Leistungen nachfordern wg. Krankheit?

Nico26

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Hallo.
Das Thema ist etwas schwierig.
Bereits seit Jahren leide ich unter schweren Depressionen. Das führt dazu, dass ich mich zu Hause einsperre und mich um nix kümmern kann. Ich denke in der Zeit ständig daran, dass ich Dinge zu tun habe, aber ich kann es dann nicht. Das ist schwer zu beschreiben. Es dauert teils 2-4 Monate bis ich wieder fähig bin mich um etwas zu kümmern bzw. einen Hilferuf abzusetzen.
Bei der Arge habe ich einen Fallmanager bekommen letztes Jahr. Allerdings hatte ich da keine Krankheitseinsicht, wollte also nicht zum Arzt, selbst nach 2 Attacken im letzten Jahr gesamt.
Im Januar hatte ich wieder einen Schub der bis fast April andauerte.
Die ARGE hat die Leistungen dann auch mitte Januar eingestellt.
Natürlich ist wieder das übliche los wie Stromsperrung etc. Darunter auch die Heizkostennachzahlung für letztes Jahr. Gesamt momentan 1310 Euro.
Jetzt bin ich allerdings in Behandlung bei einem Psychologen, der mir auch gesagt hat, dass ich unter Depressionen und anderen psychischen Problemen leide und dringend eine Behandlung brauche. Wird wohl aufgrund der Tatsache dass ich alleine lebe auf Medikamente rauslaufen, damit ich mich wenigstens kümmern kann.

Mir sagte jemand, dass ich für die Zeit von Februar bis wiederaufnahme der Leistungen die Leistungen einfordern kann um meine Schulden zu bezahlen, da die Leistungen nicht hätten eingestellt werden dürfen, aufgrund der Krankheit. Dass ich es erst jetzt nachweisen kann, spielt dabei angeblich keine Rolle (wegen Widerrufssfristen), da ich ja aufgrund der Krankheit mich nicht kümmern konnte.

Jetzt ist die Frage, ob das machbar ist?
 

Seepferdchen 2010

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Hallo Nico, so einfach geht das nicht, im Nachgang!

Du brauchst ein Attest vom Arzt!

Die Widerrufsfrist beträgt 4 Wochen.

Hast du den niemand der dir zur Seite stehen kann????

Gruss Seepferdchen:icon_pause:
 

Nico26

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Das Attest sollte ja nicht das Problem sein nun. Bin ja wie gesagt jetzt in Behandlung.
Ich bin noch in Beratung beim Sozial Psychiatrischen Dienst des Bezirks Mittelfranken (SPDI), aber die machen sowas nicht. Da ist zwar die Diakonie angegliedert, die sowas machen kann, aber die Wartefristen für Termine sind sehr hoch. Habe am 14.6. da erst nen Termin. Erstmal wäre es mir aber lieb wieder Strom zu haben. Dass die Arge das auf Darlehensbasis machen kann, weiss ich ja. Aber ich warte noch auf den Bescheid bzgl der Heizkosten vom letzten Jahr, das sind knapp 600€.

Naja und dann eben die Nachzahlung der Leistungen. In meinen Augen wurde das zu Unrecht eingestellt, da meiner FM ja die Krankheit bekannt war. Ich habs ihr immer wieder erzählt.
 
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gast_

Gast
Mir sagte jemand, dass ich für die Zeit von Februar bis wiederaufnahme der Leistungen die Leistungen einfordern kann um meine Schulden zu bezahlen, da die Leistungen nicht hätten eingestellt werden dürfen, aufgrund der Krankheit. Dass ich es erst jetzt nachweisen kann, spielt dabei angeblich keine Rolle (wegen Widerrufssfristen), da ich ja aufgrund der Krankheit mich nicht kümmern konnte.

Jetzt ist die Frage, ob das machbar ist?
Ja, ist es.

Du brauchst aber etwas Schriftliches - z.B. von deinem Psychologen.

Hast du schon eine Überweisung vom Hausarzt zum Psychiater?

Da solltest du unbedingt auch hin - der kann dich krank schreiben.

Mit einer Bestätigung von Arzt/Psychologe kannst du dir auch Besuche beim Amt ersparen.

Ich habe das alles schon mit jemandem durch.

In meinen Augen wurde das zu Unrecht eingestellt, da meiner FM ja die Krankheit bekannt war.
Menschlich hast du recht, es ist ne Sauerei. Andererseits: Nach dem SGB II darf so verfahren werden.

Was ich mich frage: Hast du niemanden, der dir beistehen kann? Der mit Vollmacht für dich zum Jobcenter gehen kann, wenn du es nicht schaffst?
 

Nico26

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Ja, Überweisung hatte ich vom Hausarzt. Das habe ich gemeinsam mit dem SPDI gemacht.
Krank schreiben ist nicht nötig derzeit, denn meine FM hat mich aus der Vermittlung genommen, da sie mittlerweile einsieht, dass für mich eine Therapie wichtiger ist, als eine Vermittlung. Die ist ja nicht schlecht und echt nett, aber in dem Fall bin ich der Meinung dass falsch reagiert wurde. Ich will ihr auch nicht gleich an Karren pinkeln und mitarbeiten soweit es geht. Solange ich nicht wieder zur DEKRA in diese sinnlos-maßnahme muss, die diesmal der Auslöser für meinen letzten Schub war.

Der Dozent hatte mich damals als faulen Arbeitslosen betitelt. Als ich meinte, dass ich durchaus arbeiten will, sagte er zu mir: "Wenn sie arbeiten wollen, dann wären sie nicht hier und würden sich gefälligst bewerben". Naja, das habe ich dann getan und bin nicht mehr hin. Als nach 5 Vorstellungsgesprächen es immer noch nicht funktioniert hatte, hatte ich eben wieder einen recht starken, depressiven Schub.
Aber naja, das ist offtopic.
 
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gast_

Gast
Krank schreiben ist nicht nötig derzeit, denn meine FM hat mich aus der Vermittlung genommen,
Dann frage ich mich, wo das Problem ist, dir deine Leistungen umgehend nachzuzahlen.

Antrag auf Vorschuß, würd ich sagen (im Downloadbereich) ... zusammen mit Attest gegen Empfangsbestätigung abgeben.

Und nimm einen Beistand mit! Besteh auf Barauszahlung.
 

Nico26

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Naja, es geht ja um die Leistungen 1.2.2011 bis 18.4.2011. Ab 19.04.2011 wurde ja dann Mitte Mai wieder gezahlt.
Die muss ich ja irgendwie geltend machen?
Tut mir leid aber ich kann dir nicht ganz folgen grade :D.

Nochmal aufgegliedert:
zum 31. Januar -> Leistungen eingestellt
1.2.2011 - 18.04.2011 -> Keine Leistungen und auch kein Einkommen
19.04.2011 -> Bei der ARGE gemeldet, zählt als Stichtag für Leistungen

Wie kann ich jetzt das Geld vom 1.2. bis 18.04.2011 einfordern? Welche Anträge sind da nötig? Widerspruch stellen mit dem Attest und darauf berufen, dass ich nicht fähig war die Fristen einzuhalten?
 
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Hallo.
Das Thema ist etwas schwierig.
Bereits seit Jahren leide ich unter schweren Depressionen. Das führt dazu, dass ich mich zu Hause einsperre und mich um nix kümmern kann. Ich denke in der Zeit ständig daran, dass ich Dinge zu tun habe, aber ich kann es dann nicht. Das ist schwer zu beschreiben. Es dauert teils 2-4 Monate bis ich wieder fähig bin mich um etwas zu kümmern bzw. einen Hilferuf abzusetzen.
Bei der Arge habe ich einen Fallmanager bekommen letztes Jahr. Allerdings hatte ich da keine Krankheitseinsicht, wollte also nicht zum Arzt, selbst nach 2 Attacken im letzten Jahr gesamt.
Im Januar hatte ich wieder einen Schub der bis fast April andauerte.
Die ARGE hat die Leistungen dann auch mitte Januar eingestellt.
Natürlich ist wieder das übliche los wie Stromsperrung etc. Darunter auch die Heizkostennachzahlung für letztes Jahr. Gesamt momentan 1310 Euro.
Jetzt bin ich allerdings in Behandlung bei einem Psychologen, der mir auch gesagt hat, dass ich unter Depressionen und anderen psychischen Problemen leide und dringend eine Behandlung brauche. Wird wohl aufgrund der Tatsache dass ich alleine lebe auf Medikamente rauslaufen, damit ich mich wenigstens kümmern kann.

Mir sagte jemand, dass ich für die Zeit von Februar bis wiederaufnahme der Leistungen die Leistungen einfordern kann um meine Schulden zu bezahlen, da die Leistungen nicht hätten eingestellt werden dürfen, aufgrund der Krankheit. Dass ich es erst jetzt nachweisen kann, spielt dabei angeblich keine Rolle (wegen Widerrufssfristen), da ich ja aufgrund der Krankheit mich nicht kümmern konnte.

Jetzt ist die Frage, ob das machbar ist?
Ja das stimmt:

Wenn du schon lange mehrmals wegen deiner Krankheit in Behandlung bist warst stehst du dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung .

Dann kommt für dich keine EGV in Betracht.

Auch Rückwirkend sind diese für ungültig zu erklären also Null Sanktionen da das SGB XII für dich zutrifft.

Das bedeutet Kranke die nicht Arbeiten können so ist es ja nach deinen Schilderungen der Fall unterliegen anderen Regelungen .

§ 10 SGB II Zumutbarkeit.

Also Attest einholen Rückwirkend das du deine benannte Krankheit hast Kopie beim Jobcenter mit Empfangsbestätigung abgeben oder Faxen.

Besser wäre einen Rechtsanwalt für Sozialrecht aufsuchen Attest und Krankenakte bei ihm vorlegen und der schreibt dem Jobcenter einen netten Brief das Rückwirkend dein Geld umgehend auf dein Konto gezahlt wird.

Einen guten Arzt der deine Krankheit Rückwirkend bestätigen kann hast du wohl.


Du kannst auch mit Beistand zum Jobcenter zur Leistungsabteilung gehen


Antrag auf sofortige Barauszahlung:


[FONT=&quot]Absender[/FONT]
[FONT=&quot]Anschrift der Behörde[/FONT]
[FONT=&quot]Datum[/FONT]
[FONT=&quot]Antrag auf sofortige Barauszahlung auf die zu erwartenden Leistungen nach dem zweiten Sozialgesetzbuch gem. § 42 SGB I i.v.m. § 9[/FONT]

[FONT=&quot]Bedarfsgemeinschaftsnummer:[/FONT]

[FONT=&quot]Sehr geehrte Damen und Herren, [/FONT]
[FONT=&quot]ich habe am…… meine Folgeantrag für Leistungen nach dem zweiten Sozialgesetzbuch bei Ihnen eingereicht. Leider kann bis zum heutigen Tag keinen Zahlungseingang verzeichnen. Auch fehlt der dazugehörige Leistungsbescheid. (gegebenenfalls streichen).[/FONT]
[FONT=&quot]Aus diesem Grund bestehe ich auf sofortige Barauszahlung auf die zu erwartenden Leistungen gem. § 42 SGB I. i.v.m § 9 Ich mache Sie darauf aufmerksam, dass ich weder die Miete bezahlen kann, noch über irgendwelche Mittel zur Ernährung verfüge. Deshalb ist meinem Antrag sofort statt zu geben. Eine Kopie meines letzten Kontoauszuges anbei. [/FONT]

[FONT=&quot]Barauszahlungen von Leistungen
Auf die Zahlung des [/FONT]ALG II[FONT=&quot] haben Bedürftige gemäß § [/FONT][FONT=&quot]38[/FONT][FONT=&quot] SGB I[/FONT][FONT=&quot] i.V.m. § [/FONT][FONT=&quot]1[/FONT][FONT=&quot] Abs. 2 Nr. 2 [/FONT][FONT=&quot]SGB II[/FONT][FONT=&quot] einen Rechtsanspruch.
Lt. § [/FONT][FONT=&quot]41[/FONT][FONT=&quot] SGB I[/FONT][FONT=&quot] i.V.m. § [/FONT][FONT=&quot]41[/FONT][FONT=&quot] Abs. 1 Satz 3 [/FONT][FONT=&quot]SGB II[/FONT][FONT=&quot] ist dieser Anspruch am ersten Tag des Monats fällig.[/FONT]

[FONT=&quot]
§ [/FONT][FONT=&quot]42[/FONT][FONT=&quot] S. 1 [/FONT][FONT=&quot]SGB II[/FONT][FONT=&quot] sieht zwar im Regelfall eine Auszahlung auf ein Bankkonto vor, verbietet jedoch keine Barauszahlung, im Gegenteil: § [/FONT][FONT=&quot]42[/FONT][FONT=&quot] S. 2 [/FONT][FONT=&quot]SGB II[/FONT][FONT=&quot] sieht ausdrücklich auch eine Barauszahlung vor.[/FONT]

[FONT=&quot]
Weigerungen von Sachbearbeitern mit der Begründung, dies ginge nicht oder das dürfe man nicht, sind also reine Schutzbehauptungen oder interne Arbeitsanweisungen die rechtswidrig sind.[/FONT]

[FONT=&quot]
Anspruch besteht dabei gemäß § [/FONT][FONT=&quot]38[/FONT][FONT=&quot] SGB I[/FONT][FONT=&quot] i.V.m. § [/FONT][FONT=&quot]1[/FONT][FONT=&quot] Abs. 2 Nr. 2 [/FONT][FONT=&quot]SGB II[/FONT][FONT=&quot] auf die volle Leistung, nicht nur auf einen Teilbetrag oder einen Vorschuss.[/FONT]


[FONT=&quot]Mit freundlichen Grüßen[/FONT]

[FONT=&quot](Unterschrift)[/FONT]


[FONT=&quot]§ 9 ist ein nichtförmliches Verwaltungsverfahren dort muss sofort entschieden und ausgezahlt werden, wenn du so gut wie nichts auf dem Konto hast.[/FONT]
[FONT=&quot]Bei deinem Verlangen der Barauszahlung musst Du auch einen Aktuellen Kontoauszug vorlegen[/FONT]
[FONT=&quot]Wenn Du einen Antrag auf ALG II gestellt hast kannst Du aber erst nach einen Monat der Antragsstellung den Antrag auf Barauszahlung beantragen und auf Barauszahlung bestehen. [/FONT]

[FONT=&quot]Wenn Du noch genügend Rücklagen auf dem Konto hast [/FONT]
[FONT=&quot]ist das aber nicht der Fall muss das Geld zügig auf dein Konto überwiesen werden, damit der Bedarf gedeckt ist.[/FONT]


Gruß aufruhig
 

Martin Behrsing

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Wie wäre es, wenn Du bei dieser Krankheit über eine gesetzliche Betreuung (Finanzielles, Behördenangelegenheiten) nachdenken würdest?
 

Seepferdchen 2010

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Das meint Kiwi hier!

§ 42 SGB I

(1) Besteht ein Anspruch auf Geldleistungen dem Grunde nach und ist zur Feststellung seiner Höhe voraussichtlich längere Zeit erforderlich, kann der zuständige Leistungsträger Vorschüsse zahlen, deren Höhe er nach pflichtgemäßen Ermessen bestimmt. Er hat Vorschüsse nach Satz 1 zu zahlen, wenn der Berechtigte es beantragt; die Vorschußzahlung beginnt spätestens nach Ablauf eines Kalendermonats nach Eingang des Antrags.

(2) Die Vorschüsse sind auf die zustehende Leistung anzurechnen. Soweit sie diese übersteigen, sind sie vom Empfänger zu erstatten. § 50 Abs. 4 des Zehnten Buches gilt entsprechend.

(3) Für die Stundung, Niederschlagung und den Erlaß des Erstattungsanspruchs gilt § 76 Abs. 2 des Vierten Buches entsprechend.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Folgeantrag für Leistungen nach dem zweiten Sozialgesetzbuch bei Ihnen eingereicht. Leider kann bis zum heutigen Tag keinen Zahlungseingang verzeichnen. Auch fehlt der dazugehörige Leistungsbescheid. (gegebenenfalls streichen).

Aus diesem Grund beantrage ich einen Vorschuss auf die zu erwartenden Leistungen gem. § 42 SGB I. Ich mache Sie darauf aufmerksam, dass ich weder die Miete bezahlen kann, noch über irgendwelche Mittel zur Ernährung verfüge. Deshalb ist meinem Antrag sofort statt zu geben. Eine Kopie meines letzten Kontoauszuges anbei.

Mit freundlichen Grüßen

Gruss Seepferdchen
 

Nico26

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Danke für all die Beiträge.
Ich werde erstmal am Montag beim nächsten Termin mit dem Psychologen ( Aussenstelle der Universität Erlangen, die sind richtig gut habe ich mir sagen lassen ) ein Attest geben lassen. Ob und inwiefern das auch rückwirkend möglich ist, muss ich mit dem halt besprechen. Hatte halt bisher nur 1x Termin bei dem Arzt, von daher existiert auch keine wirkliche "Krankenakte". Noch nicht.

Mmh, das mit der sofortigen Barauszahlung bringt bei mir nichts momentan, da ich ja wieder geregelte Leistungen erhalte. Habe am 31.5.2011 auch mein reguläres Geld erhalten. Bis ich es bekommen habe, hat halt fast 1 Monat gedauert. Aber nun habe ich es ja.

@Martin
Eigentlich nur ungern. Momentan ist es so geregelt, dass das SPDI mit mir regelmäßig Termine hat und wenn ich dort nicht auftauche, werden die entsprechend reagieren und nach mir sehen. Über geseztliche Betreuer habe ich leider nur schlechtes gehört in der Wärmestube etc. Ich will es vorerst ohne versuchen.

Ich brauche halt die Nachzahlung der säumigen Monate um Miete und Strom etc rückwirken noch bezahlen zu können ohne ein Darlehen bei der Arge beantragen zu müssen.
 
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gast_

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Der Antrag muß entsprechend für dich abgeändert werden.

Frage: Als die Leistung eingestellt wurde, was hast du da Schriftliches bekommen?
 

Nico26

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Der Antrag muß entsprechend für dich abgeändert werden.

Frage: Als die Leistung eingestellt wurde, was hast du da Schriftliches bekommen?
Bin grade im Internetcafe, kanns also nicht abschreiben, aber es stand im Bescheid drin, dass halt aufgrund dessen, dass ich mich nicht mehr gemeldet habe und keine Termine wahrgenommen habe "nicht mehr von einer weiteren Hilfebedürftigkeit auszugehen ist".
Das ist ziemlich O-Ton des Bescheids.
 
G

gast_

Gast
Vielleicht am besten zum Amtsgericht, Beratungshilfeschein holen und damit zu einem Fachanwalt für Sozialrecht, die Widerspruchsfrist hast ja sicher auch verstreichen lassen. (Wenn du selbst nichts beim Jobcenter erreichst)

Ein Anwalt weiß, wie man Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand erreichen kann.
 
E

ExitUser

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Verletzung der Amtsermittlungspflicht

Amtsermittlung (§ 20 SGB X) und Mitwirkung (§§ 60-64 SGB I)

Nach § 65 Abs. 1 Nr. 2 SGB I besteht eine Mitwirkungspflicht nicht, soweit ihre Erfüllung dem Betroffenen aus einem wichtigen Grund nicht zugemutet werden kann. Unter einem wichtigen Grund sind die die Willensbildung bestimmenden Umstände zu verstehen, die die Weigerung bzw. die Nichterfüllung der Mitwirkungshandlung entschuldigen und sie als berechtigt erscheinen lassen. Dabei sind auch Umstände seelischer, familiärer und sozialer Art zu berücksichtigen (LSG Berlin-Brandenburg B. v. 05.11.2008 - L 34 B 1982/08 AS ER).

S.a.: LSG Baden-Württemberg, B. v. 08.04.2010 - L 7 AS 304/10 ER-B zur ärztlichen Untersuchung.
 

Nico26

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Hab jetzt das Attest vom Psychologen, dass ich die Termine nicht wahrnehmen konnte aufgrund Krankheit. Gehe morgen damit zum Fallmanager. Hab da eh einen Termin.
Mal sehen ob die das auch "unbürokratisch" zurücknehmen den Bescheid und nachzahlen.
 
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