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Leistungen für gescheiterte Freiberufler?

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andreaa

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#1
Hallo allerseits!

Nachdem ich Jahre als angestellter Architekt tätig war, war ich zunächst zwei Jahre arbeitslos und dann fast 2 Jahre selbständig. Inzwischen betrachte ich mich als gescheitert, die Kosten für Krankenkasse, Rentenversicherung etc. fressen uns auf. Wer kann mir ein bisschen auf den Weg helfen? Welches Amt ist für mich jetzt zuständig? Stehen mir, als Ex-Selbständiger, überhaupt irgendwelche Leistungen zu? Kann ich Sozialhilfe beantragen, obwohl wir im eigenen Haus wohnen? Ich erwarte gar nicht, viele Leistungen zu bekommen, aber im Moment koste ich nur dafür, dass ich hier sitze und atme, fast 600 Euro im Monat....

Ich freue mich auf Eure Antworten!:icon_smile:
 

pommy

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#2
Kurz und knapp: Für dich gilt Hartz IV ganz genau so, als wenn Du vorher abhängig beschäftigt warst und sozusagen ALG I "überspringst".
 

ofra

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#3
bei dem haus kommt es auch darauf an wie groß, ob angemessen oder nicht (wieviele personen darin wohnen).
bist du verheiratet? lebensgemeinschaft? wieviele kinder? (noch im haus lebend, schon erwachsen, in ausbildung, studierend etc.)
ist deine lebenspartnerin berufstätig? (höhe des einkommens)
zu berücksichtigen ist auch vorhandenes vermögen etc.
des weiteren: ist das haus abbezahlt oder nicht?
ist ein kfz vorhanden (wie alt, bzw. derzeitiger wert)

alles in allem wird es ein harter aufprall. und eine totale umstellung des bisher gewohnten lebensstils.
 

ofra

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#4
dieses fallbeispiel zeigt wieder ganz klar, dass nicht alle arbeitslosen ungebildet und unqualifiziert sind, wie die propaganda uns immer einreden will!
es zeichnet sich immer mehr ab, dass es jeden treffen kann, vom einfachen arbeiter bis zum akademiker!
lassen wir uns also nicht demütigen! das los "hartz IV" ist schon bedrückend genug!
 

burki

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#5
Hi andreaa,

das sind zu wenig Daten, um Dir Konkreteres zu schreiben (schrieb ja schon ofra).

Ich kenne Deine Situation nur zu gut (bin nach über zehnjähriger Selbstständigkeit als Physiker auch in HartzIV "hineingerutscht", doch zum Glück seit über einem halben Jahr wieder frei :icon_smile:).
Was ich Dir aber mitgeben möchte:
- ARGE wird Dir zunächst nicht glauben, dass Du bedürftig bist (es kann Monate dauern, bis Du das erste Geld sehen wirst)
- ARGE wird Dir ruckzuck eine "Massnahme" verpassen, um Deine "Willigkeit" zu testen
- ARGE wird versuchen, Dich im Billigstarbeitsmarkt unterzubringen und Dich wohlmöglich dahingehend abqualifizieren (hat sie 2 Jahre bei mir versucht)
- falls Du noch irgendwo etwas Vermögen (ausser Haus und Auto) haben solltest, so sind die Bemessungsgrundlagen für Freibeträge sehr gering gehalten
- da Du wahrscheinlich privatversichert bist, wirst Du dazu gezwungen werden, Deine Krankenkasse zu kündigen (die Beiträge der privaten KK kannst Du Dir als HartzIVler i.d.R. nicht leisten)

Ich möchte Dich keineswegs davon abhalten, ALGII zu beantragen, doch mit meinem posting darauf hinweisen, dass es wirklich der allerletzte Ausweg sein sollte.
Viel Glück,
burki
 
E

ExitUser

Gast
#6
Hallo andreaa,

lass dich nicht verrückt machen. Ich bin auch Selbstständig (ergänzendes HIV). Als Selbstständiger ist Hartz 4 ein Segen. Deine Krankenversicherung übernimmt das Amt und du kriegst plötzlich regelmäßig Geld auf dein Konto. Wenn du dem Amt nachvollziehbar rüber bringst, dass die Bedürftigkeit nur vorübergehend ist, wirst du im Normalfall auch in Ruhe gelassen. Die Berechnung muss kein Problem sein, wenn du geeignete Unterlagen hast (Steuererklärung, Steuerbescheid, Vorausschau vom Steuerberater oder so). Hauptsache ein Stempel ist drauf. So was lieben die Sachbearbeiter.
Problematisch wird es erst, wenn die Bedürftigkeit zu lange anhällt. Dann versucht man dich entgültig aus dem Job zu kriegen, um dich mit Maßnahmen zu torpedieren.
 

andreaa

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#7
Herzlichen Dank

Herzlichen Dank an Euch alle für Eure schnellen Antworten. Fühle mich schon viel besser, auch wenn die Chancen vielleicht nicht so gut sind. Also ist die ARGE auf jeden Fall mein Ansprechpartner? Dachte immer, die sind für mich quasi nicht mehr zuständig. Hat jemand Erfahrung mit so Sozialverbänden wie vdk? Wird man dort gut beraten?
 
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