Leistungen zur Grundsicherung (ALG II) bei Krankheit/ Aufgabe der Selbständigkeit?!? (1 Betrachter)

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JauThor

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Hallo Forum!

Mich plagt gerade eine aktuelle Situation:

Ich bin als Freiberufler tätig.
Im Sommer 2018 erkrankte ich; es war absehbar dass ich eine längere Zeit "ausfallen" werde. Im Juni 2018 stellte ich daher einen Antrag auf Leistungen zur Grundsicherung beim meinem JC; vorläufige EKS 2. HJ 2018 wurde eingereicht. Unter anderem hatte ich auch prognostizierte Umsätze für Juli-Dezember vorsichtig geschätzt eingetragen. Ebenso die betrieblichen Ausgaben. Es ergab sich meiner Ansicht nach ein Anspruch auf Grundsicherung, da im Schnitt etwa 500,00 € Gewinn pro Monat "über" blieben.

Ab August erhielt ich durch meinen Hausarzt bis Mitte November 2018 durchgängig Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen; weitere AU´s für Dezember, Januar, ... werden folgen. Diese wurden dem JC auch vorgelegt. Ebenso wurde dem JC meinerseits schriftlich mitgeteilt, dass ich aufgrund der Erkrankung meine Selbständigkeit zunächste einstellen werde und AU-Bescheinigungen auch für die noch kommenden Monate (Dezember ...) erfolgen werden. Derzeit bin ich nicht in der Lage, Umsätze zu realisieren und meinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

Das JC beruft sich derzeit weiterhin auf die in der vorläufigen EKS gemachten Angaben der prognostizierten Umsätze; auch für die Monate Oktober, November, Dezember, ... .

Für mich stellt sich derzeit das Problem, dass ich seit September effektiv keine Zahlungseingänge durch Kunden realisieren konnte und keine Rücklagen habe. Wie die Monate November und Dezember "überlebt" werden sollen weiß ich noch nicht genau.

Für mich ergeben sich nun Fragen, wie ich weiter agieren soll, bzw. wie sich das JC verhalten müsste.

Betreffend des JC:
Müssen die gemachten Angaben in der vorläufigen EKS aufgrund der AU´s nicht durch das JC angepasst/aktualisiert werden? Aufgrund der AU´s ist doch ersichtlich, dass keine Umsätze realisiert werden können. Der Ablehnungsbescheid den ich vor einigen Tagen erhielt befindet sich im Widerspruchsverfahren; die WIderspruchsstelle wurde informiert, dass aufgrund der Erkrankung keine Umsätze realisiert werden können.

Betreffend mir:
Wie verhalte ich mich betreffend der abschliessenden EKS 2. HJ?
Muss ich bis Dezember 2018 mit der abschliessenden EKS 2. HJ warten oder kann ich bereits schon jetzt eine abschliessende EKS 2. HJ erstellen (sozusagen Unterjährig Juli-September)?
Wenn ich für den Zeitraum Juli-September eine abschliessende EKS erstelle: muss ich heute rückwirkend ab 01.10.2018 einen "normalen" Antrag für Leistungen zur Grundsicherung stellen?

Ich danke Euch!
 
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jaykay19

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1. Das JC kann deinen Leistungsanspruch auch während des Zeitraums korrigieren. Wenn du langfristig AU bist oder warst, kann das angerechnete Einkommen bspw. für die Zukunft rausgenommen werden. Musst Ihnen nur erklären, dass deine selbständige Tätigkeit in diesem Zeitraum ruht / nicht ausgeübt wird. Die Nachweise für die AU liegen ja bereits vor.

2. Je nachdem was das JC macht, musst du die abschl. EKS komplett oder nur für die paar Monate einreichen.
Dazu wirst du aber aufgefordert werden.

Ich würde an deiner Stelle dort mal vorsprechen und eine Korrektur des angerechneten Einkommens zumindest für den Dezember verlangen. So hast du erst einmal mehr Geld und musst nicht auf die abschließende Festsetzung der vorherigen Monate warten.

3. Du musst keinen erneuten Antrag stellen.
 
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