt, auf das Wort der Leute hier im Forum ist Verlass. :idea:

Den Antrag habe ich nach dem Muster und den Hinweisen des Forums ausgefüllt. Der sollte also hoffentlich korrekt sein.


Ganz, ganz vielen Dank für die Aufklärung!
Besorgter
 

Bertolino

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Hallo, Besorgter,

Ich stehe momentan unter Dauerstrom, da hapert es oft mit der Konzentration.

Ich denke, das kennen wohl alle hier im Forum. Komm, lass uns mit allen anderen hier zusammenhelfen, den Dauerstrom auszuknipsen:icon_daumen:. Es reicht doch schon krank zu sein, das kann dir ohnehin keiner abnehmen.

Den Antrag habe ich nach dem Muster und den Hinweisen des Forums ausgefüllt. Der sollte also hoffentlich korrekt sein.

:idea: Das hast du richtig gemacht, wenn du dich genau an den Inhalt gehalten hast. Und du warst wesentlich schneller mit der Erkenntnis, wie das richtig funktioniert, als ich.:icon_klatsch:

Wenn es dir möglich ist, schau alle paar Tage hier rein, besonders rund um deinen Aussteuerungstermin.

Bedenke: Die AfA wird versuchen, dich loszuwerden. Da kann es schon vorkommen, dass sie das auch öfter als einmal mit nicht ganz legalen Mitteln versucht.

Ein paar Hinweise, falls nicht schon geschehen, damit will ich nicht wieder deinen Dauerstrom einknipsen, sondern im Gegenteil für deine Beruhigung sorgen. Ich denke es ist gut, solche Dinge schon im Vorfeld zu wissen, dann kannst du auch in aller Ruhe :popcorn: essen.:biggrin:

- Sämtliche Unterlagen kommen in Kopie in dein Archiv.

- keine Anrufe seitens der KK/AfA entgegennehmen, Tel. Nr. Löschung beantragen. Sonst ziehen die dich über den Tisch. Die schriftliche und nachweisbare Kommunikation über deine Adresse reicht. Beachte bei der schriftlichen Kommunikation, dass die gerne auch mal rechtliche Hinweise zu ihrem Vorteil interpretieren, oder auf andere Vorschriften erst gar nicht hinweisen.

Stelle lieber deine Fragen hier im Forum, wenn du dir nicht sicher bist.

- Sämtliche Schweigepflichtentbindungen widerrufen, es sei denn du bist damit einverstanden, dass dein SB in deinen persönlichen ärztlichen Unterlagen nach Hinweisen sucht, wie er dich am besten losbekommt. Das tun die, garantiert:icon_twisted:

Die ärztlichen Unterlagen gehen ausschließlich an den MDK/ÄD. Lass dich nicht beirren, du hast ein Recht darauf, die Unterlagen selbst abzugeben, nachweislich mit Eingangsstempel/Übergabe- Einschreiben, auch wenn dir die AfA hier etwas anderes glauben machen will.:icon_laber:

ALG wird am Monatsende bezahlt, d. h. bei dir muss die erste Zahlung spätestens am 31.10. erfolgt sein. Diese Verpflichtung hängt nicht davon ab, wie krank du bist, und auch nicht davon, ob der ÄD den Befundbericht erstellt hat.

Lass dir bitte auch nicht irgendeinen Job oder Praktikum andrehen, das dürfte nämlich in deiner Situation unmöglich sein. Auch hier gibt es gesetzliche Vorschriften, Stichworte: "sozialversicherungspflichtig" und "zumutbar".

Also, die nächsten Wochen wird durch den ÄD dein Restleistungsvermögen geprüft, meistens durch Aktenlage, selten durch persönliche Untersuchung. Teil B des Befundes geht ohne Diagnosen an den SB, Teil A kannst du direkt beim ÄD für deine Unterlagen anfordern.

Das dürfte fürs erste reichen, vielleicht fallen jemandem noch andere Hinweise ein, um schon im Vorfeld möglichst viele Fallstricke auszuräumen.

Gruß
Bertolino:smile:
 

Besorgter

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Wenn es dir möglich ist, schau alle paar Tage hier rein, besonders rund um deinen Aussteuerungstermin.

Mache ich, danke.


- Sämtliche Schweigepflichtentbindungen widerrufen, es sei denn du bist damit einverstanden, dass dein SB in deinen persönlichen ärztlichen Unterlagen nach Hinweisen sucht, wie er dich am besten losbekommt. Das tun die, garantiert

Ich habe eine Akteneinsicht nur für die Dauer von 3 Monaten gestattet. Ich denke dieser Zeitraum ist angemessen.


Lass dich nicht beirren, du hast ein Recht darauf, die Unterlagen selbst abzugeben, nachweislich mit Eingangsstempel/Übergabe- Einschreiben, auch wenn dir die AfA hier etwas anderes glauben machen will.

Das habe ich persönlich durchgeführt und bekam sofort einen Stempel an der Info. Zum Thema SB: Nach dem zweiten Anlauf habe ich zum Glück nun endlich eine für mich bemühte Sacharbeiterin mit guten Ideen, Kompetenz und Einsatzbereitschaft. Ja ich weiß, trotzdem auf der Hut sein. :icon_hihi:


Gruß an Euch Helfer!
Besorgter
 

Besorgter

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Hallo zusammen,

nun bin ich ausgesteuert. Über meinen Antrag auf ALG 1 im Sinne der Nahtlosigkeitsregelung soll nächste Woche entschieden werden. Der Ärztliche Dienst hat sein Ergebnis am 01.10.2018 veröffentlicht. Auf Grund dessen Inhalt wird nun nächste Woche entschieden. Ich soll mich Montagnachmittag (08.10.2018) melden, falls dann noch nichts entschieden sei, werde man die Bearbeitung beschleunigen. Ich hoffe das geht nun alles glatt!

Ich habe nun ein Schreiben erhalten. Darin waren einmal ein „Ausdruck der Lohnsteuerbescheinigung für 2018“ und noch eine „Meldebescheinigung zur Sozialversicherung“.
Grund der Ausfertigung: Abmeldung wegen Ende der Beschäftigung. Ich wurde am 01.10.2018 ausgesteuert.

Wieso erhalte ich das Schreiben? Ich habe das Arbeitsverhältnis nicht gekündigt, auch mir wurde nicht gekündigt. Ist das so korrekt?
Muss ich das der Agentur für Arbeit melden?


Viele Grüße
Besorgter:frown:
 

Bertolino

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Hallo zusammen,
Der Ärztliche Dienst hat sein Ergebnis am 01.10.2018 veröffentlicht. Ich hoffe das geht nun alles glatt!

Davon gehe ich aus. Das Gutachten des ÄD solltest du für deine Unterlagen anfordern.

Ich habe nun ein Schreiben erhalten.
vom Arbeitgeber...
Darin waren einmal ein „Ausdruck der Lohnsteuerbescheinigung für 2018“
Das ist die Information des AG für dich, welche Daten an die ELStAM- Datenbank weitergegeben werden, sprich die steuerlich relevanten Angaben fürs Finanzamt.
und noch eine „Meldebescheinigung zur Sozialversicherung“.
Grund der Ausfertigung: Abmeldung wegen Ende der Beschäftigung. Ich wurde am 01.10.2018 ausgesteuert.
Das ist die Information des AG für dich, dass er dich bei deiner KK abgemeldet hat.
Du bist noch weitere vier Wochen bei der KK versichert, danach musst du dich selbst versichern. Kontaktiere dazu deine KK.

Wieso erhalte ich das Schreiben?
Wie gesagt, eine Information für dich, einfach in deinen Unterlagen abheften. Dein AG hat genau das getan, was rechtlich vorgesehen ist.
Ich habe das Arbeitsverhältnis nicht gekündigt, auch mir wurde nicht gekündigt. Ist das so korrekt?
Die beiden Schreiben haben mit deinem Arbeitsvertrag nichts zu tun. Arbeitsrechtlich besteht dein AV nach wie vor. Allerdings ist er derzeit ruhend gestellt. Fiktiv: Wenn deine AU zum heutigen Tag beendet wird, gehst du morgen aufgrund bestehendem AV zur Arbeit.

Muss ich das der Agentur für Arbeit melden?
Die AfA meldet sich schon, sobald sie Unterlagen von dir benötigt. Ins Archiv mit den beiden Schreiben und gut erstmal.

Sobald die AfA die Höhe des ALG berechnet, wird sie von dir eine Bescheinigung des AG über das "monatliche Bruttoarbeitsentgelt der versicherungspflichtigen Beschäftigungen der letzten 12 Monate" anfordern. Gemeint sind die Monate, in denen du tatsächlich Arbeitslohn hattest. Damit kann die AfA die Höhe des ALG berechnen.

Gruß
Bertolino
 

Besorgter

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Das Gutachten des ÄD solltest du für deine Unterlagen anfordern.

Werde ich versuchen das zu bekommen.


vom Arbeitgeber...

Das kam von Datev, bzw. vom Steuerberater des Arbeitgebers.


Dein AG hat genau das getan, was rechtlich vorgesehen ist.

beruhigend...


Bescheinigung des AG über das "monatliche Bruttoarbeitsentgelt der versicherungspflichtigen Beschäftigungen der letzten 12 Monate"

Bescheinigung des AG über die letzten 12 Monate habe ich bereits bei der Agentur für Arbeit abgegeben.


Danke für die kompetente Hilfe...
Besorgter
 

Besorgter

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Hallo zusammen,

ich möchte Euch einen Statusbericht abgeben:

Mir wurde nun endlich ALG 1 (rückwirkend) bewilligt und ich konnte mir das Ergebnis des Ärztlichen Gutachten aushändigen lassen.
Man schätzt mich für mindestens 6 Monate auf unter 3 Stunden pro Tag arbeitsfähig ein. Also praktisch eine Arbeitsunfähigkeit. Man will mich auch nicht für ein Gespräch einladen oder in Arbeit vermitteln.

Ich würde gerne das bestehende Arbeitsverhältnis kündigen um da endlich mit abschliessen zu können. Wenn ich das auf ärztlichen Rat durchführe, sollte dass doch i. O. sein, oder?


Gruß
Besorgter
 

Doppeloma

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Hallo Besorgter,

Mir wurde nun endlich ALG 1 (rückwirkend) bewilligt und ich konnte mir das Ergebnis des Ärztlichen Gutachten aushändigen lassen.

Dann hat doch soweit alles prima geklappt, das erste Geld gibt es ohnehin erst zum Ende des Monats von der AfA.

Man schätzt mich für mindestens 6 Monate auf unter 3 Stunden pro Tag arbeitsfähig ein. Also praktisch eine Arbeitsunfähigkeit. Man will mich auch nicht für ein Gespräch einladen oder in Arbeit vermitteln.

Das hat mit Arbeits-FÄHIG oder Arbeits-UNFÄHIG gar nichts zu tun, dafür sind NUR deine behandelnden Ärzte zuständig mit der AU-Bescheinigung.

Du bist nicht "Leistungsfähig" genug länger als die nächsten 6 Monate und kannst daher nicht "aktiv" in Arbeit vermittelt werden ... das ist ALLES was das im Moment zu bedeuten hat und deswegen wird man dich bei der AfA vorerst in Ruhe lassen.

Ich würde gerne das bestehende Arbeitsverhältnis kündigen um da endlich mit abschliessen zu können. Wenn ich das auf ärztlichen Rat durchführe, sollte dass doch i. O. sein, oder?

Wozu soll das jetzt gut sein, die AfA hat dir dafür keinen "Freifahrtschein" ausgestellt, krank bist du schon länger (immerhin schon über 78 Wochen), warum also ist es JETZT (aus deiner Sicht) erforderlich deswegen zu kündigen ???

Es ist überflüssig, warte doch erst mal die weiteren Entscheidungen der DRV ab, dann könnte sich dein "Problem" fast von selber lösen.
Du musst doch nicht hin zur Arbeit, warum sollte die AfA das nun ohne Sperre akzeptieren müssen, das solltest du dir lieber von denen schriftlich geben lassen ...

Ob die Empfehlung deines Arztes das verhindern kann wage ich zu bezweifeln, du bist jetzt im Bezug von ALGI, der Grund für eine Eigen-Kündigung ist aktuell fast EGAL, es ist überhaupt NICHT nötig und die AfA wird das zu nutzen wissen.

Ich denke nicht, dass man dir den Verzicht auf eine Sperre schriftlich geben wird, in deinem ÄD-"Gutachten" steht sicher auch nicht drin, dass du besser kündigen solltest ... :icon_evil:

Zudem wird man dir mindestens die Urlaubsabgeltung auf dein ALGI anrechnen und darauf hast du einen Rechtsanspruch wenn du deinen Urlaub wegen Krankheit vor dem Ende des Arbeitsvertrages nicht mehr nehmen konntest.

Es gibt also keinen Grund da jetzt irgendwas "abschließen" zu wollen, die Informationen die du vom AG bekommen hast sind ganz normal nach der Aussteuerung ... das wurde dir ja schon erklärt ... dein Arbeitsverhältnis RUHT, was stört dich daran ???

Meins hat noch über die erste Zeitrente "geruht", beide Seiten (AG und ich selbst) haben keinen Grund gesehen da was "abzuschließen" ...

MfG Doppeloma
 

Bertolino

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Es gibt also keinen Grund da jetzt irgendwas "abschließen" zu wollen, die Informationen die du vom AG bekommen hast sind ganz normal nach der Aussteuerung ... das wurde dir ja schon erklärt ... dein Arbeitsverhältnis RUHT, was stört dich daran ???
Bitte auf keinen Fall kündigen! Dass du innerlich abschließen willst, verstehe ich ja. Der bestehende und ruhende AV tut niemandem "weh" und wird irgendwann "automatisch" aufgelöst. Ich denke, wenn ich eines Tages in eine vergleichbare Situation komme, werde ich meinen AV eintüten und archivieren. Das wird mir beim "Abschließen" helfen, jedenfalls war das in anderen Situationen so, und Jahre später hat es sogar gut getan, Unterlagen physisch zu entsorgen.:icon_party:

Gruß
Bertolino
 

Besorgter

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Hallo zusammen,

ich habe euren Rat befolgt und im Falle der Kündigung nichts unternommen. Danke nochmal...

Jetzt meldet sich mein Arbeitgeber aus dem ruhenden Arbeitsverhältnis bei mir und fragt mich: "Macht denn eine weitere Beschäftigung bei uns überhaupt noch Sinn?"

Wie sollte ich am besten verfahren um jetzt nicht noch Fehler zu machen? Was sollte ich meinem Arbeitgeber antworten?

Gruß
Besorgter


PS: Ich warte immer noch auf die Entscheidung der DRV.
 

Bertolino

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Hallo, Besorgter,
Jetzt meldet sich mein Arbeitgeber aus dem ruhenden Arbeitsverhältnis bei mir und fragt mich: "Macht denn eine weitere Beschäftigung bei uns überhaupt noch Sinn?"
Das kommt wohl auf den Blickwinkel an.
Für deinen AG bist du so etwas wie ein lästiges Anhängsel, du arbeitest ja nicht mehr für ihn und er muss dich trotzdem in seinen Akten führen.

Für dich aber steht viel mehr auf dem Spiel:
Bei einer Kündigung deinerseits droht eine Sperre.
Auch die Frage einer Abfindung hat sich erledigt.

Auch deinen Anspruch auf Urlaubsabgeltung solltest du im Blick behalten, bei längerer Krankheit übrigens mehr als nur ein Jahr, da kommt ein hübsches Sümmchen zusammen, aber das nur nebenbei.

Wie sollte ich am besten verfahren um jetzt nicht noch Fehler zu machen? Was sollte ich meinem Arbeitgeber antworten?
Wenn du überhaupt die Notwendigkeit einer Antwort siehst...
In diesem Fall würde ich genau nicht schriftlich antworten, sondern telefonisch. Das ist im Prinzip wie gar nicht geantwortet, denn ein Telefongespräch lässt sich nicht nachweisen.:icon_party:

Und ich würde mich einfältig geben. "Also ich weiß auch nicht..., vielleicht werde ich ja doch wieder gesund..."

Es steht deinem AG jederzeit frei zu kündigen. Denk mal drüber nach, warum er dich zuerst fragt, ob das bestehende Arbeitsverhältnis noch Sinn macht, siehe weiter oben deine und seine Risiken...

Gruß
Bertolino
 

Besorgter

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Hallo Bertolino,

ja, uneigennützig wird die Frage meines Arbeitgebers nicht sein. Er hat sich bis jetzt nicht für mich interessiert. Nur Anfangs der Erkrankung eine E-Mail mit Beschwerden zu meiner letzten Arbeitsleisung und gewisses Misstrauen gegen über mir an mich gesendet.

Ich fühle mich aber verpflichtet zu antworten. Telefonisch geht leider gar nicht und ich dachte daher per Mail, so belanglos wie:
"Ich kann Ihnen diese Frage leider momentan nicht beantworten"


Gruß
Besorgter
 

Besorgter

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Hallo zusammen,

im Moment kommt es Knüppel dick für mich. :icon_sad:
Ich habe heute zwei Briefe der DRV erhalten:
- Einmal einen Aufforderungsbrief zur ärztlichen Untersuchung bei der DRV
- Und die dazu passende persönliche Einladung des (Amts)Arztes zur ärztlichen Untersuchung bei der DRV

Meine Anspannung ist nun noch schwer zu ertragen. Ich möchte hier nun fragen, wie Eure Einschätzung ist und ggf. worauf ich achten sollte und wie ich mich zu verhalten habe.


Viele Grüße
Besorgter
 

Bertolino

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Hallo, Besorgter,
Er hat sich bis jetzt nicht für mich interessiert.
Dann kannst du das durchaus auf gegenseitig betrachten.

Ich fühle mich aber verpflichtet zu antworten.Telefonisch geht leider gar nicht und ich dachte daher per Mail, so belanglos wie:
"Ich kann Ihnen diese Frage leider momentan nicht beantworten"
Ok, wichtig ist eben, dass du keine Aussage tätigst, die dir später zum Verhängnis werden könnte.
Variante, wobei dein Satz auch "aussagekräftig" genug ist::icon_hihi:
"Vielen Dank für Ihre Anfrage vom Datum. Leider ist es mir nicht möglich, ihre Frage sachgerecht zu beantworten."

Denk dran: Schriftverkehr mit dem AG ausdrucken und abheften.:idea:

Ich stelle mir gerade den Gesichtsausdruck deines AG vor, wenn er deine Antwort liest.:biggrin:

- Einmal einen Aufforderungsbrief zur ärztlichen Untersuchung bei der DRV
- Und die dazu passende persönliche Einladung des (Amts)Arztes zur ärztlichen Untersuchung bei der DRV
Ich habe nicht nochmal alles nachgelesen, aber es geht wohl in die Richtung zu untersuchen, ob du rehafähig bist bzw. eine Erwerbsminderung eingetreten ist. Demnach hat dich die AfA schon aufgefordert einen Rehaantrag zu stellen bzw. hast du selbst einen Rehaantrag gestellt?

Meine Anspannung ist nun noch schwer zu ertragen. Ich möchte hier nun fragen, wie Eure Einschätzung ist und ggf. worauf ich achten sollte und wie ich mich zu verhalten habe.
Verständlich...

Nicht übertreiben (Selbstmitleid), nicht untertreiben (ich bin ja so gesund), schreibe dir selbst deine konkreten Einschränkungen im Alltag auf, und zwar so detailliert wie möglich. Schon deshalb, weil das beruhigt und du mehr Überblick hast, was deine Einschränkungen betrifft.


Gruß
Bertolino
 
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