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Leistungen eingestellt ohne Vorankündigung!?!

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ExitUser

Gast
Hallo!

Ich wohne in Hamburg in einer Wohngemeinschaft in einer 2Zi-Wohnung (47qm) mit einem männlichen Mitbewohner (er wohnt seit 9 Monaten bei mir). Bis vor zwei Monaten habe ich studiert. Jetzt bin ich arbeitssuchend und sofort in die ALGII-Geschichte gerutscht. Die Arge hat meinen Antrag bewilligt und am 30.6. das erste Mal Geld auf mein Konto gezahlt - Juhu!
Momentan läuft noch ein Widerspruch meinerseits, da die Arge mir die Miete für den ersten Monat nicht bewilligt hat (meine Eltern haben mir ein Darlehen gewährt und die Miete übernommen)!! Dieser Widerspruch läuft nun schon seit sechs Wochen und bis heute keine Reaktion von der Arge!

Vor zwei Wochen habe ich unangemeldet Besuch von zwei Arge-Mitarbeitern bekommen. Ich war total geschockt, da ich absolut überrannt wurde von den Beiden. Auf meine Frage, ob ich sie denn so unangemeldet überhaupt herein lassen müsste, antwortete die Frau: "Das Arbeitsamt kommt immer unangemeldet.". Ich habe die beiden dann rein gelassen, weil ich total eingeschüchtert war - man will ja schließlich seine Mitwirkungspflicht nicht verletzen. Nachdem dann meine Unterwäsche und Socken (hierzu: ich trage nur schwarze Socken und die Dame hat sofort unterstellt, dass die Socken meinem Mitbewohner gehören) gesichtet wurden, wurde auch das Zimmer meines Mitbewohners inspiziert. In der Küche wurde dann ein umfassender Fragebogen bzgl. eventueller gemeinsamer Konten, Versicherungen, Kinder und Lebensweisen (ob man im Kühlschrank getrennte Fächer hat usw.) mit mir ausgefüllt. Nachdem wir damit durch waren, war die Frau von der Arge überzeugt, dass wir eindeutig eine Wohngemeinschaft haben. Auf einmal erinnerte sich die Frau, dass ich und mein Mitbewohner die gleiche Bettwäsche hätten (die Oma von meinem Mitbewohner ist gerade gestorben und hatte tonnenweise weiße alte Hotelbettwäsche). Zudem fand die Dame mein selbstgebautes Bett (Matratze auf Kisten) nicht als Bett geeignet (woher soll man als Student auch das Geld für ein schickes Bett nehmen und ehrlich gesagt: ich mag mein Bett).
Sehr mißtrauisch sind die beiden ArgeMenschen dann endlich gegangen.

Zwei Tage später hatte ich einen Brief in der Post (es geht also wohl doch auch schneller s.o.). In dem Brief wurde ich aufgefordert den Antrag auf ALGII zusammen mit meinem Mitbewohner auszufüllen. Warum ich das tun sollte wurde nirgendwo in dem Schreiben erwähnt. Wenn ich bis zum 7. August den Antrag nich ausgefüllt habe, würden meine Geldleistungen eingestellt. Da ich fest davon überzeugt bin, dass ich und mein Mitbewohner keine eheähnliche Gemeinschaft führen (wir wohnen wie gesagt erst seit 9 Monaten zusammen, haben keine gemeinsamen Versicherungen oder Konten und auch keine Kinder), habe ich der Arge schriftlich mitgeteilt, dass mein Mitbewohner nicht verplichtet ist Auskünfte über sein Einkommen zu erteilen, da wir keine eheähnliche Gemeinschaft führen. Bis heute habe ich keine Reaktion seitens der Arge.

Gestern und heute (1.August) habe ich ständig mein Online-Konto gecheckt, ob endlich eine Zahlung von der Arge eingegangen ist. Bis jezt: Fehlanzeige! Ich habe dann direkt bei meiner Sachbearbeiterin von der Arge angerufen. Die Frau war natürlich nicht da und wurde vertreten. Die Vertretung hat mir gesagt, dass sie mir leider nicht sagen kann, warum ich keine Leistung erhalten habe. Sie gehen allerdings davon aus, dass ich eine eheähnliche Gemeinschaft führe. Die Vertretung konnte mir auch nicht sagen, wann sie mir sagen kann, warum ich keine Leistung erhalten habe. Das ist doch einfach unglaublich. Ich muss heute doch meine Miete überweisen und weiß nicht wovon. Für den oben erwähnten Antrag wurde mir eine Frist bis zum 7. August gewährt. Der ist noch nicht überschritten und die Leistungen wuden einfach eingestellt ohne mir das schriftlich mitzuteilen. Ich bin schockiert!!

Was kann ich tun?


Lieben Dank für Eure Geduld. Ich freue mich auf Antworten.

Vielen Dank im voraus.

Grüße von apple88
 

ofra

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über das thema hausbesuche haben wir ja hier schon zahlreiche beiträge. an deinem beispiel sieht man wieder krass die kluft zwischen dem, was gesetzlich erlaubt ist und dem, was sich die ARGE einfach herausnimmt.
überrumpelungstaktik, forsches, einschüchterndes auftreten, psychischer druck etc. und wenn man dann brav alles über sich ergehen ließ wegen der mitwirkungspflicht dann wird man hinterher erst recht bestraft.
diese menschenverachtende haltung regt mich einfach auf.
jeder ARGE mitarbeiter ist auch ein mensch und sollte eigentlich auch ein gewissen haben. natürlich hat jeder seine dienstanweisungen und vorschriften. darüber hinaus gibt es aber auch noch werte wie anstand, höflichkeit, respekt. und das ist eine ganz persönliche sache. die hat mit der arbeit an sich nix zu tun. das liegt in der verantwortung des einzelnen.
mich stört die grundeinstellung, die menschen gegenüber anderen menschen an den tag legen.
:kotz:
 

Martin Behrsing

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Melde dich nachher mal, dann gebe ich dir eine Adresse einer Hamburger Anwältin. Dies sollte ja nun ein leichtes sein, dass ihr keine eheähnliche Gemeinschaft seit und die "Schnüffler" deutlich in ihre Schranken verwiesen werden. Schreibe mir kurz eine Email, dann bekommst Du eine Adresse.
 
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