Leistungen z. Teilhabe, Untersuchung durch ÄD

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revilorevilo

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30 Januar 2013
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Ich bin AlgII Empfänger.

Bin immer wieder arbeitslos, habe über die letzten 2 Jahrzehnte immer wieder psychotherapeutische Unterstützung gebraucht, dennoch Studium abgeschlossen und teilweise gearbeitet.

Ich stelle fest, dass ich mittlerweile größer werdende Probleme habe mit der Anpassung, deswegen habe ich auch auf Anraten aus der Familie eine erneute Dioagnostik durchführen lassen, Ergebnis Asperger-Syndrom und wiederkehrende Depressionen.

Die Diagnosen sind zwar neu, aber nicht neu in ihren Auswirkungen, ich bin wenig anpssungsfähig, unterhalte wenig soziale Kontakte, bin nicht teamfähig, aber auch nicht unglücklich damit, die Depressionen sind das Ergebnis von massiven Anpassungsstörungen.

Ich habe in Bezug auf die Diagnosen einen Antrag auf Feststellung einer Schwerbehinderung gestellt.

Ich möchte gerne arbeiten, komme aber mit den Schwierigkeiten nicht auf den Arbeitsmarkt (das ist ein chronisches Problem), lediglich im ÖD hatte ich eine Stelle, wo ich gerne gearbeitet habe, ein eigenes Internet-Projekt, wenig bis keine Teamarbeit.

Um mir den Einstieg in das Arbeitsleben zu ermöglichen, habe ich Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben beantragt, über die Rentenkasse, jetzt ist die Agentur für Arbeit für mich zuständig. Mein Ziel ist, keine Umschulung oder Reha zu bekommen, sondern eine Einzellfallhilfe, also jemand, der mich und mein häusliches Umfeld organisiert, mich begleitet, mich in einer Probezeit unterstützt, Kommunikation übernimmt, aber nicht betreut, vielleicht kann man das als Coaching bezeichnen. Darüberhinaus brauche ich vielleicht einen besonders ruhigen Arbeitsplatz und besondere Kommunikationsstrukturen, deswegen der Antrag auf Teilhabeleistungen.

Ich habe jetzt eine Einladung vom ÄD und meine Frage, was habe ich dort zu erwarten, wie soll ich mich verhalten?

Ich bin arbeitsfähig und das soll auch klar herauskommen, aber ich brauche Unterstützung, will aber keine Reha oder irgendeine blödsinnige Maßnahme, die nur meine Zeit verschwendet, vielleicht kann ich meine Angelegenheiten über ein Persönliches Budget regeln.

Den Gesundheitsbogen habe ich ausgefüllt, die Schweigepflichtsentbindung auf einen einmaligen Datenaustausch beschränkt, dem Austausch von medizinischen Daten ansonsten widersprochen und mir eine Begleitung für den Termin organisiert.

Meine Guatachterin ist Ärztin für Innere Medizin, hat von Asperger-Syndrom und den resultierenden Problemen wahrscheinlich keine Ahnung.

Wie offen soll ich meine Schwierigkeiten im Bewerbungsprozess, der Selbstorganisation beschreiben?

Ich möchte auf der einen Seite Unterstützung bekommen, auf der anderen Seite aber auch nicht in die Rente abgeschoben werden.

Ich habe vor, eine Probezeit-Kündigung als Negativbeispiel vorzulegen, was passiert, wenn ich unter den falschen Bedingungen arbeiten muss, ein Zeugnis, aus einer Beschäftigung, wo es funktioniert hat, belegt, dass ich unter den richtigen Bedingungen gut arbeiten kann.

Diese Unterlagen werde ich beibringen und dann wohl auch die Asperger-Diagnose, die Verdachtsdiagnose und einen Therapie-Antrag, der meine sozialen Interaktionsprobleme belegt.

Macht das Sinn, wie oder muss ich mich überhaupt vorbereiten?

Danke für jede Hilfe!
 
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